Das zwar richtig, ändert aber nichts, wenn die Ursache des Verhaltens (z.B. Möbel anzuknabbern(!!), an der Küchenarbeitsplatte hochspringen), sondern verlagert es nur auf später und anderen möglicherweise unerwünschten Handlungen.
Der Zahnwechsel ist - i.d.R. - im 7. Monat abgeschlossen, Ernie ist jetzt im 9.Monat und hat immer noch Kaubedürfnis, das Hochspringen deutet auf Aufregung hin.
Das nur zu unterbinden geht nach hinten los wenn er nicht darin unterstützt wird zur Ruhe zu kommen was bei so jungen Hunden natürlich eine Herausforderung ist.
Bis das klappt braucht er Alternativen zur (Selbst-)Beschäftigung und Anleitung zum Ruhe finden.
D.h. der Abruch alleine - selbst wenn er situativ funktioniert - löst hier überhaupt kein Problem und ist vermutlich auch nicht das Kernproblem.
Was die Ursache für das Verhalten ist und was ansonsten geübt und verändert werden muss, war auch gar nicht Inhalt meiner Antwort! Und dass die Zahnung ursächlich dafür ist, habe ich auch nicht gesagt. Ich habe lediglich Bezug darauf genommen, was es mit einem Signalwort auf sich hat bzw. wo die Fehler liegen könnten, dass das NEIN nicht funktioniert, und dass ein neues Signalwort nicht die Lösung ist bzw. ein neues Wort alleine nicht das Wichtigste ist. Es ist für mich selbstverständlich, dass immer die Ursache eines Problemes behoben werden muss und nicht das Symptom. Nur so funktioniert das langfristige Beheben von Problemen. Problembehebung bedarf grundsätzlich, wenn man es richtig machen will, einer Anamnese, um herauszufinden welche Bausteine im Umgang/im Zusammenleben des Hundes verändert werden müssen. So weit wollte ich hier aber nicht ausholen, da das nicht Thema/Frage im Beitrag war. Wenn der Hund sich selbstständig Beschäftigung sucht, Frust oder Energie an Gegenständen oder Personen "abarbeitet" sollte man sich natürlich fragen, ob der Hund anderweitig ausreichend ausgelastet ist oder auch ggf. überlastet ist und deshalb aus Stress dieses Verhalten zeigt. Darüber könnte ich jetzt hier so weit ausholen, dass es ein Buch werden würde. Aber Ferndiagnosen sind grundsätzlich nicht möglich und auch unseriös. Da sollten sich Hundebesitzer immer an ihren hoffentlich seriösen, erfahrenen Hundetrainer wenden, um in einem Hausbesuch/Beratungsgespräch und mithilfe einer Anamnese die Auslöser für dieses Verhalten und den individuellen richtigen Trainingsweg für sich und ihren Hund zu finden.