Erwachsene souveräne/ gut erzogene Hunde sind meist eh wichtiger damit sie von ihnen gut geformt wird und nicht verdorben wird.
Das sehe ich anders. Gerade Welpen untereinander lernen voneinander. Genauso wie Junghunde untereinander. Und ja, auch Erwachsene Hunde sind wichtig.
Voraussetzung ist natürlich, dass die Kontakte kontrolliert ablaufen und eingegriffen wird, falls nötig, damit die Welpen einen sozialen Umgang lernen können und dieses "mobben" unterbrochen wird.
Ich habe einen von diesen sozialen, souveränen Rüden, die sich alle wünschen. Was denkst Du, wie er das gelernt hat? Z. B. hat er hat als belgischer Schäferhundwelpe mit einer Chihuahuahündin in seinem Alter gespielt. Sehr schön war zu beobachten, wie er sich spielerisch der kleinen Maus anpassen konnte und das Spiegelbildspielen gewählt hat, also null Berührungen untereinander. Weder die Chihuahuahündin noch mein Rüde wurden dadurch "verdorben", sondern sammelten positive Erfahrungen. Noch heute sieht mein Rüde kleine Hunde nicht als Jagdobjekt an, sondern kann seine Dynamik entsprechend anpassen. Genau so hat er als Junghund gelernt, dass er sich auch mal unterordnen muss (es war ein Doggerüde in seinem Alter, 15 Monate, der ihm innerhalb von 10 Sekunden das Nachdenken beigebracht hat). Eine mega wichtige Erfahrung im Junghundalter. Es kommt auch nicht auf die Häufigkeit an, sondern auf die richtigen Kontakte.
Wie gesagt, es ist natürlich wichtig, dass man auch mal managt und der Welpe jederzeit den Schutz bei seinem Frauchen suchen kann und den auch bekommt. Das fördert auch die Bindung. Und wenn der Welpe nicht spielen will, dann ist das auch ok. Zwingen muss man ihn nicht.
Pauschal Kontakte abzulehnen oder nur immer den Erziehungshintergrund zu sehen, ist m. E. traurig für den Welpen, der auch mal mit gleichgesinnten spielen möchte.