Mit einem Schnauzgriff wirst du das eigentliche Problem leider nicht lösen. Der Hund hört vielleicht in dem Moment auf, lernt aber nicht, warum er bellt oder welches Verhalten stattdessen erwünscht ist.
Ein Border-Collie-/Australian-Shepherd-Mix ist mit 8 Monaten mitten in der Pubertät. Gerade in diesem Alter können Unsicherheit, Frust, Reizempfindlichkeit oder auch Unterforderung eine Rolle spielen. Deshalb wäre für mich erst einmal wichtig herauszufinden, wann und weshalb sie bellt: Passiert es bei Geräuschen im Haus, wenn Menschen vorbeigehen, aus Langeweile, aus Frust oder in ganz anderen Situationen?
Ich würde dir empfehlen, dir einen gut arbeitenden Trainer ins Haus zu holen, der sich das Verhalten direkt in der gewohnten Umgebung anschaut. Aus der Ferne ist es sehr schwer, die Ursache zu erkennen, und je nach Auslöser unterscheidet sich auch das Training.
Bis dahin würde ich eher auf Management und sinnvolle Beschäftigung setzen – natürlich angepasst an ihr Alter. Gerade Hütehunde brauchen nicht nur Bewegung, sondern auch Aufgaben für den Kopf und vor allem lernen sie, zur Ruhe zu kommen. Wenn man die Ursache kennt, lässt sich das Bellen meist deutlich gezielter angehen.
* PS. Mir fällt gerade ein, dass es - zum Bellthema-
dazu eine Martin Rütter und Team Folge gab. Allerdings war der angegebene Grund der Besitzer - sinngemäß - bellt alles an was vorbeigeht/-fährt etc... Eigentliche Ursache war bei diesem Hund Unterforderung*. Wobei das jetzt um Himmels Willen nicht heißen soll, dass dein Hund 🐕 unterfordert wäre. Daher ja auch erst einmal beobachten und filtern, nach der Ursache suchen 😇