War das die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt?
Hallo, da ich absolut nicht mit dem Verlust von meinem Achim zurecht komme, versuche ich es mal hier.
Mein Name ist Moni und habe vor 2 Jahren Achim aus dem Tierheim geholt. Er war dort direkt in einer Quarantäne für 3 Monate, da er mit einem illegalen Transport nach Deutschland kam aus Rumänien.
Das Tierheim verschwieg leider, dass bereits Symptome einer Erkrankung entdeckt wurden .
Als wir Achim endlich bei uns hatten, sind sofort die verkrusteten Ohren aufgefallen, die ihm auch Schmerzen bereiteten.
Eine Woche später Fellverlust an Schläfen und Schwanzspitze, also ab zum Arzt.
Verdacht Leishmaniose, Test negativ. Befund Räude.
Desweiteren kam noch der ungewöhnliche Stuhl dazu. Futterumstellung verbesserte seinen Kot, Behandlung gegen Räude brachte nichts. Später bekam er ganz schlimmen Durchfall mit Blut.
Also Notfall und anderer Tierarzt.
Kotprobe ergab Giardien, Clostridien.
Weitere Bluttests ergaben folgendes:
Von Milben, Pilz bis hin zu doch positiv auf Leishmaniose war alles dabei.
So fingen wir an gegen die Leishmaniose zu arbeiten. Fazit, es wurde alles schlimmer. Schwere Entzündungen der Haut und da wir ihn gespritzt haben mit Glucantime bekam er sogar Nasenbluten. Also Abbruch der Therapie.
Allergietest ergab Unverträglichkeit gegen alles.
Somit bekam er nur noch Hermetia.
Der neue Tierarzt war deutlich genervt von uns, da wir jeden Tag mehr den Verfall beobachten konnten und den Arzt natürlich häufig kontaktiert haben deshalb.
Somit sind wir wieder zum alten Tierarzt.
Hautbiopsie ergab nichts bei leishmaniose und Räude.
Somit schloss der Arzt die Leishmaniose wieder aus.
Verdacht Autoimmunerkrankung.
Er bekam lange Zeit Cortison. Hat man dieses reduziert, wurde die Haut wieder schlechter.
Da er so an Muskeln abgebaut hat, entschieden wir uns für Ciclosporin, also einen anderen Immunblocker.
Bevor wir zu diesem gewechselt haben und das Cortison angefangen haben auszuschleichen, bemerkte ich das seine Atmung schneller war als sonst. Ich dachte es sei die Wärme vom Kamin.
Als sich die Atmung nicht besserte sind wir wieder zum Arzt. Lunge wurde geröntgt und eine Art Blase festgestellt. Arzt sagte beobachten.
Die Atmung wurde nicht besser nach 2 Wochen und es wurde wieder geröntgt, Lungenbild deutlich verschlechtert und wiedereinmal Antibiotika und bin dann zu einer Spezialklinik gefahren. Befund Herz gesund, Lungenentzündung und weiterhin der Verdacht auf Leishmaniose. Lungenwürmer negativ getestet und bekam wieder das gleiche Antibiotikum.
Nach einer Woche war alles noch schlimmer geworden mit der Lunge. Husten und Bauchatmung waren Programm. Zwingerhusten würde ausgeschlossen.Auch die Zunge hatte bereits eine Blaufärbung.
Sofort zum Arzt um auf Herzwurm zu testen. Test negativ, aber positiv auf Ehrlichiose.
Eine Behandlung gegen Ehrlichiose ist machbar, aber in seinem Zustand kaum Chancen, da sich seine Lunge weiterhin rasant verschlechtert hatte. Somit haben wir den Entschluss gefasst, nach 2 Jahren den Kampf aufzugeben und Achim von seinem Leid zu erlösen.
Nun weshalb ich hier bin...ich stelle mir immernoch die Frage nach einem Monat, war es wirklich die richtige Entscheidung???
Hätte ich weiter gemacht hätten wir ihn retten können oder wäre er qualvoll erstickt?
Jeden Tag habe ich diese Gedanken und bin am verzweifeln...!Er fehlt mir so sehr.... er wurde nur 6 Jahre alt..