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Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 59
zuletzt 8. Sep.

Hund von einer Freundin springt Mann ins Gesicht

🐾 Wie würdet ihr dieses Verhalten einschätzen?

Hallo zusammen, ich würde gerne einmal eure Einschätzung zu einem Vorfall mit dem Hund einer Freundin bekommen. Mir geht es ausdrücklich nicht darum, den Hund schlechtzureden oder vorschnell als aggressiv abzustempeln, sondern darum, das Verhalten besser zu verstehen.

Heute saßen wir gemeinsam auf einer Bank. Ich habe mit meinem Hund Odin gespielt und ihm Zapfen geworfen. Ein Mann mit Mountainbike stand in unserer Nähe, nahm einen Zapfen auf und begann ebenfalls, ganz entspannt mit Odin zu spielen.

Der Hund meiner Freundin war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls nicht angeleint.

Plötzlich schoss der Hund nach vorne und sprang den Mann massiv an – direkt in Richtung Gesicht. Für einen Moment hatte ich wirklich Angst, dass er ihn ins Gesicht beißen könnte. Der Mann blieb glücklicherweise völlig ruhig stehen. Meine Freundin nahm ihren Hund daraufhin sofort an die Leine.

Der Mann konnte anschließend sogar noch ein paar Minuten entspannt mit Odin weiterspielen und die Situation beruhigte sich wieder. Nach etwa zehn Minuten gingen wir weiter.

Später haben wir darüber gesprochen. Meine Freundin meinte, ihr Hund habe vermutlich einen Beschützerinstinkt gezeigt und nicht gewollt, dass der Mann mit Odin spielt.

Ich bin mir bei dieser Einschätzung allerdings nicht sicher und würde deshalb gerne eure Meinung hören.

Denn es gab bereits andere Situationen:

🔹 Wenn ich mit Odin spiele, springt der Hund meiner Freundin mich teilweise ebenfalls massiv an. Heute hat er mir dabei mit den Krallen den Bauch zerkratzt, was wirklich sehr schmerzhaft war.

🔹 Bei einer anderen Situation saßen wir im Wald auf einer Bank, als ein älteres Ehepaar um die Ecke kam. Der Hund ging ebenfalls massiv auf die beiden zu. Die Frau hatte große Angst vor Hunden. Der Mann sagte daraufhin ziemlich deutlich, dass das so nicht gehe und der Hund entsprechend erzogen werden müsse.

Mir fällt deshalb auf, dass der Hund in verschiedenen Situationen sehr stark auf Menschen reagiert – und insbesondere dann, wenn diese mit Odin interagieren.

Wie würdet ihr dieses Verhalten einschätzen?

Ist „Beschützerinstinkt“ hier tatsächlich eine plausible Erklärung? Oder könnten beispielsweise Übererregung, Unsicherheit, soziale Kontrolle, Ressourcenverteidigung oder etwas anderes dahinterstecken?

Und wie würdet ihr als Halter damit umgehen? Würdet ihr zunächst über Management arbeiten, also solche Situationen konsequent verhindern, oder direkt gezielt mit einem Trainer daran arbeiten?

Mir ist bewusst, dass man aus ein paar Situationen keine sichere Diagnose über die Motivation eines Hundes stellen kann. Genau deshalb würde mich eure Einschätzung interessieren.

Ich möchte den Hund wirklich nicht verurteilen – aber wenn ein Hund einem fremden Menschen ins Gesicht springt oder einen Menschen beim Anspringen verletzt, finde ich persönlich, dass man das ernst nehmen und genauer hinschauen sollte, unabhängig davon, welche Motivation dahintersteckt.

Wie würdet ihr die Situation einschätzen? Habt ihr so etwas schon einmal erlebt? 🐾❤️

—————————————————————-

Zusätzliche Informationen ❗️

🐾 Noch ein paar ergänzende Informationen zu meiner ursprünglichen Frage

Da einige von euch geschrieben haben, dass für eine Einschätzung noch ein paar Informationen fehlen, möchte ich gerne noch etwas genauer auf die Situation und den Alltag des Hundes eingehen.

Mir ist wichtig zu sagen, dass ich den Hund keinesfalls schlechtmachen oder als „aggressiv“ abstempeln möchte. Ich versuche einfach, die Situationen möglichst genau zu beschreiben und besser zu verstehen, was hinter diesem Verhalten stecken könnte.

🏡 Zu Hause

Wenn meine Freundin nicht zu Hause ist, ist der Hund wohl sehr ruhig und schläft viel. Auch grundsätzlich ist er zu Hause gerne entspannt und schmust gerne.

Wenn allerdings Besuch kommt, ist er deutlich aufgeregter und lässt sich teilweise nur schwer wieder beruhigen.

🚲 Die Situation mit dem Mountainbike

Sowohl bei der heutigen Situation als auch bei der anderen von mir beschriebenen Situation gab es vorher keine besondere Begegnung oder irgendeinen offensichtlichen Auslöser.

Heute waren lediglich einige Mountainbiker unterwegs. Das allein scheint den Hund allerdings nicht zu stören. Er reagiert beispielsweise nicht grundsätzlich auf Fahrradfahrer, wenn diese an ihm vorbeifahren.

Was ich in meiner ursprünglichen Beschreibung noch vergessen hatte und was vielleicht wichtig ist:

Bevor der Mann mit Odin gespielt hat, ist der Hund meiner Freundin ganz von sich aus zu ihm hingegangen und hat sich von ihm streicheln bzw. kuscheln lassen. Es gab also zunächst überhaupt keine negative Reaktion gegenüber diesem Mann.

Der Mann nahm anschließend einen Zapfen und begann ganz entspannt, mit Odin zu spielen.

Erst in diesem Moment schoss der Hund meiner Freundin plötzlich nach vorne und sprang den Mann massiv an – direkt in Richtung Gesicht.

Der Mann hatte sich vorher nicht auffällig oder bedrohlich verhalten. Er war ruhig und entspannt. Auch das Fahrrad selbst schien kein Problem darzustellen.

Genau deshalb hat mich diese Situation so beschäftigt: Der Hund hatte kurz zuvor noch freiwillig Kontakt zu dem Mann gesucht und sich von ihm streicheln lassen. Die starke Reaktion kam erst, als der Mann anschließend mit Odin interagierte.

🐕 Noch eine andere Situation mit einem Kind

Es gab außerdem einmal eine Situation, bei der meine Freundin Müll rausbringen wollte und ihren Hund dabei an der Leine hatte.

Sie stand etwas ungünstig in einer Ecke und hat deshalb selbst weder das Kind noch die Situation richtig wahrgenommen. Dann kam plötzlich ein sehr kleines Kind auf einem Roller ziemlich schnell die Straße entlang und sauste direkt an ihrem Hund vorbei.

In diesem Moment ging der Hund ebenfalls massiv auf das Kind los.

Meine Freundin hat mir später selbst erzählt, dass sie in diesem Augenblick nicht sicher war, ob ihr Hund das Kind beziehungsweise den Roller möglicherweise gebissen hätte, wenn er es geschafft hätte.

Auch hier war das Kind also nicht bewusst auf den Hund zugegangen oder hatte ihn provoziert. Es kam vielmehr sehr plötzlich und schnell an ihm vorbei.

🚶‍♀️ Alltag und Auslastung

Soweit ich weiß, ist der Alltag bei meiner Freundin insgesamt eher ruhig. Sie hat keine Kinder und dementsprechend gibt es zu Hause auch nicht ständig Trubel.

Der Hund bekommt ungefähr zweimal am Tag Auslauf.

Mittags gehen sie meistens eine größere Runde von etwa zwei Stunden. Abends gibt es je nach Tag noch einmal ungefähr 30 Minuten bis eine Stunde.

Ansonsten hat der Hund zu Hause eher seine Ruhe und kann entspannen.

❤️ Warum ich das alles ergänze

Ich möchte mit diesen zusätzlichen Informationen keinesfalls behaupten, dass ich weiß, warum der Hund so reagiert.

Mir ist bewusst, dass man aus Erzählungen und einzelnen Situationen keine sichere Einschätzung über die Motivation eines Hundes treffen kann.

Mich interessiert vielmehr, ob diese zusätzlichen Beobachtungen für euch etwas an der Einschätzung verändern.

Vor allem frage ich mich:

🔹 Könnte das tatsächlich ein Beschützerverhalten gegenüber meiner Freundin bzw. Odin sein?

🔹 Oder könnte es eher mit Übererregung, Unsicherheit, fehlender Impulskontrolle oder einer Reaktion auf schnelle bzw. unerwartete Bewegungen zusammenhängen?

🔹 Könnte es eine Rolle spielen, dass er im Alltag relativ wenig Situationen mit fremden Menschen, Kindern oder viel Trubel erlebt?

🔹 Und wie würdet ihr insbesondere die Situation mit dem Kind auf dem Roller einschätzen?

🔹 Wie würdet ihr die Tatsache bewerten, dass der Hund zunächst freiwillig Kontakt zu dem Mountainbiker gesucht und sich von ihm streicheln lassen hat und erst anschließend so massiv reagierte, als dieser mit Odin spielte?

Mir geht es wirklich darum, das Verhalten zu verstehen und nicht zu verurteilen.

Ich finde nur, dass man solche Situationen ernst nehmen sollte, wenn ein Hund wiederholt sehr massiv auf Menschen reagiert – insbesondere wenn es für den Halter selbst nicht sicher einzuschätzen ist, ob daraus im Ernstfall auch ein Biss entstehen könnte.

Vielleicht helfen euch diese zusätzlichen Informationen dabei, die Situation etwas besser einzuordnen. 🐾❤️
 
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Frank
Beliebteste Antwort
6. Sep. 17:20
In meinen Augen ist das klassisches Kontroll- ind Maßregelungsverhalten eines nicht konsequent und nicht richtig geführten Hundes.
Möglicherweise gemischt mit Schutzverhalten.
Da das anscheinend schon länger so geht hat sich das generalisiert.
Wie oben schon empfohlen:
Der Hund bleibt an der Leine und ein Trainer oder Verein - am besten mit Herdenschutzhunderfahrung - sollte dringend hinzu gezogen werden.
LG
 
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Thomas
6. Sep. 16:26
Vorneweg: mach bitte Deiner Freundin deutlich das sie so ein Verhalten unbedingt verhindern muss. Anspringen von einem - vermutlich ja wohl grösserem Hund - ist brandgefährlich und kann zu massivem Ärger führen.
Wenn sie das nicht selbst abtrainieren kann, dann ist Hilfe von einem qualifizierten Hundetrainer angesagt. Zuerst aber ab sofort Management.

Die Motivation wird man vermutlich nur herausfinden, wenn man das live miterlebt. Spekulieren würde ich da ungerne...
 
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Claudia
6. Sep. 16:47
Ins Gesicht springen ist schon sehr deutlich. Vielleicht nicht unbedingt mit Beschädigungsabsicht, dennoch nicht willkürlich gewählt.

Ich spekuliere jetzt mal:
Hütehund mit Kontrollverhalten und wenig Impulskontrolle, insgesamt Menschen gegenüber skeptisch. Kann verschiedene Situationen nicht einschätzen und geht dann nach vorne.

Deine Freundin muss punktgenau reagieren und den Hund absolut lesen können.
 
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Petra
6. Sep. 16:55
Vorneweg: mach bitte Deiner Freundin deutlich das sie so ein Verhalten unbedingt verhindern muss. Anspringen von einem - vermutlich ja wohl grösserem Hund - ist brandgefährlich und kann zu massivem Ärger führen. Wenn sie das nicht selbst abtrainieren kann, dann ist Hilfe von einem qualifizierten Hundetrainer angesagt. Zuerst aber ab sofort Management. Die Motivation wird man vermutlich nur herausfinden, wenn man das live miterlebt. Spekulieren würde ich da ungerne...
Bin ganz Deiner Meinung. Wenn ein Hund einen fremden Menschen anspringt kann das beim Ordnungsamt von diesem gemeldet werden auch wenn nichts passiert ist. Leine und Maulkorbpflicht könnten die Folge sein.
 
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Ilona
6. Sep. 17:00
Ich finde das einfach zu wenig Infos.
Was mir dazu einfällt: ist er gestresst durch den Alltag, hat er Schmerzen oder ist er vielleicht chronisch krank? War die Umgebung voller Reize? Wie ist der Hund generell im Alltag?
Ich würde tatsächlich den Hund an der Leine lassen. Auch ein Tagebuch wöre gut. Da sollte folgendes drin stehen: Gassigänge wo war er? Wie lange? Welche Reize? Wieviel Schkaf und Ruhe hat er täglich? Was war sonst so los? TA? Besuch? Also alles rein schreiben. Wieviel Hundebegegnungen? Wieviel Wildsichtungen? Eben alles um letztendlich herauszufinden, was der Auslöser solcher Attacken sein könnte.
Ich wprde ihn vom TA auch gesundheitlich durchchecken lassen, Blutbild inklusiver Schilddrüsenwerte. Auch ne Physio wäre nicht schlecht. Um auszuschließen, ob es Schmerzen im Bewegungsapparat gibt.
Ansonsten Leine dran und Maulkorb drauf.
 
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Claudia
6. Sep. 17:20
Ich finde das einfach zu wenig Infos. Was mir dazu einfällt: ist er gestresst durch den Alltag, hat er Schmerzen oder ist er vielleicht chronisch krank? War die Umgebung voller Reize? Wie ist der Hund generell im Alltag? Ich würde tatsächlich den Hund an der Leine lassen. Auch ein Tagebuch wöre gut. Da sollte folgendes drin stehen: Gassigänge wo war er? Wie lange? Welche Reize? Wieviel Schkaf und Ruhe hat er täglich? Was war sonst so los? TA? Besuch? Also alles rein schreiben. Wieviel Hundebegegnungen? Wieviel Wildsichtungen? Eben alles um letztendlich herauszufinden, was der Auslöser solcher Attacken sein könnte. Ich wprde ihn vom TA auch gesundheitlich durchchecken lassen, Blutbild inklusiver Schilddrüsenwerte. Auch ne Physio wäre nicht schlecht. Um auszuschließen, ob es Schmerzen im Bewegungsapparat gibt. Ansonsten Leine dran und Maulkorb drauf.
Ich finde auch, dass es zu wenig Infos über den Hund sind. Ich könnte mind. noch 5 weitere Spekulationen schreiben.

Was klar ist, dass dieses Verhalten umgelenkt und/oder abgebrochen werden sollte. Ein Freilauf ist nur dann möglich, wenn die HH das Verhalten immer (!) im Hinterkopf hat und rechtzeitig eingreifen kann.
 
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Frank
6. Sep. 17:20
In meinen Augen ist das klassisches Kontroll- ind Maßregelungsverhalten eines nicht konsequent und nicht richtig geführten Hundes.
Möglicherweise gemischt mit Schutzverhalten.
Da das anscheinend schon länger so geht hat sich das generalisiert.
Wie oben schon empfohlen:
Der Hund bleibt an der Leine und ein Trainer oder Verein - am besten mit Herdenschutzhunderfahrung - sollte dringend hinzu gezogen werden.
LG
 
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Gabriele
6. Sep. 17:35
Warum man einen Hund, der so reagiert nicht an die Leine nimmt ist mir ein Rätsel. Muss erst etwas wirklich Schlimmes passieren? Da gehört jetzt ein ordentliches Management dazu dem Hund das abzutrainieren. Ob Deine Freundin das alleine schafft kann ich nicht beurteilen. Auch die Motivation aus der heraus das Verhalten resultiert ist aus Deinem Bericht allein unmöglich herauszufinden. Da reicht manchmal ein kleiner Schlüsselreiz und das Verhalten wird ausgelöst.
 
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6. Sep. 17:43
Ich finde das einfach zu wenig Infos. Was mir dazu einfällt: ist er gestresst durch den Alltag, hat er Schmerzen oder ist er vielleicht chronisch krank? War die Umgebung voller Reize? Wie ist der Hund generell im Alltag? Ich würde tatsächlich den Hund an der Leine lassen. Auch ein Tagebuch wöre gut. Da sollte folgendes drin stehen: Gassigänge wo war er? Wie lange? Welche Reize? Wieviel Schkaf und Ruhe hat er täglich? Was war sonst so los? TA? Besuch? Also alles rein schreiben. Wieviel Hundebegegnungen? Wieviel Wildsichtungen? Eben alles um letztendlich herauszufinden, was der Auslöser solcher Attacken sein könnte. Ich wprde ihn vom TA auch gesundheitlich durchchecken lassen, Blutbild inklusiver Schilddrüsenwerte. Auch ne Physio wäre nicht schlecht. Um auszuschließen, ob es Schmerzen im Bewegungsapparat gibt. Ansonsten Leine dran und Maulkorb drauf.
Da einige von euch geschrieben haben, dass für eine Einschätzung noch ein paar Informationen fehlen, möchte ich gerne noch etwas genauer auf die Situation und den Alltag des Hundes eingehen.

Mir ist wichtig zu sagen, dass ich den Hund keinesfalls schlechtmachen oder als „aggressiv“ abstempeln möchte. Ich versuche einfach, die Situationen möglichst genau zu beschreiben und besser zu verstehen, was hinter diesem Verhalten stecken könnte.

🏡 Zu Hause

Wenn meine Freundin nicht zu Hause ist, ist der Hund wohl sehr ruhig und schläft viel. Auch grundsätzlich ist er zu Hause gerne entspannt und schmust gerne.

Wenn allerdings Besuch kommt, ist er deutlich aufgeregter und lässt sich teilweise nur schwer wieder beruhigen.

🚲 Die Situation mit dem Mountainbike

Sowohl bei der heutigen Situation als auch bei der anderen von mir beschriebenen Situation gab es vorher keine besondere Begegnung oder irgendeinen offensichtlichen Auslöser.

Heute waren lediglich einige Mountainbiker unterwegs. Das allein scheint den Hund allerdings nicht zu stören. Er reagiert beispielsweise nicht grundsätzlich auf Fahrradfahrer, wenn diese an ihm vorbeifahren.

Was ich in meiner ursprünglichen Beschreibung noch vergessen hatte und was vielleicht wichtig ist:

Bevor der Mann mit Odin gespielt hat, ist der Hund meiner Freundin ganz von sich aus zu ihm hingegangen und hat sich von ihm streicheln lassen. Es gab also zunächst überhaupt keine negative Reaktion gegenüber diesem Mann.

Der Mann nahm anschließend einen Zapfen und begann ganz entspannt, mit Odin zu spielen.

Erst in diesem Moment schoss der Hund meiner Freundin plötzlich nach vorne und sprang den Mann massiv an – direkt in Richtung Gesicht.

Der Mann hatte sich vorher nicht auffällig oder bedrohlich verhalten. Er war ruhig und entspannt. Auch das Fahrrad selbst schien kein Problem darzustellen.

Genau deshalb hat mich diese Situation so beschäftigt: Der Hund hatte kurz zuvor noch freiwillig Kontakt zu dem Mann gesucht und sich von ihm streicheln lassen. Die starke Reaktion kam erst, als der Mann anschließend mit Odin interagierte.

🐕 Noch eine andere Situation mit einem Kind

Es gab außerdem einmal eine Situation, bei der meine Freundin Müll rausbringen wollte und ihren Hund dabei an der Leine hatte.

Sie stand etwas ungünstig in einer Ecke und hat deshalb selbst weder das Kind noch die Situation richtig wahrgenommen. Dann kam plötzlich ein sehr kleines Kind auf einem Roller ziemlich schnell die Straße entlang und sauste direkt an ihrem Hund vorbei.

In diesem Moment ging der Hund ebenfalls massiv auf das Kind los.

Meine Freundin hat mir später selbst erzählt, dass sie in diesem Augenblick nicht sicher war, ob ihr Hund das Kind möglicherweise gebissen hätte, wenn er es geschafft hätte.

Auch hier war das Kind also nicht bewusst auf den Hund zugegangen oder hatte ihn provoziert. Es kam vielmehr sehr plötzlich und schnell an ihm vorbei.

🚶‍♀️ Alltag und Auslastung

Soweit ich weiß, ist der Alltag bei meiner Freundin insgesamt eher ruhig. Sie hat keine Kinder und dementsprechend gibt es zu Hause auch nicht ständig Trubel.

Der Hund bekommt ungefähr zweimal am Tag Auslauf.

Mittags gehen sie meistens eine größere Runde von etwa zwei Stunden. Abends gibt es je nach Tag noch einmal ungefähr 30 Minuten bis eine Stunde.

Ansonsten hat der Hund zu Hause eher seine Ruhe und kann entspannen.

❤️ Warum ich das alles ergänze

Ich möchte mit diesen zusätzlichen Informationen keinesfalls behaupten, dass ich weiß, warum der Hund so reagiert.

Mir ist bewusst, dass man aus Erzählungen und einzelnen Situationen keine sichere Einschätzung über die Motivation eines Hundes treffen kann.

Mich interessiert vielmehr, ob diese zusätzlichen Beobachtungen für euch etwas an der Einschätzung verändern.

Vor allem frage ich mich:

🔹 Könnte das tatsächlich ein Beschützerverhalten gegenüber meiner Freundin bzw. Odin sein?

🔹 Oder könnte es eher mit Übererregung, Unsicherheit, fehlender Impulskontrolle oder einer Reaktion auf schnelle bzw. unerwartete Bewegungen zusammenhängen?

🔹 Könnte es eine Rolle spielen, dass er im Alltag relativ wenig Situationen mit fremden Menschen, Kindern oder viel Trubel erlebt?

🔹 Und wie würdet ihr insbesondere die Situation mit dem Kind auf dem Roller einschätzen?

🔹 Wie würdet ihr die Tatsache bewerten, dass der Hund zunächst freiwillig Kontakt zu dem Mountainbiker gesucht und sich von ihm streicheln lassen hat und erst anschließend so massiv reagierte, als dieser mit Odin spielte?

Mir geht es wirklich darum, das Verhalten zu verstehen und nicht zu verurteilen.

Ich finde nur, dass man solche Situationen ernst nehmen sollte, wenn ein Hund wiederholt sehr massiv auf Menschen reagiert – insbesondere wenn es für den Halter selbst nicht sicher einzuschätzen ist, ob daraus im Ernstfall auch ein Biss entstehen könnte.

Vielleicht helfen euch diese zusätzlichen Informationen dabei, die Situation etwas besser einzuordnen. 🐾❤️
 
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Sigi
6. Sep. 18:07
Hallo Jessica!
Wenn ein Hund so reagiert,sollte sich auf jeden Fall jemand der sich auskennt anschauen!
Bevor es gefährlich wird.
Spekulieren ist da fehl am Platz.
 
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Claudia
6. Sep. 18:12
Da einige von euch geschrieben haben, dass für eine Einschätzung noch ein paar Informationen fehlen, möchte ich gerne noch etwas genauer auf die Situation und den Alltag des Hundes eingehen. Mir ist wichtig zu sagen, dass ich den Hund keinesfalls schlechtmachen oder als „aggressiv“ abstempeln möchte. Ich versuche einfach, die Situationen möglichst genau zu beschreiben und besser zu verstehen, was hinter diesem Verhalten stecken könnte. 🏡 Zu Hause Wenn meine Freundin nicht zu Hause ist, ist der Hund wohl sehr ruhig und schläft viel. Auch grundsätzlich ist er zu Hause gerne entspannt und schmust gerne. Wenn allerdings Besuch kommt, ist er deutlich aufgeregter und lässt sich teilweise nur schwer wieder beruhigen. 🚲 Die Situation mit dem Mountainbike Sowohl bei der heutigen Situation als auch bei der anderen von mir beschriebenen Situation gab es vorher keine besondere Begegnung oder irgendeinen offensichtlichen Auslöser. Heute waren lediglich einige Mountainbiker unterwegs. Das allein scheint den Hund allerdings nicht zu stören. Er reagiert beispielsweise nicht grundsätzlich auf Fahrradfahrer, wenn diese an ihm vorbeifahren. Was ich in meiner ursprünglichen Beschreibung noch vergessen hatte und was vielleicht wichtig ist: Bevor der Mann mit Odin gespielt hat, ist der Hund meiner Freundin ganz von sich aus zu ihm hingegangen und hat sich von ihm streicheln lassen. Es gab also zunächst überhaupt keine negative Reaktion gegenüber diesem Mann. Der Mann nahm anschließend einen Zapfen und begann ganz entspannt, mit Odin zu spielen. Erst in diesem Moment schoss der Hund meiner Freundin plötzlich nach vorne und sprang den Mann massiv an – direkt in Richtung Gesicht. Der Mann hatte sich vorher nicht auffällig oder bedrohlich verhalten. Er war ruhig und entspannt. Auch das Fahrrad selbst schien kein Problem darzustellen. Genau deshalb hat mich diese Situation so beschäftigt: Der Hund hatte kurz zuvor noch freiwillig Kontakt zu dem Mann gesucht und sich von ihm streicheln lassen. Die starke Reaktion kam erst, als der Mann anschließend mit Odin interagierte. 🐕 Noch eine andere Situation mit einem Kind Es gab außerdem einmal eine Situation, bei der meine Freundin Müll rausbringen wollte und ihren Hund dabei an der Leine hatte. Sie stand etwas ungünstig in einer Ecke und hat deshalb selbst weder das Kind noch die Situation richtig wahrgenommen. Dann kam plötzlich ein sehr kleines Kind auf einem Roller ziemlich schnell die Straße entlang und sauste direkt an ihrem Hund vorbei. In diesem Moment ging der Hund ebenfalls massiv auf das Kind los. Meine Freundin hat mir später selbst erzählt, dass sie in diesem Augenblick nicht sicher war, ob ihr Hund das Kind möglicherweise gebissen hätte, wenn er es geschafft hätte. Auch hier war das Kind also nicht bewusst auf den Hund zugegangen oder hatte ihn provoziert. Es kam vielmehr sehr plötzlich und schnell an ihm vorbei. 🚶‍♀️ Alltag und Auslastung Soweit ich weiß, ist der Alltag bei meiner Freundin insgesamt eher ruhig. Sie hat keine Kinder und dementsprechend gibt es zu Hause auch nicht ständig Trubel. Der Hund bekommt ungefähr zweimal am Tag Auslauf. Mittags gehen sie meistens eine größere Runde von etwa zwei Stunden. Abends gibt es je nach Tag noch einmal ungefähr 30 Minuten bis eine Stunde. Ansonsten hat der Hund zu Hause eher seine Ruhe und kann entspannen. ❤️ Warum ich das alles ergänze Ich möchte mit diesen zusätzlichen Informationen keinesfalls behaupten, dass ich weiß, warum der Hund so reagiert. Mir ist bewusst, dass man aus Erzählungen und einzelnen Situationen keine sichere Einschätzung über die Motivation eines Hundes treffen kann. Mich interessiert vielmehr, ob diese zusätzlichen Beobachtungen für euch etwas an der Einschätzung verändern. Vor allem frage ich mich: 🔹 Könnte das tatsächlich ein Beschützerverhalten gegenüber meiner Freundin bzw. Odin sein? 🔹 Oder könnte es eher mit Übererregung, Unsicherheit, fehlender Impulskontrolle oder einer Reaktion auf schnelle bzw. unerwartete Bewegungen zusammenhängen? 🔹 Könnte es eine Rolle spielen, dass er im Alltag relativ wenig Situationen mit fremden Menschen, Kindern oder viel Trubel erlebt? 🔹 Und wie würdet ihr insbesondere die Situation mit dem Kind auf dem Roller einschätzen? 🔹 Wie würdet ihr die Tatsache bewerten, dass der Hund zunächst freiwillig Kontakt zu dem Mountainbiker gesucht und sich von ihm streicheln lassen hat und erst anschließend so massiv reagierte, als dieser mit Odin spielte? Mir geht es wirklich darum, das Verhalten zu verstehen und nicht zu verurteilen. Ich finde nur, dass man solche Situationen ernst nehmen sollte, wenn ein Hund wiederholt sehr massiv auf Menschen reagiert – insbesondere wenn es für den Halter selbst nicht sicher einzuschätzen ist, ob daraus im Ernstfall auch ein Biss entstehen könnte. Vielleicht helfen euch diese zusätzlichen Informationen dabei, die Situation etwas besser einzuordnen. 🐾❤️
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