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Jessica
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Anzahl der Antworten 41
zuletzt 23. Okt.

Nicht abgestiegener Hoden/Kastration/Verhalten

Ich brauche Erfahrungen und Schwarmwissen.

Mein Rüde wird im Dez. 2. Er ist seit drei Wochen bei mir und es wurde ein innenliegender Hoden festgestellt, der natürlich auf Grund der erhöhten Tumorgefahr entfernt wird. Das steht fest. Aber.... wann und ob auch der zweite Hoden entfernt werden sollte, beschäftigt mich.

Ozzy lebt das erste Mal "im realen Leben". Er hat die ganze Zeit im Zwinger auf eine Vermittlung warten müssen und nur eingeschränkt Hundekontakte gehabt. Grundsätzlich ist das kein Problem, er macht riesige Fortschritte. ABER, trotz seines Alters ist er sehr(!) juvenil. Seine Form der Kontaktaufnahme kommt bei anderen Hunden überhaupt nicht gut an. Er wird zu 85% korrigiert/weggeknurrt. Er ist, was Kommunikation angeht, ein 25 Kilo Welpe.
Er zeigt sich nur langsam einsichtig und probiert Alternativerhalten. Natürlich versuche ich ihn zu unterstützen, aber in 3 Wochen sind keine Wunder möglich.

Nun zu meiner Überlegung. Der Termin zur Kastration wäre Ende November. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass eine fehlende "Nachreifung" durch die Wegnahme des Testosterons verschlechtert/verhindert wird. Nicht alles ist Erziehung. Er bekäme quasi nie die Chance durch das Testosteron hormonell erwachsen zu werden. Bei großen Rassen hat mich meine Erfahrung diesen Status so ab 3/4 sehen lassen können. Unser erster Rüde wurde früh kastriert und ist dadurch immer, im Vergleich zu anderen Rüden, "Teenager" geblieben. Bei ihm blieb vor allem die Impulskontrolle immer Thema. Er hat nie diese Gelassenheit entwickelt, die ich bei Rüden aus unserem Freundeskreis deutlich entdecken konnte. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich da Biologie auf Verhalten auswirkt.

Ozzy ist kein Proll, er hat sich im Zwinger, ohne Gegenwehr, beide Ohren zerbeißen lassen. Ich vermute auch hier seine "Distanzlosigkeit" als Auslöser für die Beißerei. Er ist einfach noch nicht "fertig". Geistig und körperlich. Trainingstechnisch sowieso nicht 😆

Meine Tendenz geht zu: nur den innenliegenden Hoden entfernen. Um ihm die Chance zu geben ein ausgeglichener Rüde zu werden, der natürlich den Verhaltenskodex nachlernt.

Oder die OP noch ein Jahr zu verschieben und ihn dann komplett kastrieren zu lassen.

Was sagt ihr?
 
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J
22. Okt. 07:45
Es gibt hier eine jüngeren Rüden, den kennen wir ( also Rionnag und ich) , seit er Welpe ist, mitlerweile ist der 5 . Rionnag ( intakt) ist 8. Die beiden kommen gut klar aber; Der war von anfang an ähnlich "albern" so wie du deinen beschreibst, also halt Welpen Junghunde sind. Leckte auch sehr oft Rionnags Lefzen Ohren etc....für einen Jungspund gegnüber einem "rudelfremden, selbstbewussten/gestandenen Rüden ja nicht ungewöhnlich...aber als er es mit gut 3 noch immer machte fand ich etwas "seltsam"... 🤗 Irgend wann kamen die HH und ich dann bei einer gemeinsamen Gassirunde darauf zu sprechen. Na ja wie sich dann herausstellte war der ungefähr ein Jahr als als er das erste mal gechipt (hormonchip) wurde . Das war leider auch so ein "Trainer hats geraten" fall, Grund , laut HH war weil er im Training öfter abgelenkt/schlecht ansprechbar war.🥴🙈🙄 Leider sehr oft ein "Grund" obwohl das ja völlig normal ist besonders in der Pubertät....Nun ja mittlerweile ist er 5 und kastriert aber das Verhalten ( Lefzen, Ohren lecken bei meinem). ist geblieben resp. wurde je nach situation noch intensiver...und auch sonst ist der nicht "reifer" geworden. 🤗 Als direkter vergleich: eine andere Gassibekanntschsaft hat zwei intakte Rüden ( einer 3 der andere 6) auch die kennen wir seit ihrer Welpenzeit, und Rionnag kommt super mit ihnen klar owohl alle 3 intakte Rüden sind. Meiner ist als ältester der "Boss" aber das wird von beiden akzeptiert. In ihrer Welpen/Junghundzeit haben sie sich gegenüber meinem wie der vom ersten Beispiel ( also mittlerweile kastrierte) verhalten. Das Lefzen/Ohrenlecken wuchs sich bei ihnen aber im verlauf des "erwachsen werdens" vollständig aus....Rüde 1 hatte also durch chip +kastration keine möglichkeit eine normale Pubertät mit dem "obligatorischen Hormonchaos/Knette im Kopf " durchzumachen. Wahrscheinlich der Hauptgrund wieso das "Welpenverhalten" blieb/sich festigte. Daher "ärgere" ich mich immer wieder wenn HH behaupten das sich durch kastration nichts ändert, denn das stimmt einfach nicht. Auch "nur biologisch gesehen" ändert sich durch Kastration/Chip jede menge.🙃
Ich verstehe die Aussagen auch nicht, dass sich durch Kastration nichts ändern würde, es gibt ja sogar Änderungen an Sehnen/Knochen etc.

Natürlich wird Problemverhalten durch eine Kastration alleine nicht verschwinden, dazu gehört Training, aber darum geht es hier ja nicht.

Zum Verhalten:
Unsere Hündin (zu früh kastriert) hat leider draußen mit Hunden das Problem, dass sie mit 6 Jahren immer noch wie ein Junghund spielen will, ihre gleichaltrigen Freunde aber viel ruhiger geworden sind und sie nicht versteht, warum die auf einmal nicht mehr spielen möchten.
Das sorgt im besten Fall für viel Frust, im schlimmsten für heftigen Streit, weil man sich gegenseitig nervt und irgendwann deutlich gemaßregelt wird.
 
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Tina
22. Okt. 08:08
Ich kann das zwar nachvollziehen was die hormonelle Gehirnentwicklung betrifft und ja man sollte Hunde nicht zu zeitig kastrieren.

Ich empfinde nach meinen Beobachtungen, dass "Albernheit" nicht nur etwas mit der hormonellen Gehirnentwicklung zu tun hat. Es spielt so viel mehr mit rein, am Ende kann es auch schlicht ne Charaktersache sein. Manche blödeln auch mit 6,7 noch dusselig welpig herum, ganz egal ob kastriert oder nicht.

Ich finde man kann und sollte nicht pauschal sagen kastriert oder nicht kastriert sei besser oder schlechter. Beides hat seine Vor- und Nachteile für den Hund und keines von beiden ist verwerflich, grundhaft falsch oder schlimm.
 
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Jessica
22. Okt. 08:41
Ich kann das zwar nachvollziehen was die hormonelle Gehirnentwicklung betrifft und ja man sollte Hunde nicht zu zeitig kastrieren. Ich empfinde nach meinen Beobachtungen, dass "Albernheit" nicht nur etwas mit der hormonellen Gehirnentwicklung zu tun hat. Es spielt so viel mehr mit rein, am Ende kann es auch schlicht ne Charaktersache sein. Manche blödeln auch mit 6,7 noch dusselig welpig herum, ganz egal ob kastriert oder nicht. Ich finde man kann und sollte nicht pauschal sagen kastriert oder nicht kastriert sei besser oder schlechter. Beides hat seine Vor- und Nachteile für den Hund und keines von beiden ist verwerflich, grundhaft falsch oder schlimm.
Das "Grundwesen" eines Hundes wird nicht von der Kastration beeinflusst. Es gibt schon 12 Wochen alte Welpen, die wirken wie Buddha persönlich. Rasse, Sozialisation... alles Faktoren. Richtig!

Aber was ich mit "albern" meine ist kein Wesenszug. Es ist typisch juveniles Verhalten, dass alle Hunde normalerweise ablegen. So wie Rüden irgendwann das Bein heben ohne, dass man es clickern muss 😅 Es passiert einfach.

Außerdem geht es eigentlich gar nicht um die Kastration an sich, sondern mehr um den Zeitpunkt dieser, da der Hodenhochstand operiert werden muss.
 
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Annett
22. Okt. 12:47
Nur zu deiner Info; Proststa Krebs kommt bei kastrierten Rüden sogar Häufiger vor als bei intakten ! Und zwar zu 3,86% häufiger als bei intakten. Eine Kastration ist also KEINE Krensvorsorge und schützt nicht z.B.vor Prostatakrebs.... Ob ein Hund an Krebs erkrankt ist zum grossteil genetisch bedingt. Und es ist nunmal Fakt und erwiesen das Kastraten ( egal ob m oder w) anfälliger für mache Krebsarten sind. Natürlich können sie dann keinen Hodenkrebs oder Gebärmutter-/Eierstock Krrbs bekommen weil diese Organe nicht mehr vorhanden sind. Aber ebenso wie kastrierte Rüden Prostata Krebs bekommen können, können kastrierte Hündinnen Gesäugetumore berkommen....(lediglich eine frühkastration kann/könnte das Risiko etwas verringern ABER der Risikounterschied ist so gering dass, der keinesfalls eine Frühkastration rechtfertigt ! Der "Negativeffekt/gesubdheitliche Nebenwirkung" einer solchen ist zu hoch...)...Deine Aussage.; .*..weil er kastriert war hatte ihr keine Probleme mit Tumoren .*..ist also völlig aus der Luft gegriffen, resp. beruht auf falschen Infos !. Dein Rüde war einfach genetisch nicht so anfällig für Krebs....🤗
Merkst du, dass das hier langsam ordentlich am Thema vorbei geht? Es wurde nach Erfahrungen gefragt und nicht nach der Häufigkeit von Krebs. Ich habe lediglich meine Erfahrung mitgeteilt, da mein Rüde tatsächlich sehr früh kastriert wurde. Er war etwa halb so alt, wie Jessicas Hund und das hatte keinen Einfluss auf sein Sozialverhalten. Nur darum ging es hier. Und Einfluss auf die frühe Kastration meines Hundes hatte ich schonmal gar nicht, da er bereits kastriert war. Ich wollte Jessica damit nur Mut machen, weil sie ja Angst wegen des Verhaltens ihres Hundes hat. Ich habe tatsächlich keinen Bock, jetzt mit dir über Pro und Kontra von Kastration und wissenschaftlichen Abhandlungen über das jeweilige Krebsrisiko zu diskutieren. Dazu gibt es hier genug andere Threads. Zudem ist der Hund, um den es hier geht 2 Jahre!! und da kann man von keiner Frühkastration mehr reden.
 
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Jessica
22. Okt. 13:00
Merkst du, dass das hier langsam ordentlich am Thema vorbei geht? Es wurde nach Erfahrungen gefragt und nicht nach der Häufigkeit von Krebs. Ich habe lediglich meine Erfahrung mitgeteilt, da mein Rüde tatsächlich sehr früh kastriert wurde. Er war etwa halb so alt, wie Jessicas Hund und das hatte keinen Einfluss auf sein Sozialverhalten. Nur darum ging es hier. Und Einfluss auf die frühe Kastration meines Hundes hatte ich schonmal gar nicht, da er bereits kastriert war. Ich wollte Jessica damit nur Mut machen, weil sie ja Angst wegen des Verhaltens ihres Hundes hat. Ich habe tatsächlich keinen Bock, jetzt mit dir über Pro und Kontra von Kastration und wissenschaftlichen Abhandlungen über das jeweilige Krebsrisiko zu diskutieren. Dazu gibt es hier genug andere Threads. Zudem ist der Hund, um den es hier geht 2 Jahre!! und da kann man von keiner Frühkastration mehr reden.
Ich möchte allerdings anmerken, dass du gar nicht wissen kannst, was an deinem Hund kastrationsbedingt verändert ist. Du hast ihn bereits kastriert erhalten und kennst ihn gar nicht anders. Vielleicht war er schon immer sehr ausgeglichen. Quasi genetisch gut ausgestattet, besser als andere. Durch die Kastration ist er dann natürlich nicht hibbelig oder ängstlich "geworden". So etwas würde ich auch nie behaupten.

Hat ein Hund aber schon vor einer Kastration eine gewisse Neigung oder ein offensichtliches Defizit (genetisch oder durch zb Deprivation), kann eine Reifung wichtig sein und das Training maßgeblich unterstützen.

Und damit bedanke ich mich bei allen. Ich wollte keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen. Ich habe mehrfach von Hunden gelesen, die meine "These" ebenso erlebt haben und ich denke meine Entscheidung steht fest. Zusätzlich hab ich auch nochmal verschiedene Texte gelesen und fühle mich dadurch bestätigt. Mir hat der Austausch hier Klärung gebracht. 🥰

Jeder darf seine Meinung und Erfahrung vertreten. Unterm Strich wollen wir alle nur das Beste für unsere Schnüffelnasen 😉
 
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Annett
22. Okt. 13:14
Ich möchte nochmal erklären, worum es mir geht. Ozzy ist "albern". Er nähert sich anderen Hunden (egal welcher Rasse und Geschlecht) wie ein alberner Welpe. Mir ist durchaus bewusst, dass rassebedingt eine gewisse "Naivität" existiert, aber sein Verhalten ist eindeutig juvenil. Er leckt Ohren und Lefzen, er hat eine sehr "hibbelige Energie" und wird auf Grund dieser Energie von den anderen Hunden gemaßregelt. Das ist natürlich vollkommen in Ordnung. Aber ich glaube mittlerweile (oder empfinde die tierärztliche Meinung dazu schlüssig), dass die Reife bzw. die Fähigkeit sich erwachsen zu benehmen auch biologisch (im Gehirn) geebnet werden muss. In den letzten Wochen habe ich viel darüber gelesen, wie Testosteron das Gehirn verändert und dem Hund eine "geistige Reife" verschafft. Fernab von Training und Sozialisation. Quasi die Fähigkeit souverän, ruhig und gelassen zu agieren. Persönlich habe ich mit meinem Rüden damals genau das erlebt. Er wurde mit 1 Jahr kastriert und ist nie "erwachsen" geworden. Souveräne Tiere haben ihn nie akzeptiert, in jeder Gruppe war er unsicher und teilweise unklar in seiner Kommunikation. Er blieb irgendwie "albern". Ich finde leider kein besseres Wort, aber ich kann definitiv sagen, dass die Energie von meinem verstorbenen Rüden die gleiche ist, wie ich sie jetzt bei Ozzy wahrnehme. Und offensichtlich sehen das Hunde draußen genauso 😆 Mir ist bewusst, dass Biologie nur ein Baustein ist und ich durch Handling, Training, und Erfahrungen mit anderen Hunden viel ausgleichen kann. Mein verstorbener Rüde ist auch ohne Beißvorfall durchs Leben gekommen. 😁 Aber ich denke, warum einen Baustein wegnehmen und die Situation unnötig schwerer machen, als sie sein kann?! Es geht also nicht um Verhaltensprobleme. Ich glaube, dass das, was ich an Ozzy wahrnehme einfach Biologie ist. Wie eine Hündin, die während der Läufigkeit durch Hormone ein anderes Verhalten zeigt, als außerhalb der Läufigkeit. Er ist nicht unerzogen oder schlecht sozialisiert (in dem Punkt). Ich glaube, er besitzt noch gar nicht die Fähigkeit sich zu kontrollieren und angemessen zu verhalten, weil das Programm in seinem Kopf noch nicht installiert ist. 😆
Wenn du davon so überzeugt bist, wäre die Schlussfolgerung jetzt für mich, entweder wartest du noch mit der Kastration (so das medizinisch vertretbar ist), oder du lässt ihm halt den anderen Hoden. Wenn sich dann sein Verhalten nicht ändert, siehst du zumindest, dass dass dann offensichtlich nicht der Grund war. Ich denke nach wie vor, dass das auf fehlende Sozialisierung und zusätzlich auf falschen Umgang des Halters damit zurückzuführen ist. Wir haben hier in der Nachbarschaft einen Bolonka mit dem gleichen Problem. Die Hündin ist inzwischen reichlich 2 Jahre alt und benimmt sich total aufgedreht, quiekt wie eine Wilde, weil sie zu jedem Hund hin will und wenn sie es dann darf, hüpft sie wie eine Wilde um dem Hund herum und rennt hin und her. Auch dieses von dir beschriebene Lecken zeigt sie. Die Dame, der der Hund gehört, reagiert in diesen Situationen völlig falsch. Theoretisch weiß sie es und ich habe es ihr auch schon hundertmal gesagt, dass sie den Hund in diesem Erregungszustand nicht zu anderen Hunden lassen darf. Als Antwort kommt da, dass sie ja aber lieb und nicht aggressiv ist….🙈Inzwischen lässt sie den Hund zwar kurz sitzen, wenn wir kommen, wartet aber nicht, bis er ruhig ist und dann darf er auch schon zu uns rennen.🙈🙈 Dazu kommt, dass ausschließlich eine Schleppleine genutzt wird. Meinen verstorbenen Mailo habe ich da nicht rangelassen, da er die Hündin nicht sehr zartfühlend gemaßregelt hätte. Das hätte Frauchen für ihren Liebling (ist auch noch sehr klein und zierlich) nicht verkraftet, aber genau das hätte der Hund von klein auf gebraucht - erwachsene gut sozialisierte Hunde, die ihn in seine Schranken weisen, wenn es zu viel ist. Mailo hat da ganz deutlich kommuniziert. Als wir uns ohne Hundekontakt ein anderes Mal eine ganze Weile unterhalten haben, hat sich die Hündin inzwischen beruhigt und da war es auch kein Problem mehr für Mailo. Meine Mila jetzt kommuniziert auch sehr gut und deutlich und ist nur genervt, ist aber dabei deutlich zarter und das ignoriert die Hündin komplett. Dieses Verhalten hat sich in der langen Zeit schon viel zu sehr gefestigt. Nun will ich dir natürlich nicht unterstellen, dass das bei dir auch so ist. Ich wollte dir nur damit zeigen, dass sehr wohl auch das Verhalten des Halters Einfluss hat, gerade wenn die Sozialisierung fehlt. Und da du ja erzählt hast, dass das bei deinem vorherigen Hund auch so war, könnte man zumindest mal darüber nachdenken, ob dein Verhalten in solchen Situationen da auch Einfluss darauf haben könnte..…🤷‍♀️
 
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Carola
22. Okt. 18:48
Das "Grundwesen" eines Hundes wird nicht von der Kastration beeinflusst. Es gibt schon 12 Wochen alte Welpen, die wirken wie Buddha persönlich. Rasse, Sozialisation... alles Faktoren. Richtig! Aber was ich mit "albern" meine ist kein Wesenszug. Es ist typisch juveniles Verhalten, dass alle Hunde normalerweise ablegen. So wie Rüden irgendwann das Bein heben ohne, dass man es clickern muss 😅 Es passiert einfach. Außerdem geht es eigentlich gar nicht um die Kastration an sich, sondern mehr um den Zeitpunkt dieser, da der Hodenhochstand operiert werden muss.
Also wenn es mein Hund wäre würde ich nur den innenliegenden Hoden entfernen lassen dann hat er die Chance erwachsen zu werden. Zwei Jahre ist recht früh für eine Kastration und wenn man es herauszögern kann ist es auf jeden Fall meiner Meinung nach, eine gute Sache.
Der Rüde meiner Tochter wurde mit drei Jahren aus gesundheitlichen Gründen kastriert und er war halt erwachsen und hat sich eigentlich kaum verändert.

Bei sehr früh kastrierten Hunden sehe ich durchaus auch dass sie oftmals nicht wirklich erwachsen werden auch wenn das oftmals vor den Haltern bestritten wird.
Ich kenne einige sehr früh kastrierte Hunde und ich finde die ehrlich gesagt anstrengend weil sie einfach unreif bleiben.

Mir fällt immer wieder auf dass meine erwachsenen und nicht kastrierten Hündinnen Frühkastraten schlicht nicht für voll nehmen und sie in der Regel einfach ignorieren egal was die veranstalten.
 
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Annett
22. Okt. 20:47
Ich möchte allerdings anmerken, dass du gar nicht wissen kannst, was an deinem Hund kastrationsbedingt verändert ist. Du hast ihn bereits kastriert erhalten und kennst ihn gar nicht anders. Vielleicht war er schon immer sehr ausgeglichen. Quasi genetisch gut ausgestattet, besser als andere. Durch die Kastration ist er dann natürlich nicht hibbelig oder ängstlich "geworden". So etwas würde ich auch nie behaupten. Hat ein Hund aber schon vor einer Kastration eine gewisse Neigung oder ein offensichtliches Defizit (genetisch oder durch zb Deprivation), kann eine Reifung wichtig sein und das Training maßgeblich unterstützen. Und damit bedanke ich mich bei allen. Ich wollte keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen. Ich habe mehrfach von Hunden gelesen, die meine "These" ebenso erlebt haben und ich denke meine Entscheidung steht fest. Zusätzlich hab ich auch nochmal verschiedene Texte gelesen und fühle mich dadurch bestätigt. Mir hat der Austausch hier Klärung gebracht. 🥰 Jeder darf seine Meinung und Erfahrung vertreten. Unterm Strich wollen wir alle nur das Beste für unsere Schnüffelnasen 😉
Ne, natürlich weiß ich nicht, wie er vor der Kastration war. Hier ging es ja aber darum, ob ein Hund dann in der Entwicklung im Welpenalter stehenbleibt und deshalb diese Probleme im Sozialverhalten entstehen. Mein Hund hatte aber nie Probleme im Sozialverhalten, trotz der frühen Kastration. Er kam aber wie gesagt aus einem Shelter und hatte dort auch rund um die Uhr Hundekontakt. Wenn diese Hunde etwas lernen, dann den Umgang mit anderen Hunden, weil das dort schon überlebenswichtig ist. Und genau das zeigt, wie wichtig dieser Kontakt ist. Wenn ein Hund in dieser wichtigen Zeit alleine weggesperrt wurde, oder anderweitig von anderen Hunden ferngehalten wird, kann das eben auch genau solche Schwierigkeiten in der Kommunikation mit anderen Hunden zur Folge haben. Aber wenn du jetzt eine Entscheidung getroffen hast, ist ja alles gut. Das war ja das Anliegen dieses Thread‘s, obwohl ich denke, dass du deine Entscheidung glaube ich eigentlich schon vorher getroffen hattest und nur unsicher warst und Bestätigung gesucht hast. Ich drücke dir die Daumen, dass es für euch die richtige Entscheidung ist. Ich würde mich tatsächlich freuen, wenn du irgendwann hier noch einmal berichten könntest, ob sich nun alles so entwickelt hat, wie du gehofft hast. Ich denke mal, du wirst nur den innenliegenden Hoden entfernen lassen. Habe ich recht?
 
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Sonja
22. Okt. 23:53
Merkst du, dass das hier langsam ordentlich am Thema vorbei geht? Es wurde nach Erfahrungen gefragt und nicht nach der Häufigkeit von Krebs. Ich habe lediglich meine Erfahrung mitgeteilt, da mein Rüde tatsächlich sehr früh kastriert wurde. Er war etwa halb so alt, wie Jessicas Hund und das hatte keinen Einfluss auf sein Sozialverhalten. Nur darum ging es hier. Und Einfluss auf die frühe Kastration meines Hundes hatte ich schonmal gar nicht, da er bereits kastriert war. Ich wollte Jessica damit nur Mut machen, weil sie ja Angst wegen des Verhaltens ihres Hundes hat. Ich habe tatsächlich keinen Bock, jetzt mit dir über Pro und Kontra von Kastration und wissenschaftlichen Abhandlungen über das jeweilige Krebsrisiko zu diskutieren. Dazu gibt es hier genug andere Threads. Zudem ist der Hund, um den es hier geht 2 Jahre!! und da kann man von keiner Frühkastration mehr reden.
Ein Hund ist auch mit 2 noch lange nicht voll entwickelt....weder geistig noch körperlich. Und "Mut" zur Voll-Kastration zu machen, sofern es dafür keine medizinische notwendigkeit gibt ist ....nicht richtig...Ich lege hier nur Fakten auf den Tisch und ja die stehen halt gegen die Meinung der "Pro Kastration HH". Auch die Aussage ; wen er ja schon in Narkose ist kann auch gleich kastriert werden ist sowas von daneben..🥴, denn es besteht nun mal kein gesundheitlicher Grund zur Kastration , und auch sonst "keine trifftigen psychischen Probleme (wie z.B. hypersexualität, extrem stress etc) " des Hundes. ! Ja der innliegebde Hoden muss/sollte entfernt werden, aber dieser "funktioniert sowieso nicht richtig", und hat somit auch kein/kaum einfluss bezüglich Testosteron-Produktion etc. Der gesunde aussen liegende Hoden jedoch erfüllt wichtige Funktionen....
 
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Tina
23. Okt. 03:28
Bei der Schilderung besteht doch keinerlei medizinische Indikation für eine Vollkastration. (aussen liegender Hoden)

Das geschilderte Verhalten ist nicht hormonell bedingt. Es ist Umweltunsicherheit und eine Entwicklungsverzögerung. Ich sehe nicht welches Verhalten in dem geschilderten Fall mit einer Kastration geändert werden kann.

Mir erschließt sich noch überhaupt nicht, wo der Grund für eine Vollkastration überhaupt liegt? Das Verhalten ist durch Training und Mangement händelbar.

Gerade bei Hunden mit Deprivationsschäden wäre ich vorsichtig, da die hormonelle Umstellung immer mit Stress verbunden ist.

Zudem nach so kurzer Zeit kann das im Moment gezeigte Verhalten überhaupt noch nicht valide eingeschätzt werden.

Das Thema gehört aber definitiv nicht in ein Forum, sondern in die Hände von Tierärzten. Hier würde ich zusätzlich einen Fachtierarzt für Verhaltenskunde aufsuchen.