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Cosifebataik
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 425
zuletzt 21. Mai

Brut und Setzzeit

... interessiert die überhaupt jemanden ? Ohne Übertreibung würde ich behaupten das von zehn Hundehaltern mindestens sechs ihre Hunde im Wald frei laufen lassen. Drauf angesprochen kommen dann so dolle Sprüche wie " mein Hund Jagd nicht" oder " mein Hund hört aufs Wort". Vielen scheint auch gar nicht bewusst zu sein daß ihr Hund eigentlich ein Jagdhund ist ( besonders einige Labbi Halter unterschätzen das "Jagd" Potenzial was in ihrem Hund steckt/stecken könnte)... Gestern war die Krönung. Zwei unangeleinte Hunde querfeldein im Wald( irgend ein Terriermix oder so) ... Herrchen hinter der Kurve mind. 50 m entfernt mit Kopfhörern und am Handy daddeln. ... Ist dieses ganze Klima und Natur Geschwätz etwa nur wichtigtuerische Pseudomoral ???
 
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Christine
21. Mai 20:53
Mein Mann ist leider auch gerne "Fraktion die jagen nicht" !Stimmt eigentlich auch,unsere haben wirklich keinen ausgeprägten Jagdtrieb,aber a)etwas Jagdtrieb haben sie natürlich auch und b) was ist mit Bodenbrüter oder Häschen die sich auf dem Boden verstecken?Also hab ich ihn so lange genervt,bis er jetzt auch anleint.Ist ja nicht für ewig!
 
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Christine
21. Mai 20:57
Hab ich auch schon mal gepostet...die bitte die hunde in dieser besonderen zeit an der leine zu lassen...interessiert halt nicht viele...auch hier auf dogo sieht man oft fotos/videos von frei sich tumelden doggies in feld und flur...bekommen dafür auch noch likes...versteh ich nicht😵😱😪
Das ist mir allerdings auch schon aufgefallen!
 
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Christine
21. Mai 20:59
Das Tierschutzgesetz besagt dass Hunde auch frei laufen müssen. Natürlich nicht permanent! Bei uns gibt es keine normalen Freilaufflächen. Wie soll man jetzt einen Hund artgerecht halten?
Keine Möglichkeit den Hund mal laufe zu lassen?😕
 
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Annett
21. Mai 21:13
Keine Möglichkeit den Hund mal laufe zu lassen?😕
Bei uns nicht. Da gibt es eben nur die direkte Umgebung. Sportplatz vielleicht, ist aber nicht eingezäunt.
 
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Sebbi
21. Mai 21:49
Mal direkt in Bezug auf den Eröffnungsbeitrag…


1. Man muss die Kirche im Dorf lassen: In Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und NRW gibt es gar keine generelle Anleinpflicht während der Brut- und Setzzeit. In diesen Bundesländern setzt man auf die Eigenverantwortung der Halter und den Gehorsam der Hunde. Wer behauptet, Freilauf sei in dieser Zeit grundsätzlich illegal, verbreitet schlichtweg Fehlinformationen.

2. Zum Thema Labrador:
Ich habe zwar keinen, aber man darf nicht vergessen, dass diese Hunde für die Arbeit nach dem Schuss und strikt auf Kommando gezüchtet wurden. Ein gut erzogener Labbi stöbert nicht eigenmächtig das Unterholz durch, sondern wartet auf seine Aufgabe. Dass er ein Jagdhund ist, bedeutet nicht, dass er unkontrolliert durch den Wald hetzt – im Gegenteil, er ist auf Kooperation selektiert. Letztlich kann jeder Hund jagen, wenn die Erziehung fehlt. Aber den Labbi hier zu stigmatisieren, halte ich für absolut übertrieben.

3. Oft klingen diese Vorwürfe auch nach Neid von Haltern, deren eigener Radius am Ende der 2,50 m Leine aufhört, weil die Kontrolle auf Distanz einfach nicht sitzt. Wer seinen Hund im Griff hat und auf den Wegen hält, schützt die Natur effektiver als jemand, der seinen Hund an der langen Leine unkontrolliert ins Gebüsch ziehen lässt.
ABER:
Es gibt auch die
„Hört 100%“ Halter,
die Ihre Hunde nur angeleint an stark befahrenen Straßen laufen lassen, oder diese mit ihrem Hund überqueren😉🤭
Das die unglaubwürdig erscheinen ist durchaus verständlich.

4. Fakt ist aber auch: Die Kontrolle sinkt mit steigender Distanz. Hunde sind außerdem keine Maschinen und haben auch mal einen schlechten Tag. Wenn man merkt, dass der Hund heute nicht zu 100 % funktioniert, gehört er eben an die Leine oder in den Nahbereich. Wer das erkennt, agiert wirklich verantwortungsbewusst.
☝🏼Im Gegensatz zu dem erwähnten „50m-Daddelvogel“ mit Kopfhörern. Das ist ein absolutes Negativbeispiel, egal ob Brut- und Setzzeit ist oder nicht. Wer die Umwelt und seinen Hund komplett ausblendet, führt ihn nicht mehr☝🏼

Und zum Schluss noch ein Punkt zu den militanten Anleinverfechtern:
Wenn es uns bedingungslos um das Wohl der Wildtiere geht, müssten wir konsequenterweise auch das Autofahren sein lassen. Durch Wildunfälle sterben in einer einzigen Woche deutlich mehr Tiere als durch Hunde während der gesamten Brut- und Setzzeit. Wer also auf den unangeleinten Hund schimpft, aber selbst mit 100 km/h durch den Wald fährt, betreibt reine Pseudomoral.

Trotzdem sollten wir Hundehalter so viel Selbstreflexion besitzen, um diese Zahl zu reduzieren – im Optimalfall auf Null.👍🏼