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Ve
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zuletzt 19. Sept.

Das ewige ziehen an der Leine

Hallo zusammen, hätte gerne eure Tipps und Tricks wie wir es doch endlich schaffen, dass Sammy (Labrador) nicht mehr so zieht.
Sammy geht immer schon gerne Voraus, was wenn er freiläuft gut ist da wir alles gut sehen können (z. B. falls er was Essbares gefunden hat). Was wir schon gefunden haben das er nicht zieht ist wenn wir einen Ball dabeihaben, aber immer einen Ball dabei haben wollen, wollen wir nicht.
Hundeschule und Einzeltrainer hatten wir schon, leider nur mit mäßigem Erfolg.
Vor allem zieht er wenn’s nach Hause geht 🫣.
Freue mich auf eure Tipps und Tricks.
 
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Ilona
18. Sept. 04:42
Also Schmerzen hat er nicht das zeigt er uns anderes. Hauptsächlich wenn wir die erste Tour machen in der Früh bis er auf dem Klo war dann läuft er aber meistens frei, und dann wenn’s nach Hause geht. Wir gehen dreimal am Tag von 45 Minuten bis 1,5 Stunden und eine Nachtrunde von 15 Minuten. Wir haben Wegwechsel versucht aber da kommen wir nicht weiter. Wir haben mit Zucken und dann Loben, wenn er nicht zieht versucht, aber das interessiert ihn irgendwie nicht. Wir wissen, dass er ein sensibler Typ ist und wir ihn nicht wirklich schimpfen dürfen. Wir haben es mit anderen Hunden versucht, damit er sieht wie es eigentlich aussieht, interessiert ihn das nicht wirklich. Selbst wenn er voll ausgelastet wird mit Spiel und Spaß mit Ball, freesby oder anderen Hunden oder suchtraining im Wald 🌳. Also Auslastung in allen Richtungen wenn es heimgeht, Sammy zieht 🫣. Selbst wo ich mal sein Frühstück mitgenommen habe sobald er es gegessen hatte Sammy zieht wieder nach Hause 🏡.
Meinst du jede Runde max. 1.5 Std? Das wären ja fast 5 Std max. Gassi. Das ist zuviel. Meine Trainerin hat mal gesagt 2 bis 2.5 Std . Wäre o.k. mal darfs auch mehr sein. Zumal wenn ihr ihn zwischendurch auch noch auslastet mit Suchspielen etc. Du musst dir das mal vorstellen, wieviel Reize ein Hund schon alleine bei 10m laufen sufnimmt. Das sind ja unendlich viele über die Nase , dann die Geräusche etc. Das kann dann, je länger der Gassigang ist, den Hund Hund überfordern. Ich würde da echt mal probeweise für 2 bis 4 Wochen den Gassigang kürzen. Keine Runden laufen, sondern oneways. Da ist dann die Reiz Fülle nicht mehr so hoch. Und mal schauen, ob ihr Stehgassi macht. Es gibt tolle podcastfolgen
Vom " Treuhandbüro Rund um Hund" dazu. Hör da mal rein.
 
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Sebbi
18. Sept. 06:35
Hallo!

Vorab ein paar ehrliche Worte, welche euch wahrscheinlich nicht gefallen werden:
Sammy ist in dieser Hinsicht kein besonderer Hund, und ihr braucht keine spezialisierte Sonderanleitung für ihn. Das Thema Leinenführigkeit wurde hier im Forum schon gefühlt hundertmal durchgekaut und auch ein Trainer ist nicht automatisch die Lösung.

Sammy geht nicht gerne voraus, "weil euch das den Überblick erleichtert". Der der voraus geht, führt das Rudel. Er verwaltet den vor euch liegenden Raum. Weil ihr nicht führt und euch nur passiv an der Runde beteiligt, übernimmt er die Initiative, kontrolliert die Lage und scannt die Umwelt ab. Das ist kein Gefallen für euch, sondern die Kernursache eures Problems.

Dass er auf dem Heimweg zieht, ist kein "Heimweg-Problem", sondern ein grundlegendes Leinenführigkeits-Problem. Er ist ja nicht dumm und ihr seid für ihn berechenbar. Also er weiß wann es wieder zurückgeht. Letztendlich hat er gelernt: Druck auf der Leine bringt mich vorwärts. Solange er mit gezogener Leine auch nur einen Meter Raumgewinn macht, wird er das Verhalten beibehalten.

Das Thema mit dem Ball zeigt euer Problem eigentlich perfekt. Ihr seid für ihn ohne das Spielzeug einfach zu langweilig. Dass er mit dem Ball nicht zieht, liegt daran, dass ihr in dem Moment spannend seid. Ohne Ball seid ihr leicht auszurechnen: Ihr lauft eure Runde, dackelt hinterher und interessiert euch scheinbar weder für ihn noch für die Umwelt. Warum sollte er euch da das Feld überlassen? Der Ball zeigt aber auch, dass er sich sofort an euch orientiert, sobald ihr als Führungsperson relevant seid. Nutzt diese Energie als Werkzeug, statt ihn nur als Dauerbespaßung mitzuschleppen. Macht euch auch ohne Ball interessanter, baut unvorhersehbare Richtungswechsel ein und belohnt Blickkontakt gezielt.

Es braucht eine strikte Ursache-Wirkung. Zug auf der Leine bedeutet sofortigen Stopp oder Richtungswechsel. Nicht erst nach drei Schritten, sondern beim ersten Millimeter Spannung. Erst wenn die Leine wieder durchhängt, geht es weiter. Wenn Ziehen zu 80 % ignoriert wird, weil man schnell nach Hause will, aber zu 20 % korrigiert wird, lernt der Hund einfach nur Ausdauer. Die Regel muss ausnahmslos gelten. Wenn ihr mal keine Zeit oder Nerven habt, konsequent zu sein, nutzt ein Geschirr mit Brustring. Das verhindert physikalisch, dass er sich reinhängt, ohne dass ihr euch das Training wieder ruiniert.

Leinenführigkeit ist am Ende keine Frage der Motivation des Hundes, sondern eine Übung in eurer eigenen Präsenz, Raumverwaltung und Konsequenz.

Zu 90 % liegt das Nichtfunktionieren an mangelnder Ausdauer, an fehlender Konsequenz und am schlechten Timing. Nicht an schlechten Trainern, ungeeigneten Tipps oder der Individualität des Hundes.
 
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Ve
18. Sept. 06:39
Das ziehen kenne ich auch. Nur hat das bei uns nichts mit Erwartungshaltung zu tun (Futter), sondern Unsicherheiten/Geräusche und damit Flucht. Was wenn du stehen bleibst wenn er zieht? Ordnet er sich von sich aus wieder an deiner Seite ein?
Ja, er zieht dann nicht weiter er bleibt auch stehen und ist locker
 
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Aga
18. Sept. 08:34
Lass dir nicht erzählen es hätte mit der Bindung zu tun. Ich habe eine extrem gute Bindung mit meiner Hündin, was mir schon viele Leute und mehrere Trainer bestätigt haben. Fussarbeit läuft super an der Moxon, aber die Leinenführigkeit an der Schleppleine ist schwierig mit dem ziehen. Die Fussarbeit machen wir ja nur 10-15 Minuten und da habe ich eine andere Korrektur, die ich aber anderweitig nicht verwenden soll. Stehen bleiben an der Schleppleine schürt nur Frust ubd bringt null und mein Hund ist auch gut ausgelastet. Manche sind eben weniger sensibel auf so ne Korrektur und es klappt so nicht mit jedem. An der Bindung liegt es meiner Meinung nach nicht wenn das schwieriger ist, manche sind da einfach sturer. Laut meiner Dummytrainerin meint Leinenführigkeit ist schwieriger wie Fussarbeit, weil die Regeln schwammiger sind, schnüffeln, pinkeln, ok? Leinenlänge?
 
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Sebbi
18. Sept. 08:52
Lass dir nicht erzählen es hätte mit der Bindung zu tun. Ich habe eine extrem gute Bindung mit meiner Hündin, was mir schon viele Leute und mehrere Trainer bestätigt haben. Fussarbeit läuft super an der Moxon, aber die Leinenführigkeit an der Schleppleine ist schwierig mit dem ziehen. Die Fussarbeit machen wir ja nur 10-15 Minuten und da habe ich eine andere Korrektur, die ich aber anderweitig nicht verwenden soll. Stehen bleiben an der Schleppleine schürt nur Frust ubd bringt null und mein Hund ist auch gut ausgelastet. Manche sind eben weniger sensibel auf so ne Korrektur und es klappt so nicht mit jedem. An der Bindung liegt es meiner Meinung nach nicht wenn das schwieriger ist, manche sind da einfach sturer. Laut meiner Dummytrainerin meint Leinenführigkeit ist schwieriger wie Fussarbeit, weil die Regeln schwammiger sind, schnüffeln, pinkeln, ok? Leinenlänge?
Leinenführigkeit an der Schleppleine? Da bringst du Werkzeuge komplett durcheinander.

Leinenführigkeit sollte, wie der Name schon sagt, an der Führleine stattfinden. Die Schleppleine hingegen ist ein reines Trainingsgerät es sei denn, du trailst.
Wie der Name auch hier schon sagt: Schleppleine. Der Name bezieht sich auf das Prinzip des Schleppens, bei dem die Leine auf dem Boden liegt und hinterhergleitet. Sie dient der Absicherung von Signalen auf Distanz wie dem Rückruf. Sobald man sie in der Hand hält und als verlängerte Führleine missbraucht, hat man das Werkzeug einfach nicht verstanden.

Dass Stehenbleiben an der Schleppleine nur Frust erzeugt, liegt auf der Hand: Du gibst dem Hund meterweit Anlauf, er rennt in die Segel und du blockierst ihn auf Distanz. Das ist methodisch falsch eingesetzt.

Der Unterschied zu deiner Moxon ist eindeutig. Fußarbeit ist eine hochkonzentrierte Sportübung über wenige Minuten mit klarem Schema, während Leinenführigkeit die Alltagsregel an der kurzen Führleine ist, dass Zug niemals zum Erfolg führt.

Dass Leinenführigkeit schwerer fällt, liegt nicht an "Sturheit", sondern an unklaren Regeln. An der Moxon funktioniert die Fußarbeit, weil dein Rahmen glasklar ist. An der Schleppleine wird er schwammig, sobald Schnüffeln und Freiraum dazukommen. Dein Hund ist nicht stur er nutzt lediglich die Unschärfe, die du ihm durch die falsche Leinenwahl und fehlende Systematik anbietest.
 
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Aga
18. Sept. 09:25
Leinenführigkeit an der Schleppleine? Da bringst du Werkzeuge komplett durcheinander. Leinenführigkeit sollte, wie der Name schon sagt, an der Führleine stattfinden. Die Schleppleine hingegen ist ein reines Trainingsgerät es sei denn, du trailst. Wie der Name auch hier schon sagt: Schleppleine. Der Name bezieht sich auf das Prinzip des Schleppens, bei dem die Leine auf dem Boden liegt und hinterhergleitet. Sie dient der Absicherung von Signalen auf Distanz wie dem Rückruf. Sobald man sie in der Hand hält und als verlängerte Führleine missbraucht, hat man das Werkzeug einfach nicht verstanden. Dass Stehenbleiben an der Schleppleine nur Frust erzeugt, liegt auf der Hand: Du gibst dem Hund meterweit Anlauf, er rennt in die Segel und du blockierst ihn auf Distanz. Das ist methodisch falsch eingesetzt. Der Unterschied zu deiner Moxon ist eindeutig. Fußarbeit ist eine hochkonzentrierte Sportübung über wenige Minuten mit klarem Schema, während Leinenführigkeit die Alltagsregel an der kurzen Führleine ist, dass Zug niemals zum Erfolg führt. Dass Leinenführigkeit schwerer fällt, liegt nicht an "Sturheit", sondern an unklaren Regeln. An der Moxon funktioniert die Fußarbeit, weil dein Rahmen glasklar ist. An der Schleppleine wird er schwammig, sobald Schnüffeln und Freiraum dazukommen. Dein Hund ist nicht stur er nutzt lediglich die Unschärfe, die du ihm durch die falsche Leinenwahl und fehlende Systematik anbietest.
Also soll ich deiner Meinung nach 2 Stunden an der Moxon im Fuß laufen? Dad ist konzentrationsmässig gar nicht möglich, und Freilauf im Wald auch nicht möglich… wie geh ich dann deiner Meinung nach Spazieren? Fussarbeit hat für mich klare Regeln, Leinenführigkeit bedeutet für mich, an der langen Leine spazieren zu gehen ohne den Arm abgerissen zu bekommen, locker egal bei welcher Länge.
 
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Doreen
18. Sept. 09:47
Ja, er zieht dann nicht weiter er bleibt auch stehen und ist locker
Dann nutze den Moment und hole ihn neben dich. Nicht an der Leine heranziehen. Lobe ihn, auch wenn er dich ansieht. Er muss ja auch verstehen was du von ihm erwartest. Sobald wieder Druck auf der Leine ist, gleiches Spiel nochmals.

Da wird sicher auf beiden Seiten Frust aufkommen, weil sich das auch gut hinziehen kann.

Es geht aber auch nicht darum möglichst weit zu laufen, sondern miteinander zu laufen. Locker das auch ein wenig auf und mach zwischendrin was lustiges mit ihm. Wenn er Spaß mit dir hat wird er auch mehr auf dich achten. Mehr gemeinsam als nur so dahinlaufen. Ich hoffe du verstehst wie ich das meine.
 
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Sebbi
18. Sept. 10:00
Also soll ich deiner Meinung nach 2 Stunden an der Moxon im Fuß laufen? Dad ist konzentrationsmässig gar nicht möglich, und Freilauf im Wald auch nicht möglich… wie geh ich dann deiner Meinung nach Spazieren? Fussarbeit hat für mich klare Regeln, Leinenführigkeit bedeutet für mich, an der langen Leine spazieren zu gehen ohne den Arm abgerissen zu bekommen, locker egal bei welcher Länge.
Wie kommst du darauf, dass dein Hund zwei Stunden lang im Fuß an der Moxon laufen soll? Davon hat doch niemand geredet.

Ich habe nur gesagt, dass man an der Schleppleine keine Leinenführigkeit erwarten sollte. Leinenführigkeit ist die Alltagsregel für die normale Leine, egal ob Moxon oder kurze Führleine: Die Leine bleibt locker, ohne Arm-Abreißen. Die Schleppleine ist für den Radius da, nicht zum Trainieren von Leinenführigkeit. Und die hochkonzentrierte Fußarbeit ist eh ein völlig anderes Thema für wenige Minuten.
Und wenn Freilauf nicht möglich ist, dann gibts einfach keinen Freilauf😉
 
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Aga
18. Sept. 10:15
Wie kommst du darauf, dass dein Hund zwei Stunden lang im Fuß an der Moxon laufen soll? Davon hat doch niemand geredet. Ich habe nur gesagt, dass man an der Schleppleine keine Leinenführigkeit erwarten sollte. Leinenführigkeit ist die Alltagsregel für die normale Leine, egal ob Moxon oder kurze Führleine: Die Leine bleibt locker, ohne Arm-Abreißen. Die Schleppleine ist für den Radius da, nicht zum Trainieren von Leinenführigkeit. Und die hochkonzentrierte Fußarbeit ist eh ein völlig anderes Thema für wenige Minuten. Und wenn Freilauf nicht möglich ist, dann gibts einfach keinen Freilauf😉
Naja außer Fuß oder Freilauf bleibt doch nur die Schleppleine oder Flexi, also verstehe ich deine Aussage nicht wirklich. Und man kann meiner Meinung nach sehr wohl Leinenführigkeit an der Schleppleine trainieren, man muss sie nicht zwingend loslassen.
 
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Sebbi
18. Sept. 10:20
Naja außer Fuß oder Freilauf bleibt doch nur die Schleppleine oder Flexi, also verstehe ich deine Aussage nicht wirklich. Und man kann meiner Meinung nach sehr wohl Leinenführigkeit an der Schleppleine trainieren, man muss sie nicht zwingend loslassen.
Führleine = Fuß?
🤦‍♂️