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Dogorama-Mitglied
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zuletzt 6. Nov.

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :)
Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen.

Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren.

Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet?

Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen!

Liebe Grüße
 
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Petra
28. Apr. 08:19
Das sie auch ohne Leine durchstartet aber nicht weiter verfolgt ist natürlich komfortabel. Cleo ist dann leider erstmal weg. Deswegen muss sie an der Leine bleiben. Ich bin aber dank des Buches auch gelassener geworden und ärgere mich nicht mehr über ihr Verhalten.
So sehe ich das auch 😉
 
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Petra
28. Apr. 08:25
Das sie auch ohne Leine durchstartet aber nicht weiter verfolgt ist natürlich komfortabel. Cleo ist dann leider erstmal weg. Deswegen muss sie an der Leine bleiben. Ich bin aber dank des Buches auch gelassener geworden und ärgere mich nicht mehr über ihr Verhalten.
Spielen ist gut, wenn man sie damit ablenken und animieren kann.
Bei uns ist der Fokus vom Hund tatsächlich auf jagen und fressen ausgelegt. Also wenn ich eine Handvoll Leckerlie werfen und suchen lasse dann wäre es bei uns so und das sollte ich auch mal ausprobieren. Nach dem erfolgreichen Rückruf werfe ich öfters mal Leckerli zum runter kommen.
 
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Katja
28. Apr. 08:56
Wir hatten hier in der Stadt heute Früh auch unseren Schreckmoment: auf dem Hinweg roch es zwischen Tierpark & U-Bahn (ca. 20m breit, auf beiden Seiten Zäune) schon nach Maggi.
Auf dem Rückweg blieb Polli dann an derselben Stelle stehen und starrte ins Gebüsch!
Ich wandte den Blick nach rechts und hatte das Gefühl, dass ich nur den Arm hätte ausstrecken müssen, dann hätte ich die Borsten des Schweins, was da lag gespürt! Das war kein Meter vom Weg entfernt!!!
Mein Freund sah dann noch Streifen (die Frischlinge) und wir haben zu dritt die Beine in die Hand genommen!!!

Die brav anzeigende Hundine wurde natürlich in sicherem Abstand sehr überschwänglich gelobt!
Ein Glück ist sie nicht ins Gebüsch reingegangen!!!😳
Was die Sau dazu gebracht hat, sich ausgerechnet da hinzulegen… keine Ahnung…
 
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SandrA
28. Apr. 08:58
Deine Beschreibung von „extern (Leine)“ und „intern (Regulation?)“ herbeigeführter „Entscheidungsfindung“ hat bei mir nochmal einiges sortiert.

So, wie du es schilderst, wird für mich sehr greifbar, dass die Leine erstmal den Rahmen gibt und externe Kontrolle übernimmt, innerhalb derer der Hund (wieder) regulieren/lernen kann. Und in diesem sicheren Rahmen kann dann das entstehen, was du beschreibst - wahrnehmen, stehen bleiben, verarbeiten, sich selbst wieder finden und rausnehmen. Bei Neo klappt das mittlerweile überwiegend recht gut - bei Ivy (vor allem seit der Läufigkeit) überwiegend eher nicht.🙈 Da geht es nur über Distanz zum Trigger sonst kocht die komplett über🙄

Die Leine ersetzt in vielen Situationen diese fehlende Selbstkontrolle und ein Abbruch kann diese Funktion für mich nicht wirklich übernehmen, weil er ja auch nur greift, solange der Hund eben noch ansprechbar ist. Ich habe aber Hunde, die genau da ihre Baustelle haben - Erregungslevel zu schnell zu hoch.

Gerade mit Blick darauf hilft mir diese Einordnung total, weil sie erklärt, warum manches schon gut funktioniert und anderes eben noch nicht.😅

Danke dir für diese Perspektive ☺️.
 
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Petra
28. Apr. 10:10
Wirklich toll gemacht🤩
 
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Katja
28. Apr. 10:54
Hihi, da kommen wir jetzt langsam in die philosophische Diskussion über den Abbruch… das erinnert mich, ehrlich gestanden, ein bisschen an die Threads zu „nur positiv/gewaltfrei erziehen“: an nem bestimmten Punkt wird’s mir da auch immer zu akademisch! Überspitzt formuliert: Ja, auch ein nicht gegebenes Lob ist eine Art von „Gewalt“ gegenüber dem Hund…😉
Aber das ist ein anderes Thema…

Für mich sieht man in dem Video schön das Gemeinsame: Mira möchte schon eigentlich an dem Häschen knuspern, aber da ist noch jemand, von dem sie weiß, dass der was anderes von ihr erwartet. Und der ist präsent über die Stimme und vielleicht sogar durch die durchhängende Schleppleine… quasi als Erinnerung „Es gibt noch ne andere Option“.

Ich finde, man sieht es sehr schön im Hundehirn arbeiten. Und der Moment, wo sie sich dann entschließt, sich doch einfach nur hinzusetzen, der ist einfach genial!😀

Für mich geht es immer darum, dass beide Seiten sich immer besser kennenlernen und so quasi schon im Voraus wissen, was der andere gerade will… da braucht‘s dann bestenfalls auch keine Leine und manchmal eben auch keine Worte mehr.
Gibt aber auch Hunde, die schaffen das nie auf die Ebene, die haben einfach zu viel Dynamik in dem Moment… und da muss eine Erinnerung auch mal (angepasst) deutlicher ausfallen, finde ich.
Wobei das natürlich auch wieder stark von der jeweiligen Reizlage abhängig ist! Es ist kompliziert…🥴
 
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Katja
28. Apr. 11:28
Deswegen ja „philosophisch“… vergiss es…😬

Für mich gibts halt immer Sender und Empfänger… und beide von denen sind Individuen und dann kommt auch noch die Umgebung dazu.

Etwas, was in der einen Situation mit einem bestimmten Hund/Halter-Paar total angemessen ist, ist bei nem anderen Hund (Halter & Situation gleich) total übertrieben.

Deswegen finde ich den Faden hier und die Videos darin ja so schön: man sieht die Interaktion und auch die Zeichen, die jeweils wichtig sind!

Mira zeigt z.B. für mich gar kein Ohrenspiel in Deine Richtung. Das wäre bei Polli in derselben Situation ganz anders: als Hütehund holt sie sich immer wieder die Rückversicherung, was ich von ihrem nächsten Schritt halte… ganz anders halt.
Und auch ich bin ganz anderes: Ich glaube, ich bin viel sparsamer mit meinen Worten, dafür versuche ich mehr über Körpersprache, weggehen, andere Dinge anschauen.

Aber ich finds total interessant, wie’s bei anderen aussieht!
 
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Bettina
28. Apr. 13:07
Hallo, ich habe das Buch auch gelesen.
Super gut geschrieben und die Übungen kann man auch sehr gut nachmachen.
Unser Paul schnüffelt oft Spuren und es ist gut wenn man weiß damit umzugehen.
Habe das Buch nun hier zum Verkauf stehen, damit auch andere an den Übungen Freude haben. ;)
 
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Jochen
29. Apr. 15:35
Deswegen ja „philosophisch“… vergiss es…😬 Für mich gibts halt immer Sender und Empfänger… und beide von denen sind Individuen und dann kommt auch noch die Umgebung dazu. Etwas, was in der einen Situation mit einem bestimmten Hund/Halter-Paar total angemessen ist, ist bei nem anderen Hund (Halter & Situation gleich) total übertrieben. Deswegen finde ich den Faden hier und die Videos darin ja so schön: man sieht die Interaktion und auch die Zeichen, die jeweils wichtig sind! Mira zeigt z.B. für mich gar kein Ohrenspiel in Deine Richtung. Das wäre bei Polli in derselben Situation ganz anders: als Hütehund holt sie sich immer wieder die Rückversicherung, was ich von ihrem nächsten Schritt halte… ganz anders halt. Und auch ich bin ganz anderes: Ich glaube, ich bin viel sparsamer mit meinen Worten, dafür versuche ich mehr über Körpersprache, weggehen, andere Dinge anschauen. Aber ich finds total interessant, wie’s bei anderen aussieht!
"als Hütehund holt sie sich immer wieder die Rückversicherung, was ich von ihrem nächsten Schritt halte… ganz anders halt.
Und auch ich bin ganz anderes: Ich glaube, ich bin viel sparsamer mit meinen Worten, dafür versuche ich mehr über Körpersprache, weggehen, andere Dinge anschauen."

Interessant, ich fand den Ulli-Leitsatz, dass keine Frage unbeantwortet bleiben darf total schön und er wirkt immer noch nach.
Natürlich kann man auch ausschließlich körpersprachlich antworten, aber gerade bei einem Hütehund verschenkt man mE. sehr viel...

Du schätzt doch Baumann, der hat sich auch sehr beschwert über die Modeerscheinung mit den Hunden nicht mehr sprechen zu wollen...
 
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Katja
29. Apr. 17:05
"als Hütehund holt sie sich immer wieder die Rückversicherung, was ich von ihrem nächsten Schritt halte… ganz anders halt. Und auch ich bin ganz anderes: Ich glaube, ich bin viel sparsamer mit meinen Worten, dafür versuche ich mehr über Körpersprache, weggehen, andere Dinge anschauen." Interessant, ich fand den Ulli-Leitsatz, dass keine Frage unbeantwortet bleiben darf total schön und er wirkt immer noch nach. Natürlich kann man auch ausschließlich körpersprachlich antworten, aber gerade bei einem Hütehund verschenkt man mE. sehr viel... Du schätzt doch Baumann, der hat sich auch sehr beschwert über die Modeerscheinung mit den Hunden nicht mehr sprechen zu wollen...
Naja, ich bin halt, wie ich bin… und da will ich mich nicht für den Hund verbiegen.
Sehe aber auch, dass Polli z.B. die Plauderei des Kindes die ganze Zeit (der wird jetzt 13 und ist im Familienkreis eine echte Plaudertasche…) denn doch zu viel wird und sie eher auf Durchzug schaltet. Ist aber vielleicht auch zu wenig bzw. nicht die richtige Interaktion.🤔

Glaube aber, wir haben uns bis jetzt auch ganz gut so zusammengerauft!😉

Sie ist eben Hütehund, aber weit weg von Border Collie oder Aussi (der sie übrigens zu 50% ist… bzw. eigentlich ein Carea Leones, das ist ein Vorläufer davon).
Ich glaube, ihre Zeit auf der Straße (wo sie mit ihrer Tochter aufgegriffen wurde) hat da doch so ihre Spuren hinterlassen…

PS: Hab grad nochmal ins “Feine Führen“ reingelesen. Meistens recht platt, aber doch ein paar grundsätzliche Konzepte, die ich nicht schlecht finde!
Übrigens die meisten Beispiele mit Border & Co…😉