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Yvonne
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 37
zuletzt 8. Okt.

Unser bester Freund

Hallo,
Ich bin normalerweise kein Mensch, der Fremden gegenüber Emotionen zeigt, vorallem nicht, wenn ich mich dabei verletzlich zeige.
Aber in diesem Forum fühle ich mich sicher, da ihr meine Gedanken vielleicht nachvollziehen könnt ohne mich zu bewerten oder zu verurteilen.

Cooper war die pure Liebe auf vier Pfoten. Für Aussenstehende klingt das übertrieben aber für unsere kleine Welt, war er eine reine Seele.
Deshalb ist es unerträglich, dass er jetzt nicht mehr da ist.

Cooper bekam bei der Gassirunde Schmerzen. Beim Notarzt angekommen, war sein Bauch schon voller Blut.
Die Notop, die unser letzte Hoffnung auf Rettung war, hat er nicht überlebt.
Die Diagnose war ein Lebertumor, der sein Gewebe so zerfressen hat, dass es sein Blut nicht mehr halten konnte und gerissen ist.
Er ist nur 3,5 Jahre alt geworden und unsere Gedanken kreisen darum, warum wir von seiner Erkrankung nicht bemerkt haben?
Sind wir so unsensibel, dass wir die Anzeichen nicht gesehen haben?

Die Trauer ist überwältigend.
Man funtioniert nur noch und das so lange bis Heulkrämpfe dich zu Boden reißen. Sie sind nicht den ganzen Tag da aber, wenn sie kommen, überrollen sie dich wie eine Lawine und du fühlst dich hilflos.

Das kuscheln auf der Couch, das leise schnarchen im Bett, seine Begrüßungen, die Gassirunden, sein treuer Blick, der dir das Gefühl gab, dass du seine Welt bist.
Er fehlt uns so sehr.
 
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Yvonne
5. Okt. 12:27
Fühl dich gedrückt.... Run free, Cooper🌈 Nur zu gut kenne ich diese Situation, deine Gedanken, deine Gefühle und deinen Schmerz. Außenstehende kennen solche Gefühle nicht, verstehen nicht warum man so lange trauert... Jeden Montag erinnere ich an Bonny in meinem WhatsApp Status, meine Art zu trauern und das schon 1,5Jahre. Wir würden auf eine Hündin vor 3 Wochen aufmerksam, nun ist sie als Pflegehund bei uns... Es hilft mir etwas, dass hätte ich nie für möglich gehalten. Ihr Bruder hatte ebenfalls eine Lebertumor am 27.9.19-16.2.23 Mein Bonny hatte Pankreastitis plus Zufallsbefund Niereninsuffizenz... Innerhalb von 6 Wochen verloren wir den Kampf😪😪😪 mir kullern die Tränen wenn ich das schreibe... Wir hatten nie eine Chance... Wurde 5 1/2Jahre alt. Man macht sich Schuldvorwürfe, obwohl man weiß das man nichts dagegen machen kann. Drück dich aus der Ferne.... und lass die anderen Reden oder schreiben... Sie kennen dein Verlust nicht.
Es ist unbegreiflich, dass für uns und für alle, die eine solche Situation durchlitten haben, eine Welt zerbrochen ist und sich trotzdem alles weiter dreht.
Auf Arbeit kam ich heute gar nicht klar, bin nach 2 Stunden wieder nach Hause zu unserer Amy. Sie ist jetzt 16 Monate alt und sie war noch nie solange allein zu haus. Wir halten natürlich alle Rituale und Gewohnheiten für sie bei aber das erste Füttern, die erste Gassirunde mit ihr allein, war herzzerreissend. Sie war nie von Cooper getrennt und beide haben sich innig geliebt. Sie allein im Körbchen liegen zusehen schmerzt unendlich. Wir hoffen, dass sie den Verlust irgendwie verarbeiten kann.
Dass du einen Weg gefunden hast, um um Bonny zu trauern, macht mir Mut meinen Weg zu finden. Aber wie auch bei dir, werde ich dafür sorgen, dass Cooper nie vergessen wird.
 
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Stef
5. Okt. 12:51
Es ist unbegreiflich, dass für uns und für alle, die eine solche Situation durchlitten haben, eine Welt zerbrochen ist und sich trotzdem alles weiter dreht. Auf Arbeit kam ich heute gar nicht klar, bin nach 2 Stunden wieder nach Hause zu unserer Amy. Sie ist jetzt 16 Monate alt und sie war noch nie solange allein zu haus. Wir halten natürlich alle Rituale und Gewohnheiten für sie bei aber das erste Füttern, die erste Gassirunde mit ihr allein, war herzzerreissend. Sie war nie von Cooper getrennt und beide haben sich innig geliebt. Sie allein im Körbchen liegen zusehen schmerzt unendlich. Wir hoffen, dass sie den Verlust irgendwie verarbeiten kann. Dass du einen Weg gefunden hast, um um Bonny zu trauern, macht mir Mut meinen Weg zu finden. Aber wie auch bei dir, werde ich dafür sorgen, dass Cooper nie vergessen wird.
Schau, ob du dich krankschreiben lassen kannst, kenne jemandem wo das ging- falls das für dich eine Möglichkeit wäre.
 
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Yvonne
5. Okt. 14:16
Schau, ob du dich krankschreiben lassen kannst, kenne jemandem wo das ging- falls das für dich eine Möglichkeit wäre.
An eine Krankschreibung hab ich auch schon gedacht.
Hab mir aber für heute und morgen erstmal Überstunden genommen. Morgen sehen ich weiter.
Ich gehe gern auf Arbeit aber momentan fühlt sich das alles wertlos und sinnlos an. Es ist ein enormer Kraftakt sich auf die Arbeit zu konzentrieren obwohl man sich gleichzeitig in heulend ich eine Ecke verkriechen möchte.
 
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Stef
5. Okt. 15:01
An eine Krankschreibung hab ich auch schon gedacht. Hab mir aber für heute und morgen erstmal Überstunden genommen. Morgen sehen ich weiter. Ich gehe gern auf Arbeit aber momentan fühlt sich das alles wertlos und sinnlos an. Es ist ein enormer Kraftakt sich auf die Arbeit zu konzentrieren obwohl man sich gleichzeitig in heulend ich eine Ecke verkriechen möchte.
Du merkst ja morgen wie es sich anfühlt!
Arbeit kann ja auch ablenken und helfen-je nachdem!
Schau wie es dir geht und entscheide dann!
 
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Gaby & Bailey
5. Okt. 16:03
Ja die Trauer ist fürchterlich. Ihr habt nichts verkehrt gemacht. Hunde zeigen ihre Schmerzen leider nicht oder wir können es nicht lesen. Den Schmerz kann ich voll und ganz nachvollziehen. Dazu kommt das er noch so jung war.
Mein tiefstes Mitgefühl.
 
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L.🐾
5. Okt. 17:04
Du merkst ja morgen wie es sich anfühlt! Arbeit kann ja auch ablenken und helfen-je nachdem! Schau wie es dir geht und entscheide dann!
Als mein Picasso starb, war ich grade zufällig krank geschrieben. Und das 3 Wochen. Ich fand es furchtbar.
Ich hätte mich lieber etwas abgelenkt.
Man muss es selber gucken, was gut ist.
 
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Yvonne
5. Okt. 17:35
Das geht an ALLE, die sich heute bei mir gemeldet haben, um mir Trost zu spenden.

Ihr kennt mich nicht, wisst nicht was für ein Mensch ich bin und trotzdem habt ihr euch die Zeit genommen, um uns bei der Trauerbewältigung zu unterstützen.
Um passende Worte für eine Fremde zu finden, zeigt, was für tolle Menschen ihr seid.
Ich kenne euch nicht aber ich weiss ihr habt ein großes ❤️
Manchmal findet man Liebe in den dunkelsten Zeiten an Orten, an denen man sonst nie suchen würde.
Ich danke wirklich jedem Einzelnen von euch.
 
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Gabriele
5. Okt. 17:36
Das tut mir sehr leid 😢. Leider ist es so, dass sich Tiere so lange nichts anmerken lassen, bis es -oft - zu spät ist. Ihr habt nichts falsch gemacht. Cooper hatte ein tolles Leben bei Euch. Er wurde so sehr geliebt. In Euren Herzen wird er immer bei Euch bleiben. Die Trauer kann Euch niemand abnehmen - aber es wird besser werden.
Mir persönlich hilft Ablenkung. Daher bin ich immer arbeiten gegangen. Ich habe auch 2 ganz besondere Kolleginnen, die in so einer Zeit für mich da wären. Eine hat kein Tier und kann das nicht nachvollziehen- trotzdem wäre sie für mich da. Aber da ist jeder anders. Du musst für Dich entscheiden, ob arbeiten eher hilft oder Du eine Auszeit benötigst. Mich würde es zu Hause verrückt machen - ich würde nur grübeln und weinen.
Alles Gute in dieser schweren Zeit!
 
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L.🐾
5. Okt. 18:25
Das geht an ALLE, die sich heute bei mir gemeldet haben, um mir Trost zu spenden. Ihr kennt mich nicht, wisst nicht was für ein Mensch ich bin und trotzdem habt ihr euch die Zeit genommen, um uns bei der Trauerbewältigung zu unterstützen. Um passende Worte für eine Fremde zu finden, zeigt, was für tolle Menschen ihr seid. Ich kenne euch nicht aber ich weiss ihr habt ein großes ❤️ Manchmal findet man Liebe in den dunkelsten Zeiten an Orten, an denen man sonst nie suchen würde. Ich danke wirklich jedem Einzelnen von euch.
Das find ich jetzt total lieb, dass Du dich so nett bedankst.❣
 
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Sebbi
5. Okt. 21:41
Liebe Yvonne,

dein Schmerz schlägt jedem, der nur ein wenig Empathie empfindet, beim Lesen voll entgegen. Und ich glaube, jeder hier im Forum spürt beim Zeilenlesen diesen tiefen, dumpfen Stich im Herzen.

Ich habe wegen Krebs bei meinem Felix genau dasselbe durchgemacht. Man sucht verzweifelt die Schuld bei sich, dreht jeden einzelnen Tag im Kopf um und denkt, man hätte in dem Moment, als es darauf ankam, einfach versagt. Dieses Gefühl brennt sich so unglaublich tief ein, weil man seinen Hund um jeden Preis beschützen wollte und dieser schleichenden Krankheit plötzlich völlig hilflos gegenübersteht. Ich kann den letzten Weg von Felix bis heute nicht ohne Pausen erzählen. Es hat bei uns zehn ganze Jahre gedauert, bis wir überhaupt bereit für ein neues Familienmitglied waren.

Einen Hund mit nur dreieinhalb Jahren so brutal aus dem Leben gerissen zu bekommen, ist der absolute Albtraum. Es gibt keine Worte auf dieser Welt, die diesen tiefen, schwarzen Abgrund in deiner Brust gerade kleiner machen können. Er war deine Welt und du seine, und dass diese Welt von einer Sekunde auf die andere in tausend Scherben zerbricht, tut so unsagbar weh.

Aber bitte, hör auf, nach Schuld bei dir zu suchen. Du hast nicht versagt. Krebs bei Hunden ist ein schrecklicher, leiser Dieb. Er schleicht sich völlig ohne Warnzeichen ein, besonders an Organen wie der Leber, die selbst keine Schmerzen melden. Cooper hat bis zu diesem Moment nichts gespürt und nicht gelitten. Er hat einfach jeden einzelnen Tag sein glückliches, unbeschwertes Leben an deiner Seite genossen. Dass du nichts gemerkt hast, liegt nicht an dir, sondern daran, dass er bei dir einfach wunschlos glücklich war und bis zum Schluss deine pure Liebe gespürt hat.

Diese Wellen, die dich gerade zu Boden reißen, diese lähmende Stille im Haus, wenn das leise Schnarchen fehlt und dich beim Heimkommen niemand mehr mit leuchtenden Augen erwartet, das ist der Preis für diese ganz besondere, bedingungslose Liebe zwischen euch beiden. Der Schmerz wird vielleicht niemals ganz schwinden, aber er wird mit der Zeit erträglicher und gibt dir irgendwann wieder Raum zum Durchatmen.

Cooper hat in seinen dreieinhalb Jahren mehr reine Liebe erfahren, als manche Hunde in ihrem ganzen Leben erleben dürfen. Er ist nicht allein gegangen, sondern getragen von deiner unendlichen Liebe.

Lass die Tränen fließen, wann immer sie kommen. Du musst jetzt für niemanden stark sein. Wir weinen hier alle ein Stück weit mit dir.

Fühl dich ganz leise und fest umarmt.

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Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
(Antoine de Saint-Exupéry)
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