Vielen Dank für Deine Gedanken Kirsten und ich finde es sehr interessant darüber nachzudenken, was ein "nein" überhaupt bedeutet.
In der "klassischen " Hundeerziehung wird das Wort "nein" oftmals als reines Abbruchsignal verstanden. Ob ich aber nun "eh eh", "Kartoffelsalat" oder ein sonstiges Wort oder einen Laut (wie einen Pfiff) nehme, hat m. M. n. innerhalb des jeweiligen Mensch-Hund-Teams seine eigene Bedeutung. Es kommt m. M. n. immer darauf an, was bzw. wie es beim Hund ankommt (Sender-Empfänger). Z. B. spielt es eine große Rolle, wie das Abbruchsignal aufgebaut wurde. Ist es für den Hund überhaupt negativ behaftet?
Ich bin ja ein Fan des objektiven Beobachtens und versuche so wenig wie möglich zu schnell in eine Bewertung reinzugehen. Und man kann m. E. beobachten, wie es beim Hund ankommt. Zuckt er zusammen oder zeigt er:" Alles klar, ich vertraue Dir, dass Du gerade einen wichtigen Grund hast, mich davon abzuhalten." (menschlich ausgedrückt).
Grundsätzlich bin ich der Auffassung, dass ein klassisches Abbruchsignal ("was Du auch immer gerade vor hasst ... brech Dein Handeln ab") jeder Hund kennen sollte, da es über Leben und Tod entscheiden kann. Ich könnte nicht mehr in einer lebensbedrohlichen Situation so einfach ruhig bleiben, sondern würde unser klares Abbruchsignal anwenden (das ich klar - ohne zittriger Stimme - aussprechen kann). Für mich ist das klassische Abbruchsignal ein Notfallkommando. Unser Abbruchsignal ist auch mit keiner weiteren Handlung verbunden. Danach käme bei uns z. B. bleib mal stehen, oder komm zu mir oder geh einfach weiter, oder schau mich an.
Insgesamt empfinde ich ein Abbruchsignal nicht als negativ, wenn es ordentlich aufgebaut wurde. Es ist eine Grenze, die gesetzt wird. Egal, wie man es formuliert. Ausschlaggebend ist, was und wie es beim Hund ankommt.