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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 6. Nov.

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :)
Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen.

Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren.

Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet?

Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen!

Liebe Grüße
 
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Doro
3. Mai 17:53
Nochmal ich... Das Video wurde doch länger als erwartet, Entschuldigung! Ich übersetze auch gerne den Dialekt, der sich immer wieder durchschlägt.😅😂 Zum Video: Normalerweise hängt die Schleppleine nicht durch. Da ich das Handy sonst nicht nutze während dem Spaziergang, konnte ich das nicht so gut händeln... Liebe Grüße
Welches Video?
 
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Maren🚶🏼‍♀️
3. Mai 17:54
Welches Video?
Sorry. Muss es splitten 😅
 
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Doro
3. Mai 17:57
Wir sind heute auch mal wieder ein bisschen ausgerastet 🤪. Bei der Reaktion nehme ich an, dass sie ein Reh 🦌 oder Ähnliches gesehen hat. Wir Menschen haben natürlich wieder nichts gesehen 🫣Das sie null ansprechbar war brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Mein Mann hielt die Leine und ich habe mich neben Mila gehockt, habe sie umarmt, ihre Brust gestreichelt und ihr ruhig versichert, dass alles gut ist. Sowie sie aufhörte laut zu geben habe ich sie gelobt. Nicht aufputschend, sondern ganz ruhig „guuutes Mädchen“ Nach gefühlt 2 oder 3 Minuten konnte sie sich ganz kurz abwenden, um mir durchs Gesicht zu schlecken. Wir sind dann mit gespannter Leine weiter. Nur um die Ecke rum. Da stand eine Bank und wir haben Pause gemacht. Mila durfte Kekse suchen, mein Mann und ich habe eigene Kekse geknabbert und jeder bekam was zu trinken. Zwischen Video mit Gebell und Video mit Kekse suchen liegen 7 Minuten. Weitere 2 Minuten später hat sich Mila von selbst abgelegt und uns beim Knabbern zugeschaut. Ich find es irre, wie schnell sie mittlerweile runter kommen kann.
Etwa eineinhalb Stunde später sind wir noch mal zum lösen am Rande unseres Parks vorbei geschlichen (ich glaube im Wald hatte sie keine Zeit).
 
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Jochen
4. Mai 04:32
Klingt total schön was du erzählst und es sieht auch alles toll entspannt und harmonisch aus. Als nächstes wäre ich mal gespannt, wie dein Flohri reagiert, wenn du ihm was zeigst und du eure Interaktionen noch steigerst.
 
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Sylvia
4. Mai 12:47
Vielen Dank liebe Kirsten
Das eine oder andere musste ich nochmal lesen, aber ich weiß was du meinst. Mit der Flexi bin ich glaube ich mittlerweile geschickter als mit der Schleppleine. Das bekomme ich schon hin.
 
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Sylvia
4. Mai 16:08
Ich werde mal darauf achten.
 
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Steffi
4. Mai 20:46
😂
 
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Jochen
5. Mai 17:00
Wir sind heute auch mal wieder ein bisschen ausgerastet 🤪. Bei der Reaktion nehme ich an, dass sie ein Reh 🦌 oder Ähnliches gesehen hat. Wir Menschen haben natürlich wieder nichts gesehen 🫣Das sie null ansprechbar war brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Mein Mann hielt die Leine und ich habe mich neben Mila gehockt, habe sie umarmt, ihre Brust gestreichelt und ihr ruhig versichert, dass alles gut ist. Sowie sie aufhörte laut zu geben habe ich sie gelobt. Nicht aufputschend, sondern ganz ruhig „guuutes Mädchen“ Nach gefühlt 2 oder 3 Minuten konnte sie sich ganz kurz abwenden, um mir durchs Gesicht zu schlecken. Wir sind dann mit gespannter Leine weiter. Nur um die Ecke rum. Da stand eine Bank und wir haben Pause gemacht. Mila durfte Kekse suchen, mein Mann und ich habe eigene Kekse geknabbert und jeder bekam was zu trinken. Zwischen Video mit Gebell und Video mit Kekse suchen liegen 7 Minuten. Weitere 2 Minuten später hat sich Mila von selbst abgelegt und uns beim Knabbern zugeschaut. Ich find es irre, wie schnell sie mittlerweile runter kommen kann.
Hm. Darf ich klugscheißen, ohne dass mir ideologische sektenhafte Verbrämtheit vorgeworfen wird? Wenn nein, bitte nicht weiterlesen.

Du „behandelst“ die Thematik nach der klassischen Konditionierung. Das heißt, gewolltes Verhalten (nicht bellen) wird bestätigt und ungewolltes ignoriert/bestraft. Das kann man natürlich so machen, ist aber nicht der Ulli-Weg (jetzt geht das schon wieder los, bitte nicht aufregen und ich will dir auch auf keinen Fall weder irgendwas vorschreiben, noch habe ich die Weisheit mit Löffeln gefressen).

Reichmann sagt, goutiere die Fähigkeiten deines Hundes. Schaffe es, dass dein Hund dich als kompetenter Partner respektiert. So kannst du es dann auch aufbauen, sie ansprechbar zu bekommen, nämlich wenn dein Hund denkt: „Meine Halterin versteht mich, die hat echt Ahnung was abgeht, der kann ich vertrauen und mir macht es Spaß ihr was zu zeigen, ich werde nicht gedeckelt sondern gelobt, ich muss nicht meiden, ich muss sie nicht austricksen wenn ich meine besonderen Fähigkeiten unter Beweis stellen will und sie hat immer gute weitere Ideen.

Also es wird alles mit Beziehung aufgebaut. Der Hund versteht dich und fühlt sich verstanden und folgt dir dadurch ganz automatisch.
Ja, das klingt verrückt und widersinnig verglichen mit konventionellen Methoden, aber das macht -für mich zumindest- den Reiz aus, es ist ein Austausch des Mindsets, ein Perspektivenwechsel hin zum Hund.

Also konkret, lobe sie, wenn sie was gesehen hat und bellt, als hätte sie das erste Mal einen Trick richtig ausgeführt. So bekommst du Verständnis von ihr. Dann -das hast du ja schon super gemacht- beobachte mit ihr gemeinsam und hocke dich möglichst zu ihr, folge ihrem Blick und ihrer Ohrstellung. Lass das mit der Beruhigung, dein Hund ist freudig erregt, da braucht sie niemanden der „ruhig ruhig“ sagt und sie nervt (Stichwort Verständnis). Stelle dir vor, du bist gerade freudig aufgeregt im Arbeitsmodus mit Tatendrang und da kommt jemand und will mit dir in die Kontemplation.

Mein regelmäßiger Gasthund Willy ist vom Verhalten her ähnlich. Er sieht jede Bewegung hunderte Meter entfernt und meldet diese auch oft lautstark.

In Zukunft würde ich Mila immer wieder was zeigen und gemeinsam mit ihr beobachten und es spielt auch weniger eine Rolle, ob da wirklich was war oder nicht. Aber du wirst spannender und respektierter.

Und wenn du auch mal was vor ihr siehst, es muss nicht unbedingt Wild sein, ein Spaziergänger in der Ferne oder was auch immer und es dir gelingt, es ihr zu zeigen, dann wird sie dich bewundern. Ich weiß noch wie das bei Willy war, wie plötzlich sein Blick einrastete auf meinen Fingerzeig und wir gemeinsam stalkten.

Wenn er beim Spaziergang irgendwo hinschaut mit aufgestellten Ohren, schon dann frage ich was da war und lobe ihn, dass er es bemerkt hat, obwohl ich meistenfalls keine Ahnung habe was.

Wenn er nun seinen „Anzeigeflash“ bekommt, ist er ansprechbar, legt seine Ohren an und schaut kurz zu mir.
Das finde ich, ist schon eine erstaunliche Veränderung, wenn man bedenkt, dass ich ihn nur 1-2mal/Woche dabei habe und seine Halterin eine Decklerin ist.
 
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Jochen
5. Mai 17:11
Schildkröten haben wir noch nicht gesehen 😁.
Schaut nach einem großartigen erlebnisreichen Spaziergang aus!
 
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Katja
5. Mai 18:18
Wir hatten am Wochenende auch ne tolle Zeit: Polli war super aufgeregt und flitzte echt nur von links nach schräg und musste jede Spur hin und natürlich wieder zurück verfolgen (in DEM Wald darf sie!).
Sie blieb aber trotzdem immer in unserer Nähe und wir haben auch immer versucht, ihr unsere Begeisterung mitzuteilen… natürlich ohne sie weiter hochzupushen. Wir waren definitiv auch das Zentrum ihrer Runden
Für mich war’s, gemessen an unseren sonstigen Spaziergängen echt „on the Edge“ aber mein Freund ist da echt risikofreudiger. Irgendwann war sie denn doch entlang des Weges am Horizont verschwunden und das Kind (das sie jetzt nicht jeden Tag als Bezugsperson hat, da Hälfte der Zeit bei der Mutter) meinte, mal nach ihr fragen zu müssen. Kein direkter Rückruf oder Kommando… einfach nur ne Nachfrage.
Und was macht diese Hundine?
Kommt freudestrahlend angaloppiert a la „ihr glaubt nicht, was ich da alles gerade gerochen habe, das muss ich euch erzählen!“.

Mein Eindruck: Für sie als Hütetier ist die Gemeinschaft und die jederzeitige Verbindung echt wichtig… auch wenn die Dynamik höher ist, das weiß ich jetzt!
Gut, dass wir’s ausprobiert haben… ich selbst hätte wahrscheinlich schon vorher eingebremst und hätte dieses Aha-Erlebnis zum Gemeinschaftsgefühl trotz hoher Begeisterungslage nie gehabt.

Hab manchmal so den Eindruck, dass im Wald mit uns für sie das Größte ist!
Sie läuft ja z.B. auch nie vom Grundstück, wo wir sind weg… egal ob alle Tore offenstehen -> da kann jenseits der (löchrigen) Hecke vorbeilaufen, was will. Hundine bleibt da und setzt sich erst in Bewegung, wenn wir vorausgehen…