Ich schließe mich der Meinung von Olli B. an...
Denn ich würde die Empfehlungen der Trainerin ehrlich gesagt nicht vorschnell verwerfen.
Eine Hausleine oder auch eine Box (wenn sie positiv aufgebaut wurde) sind keine Strafen, sondern Management. Ein Hund, der bei Besuch so hochfährt, ist oft gar nicht mehr aufnahmefähig. Bevor man überhaupt trainieren kann, muss erst einmal Ruhe und Sicherheit in die Situation kommen.
Ein Border Collie wurde ursprünglich dafür gezüchtet, Herden zu kontrollieren und eigenständig zu arbeiten. Diese Hunde reagieren oft sehr stark auf Bewegung und übernehmen schnell selbst die Verantwortung, wenn ihnen keine klare Aufgabe vorgegeben wird. Genau deshalb profitieren viele von klaren Regeln und einem strukturierten Ablauf.
Auch der Rat, Ball- und Stockwerfen zu reduzieren, hat durchaus einen Hintergrund.🤔
Gerade bei Hütehunden können solche Spiele das Erregungsniveau eher steigern, anstatt für echte Auslastung zu sorgen. Ruhige Beschäftigung, Nasenarbeit oder Denkaufgaben sind häufig die bessere Wahl.
Ich würde daher eher hinterfragen, ob die vorgeschlagenen Maßnahmen konsequent und lange genug umgesetzt wurden, statt sie grundsätzlich abzulehnen. Management ist oft der
erste Schritt – nicht die endgültige Lösung. Erst wenn der Hund lernt, in solchen Situationen ruhig zu bleiben, kann man das eigentliche Verhalten nachhaltig verändern.