Ja, soetwas habe ich auch schon mal erlebt. Jahrelang sind Bazulu und ich am Eingang zu unserer Sackgasse durch einen Holzzaun von einem kleineren Frechdachs angebellt worden. Bazulu hat es nie gejuckt, ist immer lässig dran vorbei, hat auf dem Grasstreifen davor geschnüffelt. Keine Reaktion. Aber eines Tages (es war ein Sonntag) ist wohl seine meterlange Zündschnur gerissen! Da schnauzte er auf mal so richtig zurück! Kurz, aber extrem laut. Ihm hat es gereicht! Seine heilige Ruhe und dann das! Der Hund flippte wie ein Gummiball 2m vom Zaun zurück und war auf einmal total still, legte sich ins Gras, war wie ausgewechselt und das war es dann. Am nächsten Tag sprach der Nachbar mich an. Er meinte, er hätte seinen Hund nur mal eben in den Garten gelassen und sich wieder ins Bett gelegt, weil ja Sonntag war. Als Zulu auf einmal losschnautzte sei er fast vor Schreck aus dem Bett gefallen. Die Stille danach hätte ihn in Panik versetzt und er sei im Schlafanzug in den Garten gespintet, weil er dachte, Zulu hätte seinen Hund gefressen! Er war total verblüfft, als er seinen Hund ruhig im Gras liegend vorfand. Wir haben so gelacht!!! Der Hund bellt bis heute nicht mehr am Zaun! Nachbar ist dankbar und Iven und ich haben ein ruhigeres Leben durch Bazulus Vorarbeit! Ich finde Zaunpöbler im Grunde nicht schlimm, im Gegenteil, wo findet man sonst so eine tolle -zudem kostenlose- Gelegenheit, um mit seinem Hund richtiges Verhalten in einer solchen Situation zu üben. Man muss seine Einstellung dazu ändern und die Situation als Trainingseinheit verstehen! Dann ärgert man sich auch nicht mehr drüber!