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Yvonne
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 7
heute 06:14

Unser bester Freund

Hallo,
Ich bin normalerweise kein Mensch, der Fremden gegenüber Emotionen zeigt, vorallem nicht, wenn ich mich dabei verletzlich zeige.
Aber in diesem Forum fühle ich mich sicher, da ihr meine Gedanken vielleicht nachvollziehen könnt ohne mich zu bewerten oder zu verurteilen.

Cooper war die pure Liebe auf vier Pfoten. Für Aussenstehende klingt das übertrieben aber für unsere kleine Welt, war er eine reine Seele.
Deshalb ist es unerträglich, dass er jetzt nicht mehr da ist.

Cooper bekam bei der Gassirunde Schmerzen. Beim Notarzt angekommen, war sein Bauch schon voller Blut.
Die Notop, die unser letzte Hoffnung auf Rettung war, hat er nicht überlebt.
Die Diagnose war ein Lebertumor, der sein Gewebe so zerfressen hat, dass es sein Blut nicht mehr halten konnte und gerissen ist.
Er ist nur 3,5 Jahre alt geworden und unsere Gedanken kreisen darum, warum wir von seiner Erkrankung nicht bemerkt haben?
Sind wir so unsensibel, dass wir die Anzeichen nicht gesehen haben?

Die Trauer ist überwältigend.
Man funtioniert nur noch und das so lange bis Heulkrämpfe dich zu Boden reißen. Sie sind nicht den ganzen Tag da aber, wenn sie kommen, überrollen sie dich wie eine Lawine und du fühlst dich hilflos.

Das kuscheln auf der Couch, das leise schnarchen im Bett, seine Begrüßungen, die Gassirunden, sein treuer Blick, der dir das Gefühl gab, dass du seine Welt bist.
Er fehlt uns so sehr.
 
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Jochen
Beliebteste Antwort
heute 03:42
Ja, die Trauer, die einen aus der Bahn wirft, kenne ich nur zu gut. Ich kann euch nur die blöde, im Moment nicht tröstende Plattitüde mitgeben, dass die Zeit euch irgendwann wieder aufrichten wird.

Am schlimmsten war für mich immer, es anderen zu erzählen, deshalb habe ich immer versucht es möglichst lange geheimzuhalten, zB. vor KollegInnen.

Ach Mensch, 3,5 Jahre ist aber auch sehr gemein früh. Diese Tumore, die erst entdeckt werden, wenn sie platzen, sind nicht selten (zB. bei der Milz). Und wenn sie davor keine anderen Organe einquetschen, sollten sie keine Schmerzen verursachen und Vorwürfe bringen eh nichts. Jemand, der so trauert wie ihr, hat mit Sicherheit auch das Wohlbefinden des Hundes immer im Blick, also macht euch keine Vorwürfe.
Ich wünsche euch viel Kraft und denkt auch an Amy.
 
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Jochen
heute 03:42
Ja, die Trauer, die einen aus der Bahn wirft, kenne ich nur zu gut. Ich kann euch nur die blöde, im Moment nicht tröstende Plattitüde mitgeben, dass die Zeit euch irgendwann wieder aufrichten wird.

Am schlimmsten war für mich immer, es anderen zu erzählen, deshalb habe ich immer versucht es möglichst lange geheimzuhalten, zB. vor KollegInnen.

Ach Mensch, 3,5 Jahre ist aber auch sehr gemein früh. Diese Tumore, die erst entdeckt werden, wenn sie platzen, sind nicht selten (zB. bei der Milz). Und wenn sie davor keine anderen Organe einquetschen, sollten sie keine Schmerzen verursachen und Vorwürfe bringen eh nichts. Jemand, der so trauert wie ihr, hat mit Sicherheit auch das Wohlbefinden des Hundes immer im Blick, also macht euch keine Vorwürfe.
Ich wünsche euch viel Kraft und denkt auch an Amy.
 
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Yvonne
heute 04:06
Ja, die Trauer, die einen aus der Bahn wirft, kenne ich nur zu gut. Ich kann euch nur die blöde, im Moment nicht tröstende Plattitüde mitgeben, dass die Zeit euch irgendwann wieder aufrichten wird. Am schlimmsten war für mich immer, es anderen zu erzählen, deshalb habe ich immer versucht es möglichst lange geheimzuhalten, zB. vor KollegInnen. Ach Mensch, 3,5 Jahre ist aber auch sehr gemein früh. Diese Tumore, die erst entdeckt werden, wenn sie platzen, sind nicht selten (zB. bei der Milz). Und wenn sie davor keine anderen Organe einquetschen, sollten sie keine Schmerzen verursachen und Vorwürfe bringen eh nichts. Jemand, der so trauert wie ihr, hat mit Sicherheit auch das Wohlbefinden des Hundes immer im Blick, also macht euch keine Vorwürfe. Ich wünsche euch viel Kraft und denkt auch an Amy.
Danke für deine Anteilnahme und den Versuch mir meine Schuldgefühle zu nehmen.

Ich muss heute wieder auf Arbeit und alle Kollegen dort kannten Cooper. Wir haben ihn überall mit hingenommen.
Diese Nacht war der Horror und der heutige Tag auf Arbeit wird ein Albtraum.
Kein Kollege bzw. Kollegin hat mich jemals verletzlich gesehen, doch heute kann ich meine Tränen nicht verstecken.
Ich weiss auch nicht, ob mich das Mitgefühl tröstet oder alles nur schlimmer macht.
 
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Jochen
heute 04:37
Du schaffst das. Ich kann dir nur raten, halte dich möglichst kurz, keine Details und kein „Ausschmücken“. Bei mir als alter weißer Mann, der plötzlich losheult, war das auch in der heutigen Gesellschaft sehr unangenehm, da wird man ja schnell zum Psycho abgestempelt, besonders von Leuten, die nie einen Hund hatten. „Was macht der für ein Theater, ein Tier ist ein Tier“…
Drücke dir die Daumen, du bist stark!
 
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Ute
heute 04:39
Leider kenne ich es auch. Meine letzte Hündin ist plötzlich in der Nacht verstorben ohne Vorzeichen. Bei den anderen hatte man Zeit sich darauf einzustellen, weil sie schon alt waren, aber wenn es plötzlich passiert, haut es einen aus der Bahn.
Mir hat reden tatsächlich geholfen, mich hat es erleichtert. Aber auch nicht direkt an den ersten Tagen, aber dann nach ein paar Tagen Trauer schon.
Ich hoffe, dass die Kollegen so respektvoll sind und es akzeptieren, wenn du nicht erzählen möchtest. Ich finde, das muss schon sein.
Ich wünsche euch alles Gute und sehr viel Kraft jetzt in dieser schwierigen Zeit.
Macht euch keine Vorwürfe. Manche Erkrankungen sind nicht erkennbar und sogar wenn es Anzeichen geben würde, kann Hund das toll überspielen, so dass man wirklich nichts bemerkt.
Alles Gute
 
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L.🐾
heute 05:15
Mein herzliches Beileid!
Nein, Du hast keine Schuld.
Wer vermutet bei so einem jungen Hund so eine Krankheit?
Dann hätte auch jeder Tierarzt theoretisch schuld, bei dem ihr irgendwann mal zum impfen ward, dass der nichts erkannt hat. Wie denn auch? Leber tut nicht weh.
Meine Mutter starb an Leberkrebs.
Sie war diesbzgl. ohne Schmerz
Und ihr könnt es auch nicht ahnen, was Euer Hund in sich trägt.
Es gibt Dinge im Leben, die laufen auch ohne unser zutun richtig beschissen.
Alles Gute!
 
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S.W.🌸
heute 06:01
Die Trauer zerreißt einen das kann ein nicht Hundebesitzer nicht verstehen .Die Trauer wird leider auch nach Jahren immer wieder kommen bei bestimmten Situationen aber das weinen wird weniger und man fängt an an die schönen Erinnerungen zu denken. Ich wünsche dir ganz viel Kraft.
Wer es nicht verstehen kann hat noch nie die liebe eines Hundes bekommen!
 
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Aga
heute 06:14
Es tut mir so leid, er war war viel zu jung um zu gehen, aber nein man sieht internistisch nicht alles kommen, Hunde laufen noch normal rum und plötzlich reißt die Milz wegen einem Tumor, war vorher nichts sichtbar. Macht euch bitte keine Vorwürfe. Ich denke es kann auch unerkannt gekommen sein.