Immer wieder Mops und Französische Bulldogge als wären das die einzigen Hunde auf diesem Planeten.
Wenn wir wirklich über Tierwohl reden wollen, dann bitte konsequent und nicht selektiv. Was ist mit Deutschen Schäferhunden mit extrem abfallenden Rückenlinien? Mit Dackeln und ihren durch die Körperform begünstigten Rückenproblemen? Mit Cavalier King Charles Spaniels und ihren erheblichen gesundheitlichen Belastungen? Mit Doggen, deren enorme Körpergröße selbst zum Problem werden kann? Mit extrem kleinen Chihuahuas? Mit Shar-Peis, bei denen extreme Hautfalten gesundheitliche Probleme verursachen können? Mit Bernhardinern, Mastiffs oder anderen Riesenrassen, bei denen die extreme Größe ebenfalls Folgen für die Gesundheit haben kann?
Aber nein Mops und Französische Bulldogge sind offenbar praktischer. Zwei Rassen herauspicken, empört sein, ein bisschen moralische Überlegenheit verteilen und fertig ist der Tierschutz.
Dabei müsste man viel grundsätzlicher fragen: Ist jede Hundehaltung automatisch artgerecht? Muss ein Hund wirklich in eine kleine 1oder 2-Zimmer Wohnung passen, nur weil der Mensch unbedingt einen Hund haben möchte? Reichen Futter, Körbchen und zweimal um den Block tatsächlich aus?
Und wenn wir schon dabei sind, wird es richtig unbequem: Was ist mit Menschen, die sich lautstark über Qualzucht empören, aber gleichzeitig täglich Fleisch essen? Was ist mit Massentierhaltung, Tiertransporten und Tieren, die letztlich nur deshalb geboren, gehalten und getötet werden, damit wir sie essen können?
Tierwohl endet schließlich nicht beim Mops.
Entweder wir meinen es wirklich ernst mit dem Schutz von Tieren und hinterfragen unseren gesamten Umgang mit ihnen oder wir suchen uns einfach die Fälle heraus, bei denen die eigene Lebensweise nicht zur Diskussion steht.
Das wäre dann allerdings kein konsequenter Tierschutz, sondern ziemlich bequeme Empörung.
Naja während viele Rassen unter einzelnen Extremmerkmalen leiden, vereinen Mops und Französische Bulldogge meist ein Multipack an Qualzuchtmerkmalen..Atemnot (BOAS), Deformationen der Wirbelsäule (Keilwirbel), Augenprobleme (Exophthalmus) und Temperaturregulationsstörungen und vieles mehr.
Und wenn nach deiner Auffassung ein Hund in einer 1-2 Zimmer Wohnung nicht gehalten werden darf, dann müssten wir alle Hunde in Tierheimen einschläfern. Die haben nämlich noch viel weniger Platz als jemand mit einer 1- Zimmerwohnung. Und wer sagt, dass der Hund 2 mal um den Block kommt? Gehst du nur 2 mal um den Block, dass du das als Maßstab nimmst?
Massentierhaltung/ Fleischkonsum und dergleichen ist aber nun mal gerade nicht das Thema in dem Forum. Dann musst du dir Plattformen suchen, um dort darüber zu diskutieren. Es sind nun mal auch die Regeln dieser App, bei dem Thema größtenteils zu bleiben. 🤷🏻♀️