Ihr seid großartig, vielen Dank schon einmal für alle Rückmeldungen bisher.
Mit Schleifgerät oder Feile will ich ihr deshalb nicht kommen, weil sie alle Manipulationen an sich nicht will. Stundenlang streicheln, klar. Aber wenn ich mich auf eine Stelle konzentriere, weil Dreck oder so im Fell hängt und ich das gezielt herauszupfe (selbst wenn es nicht festklebt, sondern nur ein Heuhalm oder so ist), ist sie sofort mit der Nase da und schnuppert und leckt und ist erst einmal misstrauisch. Wenn ich die Wolfskrallen in die Hand nehme, muss reflexartig erst einmal die ganze Pfote gesäubert werden. Da stelle ich mir einen kurzen Schnitt nervenschonender für beide Seiten vor.
In den Wolfskrallen ist definitiv genauso Leben wie in allen anderen Krallen. Eine hat sie sich einmal ausgerissen, neben einem erstaunlichen Blutbad für eine so winzige Stelle war es auch ziemlich schmerzhaft, weil das gesamte Leben frei lag. Der einzige Unterschied zu allen anderen Krallen ist der, dass die Wolfskrallen nicht mit Knochen, Sehnen oder so mit dem Skelett verbunden sind, die hängen also nur mit der Haut am Rest der Pfote.
Nach einer Operation habe ich nach dem Unfall mit der Kralle auch schon gefragt, aber das hat die Ärztin abgelehnt, weil es keinen medizinischen Grund dafür gibt. Es wäre ja die Amputation eines gesunden Körperteils und wenn sie sich jetzt nicht dauernd an den Krallen verletzt, besteht dafür keine Indikation. Ist auch in Ordnung für mich, das wäre ja dieselbe Kategorie wie das Kupieren von Schwänzen und Ohren und das braucht ja auch kein Hund.
Ich denke auf jeden Fall noch einmal weiter nach. Irgendwann in den nächsten Wochen brauchen wir auf jeden Fall eine.
Ach interessant, dass die TA das so sieht🧐
Weil bei unserer alten Hündin (gut ist auch fast 15 Jahre her) saßen die Wolfskrallen hinten einfach von Geburt an super locker. Also die konntest du wirklich umklappen, in jede Richtung bewegen, etc. Und nachdem sie sich die einmal fast abgerissen hatte (weil sie damit dann natürlich sehr leicht hängen geblieben ist) hat die TA gesagt, sie würde bei der anstehenden anderen OP empfehlen, die zur Sicherheit mit abzunehmen, weil sie die Gefahr groß sieht, dass der Hund sich eines Tages nicht die Kralle sondern halt den viel zu locker sitzenden "Zehanteil" gleich mit abreißt, und das wäre ein großes Blutungs- und Infektionsrisiko. Hoffe hab das jetzt verständlich beschrieben. Lange Rede, wir haben zugestimmt, es ist prima verheilt und dem Hund ging es das ganze Leben super. Aber klar, eine TA sollte immer das individuelle Risiko abschätzen.