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Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 59
zuletzt 8. Sep.

Hund von einer Freundin springt Mann ins Gesicht

🐾 Wie würdet ihr dieses Verhalten einschätzen?

Hallo zusammen, ich würde gerne einmal eure Einschätzung zu einem Vorfall mit dem Hund einer Freundin bekommen. Mir geht es ausdrücklich nicht darum, den Hund schlechtzureden oder vorschnell als aggressiv abzustempeln, sondern darum, das Verhalten besser zu verstehen.

Heute saßen wir gemeinsam auf einer Bank. Ich habe mit meinem Hund Odin gespielt und ihm Zapfen geworfen. Ein Mann mit Mountainbike stand in unserer Nähe, nahm einen Zapfen auf und begann ebenfalls, ganz entspannt mit Odin zu spielen.

Der Hund meiner Freundin war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls nicht angeleint.

Plötzlich schoss der Hund nach vorne und sprang den Mann massiv an – direkt in Richtung Gesicht. Für einen Moment hatte ich wirklich Angst, dass er ihn ins Gesicht beißen könnte. Der Mann blieb glücklicherweise völlig ruhig stehen. Meine Freundin nahm ihren Hund daraufhin sofort an die Leine.

Der Mann konnte anschließend sogar noch ein paar Minuten entspannt mit Odin weiterspielen und die Situation beruhigte sich wieder. Nach etwa zehn Minuten gingen wir weiter.

Später haben wir darüber gesprochen. Meine Freundin meinte, ihr Hund habe vermutlich einen Beschützerinstinkt gezeigt und nicht gewollt, dass der Mann mit Odin spielt.

Ich bin mir bei dieser Einschätzung allerdings nicht sicher und würde deshalb gerne eure Meinung hören.

Denn es gab bereits andere Situationen:

🔹 Wenn ich mit Odin spiele, springt der Hund meiner Freundin mich teilweise ebenfalls massiv an. Heute hat er mir dabei mit den Krallen den Bauch zerkratzt, was wirklich sehr schmerzhaft war.

🔹 Bei einer anderen Situation saßen wir im Wald auf einer Bank, als ein älteres Ehepaar um die Ecke kam. Der Hund ging ebenfalls massiv auf die beiden zu. Die Frau hatte große Angst vor Hunden. Der Mann sagte daraufhin ziemlich deutlich, dass das so nicht gehe und der Hund entsprechend erzogen werden müsse.

Mir fällt deshalb auf, dass der Hund in verschiedenen Situationen sehr stark auf Menschen reagiert – und insbesondere dann, wenn diese mit Odin interagieren.

Wie würdet ihr dieses Verhalten einschätzen?

Ist „Beschützerinstinkt“ hier tatsächlich eine plausible Erklärung? Oder könnten beispielsweise Übererregung, Unsicherheit, soziale Kontrolle, Ressourcenverteidigung oder etwas anderes dahinterstecken?

Und wie würdet ihr als Halter damit umgehen? Würdet ihr zunächst über Management arbeiten, also solche Situationen konsequent verhindern, oder direkt gezielt mit einem Trainer daran arbeiten?

Mir ist bewusst, dass man aus ein paar Situationen keine sichere Diagnose über die Motivation eines Hundes stellen kann. Genau deshalb würde mich eure Einschätzung interessieren.

Ich möchte den Hund wirklich nicht verurteilen – aber wenn ein Hund einem fremden Menschen ins Gesicht springt oder einen Menschen beim Anspringen verletzt, finde ich persönlich, dass man das ernst nehmen und genauer hinschauen sollte, unabhängig davon, welche Motivation dahintersteckt.

Wie würdet ihr die Situation einschätzen? Habt ihr so etwas schon einmal erlebt? 🐾❤️

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Zusätzliche Informationen ❗️

🐾 Noch ein paar ergänzende Informationen zu meiner ursprünglichen Frage

Da einige von euch geschrieben haben, dass für eine Einschätzung noch ein paar Informationen fehlen, möchte ich gerne noch etwas genauer auf die Situation und den Alltag des Hundes eingehen.

Mir ist wichtig zu sagen, dass ich den Hund keinesfalls schlechtmachen oder als „aggressiv“ abstempeln möchte. Ich versuche einfach, die Situationen möglichst genau zu beschreiben und besser zu verstehen, was hinter diesem Verhalten stecken könnte.

🏡 Zu Hause

Wenn meine Freundin nicht zu Hause ist, ist der Hund wohl sehr ruhig und schläft viel. Auch grundsätzlich ist er zu Hause gerne entspannt und schmust gerne.

Wenn allerdings Besuch kommt, ist er deutlich aufgeregter und lässt sich teilweise nur schwer wieder beruhigen.

🚲 Die Situation mit dem Mountainbike

Sowohl bei der heutigen Situation als auch bei der anderen von mir beschriebenen Situation gab es vorher keine besondere Begegnung oder irgendeinen offensichtlichen Auslöser.

Heute waren lediglich einige Mountainbiker unterwegs. Das allein scheint den Hund allerdings nicht zu stören. Er reagiert beispielsweise nicht grundsätzlich auf Fahrradfahrer, wenn diese an ihm vorbeifahren.

Was ich in meiner ursprünglichen Beschreibung noch vergessen hatte und was vielleicht wichtig ist:

Bevor der Mann mit Odin gespielt hat, ist der Hund meiner Freundin ganz von sich aus zu ihm hingegangen und hat sich von ihm streicheln bzw. kuscheln lassen. Es gab also zunächst überhaupt keine negative Reaktion gegenüber diesem Mann.

Der Mann nahm anschließend einen Zapfen und begann ganz entspannt, mit Odin zu spielen.

Erst in diesem Moment schoss der Hund meiner Freundin plötzlich nach vorne und sprang den Mann massiv an – direkt in Richtung Gesicht.

Der Mann hatte sich vorher nicht auffällig oder bedrohlich verhalten. Er war ruhig und entspannt. Auch das Fahrrad selbst schien kein Problem darzustellen.

Genau deshalb hat mich diese Situation so beschäftigt: Der Hund hatte kurz zuvor noch freiwillig Kontakt zu dem Mann gesucht und sich von ihm streicheln lassen. Die starke Reaktion kam erst, als der Mann anschließend mit Odin interagierte.

🐕 Noch eine andere Situation mit einem Kind

Es gab außerdem einmal eine Situation, bei der meine Freundin Müll rausbringen wollte und ihren Hund dabei an der Leine hatte.

Sie stand etwas ungünstig in einer Ecke und hat deshalb selbst weder das Kind noch die Situation richtig wahrgenommen. Dann kam plötzlich ein sehr kleines Kind auf einem Roller ziemlich schnell die Straße entlang und sauste direkt an ihrem Hund vorbei.

In diesem Moment ging der Hund ebenfalls massiv auf das Kind los.

Meine Freundin hat mir später selbst erzählt, dass sie in diesem Augenblick nicht sicher war, ob ihr Hund das Kind beziehungsweise den Roller möglicherweise gebissen hätte, wenn er es geschafft hätte.

Auch hier war das Kind also nicht bewusst auf den Hund zugegangen oder hatte ihn provoziert. Es kam vielmehr sehr plötzlich und schnell an ihm vorbei.

🚶‍♀️ Alltag und Auslastung

Soweit ich weiß, ist der Alltag bei meiner Freundin insgesamt eher ruhig. Sie hat keine Kinder und dementsprechend gibt es zu Hause auch nicht ständig Trubel.

Der Hund bekommt ungefähr zweimal am Tag Auslauf.

Mittags gehen sie meistens eine größere Runde von etwa zwei Stunden. Abends gibt es je nach Tag noch einmal ungefähr 30 Minuten bis eine Stunde.

Ansonsten hat der Hund zu Hause eher seine Ruhe und kann entspannen.

❤️ Warum ich das alles ergänze

Ich möchte mit diesen zusätzlichen Informationen keinesfalls behaupten, dass ich weiß, warum der Hund so reagiert.

Mir ist bewusst, dass man aus Erzählungen und einzelnen Situationen keine sichere Einschätzung über die Motivation eines Hundes treffen kann.

Mich interessiert vielmehr, ob diese zusätzlichen Beobachtungen für euch etwas an der Einschätzung verändern.

Vor allem frage ich mich:

🔹 Könnte das tatsächlich ein Beschützerverhalten gegenüber meiner Freundin bzw. Odin sein?

🔹 Oder könnte es eher mit Übererregung, Unsicherheit, fehlender Impulskontrolle oder einer Reaktion auf schnelle bzw. unerwartete Bewegungen zusammenhängen?

🔹 Könnte es eine Rolle spielen, dass er im Alltag relativ wenig Situationen mit fremden Menschen, Kindern oder viel Trubel erlebt?

🔹 Und wie würdet ihr insbesondere die Situation mit dem Kind auf dem Roller einschätzen?

🔹 Wie würdet ihr die Tatsache bewerten, dass der Hund zunächst freiwillig Kontakt zu dem Mountainbiker gesucht und sich von ihm streicheln lassen hat und erst anschließend so massiv reagierte, als dieser mit Odin spielte?

Mir geht es wirklich darum, das Verhalten zu verstehen und nicht zu verurteilen.

Ich finde nur, dass man solche Situationen ernst nehmen sollte, wenn ein Hund wiederholt sehr massiv auf Menschen reagiert – insbesondere wenn es für den Halter selbst nicht sicher einzuschätzen ist, ob daraus im Ernstfall auch ein Biss entstehen könnte.

Vielleicht helfen euch diese zusätzlichen Informationen dabei, die Situation etwas besser einzuordnen. 🐾❤️
 
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Annett
7. Sep. 11:23
Danke dir für deine ausführliche Einschätzung. ❤️ Einige deiner Gedanken finde ich tatsächlich sehr interessant. Gerade den Punkt dass man sehr genau auf die jeweiligen Auslöser und die gesamte Vorgeschichte schauen sollte sehe ich ähnlich. Ein paar Dinge möchte ich noch ergänzen. Dazu sind in deinem Kommentar ja noch ein paar Fragen aufgekommen. 😊 Meine Freundin hatte bereits vor diesem Hund zwei weitere Hunde. Sie ist daher nicht völlig unerfahren in der Hundehaltung. Diesen Hund hat sie mit ungefähr sechs Monaten aus dem Tierheim übernommen. Er kommt ursprünglich aus Slowenien. Seine Vorgeschichte kennen wir deshalb leider nicht vollständig. Natürlich kann es sein dass frühere Erfahrungen eine Rolle spielen. Wissen tun wir es aber nicht. Deshalb möchte ich darüber auch nicht spekulieren. Zu deiner Frage warum ich einen fremden Radfahrer mit Odin spielen lasse. Das war tatsächlich keine Situation in der ich Odin bewusst zu einem fremden Menschen geschickt habe. 😄 Odin ist von sich aus zu dem Mann gegangen und hat ihm den Zapfen gebracht. Der Mann hatte Odin vorher auch schon gestreichelt und wirkte überhaupt nicht ängstlich oder unsicher im Umgang mit Hunden. Ich persönlich sehe deshalb auch nicht grundsätzlich ein Problem darin wenn mein Hund freundlich auf einen Menschen zugeht und dieser wenn beide Seiten das möchten kurz mit ihm interagiert. Das kann natürlich jeder für seinen Hund anders handhaben. Ich finde nur nicht dass ein Hund grundsätzlich jeden fremden Menschen ignorieren muss. Gerade deshalb fand ich die Reaktion des anderen Hundes so auffällig. Er hatte den Mann vorher selbstständig aufgesucht und sich von ihm streicheln bzw. kuscheln lassen. Es gab also zunächst überhaupt keine erkennbare negative Reaktion. Erst als der Mann anschließend mit Odin spielte schoss der Hund plötzlich nach vorne und sprang ihn massiv in Richtung Gesicht. Zusammen mit den anderen Situationen insbesondere wenn ich mit Odin spiele aber auch die Reaktion auf das Kind auf dem Roller frage ich mich deshalb einfach was jeweils der eigentliche Auslöser sein könnte. Ich finde die Erklärung „Beschützerinstinkt“ momentan jedenfalls nicht ganz schlüssig. Ich möchte aber auch nicht behaupten dass ich weiß was stattdessen dahintersteckt. Genau deshalb habe ich den Beitrag überhaupt erstellt. 🙈 Eine weitere Information zum Alltag vielleicht noch. Falls sie für eure Einschätzung interessant ist. Soweit ich es mitbekomme gibt es bei dem Hund relativ wenig gezieltes Training oder gemeinsames Spiel. Meine Freundin hat selbst einmal gesagt dass ihr regelmäßiges Training bzw. Beschäftigung zu anstrengend sei. Die Spaziergänge sind teilweise recht lang. Ansonsten ist der Alltag eher ruhig. Ein Beispiel ist die Situation mit Hasen. Wenn er einen Hasen sieht und hinterher möchte versucht meine Freundin das manchmal zu unterbrechen. Sie schüttelt dann eine mit Steinchen gefüllte Flasche oder wirft sie hinter ihm auf den Boden. Das macht sie dann einige Male. Irgendwann hört sie selbst wieder auf die Flasche einzusetzen.
Ich habe meinen ersten Beitrag noch etwas ergänzt, bevor ich deine Antwort gelesen habe, sorry.🙈
Nochmal zum Zugehen auf Fremde….
Natürlich erscheint das jetzt erst einmal als nicht schlimm, wenn der Hund freundlich auf andere zugeht, keine Frage. Dass der Mann nicht ängstlich oder unsicher erschien, ist auch sehr schön. Nur bist du ja kein Hellseher und kannst das vorher nie wissen. Und auch der Hund weiß nicht, das manche Leute das sicherlich toll finden, aber manche eben auch nicht. Es gibt genügend Menschen, die Hunde nicht mögen und/ oder sogar Angst haben. Und da geht das eben gar nicht, wenn dein Hund ohne Erlaubnis zu jedem hinläuft, auch nicht, wenn es freundlich ist. Denn genau wie du die Leute nicht kennst, kennen die dich und deinen Hund auch nicht und wissen ja nicht, wie der Hund sich benehmen wird. Und gerade am Beispiel deiner Freundin und ihrem Hund sieht man ja, dass man sich da niemals darauf verlassen kann, dass ein frei laufender Hund, der zu mir kommt, auch gut erzogen und immer freundlich ist. Und genau das ist das Problem.
Das ist auch eine Sache der gegenseitigen Rücksichtnahme, ansonsten ist es tatsächlich kein Wunder, dass es immer mehr Hundehasser gibt. Die werden dann bei solchen Dingen noch befeuert. Und wie gesagt, auch wenn es da genügend nette Menschen gibt, kann der Hund das nicht unterscheiden. Und den netten Leuten kann man das auch genauso erklären und sie werden es verstehen.
Das hauptsächliche Problem dabei ist, dass der Hund selbstständig entscheidet, dass er einfach zu Fremden hingeht, wenn ihm gerade danach ist. Wenn ich da stehen bleibe, mit den Leuten rede und dann gestatte, den Hund zu streicheln, ist das eine völlig andere Nummer und völlig in Ordnung. Da hat der Hund das nicht von sich aus entschieden und ich kann mir schon ein kurzes Bild von den Leuten machen.

Mit diesen neuen Informationen würde ich dann jetzt nicht mehr auf Fehler von Vorbesitzern tippen. Und mit 6 Monaten kann der Hund natürlich auch schon im Ausland schlechte Erfahrungen gemacht haben. Gerade mit Männern haben das ganz viele Tierschutzhunde aus dem Ausland. Dazu kommt die meistens komplett fehlende Sozialisierung. Dessen sollte man sich sehr bewusst sein, wenn man einen solchen Hund nimmt. Sie kennen meistens nichts und finden viele Dinge gruselig und bedrohlich. Das gilt es dann alles nachzuholen. Ich habe mit meiner Mila auch gerade einen solchen Hund hier. Sie kam vor 4 Monaten mit fast 5 Jahren zu mir und kannte nichts. Dementsprechend hat sie alles angebellt, was ihr gruselig erschien. Das hat sich aber mit dem entsprechenden Händeln ganz ganz schnell verbessert und wir sind natürlich immer noch am Üben. Macht man das aber nicht, kann das auch ein Grund für solche Verhaltensweisen sein. Mehr oder weniger übt man mit einem Hund ja eigentlich lebenslang, mal weniger und bei auftretenden Problemen wieder mehr. 🤪🙈😂
Und wie gesagt, selbst nach 2 Hunden muss man da nicht unbedingt Erfahrung (und den Willen, das zu beheben) haben. 🙈

Dass deine Freundin da offenbar kein Interesse an gezieltem Training und gemeinsamer Beschäftigung hat, würde ich dann mal als Hauptgrund für die geschilderten Probleme annehmen, gerade dann, wenn in der Mischung auch noch anspruchsvolle Rassen sind, die eben nicht mal so mitlaufen. Gerade das Training und gemeinsame Aktivitäten führen zu einer immer festeren Bindung. Zusammen mit einer klaren konsequenten Führung kann der Hund dann die Verantwortung abgeben und muss für ihn komische Dinge nicht mehr selber regeln.
Ich befürchte, dass das hier das Hauptproblem sein wird.
Das ist aber wie gesagt nur eine Vermutung, die ich hier aus deinen Ausführungen und Beispielen ableite, denn ich kenne deine Freundin ja nicht. 🤷‍♀️
 
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Karin
7. Sep. 12:21
Danke für den genialen Tipp! Laut Ki kommt er einen Elchhund am nächsten.
Gerne 🤗 Was ist denn ein Elchhund 🙈
 
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Thomas
7. Sep. 13:38
Gerne 🤗 Was ist denn ein Elchhund 🙈
Darunter fasst man drei nordische Jagdhunderassen, die zur Elchjagd eingesetzen werden, zusammen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Elchhund
 
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Natascha
7. Sep. 13:48
Guten Tag Jessica,
zunächst möchte ich Ihnen sagen, daß ich es schätze, wie intensiv Sie sich mit dem Verhalten des Hundes Ihrer Freundin auseinandersetzen und um die Einschätzung anderer hier ersuchen. Doch die Gedankenlosigkeit Ihrer Freundin und ihr Umgang mit dem Hund erschüttern mich. Wenn Ihre Freundin mit all ihren Hunden zuvor auch so umgegangen ist, darf man hoffen, daß entweder dieser Hund ihr letzter sein wird oder sie ihre Einstellung und Handeln verändert.
1. Ein Hund hat Bedürfnisse
Dazu gehören nicht nur Spaziergänge, Ernährung und medizinische Versorgung, sondern auch rassespezifische oder charakterspezifische Eigenheiten zu erkennen, zu kanalisieren oder umzulenken sowie geistige Auslastung. Wenn Ihrer Freundin das alles zu "anstrengend" ist, sollte sie besser kein Lebewesen wie einen Hund aufnehmen.
2. Aversive Erziehung
Diese sollte meines Erachtens nur von ausgebildeten Profis oder nach guter Einweisung angewandt werden. So wie Sie es beschreiben, wird der Hund (inflationär) gemaßregelt, ohne ihm ein Alternativverhalten anzubieten, nur damit er, wie gewünscht, funktioniert.
Vielleicht sollten Sie diesen Forum-Beitrag Ihrer Freundin mal zu Lesen geben, und auf ihre Einsicht und ihr Verständnis zum Wohle des ihr anvertrauen Hundes hoffen.
Ich wünsche Ihnen und dem Hund Ihrer Freundin alles erdenklich Gute.
Viele liebe Grüße
Natascha
 
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Bina
7. Sep. 16:37
Ich finde auch dass ihr Hund einen Maulkorb tragen sollte. Das dumme ist sowas kann man ihr leider nicht sagen weil ihr Hund in ihren Augen perfekt ist und sie für diese Vorfälle einfach blind ist. Ich hab ihr schon öfters gesagt, sie soll das endlich mal in die Hand nehmen und besser trainieren. Aber da kommt von ihrer Seite einfach nur ein Ja ja 😩
Hallo Jessica,
wenn Deine Freundin für alle gut gemeinten Hinweise von Dir schon nicht zugänglich ist, meinst Du dann, dass Du mit den Hinweisen, die Dir die Forumteilnehmer hier geben, weiter kommst?
Oder ist das alles verlorene Liebesmühe hier?
 
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Guido
7. Sep. 16:44
Ich kann jetzt nicht beurteilen ab dies zu gefährlich war, aber hatte immer gelesen, dass anspringen eines Hundes entweder Freude oder eine Maßregelung ist. In diesem Fall hört das sich nach dem letzterem an. Also der Hund war zwar nicht aggressiv wollte aber dem Menschen zeigen, so nicht bzw. so geht das nicht.
 
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Karin
7. Sep. 17:37
Darunter fasst man drei nordische Jagdhunderassen, die zur Elchjagd eingesetzen werden, zusammen: https://de.wikipedia.org/wiki/Elchhund
Danke für die Erklärung !
 
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Sebbi
7. Sep. 21:24
Ganz ehrlich? Das hat absolut nichts mit "Beschützerinstinkt" zu tun!

Der Hund deiner Freundin zeigt leider ein ziemlich klares und gefährliches Muster: Maßregelung, Kontrolle und Ressourcenverteidigung.

Wenn er dich oder den Mountainbiker anspringt, meint er ganz einfach, er müsse die Situation "erziehen".

Sobald Dynamik reinkommt und es nicht mehr um ihn geht, greift er körperlich ein. Der Sprung ins Gesicht war eine extreme Ansage. Auch das Kind auf dem Roller oder der Besuch zeigen: Er ist mit den Reizen völlig überfordert und entscheidet deshalb lieber alles selbst, weil ihm die klare Führung fehlt.

Mein Rat an deine Freundin:

Erkennen, dass ihre Meinung eine gefährliche und naive Illusion ist!

Der Hund gehört draußen erst mal an die Leine. Spielst du mit Odin, muss er gesichert sein oder Abstand haben – das Risiko ist sonst viel zu hoch.

Sie sollte dringend mit dem Hund arbeiten bzw. trainieren. Zur Not professionelle Hilfe holen, um ihm diese Verantwortung wieder abzunehmen, bevor wirklich mal was Schlimmes passiert.

Wenn Frauen unbedingt von Machos geführt werden wollen, bitte sehr, ihre Entscheidung – ein Macho in Form eines Hundes kann nur verdammt gefährlich werden.
 
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Isabella
8. Sep. 03:41
Das liegt nicht an dem Hund sondern wohl eher an deiner Freundin.
Ein Hund reagiert dementsprechend wie der Halter ist und ihn auch erzieht.
Hunde 🐕 sind nicht dass Problem, wir Menschen eher.
 
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Sebbi
8. Sep. 04:09
Das liegt nicht an dem Hund sondern wohl eher an deiner Freundin. Ein Hund reagiert dementsprechend wie der Halter ist und ihn auch erzieht. Hunde 🐕 sind nicht dass Problem, wir Menschen eher.
🤔?