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Jacklin
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Anzahl der Antworten 20
heute 07:13

Border Collie-Mix dreht bei Besuch durch

Guten Tag, wir haben seit 6 Monaten einen border Collie Mischling. Er ist 2 Jahre alt und hat folgendes Problem: Er hat seit Tag 1 bei uns das Haus erobert… Er bellt sobald es klingelt, sobald die Haustür aufgeht stürmt er hin und schnappt nach dem Besuch ist überhaupt nicht mehr zu bremsen geht in dieser Situation auch nicht mehr auf sein Platz, er bellt Menschen an (Hunde komischerweise liebt er) Nur wenn eine fremde Person ihn ein leckerlie gibt beruhigt er sich und fremde Menschen geht nur außerhalb der Wohnung vorzustellen weil er in der Wohnung direkt durchdreht…. Wir hatten Besuch von einer hundetrainerin allerdings hat uns das echt überhaupt nicht weiter geholfen. Wir sollten lernen das er auf sein Platz bleibt ihn anleinen in der Wohnung oder in einer Box sperren. Zudem keine Wurf Spiele mehr also kein Ball holen keine Stöckchen Spiele usw…. Unsere Meinung zu dem ist nicht so positiv da wir unseren Hund ungern anleinen wollen in der Wohnung geschweige den einsperren. Außerdem ist er super verspielt und liebt es Stöckchen usw zu bringen. Hat wer Tipps oder andere Lösungen wie wir dieses Verhalten verbessern können ?
 
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Lina
heute 06:09
Beim lesen dieses Textes allein kriege ich ja schon Stress 😅
Ich glaube bei euch fehlt es an Struktur, Grenzen und Regeln.
Ich würde jetzt erstmal tief durchatmen und neu starten.
Klare Regeln im Haus finde ich grade am Anfang sehr wichtig. Wenn er dann seinen Platz gefunden hat und weiß wie es bei euch läuft kann man diese Regeln wieder auflockern bzw mehr Freiheiten gewähren. Aber für den Anfang würde ich da mehr regulieren. Der Hund muss nicht jederzeit überall hin können (bsp Küche oder Couch etc) Ich bin kein Freund von einer box oder wegsperren. Deckentraining habe ich selbst nie praktiziert ist auch nicht so mein Ding. Mein Hund bewegt sich auch bei Besuch frei zuhause. Aber kann bei euch unter Anleitung evtl hilfreich sein.

Für mich klingt der Hund überfordert, daher würde ich vor allem Zuhause gucken dass es zu einer „Oase der Ruhe“ wird. Um Haus wird geruht, mehr nicht. Ich würde darauf achten dass ich meinen eigenen Raum beanspruche und der Hund sich mit ruhiger Energie bewegt. Die Haustür ist natürlich spannend, denn das bedeutet Aufregung und Abenteuer. Aber diese Aufregung ist etwas was ich grade am Anfang in meinem Haus nicht dulden würde. Dh ich würde den Flur und den Bereich um die Tür für mich beanspruchen. Achte darauf dass du selbst sehr ruhig bist. Es ist dein Haus, dein Flur und deine Tür. Du entscheidest. Nimm den Schlüssel. Leg ihn wieder hin. Geh zur Tür, geh wieder weg. Achte darauf dass er sich nicht vorbeidrängelt. Schick ihn nicht weg sondern bitte ihn nur dir Raum zu geben. Sei konsequent und ruhig. Hilfreich könnte sein eine imaginäre Linie an der Schwelle zum Flur zu bilden. Bis hier hin und nicht weiter. Hund wartet bis du ihn einlädst. Einladen tust du ihn aber nur wenn er ruhig ist. Tür öffnen und wieder schließen ohne hinauszugehen.
Bei Spielen mit Stöckchen und Bällchen wäre ich tatsächlich auch erstmal vorsichtig. Grade weil er sich scheinbar aktuell noch nicht wirklich selbst runter fahren kann, da hätte ich die Befürchtung, dass der Ball eine Art Ventil ist und zum Suchtverhalten werden könnte.
Außerhalb des Hauses würde ich für artgerechte Auslastung sorgen ohne den Hund hochzupushen.
Die Klingel scheint ein besonderer trigger zu sein. Daher würde ich zunächst ohne Klingel an der Türe üben mit dem Raum geben. Dann erst würde ich die Klingel üben. Ganz in Ruhe, ist ja Nix besonderes, wenn geklingelt wird. Wenn besuch kommt, darf er dabei sein, aber er muss Raum geben. Keine Aufregung, kein Kontakt zum besuch. Er hat eine Nase und kann auch von der Schwelle zum Flur aus riechen wer da in dein Haus kommt. Wenn er ruhig ist kannst du ihn dazu bitten.
 
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Maria
heute 06:09
Ich habe beim Dummytraining sehr viele Regeln, beim Ball gibt es auch Impulskontrollübungen wo sie erst nach einem ok suchen oder hinter darf, aber als Belohnung darf sie ihn auch mal aus der Luft fangen. Amira ist auch ziemlich territorial aber ich habe keine Probleme, als Junghund wollte sie den Garten beanspruchen aber heute ist sie zuhause und auch draußen sehr entspannt. Deshalb sehe ich das mit dem Ball nicht so eng, dass sie ihrem Jagdtrieb als Sichtjäger auch mal folgen kann zur Bedürfnissbefriedigung. Ich weiß, dass es nicht jeder so sieht. Wir trainieren im Alltag sehr viel, deshalb glaube ich das passt so als Belohnung, am liebsten trägt sie ihn auf dem Spaziergang. Ich finde das ok, das sie sich bei so vielen Wildreizen dadurch beruhigen kann. So sehe ich das.
Wäre wahrscheinlich gut, das dazuzuschreiben. Klang für mich so, als könnte sie einfach dem Ball hinterher flitzen. Wie Jacklin das bisher gestaltet hat, ist ja nicht klar.
 
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Anna
heute 06:10
wieso holt ihr euch Hilfe wenn ihr nichts ändern wollt?
das anleinen heißt ja nicht das der Hund für immer in einer Ecke angekettet sein soll, sondern nur um dieses unkontrollierte losschießen zu unterbinden. wie wollt ihr ihn sonst bremsen? stimmlich scheint ja nicht zu funktionieren. und zu der Sache mit dem Ball: das wichtigste, was so ein Hund lernen muss, ist Ruhe. und wenn man den permanent aufpusht wird er nie Ruhe lernen. Der Hund hat euch jedenfalls schon ziemlich gut im Griff. Habt ihr euch denn vor der Anschaffung des Hundes gar keine Gedanken über die rassetypischen Charakterzüge gemacht?
Entschuldige wenn das jetzt etwas hart klingt, aber für mich hört sich das auch einfach nach einer unpassenden Mensch/Hund Kombination an.
 
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Carola
heute 06:20
Ein Border Collie ist ein Arbeitshund und ein Workaholic! Er braucht ein vernünftiges Training, eine Aufgabe und klare Grenzen sowie eine souveräne Führung! Zudem gehören Border Collies zu den Hunden die keinen Ausschalter haben- deshalb müssen sie Ruhe lernen!
Ein Border Collie braucht mehr als Leckerlis und Bällchen werfen. Wenn ihr euch und eurem Hund einen Gefallen tun wollt und euer Zusammenleben erträglich und angenehm gestalten wollt dann hört doch bitte auf euren Trainer! Ein Border Collie ist kein normaler Familienhund und wenn er nicht artgerecht gefordert wird dann endet das in der Regel katastrophal.
 
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Andreas
heute 06:32
.. musst Du nicht viel früher anfangen, als beim Besuchsmanagement ?

Auch mein Schatz ist ein Hüte- und Wachhund.. allerdings habe ich ihn bei seinem Gehöft mit 11 Wochen abgeholt... da weisst Du leider nicht, was früher mit Deinem Schatz passiert ist..

Also konkret.. Bindung und Impulskontrolle sind die Basis für zB Vertrauen, das Akzeptieren von Grenzen, das Wissen um die eigenen Aufgaben.. uvm.. eigentlich für alles..

Auch wenn es schwer fällt. manage die unschönen Situationen.. wie hier schon beschrieben wurde und arbeite umfangreich, ausdauernd, liebevoll, geduldig.. also perfekt 😉.. an Bindung und Impulskontrolle.

Stimmt das nicht, so kannst Du alles andere weitgehend vergessen...
 
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Johanna
heute 06:38
Ich denke nicht, dass ihr ohne Leine (temporär) sinnvoll weiter kommt.

Die Trainerin hatte schon die richtigen Ansätze, ihr dürft nur euch und eurem Hund nicht im Weg stehen.
 
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Sebbi
heute 06:52
Hi,
Respekt gebührt dir für deine Ehrlichkeit. Vermutlich wird dir meine Einschätzung dazu nicht gefallen, aber da du mit der Gesamtsituation unzufrieden bist und diese gerne ändern möchtest, sind klare Worte einfach notwendig.

Jemand muss euch mal die Augen öffnen und euch aus eurer „Schöne Welt Blase“ herausholen! Das was du beschreibst, ist der Klassiker, den Anfänger immer wieder aufs Neue begehen.

Ihr holt euch ein Familienmitglied, integriert es in euren Verbund und verwechselt Hund mit Mensch. Genau dadurch schafft ihr diese chaotischen Zustände, mit welchen ihr eigentlich gar nicht zufrieden seid, aber ändern wollt ihr letztendlich auch nichts. Ihr verwechselt verlässliche Führung und Struktur leider völlig mit Freiheitsentzug. Ein zwei Jahre alter Hütehund Mix ist kein Kind, dem man einen Gefallen tut, wenn man ihm im Haus die narrenfreie Zone überlässt.

Weil bei euch niemand klar die Regie übernimmt, springt der Hund zwangsläufig in die Lücke. Das hat nichts mit Bosheit zu tun, er versucht schlicht, die Kontrolle über die Situation zu bekommen. Das gibt ihm zwar ein Mindestmaß an vermeintlicher Sicherheit, bedeutet für ihn aber in erster Linie gigantischen, dauerhaften Stress.
Das Ergebnis seht ihr an der Haustür: Er bewacht euer Territorium, bestimmt, wer reinkommt, und maßregelt Besuch mittlerweile bereits durch Schnappen.

Eines muss euch klar sein: Schnappen ist erst der Anfang. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Hund hier einmal resoluter durchgreift und richtig zubeißt. Wie es danach weitergeht, kann man nur vermuten, auf jeden Fall nicht positiv für den Hund!

Schaut euch doch mal an, was ihr durch euer aktuelles Handeln eigentlich bewirkt:

- Indem ihr ihn frei im Haus flitzen lasst, schenkt ihr ihm keine Freiheit, sondern ladet ihm die volle Verantwortung auf, das Haus zu bewachen und Entscheidungen zu treffen.

- Indem ihr weiter Wurfspiele und Stöckchenspiele macht, lastet ihr ihn nicht mental aus, sondern pumpt ihn mit Adrenalin und Stresshormonen voll. Das Hirn brennt durch und an der Tür fehlt ihm anschließend jegliche Impulskontrolle.

- Indem ihr den Besuch Leckerlis füttern lasst, löst ihr nicht sein Problem, sondern bringt ihn in einen massiven inneren Konflikt zwischen Futtergier und Unsicherheit oder Kontrollzwang.

Das Traurige daran ist:
Ihr hattet bereits eine Trainerin da, die euch exakt die richtigen Ratschläge gegeben hat, von der Hausleine über den Ruheort bis hin zum Stopp der Wurfspiele. Ihr werft die Lösung aber über Bord, weil sie nicht in euer romantisches Wunschbild von Hundehaltung passt.

Der aktuelle Zustand, der bei euch herrscht, ist das Produkt eures Fehlverhaltens und eurer Fehlinterpretation.

Entweder ihr übernehmt jetzt die Verantwortung für den jungen Kerl, oder ihr lasst es sein und gebt ihn in fürsorgliche und verantwortungsbewusste Hände ab.

So wie es aktuell ist, schadet ihr dem Hund mehr, als ihr ihm wirklich Gutes tut.
Solange ihr ihm nicht die Verantwortung abnehmt und klare Grenzen setzt, wird sich an diesem gefährlichen Verhalten absolut gar nichts ändern.
 
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Tina
heute 06:56
Also Box finde ich nicht gut, das Ball spielen komplett sein zu lassen finde ich auch nicht unbedingt nötig, meine ist auch n Balljunkie. Wir hatten das Verhalten nur bei meiner Mutter, da sie als Welpe ungefragt Leckerlies mitgebracht und gegeben hat, bei ihr ist Amira dann auch immer ausgerastet. Alle anderen Besucher werden in Ruhe gelassen, sie kommt zwar mit zur Tür aber in Ruhe, springt und bellt nicht und lässt dann auch ab. Bei meiner Mutter gilt ein striktes Fütterungsverbot und wenn wir Kaffee trinken liegt die Decke in meiner Nähe und es gibt ein Deckentraining während dem Besuch, so haben wir es langsam in den Griff gekriegt. In die Box sperren da halte ich nichts von aber zur Not mal anleinen an der Decke würde ich machen wenn’s nicht anders geht, aber halt versuchen das Deckentraining sauberer hinzukriegen.
Bist du jetzt die Hundehalterin?
 
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Sebbi
heute 07:06
Hallo hab auch ein Hund und sie ist 3 Jahre alt und bei uns ist es auch so wir haben es immer so gemacht wenn Leute im Treppen Haus sind und sie bellt geht sie immer ins Bad und macht kurz Tür zu damit sie sich beruhigt und weis das sie nicht bellen soll und manchmal geht sie da sogar vom selbst rein oder wenn sie bellt sagen wir ein Wort wie „Schluss“ damit sie weis das sie aufhören sollen und wenn Freunde oder so zu mir kommt bellt sie auch beim 5 mal sehen hört sie erst auf und selbst wenn die Person ihr Leckerlie gibt hört sie auch aber dann wenn die Person aufsteht geht’s wieder los…
Dasisteinwirklichschwierigertextlassdochdieleerzeichenauchnochwegdamitdieherausforderungdeslesensaufeinmaximumerhöhtist😉

Aber nun zu meiner Frage:
Deine Hündin sperrt sich (laut deinen Angaben) selbständig im Bad ein. Das finde ich mal richtig cool 😎
Kann sie auch selbständig wieder raus?🤔
 
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Ilona
heute 07:13
Na ja, wieso lasst ihr es denn zu, das der Hund zur Tür stürmen kann? Macht doch einfach eine Hausleine dran. Einer hält ihn dann, der andere geht zur tür. Oder eben die Leine irgendwo entfernt von der Tür anbringen. Wie soll er denn lernen, das er nicht zur Tür darf, wenn ihr ihn einfach machen lässt? Hundebox finde ich gut. Positiv auftrainiert ist das für viele Hunde ein sicherer Rückzugsort. Du sollst ihn ja nicht stundenlang wegsperren, aber um in Ruhe den Besuch herein zu lassen ist as schon neben der Hausleine ein gutes und sinnvolles Tool.
Zum Ballspielen: ihr habt einen Hund, der schon völlig üverdreht ist ( bellen, schnappen etc) . Wenn ihr Bällchen wetft ohne Sinn und Verstand, pumpt ihr euren Hund mit Adrenalin voll. Wenn ihr dann fas Ball spielen beendet, läuft der mit einem hohen Adrenalinspiegel mit hoher Erregung durch die Gegend. Sinvoll wäre den Ball nicht dinnlos 1000 Mal durch die Gegend zu pfeffern, sondern die Erregung wieder langsam herunter zu fahren. Zb. In dem du den Ball nicht mehr soweit wirfst, und zum Abschluss noch ne Futtersuche machst. Ich würde das Ballspielen anders einsetzen: leg den ball irgendwo ab, belohne das ruhige warten und dann schickst du ihn in die Suche. Das Suchen fördert die Konzentration und er wird schneller platt sein als beim stupiden werfen. Desweiteren würde ich alles, was er ruhig macht loben .
Spielen kannst du ja noch mit deinem Hund. Aber nur wenn du die Erregung bei ihm such runterfahren kannst. Ich würde mal auf die Trainerin hören, ein Hund erzieht sich nicht von selbst. Und da er schon schnappt, würde ich ihm schon mal an einem Mauökorb gewöhnen. Auch jeine Leckerlis mehr von anderen Menschen geben lassen. Damit steigert ihr nur die Erwartungshaltung und er fährt wieder hoch in die Erregung.