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Katrin
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zuletzt 2. Juni

Qualzucht - Warum Aufklärung alleine nicht reicht

Noch nie wurde soviel Aufklärung betrieben wie heutzutage und trotzdem steigt die Anzahl an Qualzuchthunden. Durch Zufall bin ich auf einen Artikel gestoßen den ich hier gerne teilen möchte, quasi als Diskussionsgrundlage. https://kynologisch.net/qualzucht-psychologie-2/ Es ist etwas viel eröffnet einem aber eine neue Sicht auf das Problem und warum das durch einfaches Aufklären nicht lösbar ist. Mich würde interessieren ob diese Erklärung für euch nachvollziehbar ist? Welche Schlüsse ihr daraus zieht und ob sich eure Meinung über das halten von Qualzuchten dadurch ändert oder nicht? Wie immer bitte lieb und freundlich bleiben und bedenkt bitte das Qualzucht nicht nur brachyzephale Rassen betrifft. Liebe Grüße eure Katrin J. https://www.ardmediathek.de/video/story/leiden-auf-vier-pfoten-zuechten-wir-unsere-haustiere-kaputt/swr/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzIyNjQ4MTg
 
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Michi
17. Okt. 14:00
Aber das ist ja auch bei normalen Rassen so, die anders agieren, als der eigene Hund. Meiner hatte anfangs Probleme mit Hunden, bei denen es aussieht als würden sie das Fell aufstellen (Spitz, ChowChow) Und die geduckte Haltung von Border Collies war ihm auch ein rotes Tuch, hat er nicht verstanden was das soll. Bei mehrmaligen Begegnungen wars dann aber ok, weil er dann eben gemerkt hat, dass die Hunde zwar anders kommunizieren als er selbst, aber verstanden hat er sie dann trotzdem.
Genau, dieses Fixierende , Geduckte ist für viele Hunde auch erstmal nicht zu durchschauen.
Lernen sie aber schnell einzuschätzen.
 
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Katrin
17. Okt. 14:12
Aber das ist ja auch bei normalen Rassen so, die anders agieren, als der eigene Hund. Meiner hatte anfangs Probleme mit Hunden, bei denen es aussieht als würden sie das Fell aufstellen (Spitz, ChowChow) Und die geduckte Haltung von Border Collies war ihm auch ein rotes Tuch, hat er nicht verstanden was das soll. Bei mehrmaligen Begegnungen wars dann aber ok, weil er dann eben gemerkt hat, dass die Hunde zwar anders kommunizieren als er selbst, aber verstanden hat er sie dann trotzdem.
Jetzt muss man aber unterscheiden ob es ein optischer Grund ist (weil der Hund zB bestimmte gewollte Merkmale hat weil der Mensch es hübsch findet) oder ob es züchtisch gefördertes Verhalten ist weil der Hund dies eigentlich für seinen Job braucht (wie das abducken beim Border).
 
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Michi
17. Okt. 17:21
Jetzt muss man aber unterscheiden ob es ein optischer Grund ist (weil der Hund zB bestimmte gewollte Merkmale hat weil der Mensch es hübsch findet) oder ob es züchtisch gefördertes Verhalten ist weil der Hund dies eigentlich für seinen Job braucht (wie das abducken beim Border).
Für die Hunde macht es aber keinen Unterschied, auch wenn wir den machen. Sie lernen mit diesen Dingen umzugehen.
Also das Gegenüber!
 
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Katrin
17. Okt. 17:51
Für die Hunde macht es aber keinen Unterschied, auch wenn wir den machen. Sie lernen mit diesen Dingen umzugehen. Also das Gegenüber!
Es geht mir darum das Dinge wie das abducken zB durchaus eine für den Border sinnvoll und wichtige Funktion hat. Äußerliche Merkmale die lediglich dem Menschen gefallen sollen den Hund aber dadurch das Leben erschweren (weil er halt selber dadurch beeinträchtigt wird) finde ich schlicht unnötig und ja, da fängt für mich tatsächlich schon Qualzucht an. Wenn ein Hund wegen der gewünschten Optik die aber null Funktion für ihn hat Probleme mit der Kommunikation hat läuft da halt was falsch finde ich. Ganz gleich ob man das durch Gewöhnung kompensieren kann.
 
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SandrA
17. Okt. 18:11
Es geht mir darum das Dinge wie das abducken zB durchaus eine für den Border sinnvoll und wichtige Funktion hat. Äußerliche Merkmale die lediglich dem Menschen gefallen sollen den Hund aber dadurch das Leben erschweren (weil er halt selber dadurch beeinträchtigt wird) finde ich schlicht unnötig und ja, da fängt für mich tatsächlich schon Qualzucht an. Wenn ein Hund wegen der gewünschten Optik die aber null Funktion für ihn hat Probleme mit der Kommunikation hat läuft da halt was falsch finde ich. Ganz gleich ob man das durch Gewöhnung kompensieren kann.
Tja, aber auch die funktionale Selektion kippt, sobald der Mensch das Maß verliert.
Wenn ein Malinois so nervlich dünn gezüchtet ist, dass er im Alltag kaum Ruhe findet – ist das noch funktional oder schon Qual?
Wenn ein Border so stark fixiert, dass er an Bewegungsreizen psychisch zerbricht – ist das noch Hütehund oder schon Zuchtversagen?
 
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Katrin
17. Okt. 18:20
Tja, aber auch die funktionale Selektion kippt, sobald der Mensch das Maß verliert. Wenn ein Malinois so nervlich dünn gezüchtet ist, dass er im Alltag kaum Ruhe findet – ist das noch funktional oder schon Qual? Wenn ein Border so stark fixiert, dass er an Bewegungsreizen psychisch zerbricht – ist das noch Hütehund oder schon Zuchtversagen?
Natürlich. Ein Extrem zu züchten ist immer für die Tonne, egal ob körperlich oder psychisch.
 
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Michi
17. Okt. 18:24
Es geht mir darum das Dinge wie das abducken zB durchaus eine für den Border sinnvoll und wichtige Funktion hat. Äußerliche Merkmale die lediglich dem Menschen gefallen sollen den Hund aber dadurch das Leben erschweren (weil er halt selber dadurch beeinträchtigt wird) finde ich schlicht unnötig und ja, da fängt für mich tatsächlich schon Qualzucht an. Wenn ein Hund wegen der gewünschten Optik die aber null Funktion für ihn hat Probleme mit der Kommunikation hat läuft da halt was falsch finde ich. Ganz gleich ob man das durch Gewöhnung kompensieren kann.
Ich weiß worum es dir geht und natürlich sollte man solche unnötigen Merkmale nicht an die Hunde heran züchten.
Mir ging es lediglich darum, dass andere Hunde in der Regel keinerlei Probleme damit haben.
 
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Dogorama-Mitglied
18. Okt. 08:13
Ich weiß worum es dir geht und natürlich sollte man solche unnötigen Merkmale nicht an die Hunde heran züchten. Mir ging es lediglich darum, dass andere Hunde in der Regel keinerlei Probleme damit haben.
Aber nur weil andere Hunde das kompensieren können, heißt es ja nicht, dass es in Ordnung ist. Nur weil Hunde sozial genug sind, um einen anderen Hund zu lesen, der behindert ist und keine Rute hat oder sein Gesicht nicht bewegen kann, oder auch sozial eingeschränkt ist, und jeden anderen Hund erst mal bedroht, Ist es ja trotzdem nicht okay.
Und das gilt ja meist nur für Hunde, die von früh an ganz viele andere behinderte Hunde kennen gelernt haben.
 
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Thomas
18. Okt. 09:54
Ich weiß worum es dir geht und natürlich sollte man solche unnötigen Merkmale nicht an die Hunde heran züchten. Mir ging es lediglich darum, dass andere Hunde in der Regel keinerlei Probleme damit haben.
Also "in der Regel keine Probleme damit" würde ich jetzt so nicht unterschreiben, dafür habe ich zu viele Besitzer von Qualzuchten getroffen, die massiv Probleme aufgrund der fehlenden Mimik/Gestik mit anderen Hunden hatten - einigen war auch bewusst woran das lag, vielen allerdings nicht...
Klar, bei der Schwemme an Franz. Bulldoggen, Möpsen und Co. kommt jeder Hund irgendwann damit in Berührung, ob das dann allerdings reicht um zu lernen "die können nicht anders" weiss ich nicht...
 
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Thomas
18. Okt. 10:40
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Wir sprechen über harte Wahrheiten, aber auch über Auswege für gesündere Hunde in der Zukunft. Von Kreuzungszuchten über Gentests bis hin zu einem neuen Entwurf des Tierschutzgesetztes. Was wäre, wenn Qualzuchtmerkmale gesetzlich genauer benannt werden würden? Könnte der Dackel verboten werden? Oder alles Panikmache?  
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