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Jessi
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Anzahl der Antworten 23
zuletzt 29. Nov.

Geräusche im Treppenhaus - Hund bellt, wufft oder knurrt auf

Hallo zusammen Ich habe eine 1 Jahr alte Kleinpudelhündin. Momentan hat sich bei uns das "Problem" entwickelt, dass sie bei Geräuschen im Treppenhaus kurz aufbellt,-wufft oder -knurrt Es ist nicht so dass sie nonstop bellt oder so. Es ist immer nur ganz kurz. In 98% der fällen nur einmal dann ist gleich Ruhe. Aus der Hundeschule hieß es wir sollen in dem Moment sie kurz anschnauzen. Bei uns ist es ein einfaches "ey" und auf die Decke schicken. Das klappt bei uns auch wunderbar. Sie weiß eigentlich schon in dem Moment wo sie einmal aufbellt, dass sie auf ihren Platz soll. Das muss ich ihr gar nicht mehr erklären. Wir möchten allerdings dass sie grundsätzlich bei Geräuschen einfach entspannt ist und nicht das Gefühl hat sie muss uns das kurz mitteilen. Es ist mir auf Dauer auch unangenehm da wir im 12 Parteien Haus wohnen. Ich möchte die Nachbarn nicht mit meinem Hund stören. Das Körbchen ist auch in der letzten Ecke zur Haustür deponiert. Wie soll ich damit am besten umgehen wenn sie aufbellt, -wufft oder -knurrt? Wahrscheinlich muss ich das auch differenziert sehen je nachdem welchen laut sie von sich gibt Ich habe eher das Gefühl, dass ich meine Hündin mit diesem "ey" und auf die Decke schicken mehr motiviert habe das zu tun. Wäre super wenn mir jemand helfen könnte :)
 
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Nadine
16. Sept. 16:41
Für meine Hündin ist diese Methode auch am effektivsten. Für sie haben Probleme eine höhere Wichtigkeit als Leckerchen oder Korrekturen und sie war beim Lüften immer sehr aufmerksam. Wenn wir schlafen oder nicht zu Hause sind, würde sie den Job nach wie vor noch machen. Aber so lange sich jemand kümmert, kann sie die Verantwortung leichter abgeben.
Bei uns hat es sogar teils alleine daheim geholfen. Klar, wenn jemand direkt vor der Tür steht, wird der vertrieben. Aber die "üblichen" Geräusche wir zb jemand geht durchs Treppenhaus sind überhaupt kein Problem mehr sondern als ungefährlich abgestempelt.

Ich hätte es bei Wayne sicher auch mit Leckerli umkonditionieren können. Aber ich zeige ihm deutlich lieber, dass ich den Job gut machen kann, das ist ja auch super für sein Vertrauen in mich.
 
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Nadine
16. Sept. 16:44
Vielen Dank für die schnelle Antworten Wir haben das jetzt Mal angefangen. Ich hoffe dass es klappt Ich merke aber das ich viele Geräusche gar nicht höre oder sie erst höre wenn sie lauter sind und meine Hündin schon gewufft hat. Da muss ich meine Lauscher besser spitzen Danke!☺️
Es ist ja gar nicht schlimm, wenn sie es vor dir hört und meldet. Das ist ja nur natürlich. Wichtig ist nur, dass sie lernt, da wird sich drum gekümmert. Es sollte idealerweise nur bei einem wuffen bleiben und nicht zu Dauerkläffen werden.

Hin und wieder meldet Wayne mir auch noch was. Darf er auch, er ist schließlich ein Hund 😉
 
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Kirsten
16. Sept. 16:48
Bei uns hat es sogar teils alleine daheim geholfen. Klar, wenn jemand direkt vor der Tür steht, wird der vertrieben. Aber die "üblichen" Geräusche wir zb jemand geht durchs Treppenhaus sind überhaupt kein Problem mehr sondern als ungefährlich abgestempelt. Ich hätte es bei Wayne sicher auch mit Leckerli umkonditionieren können. Aber ich zeige ihm deutlich lieber, dass ich den Job gut machen kann, das ist ja auch super für sein Vertrauen in mich.
Ja, verstehe ich.

Bei uns geht es hauptsächlich um Hunde(markenklimpern) oder Hundegebell rund ums Haus. Das andere ist so oder so kein Problem.
Aber da funktioniert dieser Weg eben auch sehr gut ☺️👍
 
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Sara
16. Sept. 20:24
Wir haben dasselbe Problem.

Unser Benny (ca 7 Monate, aus dem Tierschutz, unsicher, ängstlich und ein Kontrolletti) reagiert stark auf Geräusche im Treppenhaus, vor allem wenn die Nachbarn mit Hund oder Kind unterwegs sind.

Wenn ich schonmal ein Geräusche höre und Benny ruhig bleibt, wird er gelobt und ich gehe zu Tür und "kontrolliere" , sag dann "ist gut".

Wenn er bereits bellt und rebelliert wird er von der Tür weggedrängt ("Nicht dein Job!") und auf die Decke geschickt. Dann kontrolliere ich wieder, sag "ist gut" , er wird für das brav auf der Decke sein belohnt und darf wieder laufen.

Die Fortschritte schleichen sich langsam an, aber es wird besser. Wenn es geplant an der Tür klingelt und wir ihn davor auf der Decke schicken, wird sogar häufig gar nicht mehr gebellt
 
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Daniela mit
16. Sept. 20:39
Der Hund bellt, weil er etwas hört und das Bedürfnis hat, dass sich um die Sicherheit gekümmert wird. Mit anschnauzen und Decke schicken straft ihr ab, aber ihr Bedürfnis wird dadurch nicht befriedigt. Im Gegenteil, Geräusche werden NOCH schlimmer, weil ja auch von euch eine negative Reaktion kommt! Ich liebe solche Hundeschulen 🙄😕 Ich hab es so gemacht: ich hab mich bei meinem Hund bedankt. Jedenfalls, wenn es nur ein warnwuffen und kein kläffen war. Dann bin ich aufgestanden, zur Tür oder zum Fenster gegangen und hab nachgeschaut, was los ist. Dann "alles gut" gesagt. Dadurch hat mein Hund die Sicherheit, dass sich gekümmert wird. Nach wenigen Tagen hat er oft nur noch den Kopf gehoben (anfangs war es Dauerkläffen!), ich bin sofort schauen gegangen. Später hat dann nur noch "alles gut" gereicht. Mittlerweile bellt er nur noch bei unbekannten Hunden im Hausflur oder wenn Leute länger direkt vor unserer Wohnungstür stehen. Das darf er mir auch gerne melden. Und das wichtigste: Er bleibt entspannt, weil sein Bedürfnis befriedigt ist und ich mich um die Sicherheit kümmere, sodass er es nicht mehr tun muss.
Ich habe lediglich die erste Antwort von Nadine E gelesen und kann da nur zustimmen.
Wir haben es genau so gemacht und heute reicht ein "alles gut". Und sie entspannt gleich wieder.
 
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Franziska
16. Sept. 21:17
Der Hund bellt, weil er etwas hört und das Bedürfnis hat, dass sich um die Sicherheit gekümmert wird. Mit anschnauzen und Decke schicken straft ihr ab, aber ihr Bedürfnis wird dadurch nicht befriedigt. Im Gegenteil, Geräusche werden NOCH schlimmer, weil ja auch von euch eine negative Reaktion kommt! Ich liebe solche Hundeschulen 🙄😕 Ich hab es so gemacht: ich hab mich bei meinem Hund bedankt. Jedenfalls, wenn es nur ein warnwuffen und kein kläffen war. Dann bin ich aufgestanden, zur Tür oder zum Fenster gegangen und hab nachgeschaut, was los ist. Dann "alles gut" gesagt. Dadurch hat mein Hund die Sicherheit, dass sich gekümmert wird. Nach wenigen Tagen hat er oft nur noch den Kopf gehoben (anfangs war es Dauerkläffen!), ich bin sofort schauen gegangen. Später hat dann nur noch "alles gut" gereicht. Mittlerweile bellt er nur noch bei unbekannten Hunden im Hausflur oder wenn Leute länger direkt vor unserer Wohnungstür stehen. Das darf er mir auch gerne melden. Und das wichtigste: Er bleibt entspannt, weil sein Bedürfnis befriedigt ist und ich mich um die Sicherheit kümmere, sodass er es nicht mehr tun muss.
ja genau: ich finde deine "erziehung" (ich mag das wort nicht) sehr liebevoll und partnerschaftlich. ich mache das genauso. so schlimm diese hundeschulen sterben wohl nie aus 😡
 
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Lilian
16. Sept. 21:24
Anschnauz Hundeschulen würde ich auch gleich mal Anschnauzen und wegschicken.
 
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Jessi
24. Nov. 17:02
Hallo ich wollte Mal kurzes Feedback geben.

Also grundsätzlich hat sich das Verhalten gebessert.
Sie bellt und knurrt nicht mehr bei allen Geräuschen außer derjenige ist sehr nah an der Haustür bzw auf der gleichen Etage.

Wir vergewaltigen auch regelmäßig die Hausklingel um sie auf die Klingel zu sensibilisieren damit sie dann nicht jedes Mal ausschlägt.
Das klappt ehrlich gesagt nicht so gut. Sie versteht wenn wir gerade "trainieren" und wenn das Handy oder mein Freund vor der Tür klingelt ist sie ruhig. Ist er der Postbote wird wieder gebellt. Man muss dazu sagen wir wohnen im 4. Stock ich bezweifle dass sie Besuch bereits unter vor dem Treppenhaus richtig oder spürt...

Desweiteren fängt sie dann jetzt an ständig zu Bellen und rumzuknurren wenn ich im Hausflur kurz mit dem Postboten spreche. Ich schicke sie immer auf ihren Platz im Wohnzimmer. Sie sieht den Besuch bzw den Postboten gar nicht. Von hinten wird dann gebellt und geknurrt. Manchmal Versuche ich, wenn ich weiß das jemand kommt, ihr ein kauartikel zu geben. Der wird dann aber ignoriert. Manchmal verdonner ich meinen Freund unserem Hund während ich an der Tür bin mit der Leberwursttube zu füttern. Das klappt auch nicht wirklich. Sie leckt dann an der Tube und drückt zwischendrin ständig ihre geknurre raus. Ich habe bedenken dass ich dadurch ja das Verhalten nur verstärke und mein Freund ist auch nicht gerade begeistert wenn er ständig von mir dirigiert wird den hund zu füttern solange ich die Tür öffne.
Die meiste Zeit öffne ich aber die Tür wenn er gerade nicht Zuhause ist...

Das mit dem bellen und knurren macht sie auch mittlerweile draußen wenn es dunkel ist auch.
Ich Stelle mich dann immer vor sie um ihr zu zeigen dass es nicht ihre Situation ist. Hilft aber auch nicht wirklich

Wie kann ich denn in den Situationen denn am besten umgehen?

Ich muss das alles unbedingt in den Griff bekommen. In unserem Haus haben sich schon die Bewohner wegen anderen Hunden beschwert. Ich möchte nicht dass sie sich über meine auch beschweren?

Ah und noch etwas zum Thema anderer Hund. Wenn jemand im Treppenhaus ist klappt es ja schon ganz gut das sie ruhig ist. Dann hört man aber einen anderen Hund aus der Nachbarschaft bellen und Zack ist meine Hündin wieder mit dabei. Ein Teufelskreis sozusagen..
Was soll ich bei den ganzen Situationen am besten machen??
 
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Andrea
24. Nov. 17:13
Hab jetzt nicht alles gelesen aber rede vielleicht auch mit deinen Nachbarn ob es sie stört ob sie es überhaupt hören und natürlich das du daran arbeitest 💖
 
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Dogorama-Mitglied
24. Nov. 17:56
Probiert doch mal einen anderen Ansatz. Nadine hatte ja schon geschrieben, dass ihr den Hund mit dem Deckentraining quasi bestraft, während er seine “Aufgabe” erledigt. Ihm dann andererseits Futter anzubieten klingt ein bisschen twisted - es passiert etwas (Geräusche im Flur) und es gibt immer eine Reaktion durch euch in Bezug auf den Hund, sowohl positiv als auch negativ. Der Hund scheint sehr viel Aufmerksamkeit zu bekommen, wenn es klingelt und er dann bellt. Vielleicht klappt eine Methode mit weniger direkter Aufmerksamkeit besser.

Wie geht ihr denn draußen mit dem Verhalten um?