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Jessica
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Anzahl der Antworten 41
zuletzt 23. Okt.

Nicht abgestiegener Hoden/Kastration/Verhalten

Ich brauche Erfahrungen und Schwarmwissen.

Mein Rüde wird im Dez. 2. Er ist seit drei Wochen bei mir und es wurde ein innenliegender Hoden festgestellt, der natürlich auf Grund der erhöhten Tumorgefahr entfernt wird. Das steht fest. Aber.... wann und ob auch der zweite Hoden entfernt werden sollte, beschäftigt mich.

Ozzy lebt das erste Mal "im realen Leben". Er hat die ganze Zeit im Zwinger auf eine Vermittlung warten müssen und nur eingeschränkt Hundekontakte gehabt. Grundsätzlich ist das kein Problem, er macht riesige Fortschritte. ABER, trotz seines Alters ist er sehr(!) juvenil. Seine Form der Kontaktaufnahme kommt bei anderen Hunden überhaupt nicht gut an. Er wird zu 85% korrigiert/weggeknurrt. Er ist, was Kommunikation angeht, ein 25 Kilo Welpe.
Er zeigt sich nur langsam einsichtig und probiert Alternativerhalten. Natürlich versuche ich ihn zu unterstützen, aber in 3 Wochen sind keine Wunder möglich.

Nun zu meiner Überlegung. Der Termin zur Kastration wäre Ende November. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass eine fehlende "Nachreifung" durch die Wegnahme des Testosterons verschlechtert/verhindert wird. Nicht alles ist Erziehung. Er bekäme quasi nie die Chance durch das Testosteron hormonell erwachsen zu werden. Bei großen Rassen hat mich meine Erfahrung diesen Status so ab 3/4 sehen lassen können. Unser erster Rüde wurde früh kastriert und ist dadurch immer, im Vergleich zu anderen Rüden, "Teenager" geblieben. Bei ihm blieb vor allem die Impulskontrolle immer Thema. Er hat nie diese Gelassenheit entwickelt, die ich bei Rüden aus unserem Freundeskreis deutlich entdecken konnte. Ich bin fest davon überzeugt, dass sich da Biologie auf Verhalten auswirkt.

Ozzy ist kein Proll, er hat sich im Zwinger, ohne Gegenwehr, beide Ohren zerbeißen lassen. Ich vermute auch hier seine "Distanzlosigkeit" als Auslöser für die Beißerei. Er ist einfach noch nicht "fertig". Geistig und körperlich. Trainingstechnisch sowieso nicht 😆

Meine Tendenz geht zu: nur den innenliegenden Hoden entfernen. Um ihm die Chance zu geben ein ausgeglichener Rüde zu werden, der natürlich den Verhaltenskodex nachlernt.

Oder die OP noch ein Jahr zu verschieben und ihn dann komplett kastrieren zu lassen.

Was sagt ihr?
 
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Simone
20. Okt. 08:11
Ihr Lieben... Ich habe einen(!) intakten Rüden fest in meinem Haushalt. Die Hündin (die ich gar nicht selbst hier angesprochen habe) lebt in einem anderen Haushalt... 😁 Entspannt euch!
Und selbst wenn sie bei dir wohnen würde wäre es kein Problem
 
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Yvonne
20. Okt. 10:41
Bei meinem Hund ist auch ein Hoden nicht abgestiegen. Ich habe nur den einen Hoden mit 1,5 Jahren entfernen lassen - vor 11Monaten.
Jetzt mit 2,5 Jahren ist mein Goldi an manchen Tagen sehr erwachsen und an anderen Tagen wieder der voller Teenager. 🙈 Vor einem halben Jahr war er nur unreif....

Ich habe damals mit mehreren TA unabhängig von einander gesprochen.... Wegen dem deutlich höherem Tumorisiko und dem ebenfalls erhöhtem Risiko der Hodendrehung - die ja ein Notfall ist - wollte ich nicht länger warten.
Einen vollständige Kastration war für mich kein Thema. Selbst wenn ein Hündin in der Umgebung läufig ist, frisst er und kommt zu Hause zu Ruhe. Das war für mich das wichtigste. Alles andere wird langsam mit "dem erwachsen werden" besser bzw ist/war Trainigssache.

Bei anderen Rüden entscheidet die Sympatie. Mit eher distasnzlosen Rasen versteht er sich sowieso besser. Unabhängig davon ob der andere Hund kastriert ist oder nicht.

Bis jetzt habe ich meine Entscheidung noch nicht bereut. Ich würde es wieder so machen und wenn es wirklich nötig sein sollte, kann ich ihn noch immer vollständig kastrieren.
 
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Olli
20. Okt. 16:52
Danke für deine Erfahrung. Das Entfernen des einen Hodens steht für mich definitiv fest, wie ich oben schrieb. In welchem Alter ist dein Hund erkrankt?
mit 5 und das passt auch, denn unkastrierte Rüden entwickeln oft mit 10 Jahren Hodentumore.
 
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Annett
21. Okt. 20:38
Also ich kann dir nur von meinem verstorbenen Mailo berichten. Er stammte aus dem Auslandstierschutz und wurde dort sehr zeitig kastriert, ich denke so mit 9 oder 10, vielleicht auch 11 Monaten. Zu mir ist er mit einem Jahr und 5 Monaten gekommen und war mit anderen Hunden gut sozialisiert. Wir hatten also keine Verhaltensprobleme aufgrund der zeitigen Kastration. Wenn dein Hund schon 2 Jahre alt ist, ist das jetzt nicht zu zeitig. Wenn er diese Probleme mit anderen Hunden zeigt, würde ich das eindeutig auf die fehlende Sozialisierung mit anderen Hunden schieben. Du sagst ja, er hat bisher sein Leben im Zwinger verbracht und hat damit wahrscheinlich nie richtig gelernt, mit anderen Hunden zu kommunizieren. Das Problem wirst du mit der Entscheidung zu welcher Kastration auch immer wahrscheinlich eher nicht lösen können. Da helfen nur häufige Hundekontakte mit souveränen und gut sozialisierten anderen Hunden. Ich habe jetzt keine Erfahrung mit einem innenliegenden Hoden, aber ich habe den Vergleich eines unkastrierten und eines kastrierten Rüden. Mein erster Rüde damals war unkastriert bis zum Schluss. Damals war es noch nicht üblich, überhaupt Hunde zu kastrieren. Wir haben jede Läufigkeit im Umkreis mitgenommen. Er war dann gestresst und hat den ganzen Tag gejammert, weil er rauswollte. Mit anderen intakten Rüden hat er sich häufig nicht verstanden. Mit 7 Jahren hat dann ein Tierarzt zu mir gesagt, wäre er jünger, würde er eine Kastration empfehlen. Nach 7 Jahren wäre dieses Verhalten aber so gefestigt, dass eine Kastration nicht mehr den gewünschten Erfolg bringen würde. Wir hatten dann im Alter eine vergrößerte Prostata und am Ende auch einen Tumor. 🙈 Meinen Mailo habe ich wie gesagt schon (zeitig) kastriert bekommen. Er hatte ein tolles Sozialverhalten, hat sich auch mit Rüden vertragen, egal ob kastriert oder nicht und ist entspannt mit läufigen Hündinnen umgegangen. Auch von intakten unverträglichen Rüden ist er in Ruhe gelassen worden. Er und damit auch wir hatten tatsächlich ein wesentlich entspannteres Leben. Und mit Prostata und Tumoren hatten wir dadurch auch keine Probleme. Wenn ich also meinen Hund sowieso wegen des einen Hodens unters Messer legen müsste, würde ich definitiv beide entfernen lassen. Wenn möglich, würde ich aber vielleicht noch ein zwei Monate warten, damit der Hund erst einmal eine Bindung zu dir aufbauen kann.🤷‍♀️ Das muss aber ein Tierarzt entscheiden, ob das vertretbar ist. Hat dir dein Tierarzt denn nicht geraten, was du am besten machen sollst, oder überlässt der dir die Entscheidung?
 
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Simone
21. Okt. 21:19
Also ich kann dir nur von meinem verstorbenen Mailo berichten. Er stammte aus dem Auslandstierschutz und wurde dort sehr zeitig kastriert, ich denke so mit 9 oder 10, vielleicht auch 11 Monaten. Zu mir ist er mit einem Jahr und 5 Monaten gekommen und war mit anderen Hunden gut sozialisiert. Wir hatten also keine Verhaltensprobleme aufgrund der zeitigen Kastration. Wenn dein Hund schon 2 Jahre alt ist, ist das jetzt nicht zu zeitig. Wenn er diese Probleme mit anderen Hunden zeigt, würde ich das eindeutig auf die fehlende Sozialisierung mit anderen Hunden schieben. Du sagst ja, er hat bisher sein Leben im Zwinger verbracht und hat damit wahrscheinlich nie richtig gelernt, mit anderen Hunden zu kommunizieren. Das Problem wirst du mit der Entscheidung zu welcher Kastration auch immer wahrscheinlich eher nicht lösen können. Da helfen nur häufige Hundekontakte mit souveränen und gut sozialisierten anderen Hunden. Ich habe jetzt keine Erfahrung mit einem innenliegenden Hoden, aber ich habe den Vergleich eines unkastrierten und eines kastrierten Rüden. Mein erster Rüde damals war unkastriert bis zum Schluss. Damals war es noch nicht üblich, überhaupt Hunde zu kastrieren. Wir haben jede Läufigkeit im Umkreis mitgenommen. Er war dann gestresst und hat den ganzen Tag gejammert, weil er rauswollte. Mit anderen intakten Rüden hat er sich häufig nicht verstanden. Mit 7 Jahren hat dann ein Tierarzt zu mir gesagt, wäre er jünger, würde er eine Kastration empfehlen. Nach 7 Jahren wäre dieses Verhalten aber so gefestigt, dass eine Kastration nicht mehr den gewünschten Erfolg bringen würde. Wir hatten dann im Alter eine vergrößerte Prostata und am Ende auch einen Tumor. 🙈 Meinen Mailo habe ich wie gesagt schon (zeitig) kastriert bekommen. Er hatte ein tolles Sozialverhalten, hat sich auch mit Rüden vertragen, egal ob kastriert oder nicht und ist entspannt mit läufigen Hündinnen umgegangen. Auch von intakten unverträglichen Rüden ist er in Ruhe gelassen worden. Er und damit auch wir hatten tatsächlich ein wesentlich entspannteres Leben. Und mit Prostata und Tumoren hatten wir dadurch auch keine Probleme. Wenn ich also meinen Hund sowieso wegen des einen Hodens unters Messer legen müsste, würde ich definitiv beide entfernen lassen. Wenn möglich, würde ich aber vielleicht noch ein zwei Monate warten, damit der Hund erst einmal eine Bindung zu dir aufbauen kann.🤷‍♀️ Das muss aber ein Tierarzt entscheiden, ob das vertretbar ist. Hat dir dein Tierarzt denn nicht geraten, was du am besten machen sollst, oder überlässt der dir die Entscheidung?
Eine Kastration wird keine Verhaltens Probleme lösen vorallem warum muss sich jeder und mit allem vertragen einfach Quatsch
 
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Annett
21. Okt. 23:10
Eine Kastration wird keine Verhaltens Probleme lösen vorallem warum muss sich jeder und mit allem vertragen einfach Quatsch
Habe ich ja gesagt, dass die Kastration da keinen Einfluss drauf hat, ob das Problem bestehen bleibt, oder nicht.
Und es ging ja nicht darum, dass der Hund sich mit jedem vertragen soll, sondern Jessica hat ja geschrieben, dass das Verhalten des Hundes für andere Hunde ein Problem ist und sie Angst hat, dass dieses Verhalten durch die Kastration bleiben könnte, weil der Hund nicht erwachsen wird. Das Problem wird aber auch ohne Kastration bleiben, wenn man da nicht gegensteuert, da das garantiert an der fehlenden Sozialisation liegt. Und eine Kastration kann sehr wohl Einfluss auf das Verhalten gegenüber anderen intakten Rüden haben, natürlich nur dann, wenn es tatsächlich an den Hormonen liegt und keine anderen Ursachen (Erziehungsprobleme) hat. Und natürlich muss ein Hund sich nicht mit jedem vertragen. Wenn er es aber mit den meisten tut, ist das doch super macht es deutlich leichter und entspannter. Und es ist ein großer Unterschied, ob mein Hund hin und wieder ein Problem mit einem anderen Hund hat, oder ob das auf die meisten Rüden zutrifft, die einem begegnen. Dazu kommt, dass einige Rüden schon sehr heftig darunter leiden, wenn viele läufige Hündinnen in der Umgebung sind. Auch das gilt natürlich nicht für alle. Deshalb ist ja auch die Kastration eine individuelle Entscheidung und hier wurde nach Erfahrungen gefragt.
 
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Sonja
21. Okt. 23:42
Habe ich ja gesagt, dass die Kastration da keinen Einfluss drauf hat, ob das Problem bestehen bleibt, oder nicht. Und es ging ja nicht darum, dass der Hund sich mit jedem vertragen soll, sondern Jessica hat ja geschrieben, dass das Verhalten des Hundes für andere Hunde ein Problem ist und sie Angst hat, dass dieses Verhalten durch die Kastration bleiben könnte, weil der Hund nicht erwachsen wird. Das Problem wird aber auch ohne Kastration bleiben, wenn man da nicht gegensteuert, da das garantiert an der fehlenden Sozialisation liegt. Und eine Kastration kann sehr wohl Einfluss auf das Verhalten gegenüber anderen intakten Rüden haben, natürlich nur dann, wenn es tatsächlich an den Hormonen liegt und keine anderen Ursachen (Erziehungsprobleme) hat. Und natürlich muss ein Hund sich nicht mit jedem vertragen. Wenn er es aber mit den meisten tut, ist das doch super macht es deutlich leichter und entspannter. Und es ist ein großer Unterschied, ob mein Hund hin und wieder ein Problem mit einem anderen Hund hat, oder ob das auf die meisten Rüden zutrifft, die einem begegnen. Dazu kommt, dass einige Rüden schon sehr heftig darunter leiden, wenn viele läufige Hündinnen in der Umgebung sind. Auch das gilt natürlich nicht für alle. Deshalb ist ja auch die Kastration eine individuelle Entscheidung und hier wurde nach Erfahrungen gefragt.
Nur zu deiner Info; Proststa Krebs kommt bei kastrierten Rüden sogar Häufiger vor als bei intakten ! Und zwar zu 3,86% häufiger als bei intakten. Eine Kastration ist also KEINE Krensvorsorge und schützt nicht z.B.vor Prostatakrebs.... Ob ein Hund an Krebs erkrankt ist zum grossteil genetisch bedingt. Und es ist nunmal Fakt und erwiesen das Kastraten ( egal ob m oder w) anfälliger für mache Krebsarten sind. Natürlich können sie dann keinen Hodenkrebs oder Gebärmutter-/Eierstock Krrbs bekommen weil diese Organe nicht mehr vorhanden sind. Aber ebenso wie kastrierte Rüden Prostata Krebs bekommen können, können kastrierte Hündinnen Gesäugetumore berkommen....(lediglich eine frühkastration kann/könnte das Risiko etwas verringern ABER der Risikounterschied ist so gering dass, der keinesfalls eine Frühkastration rechtfertigt ! Der "Negativeffekt/gesubdheitliche Nebenwirkung" einer solchen ist zu hoch...)...Deine Aussage.; .*..weil er kastriert war hatte ihr keine Probleme mit Tumoren .*..ist also völlig aus der Luft gegriffen, resp. beruht auf falschen Infos !. Dein Rüde war einfach genetisch nicht so anfällig für Krebs....🤗
 
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Jessica
21. Okt. 23:53
Ich möchte nochmal erklären, worum es mir geht.

Ozzy ist "albern". Er nähert sich anderen Hunden (egal welcher Rasse und Geschlecht) wie ein alberner Welpe. Mir ist durchaus bewusst, dass rassebedingt eine gewisse "Naivität" existiert, aber sein Verhalten ist eindeutig juvenil. Er leckt Ohren und Lefzen, er hat eine sehr "hibbelige Energie" und wird auf Grund dieser Energie von den anderen Hunden gemaßregelt. Das ist natürlich vollkommen in Ordnung. Aber ich glaube mittlerweile (oder empfinde die tierärztliche Meinung dazu schlüssig), dass die Reife bzw. die Fähigkeit sich erwachsen zu benehmen auch biologisch (im Gehirn) geebnet werden muss.

In den letzten Wochen habe ich viel darüber gelesen, wie Testosteron das Gehirn verändert und dem Hund eine "geistige Reife" verschafft. Fernab von Training und Sozialisation. Quasi die Fähigkeit souverän, ruhig und gelassen zu agieren. Persönlich habe ich mit meinem Rüden damals genau das erlebt. Er wurde mit 1 Jahr kastriert und ist nie "erwachsen" geworden. Souveräne Tiere haben ihn nie akzeptiert, in jeder Gruppe war er unsicher und teilweise unklar in seiner Kommunikation. Er blieb irgendwie "albern". Ich finde leider kein besseres Wort, aber ich kann definitiv sagen, dass die Energie von meinem verstorbenen Rüden die gleiche ist, wie ich sie jetzt bei Ozzy wahrnehme. Und offensichtlich sehen das Hunde draußen genauso 😆

Mir ist bewusst, dass Biologie nur ein Baustein ist und ich durch Handling, Training, und Erfahrungen mit anderen Hunden viel ausgleichen kann. Mein verstorbener Rüde ist auch ohne Beißvorfall durchs Leben gekommen. 😁 Aber ich denke, warum einen Baustein wegnehmen und die Situation unnötig schwerer machen, als sie sein kann?!

Es geht also nicht um Verhaltensprobleme. Ich glaube, dass das, was ich an Ozzy wahrnehme einfach Biologie ist. Wie eine Hündin, die während der Läufigkeit durch Hormone ein anderes Verhalten zeigt, als außerhalb der Läufigkeit. Er ist nicht unerzogen oder schlecht sozialisiert (in dem Punkt). Ich glaube, er besitzt noch gar nicht die Fähigkeit sich zu kontrollieren und angemessen zu verhalten, weil das Programm in seinem Kopf noch nicht installiert ist. 😆
 
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Jessica
22. Okt. 00:10
Auf dieser Seite ist es ganz schön zusammengefasst.

https://vitomalia.com/blogs/hundeblog/4-grunde-gegen-eine-fruhzeitige-kastration-beim-hund-gesundheit-verhalten-gesetze

Unter: Grund #3: Verhaltensbiologische Aspekte der Kastration beim Hund

Natürlich geht es hier um extrem frühe Kastration. Mit fast 2 Jahren würde man denken, dass die Argumentation nicht mehr greift. Aber das sehe ich (aus meiner Erfahrung heraus) bei großen Rassen anders.
 
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Sonja
22. Okt. 07:31
Ich möchte nochmal erklären, worum es mir geht. Ozzy ist "albern". Er nähert sich anderen Hunden (egal welcher Rasse und Geschlecht) wie ein alberner Welpe. Mir ist durchaus bewusst, dass rassebedingt eine gewisse "Naivität" existiert, aber sein Verhalten ist eindeutig juvenil. Er leckt Ohren und Lefzen, er hat eine sehr "hibbelige Energie" und wird auf Grund dieser Energie von den anderen Hunden gemaßregelt. Das ist natürlich vollkommen in Ordnung. Aber ich glaube mittlerweile (oder empfinde die tierärztliche Meinung dazu schlüssig), dass die Reife bzw. die Fähigkeit sich erwachsen zu benehmen auch biologisch (im Gehirn) geebnet werden muss. In den letzten Wochen habe ich viel darüber gelesen, wie Testosteron das Gehirn verändert und dem Hund eine "geistige Reife" verschafft. Fernab von Training und Sozialisation. Quasi die Fähigkeit souverän, ruhig und gelassen zu agieren. Persönlich habe ich mit meinem Rüden damals genau das erlebt. Er wurde mit 1 Jahr kastriert und ist nie "erwachsen" geworden. Souveräne Tiere haben ihn nie akzeptiert, in jeder Gruppe war er unsicher und teilweise unklar in seiner Kommunikation. Er blieb irgendwie "albern". Ich finde leider kein besseres Wort, aber ich kann definitiv sagen, dass die Energie von meinem verstorbenen Rüden die gleiche ist, wie ich sie jetzt bei Ozzy wahrnehme. Und offensichtlich sehen das Hunde draußen genauso 😆 Mir ist bewusst, dass Biologie nur ein Baustein ist und ich durch Handling, Training, und Erfahrungen mit anderen Hunden viel ausgleichen kann. Mein verstorbener Rüde ist auch ohne Beißvorfall durchs Leben gekommen. 😁 Aber ich denke, warum einen Baustein wegnehmen und die Situation unnötig schwerer machen, als sie sein kann?! Es geht also nicht um Verhaltensprobleme. Ich glaube, dass das, was ich an Ozzy wahrnehme einfach Biologie ist. Wie eine Hündin, die während der Läufigkeit durch Hormone ein anderes Verhalten zeigt, als außerhalb der Läufigkeit. Er ist nicht unerzogen oder schlecht sozialisiert (in dem Punkt). Ich glaube, er besitzt noch gar nicht die Fähigkeit sich zu kontrollieren und angemessen zu verhalten, weil das Programm in seinem Kopf noch nicht installiert ist. 😆
Es gibt hier eine jüngeren Rüden, den kennen wir ( also Rionnag und ich) , seit er Welpe ist, mitlerweile ist der 5 . Rionnag ( intakt) ist 8. Die beiden kommen gut klar aber; Der war von anfang an ähnlich "albern" so wie du deinen beschreibst, also halt Welpen Junghunde sind. Leckte auch sehr oft Rionnags Lefzen Ohren etc....für einen Jungspund gegnüber einem "rudelfremden, selbstbewussten/gestandenen Rüden ja nicht ungewöhnlich...aber als er es mit gut 3 noch immer machte fand ich etwas "seltsam"... 🤗 Irgend wann kamen die HH und ich dann bei einer gemeinsamen Gassirunde darauf zu sprechen. Na ja wie sich dann herausstellte war der ungefähr ein Jahr als als er das erste mal gechipt (hormonchip) wurde . Das war leider auch so ein "Trainer hats geraten" fall, Grund , laut HH war weil er im Training öfter abgelenkt/schlecht ansprechbar war.🥴🙈🙄 Leider sehr oft ein "Grund" obwohl das ja völlig normal ist besonders in der Pubertät....Nun ja mittlerweile ist er 5 und kastriert aber das Verhalten ( Lefzen, Ohren lecken bei meinem). ist geblieben resp. wurde je nach situation noch intensiver...und auch sonst ist der nicht "reifer" geworden. 🤗 Als direkter vergleich: eine andere Gassibekanntschsaft hat zwei intakte Rüden ( einer 3 der andere 6) auch die kennen wir seit ihrer Welpenzeit, und Rionnag kommt super mit ihnen klar owohl alle 3 intakte Rüden sind. Meiner ist als ältester der "Boss" aber das wird von beiden akzeptiert. In ihrer Welpen/Junghundzeit haben sie sich gegenüber meinem wie der vom ersten Beispiel ( also mittlerweile kastrierte) verhalten. Das Lefzen/Ohrenlecken wuchs sich bei ihnen aber im verlauf des "erwachsen werdens" vollständig aus....Rüde 1 hatte also durch chip +kastration keine möglichkeit eine normale Pubertät mit dem "obligatorischen Hormonchaos/Knette im Kopf " durchzumachen. Wahrscheinlich der Hauptgrund wieso das "Welpenverhalten" blieb/sich festigte. Daher "ärgere" ich mich immer wieder wenn HH behaupten das sich durch kastration nichts ändert, denn das stimmt einfach nicht. Auch "nur biologisch gesehen" ändert sich durch Kastration/Chip jede menge.🙃