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Nadine
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Anzahl der Antworten 21
heute 21:16

Fragwürdige Haltung in Hundeschule?

Hi Zusammen, ich wäre euch dankbar, wenn ihr eure Einschätzung zu einer heutigen Trainingsstunde mit mir teilen würdet, da es mich noch beschäftigt und ein ungutes Gefühl hinterlassen hat. 🙏 Sammie ist 3,5 Jahre und seit fast 1 Jahr bei mir aus dem Tierschutz. Heute war die dritte Stunde im Anti-Jagd-Training bei einer Hundeschule. Direkt heute habe ich erwähnt, dass Sammie sehr lange braucht um Vertrauen zu Fremden (Hund und Mensch) aufzubauen. Dass er sich von mir in den ersten zwei Wochen nach seiner Ankunft aus Rumänien von mir kaum hat anfassen lassen. Bei der Übung sollte ich eine Reizangel aus Entfernung bewegen und die Trainerin hat die Schleppleine festgehalten. Er wollte natürlich hin und hat gebellt. Daraufhin hat sie ihn ins Bein gezwickt, was ihn überfordert hat und er überlegt hat, ob er sie zurück zwicken soll. Hat er zum Glück nicht, sondern nur gebellt und hatte sichtlich Angst vor ihr. Ich war bestimmt 4m entfernt. Später hat sie zudem als ich das Thema traumatische Erfahrung angesprochen habe, eine Aussage getätigt, die mir ebenso zu Denken gab: „Hunde leben im hier und jetzt und können sich an rein gar nichts aus ihrer Vergangenheit erinnern. (…) Du solltest weniger Verständnisvoll mit ihm sein.“ Bei späterer Impulskontrollübung sagte sie: „er ist extrem sensibel und reagiert deutlich auf Blicke und Körpersprache. (…) ein ganz liebevoller und höflicher…“ Ich halte mich bewusst mit meiner Einordnung und weiterer Hintergrundinfos zu Sammie zurück um eine möglichst auf die Trainingshaltung bezogene Einschätzung von euch bekommen zu können. 😊 Ich danke euch schon mal vorab! Liebe Grüße
 
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Kirsten
heute 21:16
Danke dir! Ja genau darauf wollte ich hinaus als das Thema aufkam. Ein Hund aus dem Tierschutz, der ausgesetzt wurde und dessen Mutter dabei gestorben ist. Wie weiß zwar keiner, aber er reagiert extrem auf laute, schnelle oder große Fahrzeuge. War für sie grundsätzlich irrelevant
Wo meiner Meinung nach etwas dran ist, ist das Thema Mitleid. Ich denke nicht, dass Hunde davon profitieren, wenn man sie für ihre Vergangenheit bedauert oder gar anfängt mit ihnen zu leiden. Was passiert ist, lässt sich nicht mehr ändern.

Das ist aber etwas anderes als Sorgen, Ängste, die Vergangenheit gänzlich zu ignorieren, statt einen angemessenen Umgang damit zu finden.

Für eine Atmosphäre, bei der man sich für das Äußern der eigenen Bedenken schlecht fühlt, statt Erklärungen an die Hand zu bekommen würde ich nicht bezahlen wollen.

Ich finde es toll, dass du das für dich aufarbeitest und nicht einfach hinnimmst. Es ist oft schwer seinem Bauchgefühl zu vertrauen, wenn man einem vermeintlichen Experten gegenüber steht. Ihr werdet für euch einen passenden Weg finden! ☺️