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Dogorama
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Anzahl der Antworten 74
zuletzt 11. Okt.

🚨 Kennst du das Vestibularsyndrom? Es könnte deinen Hund retten!

Stell dir vor: Dein Hund war eben noch völlig normal – und plötzlich taumelt er, hält den Kopf schief, kann sich kaum auf den Beinen halten, erbricht sich und dreht sich im Kreis. Die Augen zucken unkontrolliert. Er wirkt wie betrunken oder nach einem Schlaganfall.

Viele Hundeeltern – und sogar manche Tierärzt:innen – tippen in diesem Moment auf einen Schlaganfall und empfehlen in manchen Fällen das Einschläfern. 😨 Tatsächlich hört man immer wieder, dass alte Hunde mit der Diagnose „Schlaganfall" eingeschläfert wurden. Dabei ist ein echter Schlaganfall beim Hund sehr, sehr selten.

Was viele nicht wissen: Das Vestibularsyndrom hat nichts mit einem Schlaganfall zu tun, auch wenn es im Volksmund häufig so genannt wird. Es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Krankheitsbilder. Beim Schlaganfall ist das Gehirn betroffen, beim Vestibularsyndrom das Gleichgewichtsorgan.

Was ist das Vestibularsyndrom?
Eine plötzliche Störung des Gleichgewichtsorgans im Innenohr – für den Hund fühlt es sich an, als würde er in einem Karussell sitzen. Das häufigste Erkennungsmerkmal ist das Augenzittern (Nystagmus) – Die Augen zucken rhythmisch und unkontrolliert in eine Richtung. Innerhalb der ersten 48 Stunden treten meist erste Verbesserungen auf. Der Hund kann sich von einem Vestibularsyndrom wieder vollständig erholen. Bei wenigen Patienten bleibt eine leichte Kopfschiefhaltung zurück.

Was tun?
👉 Sofort in die Tierarztpraxis
👉 Ruhe bewahren – der Hund spürt eure Panik
👉 Eine vollständige neurologische Untersuchung einfordern
👉 Auf Verbesserung innerhalb von 48–72 Stunden warten

Was denkt ihr? 👇

🐾 Wusstet ihr vorher von dieser Erkrankung?
🩺 Habt ihr das Gefühl, dass Tierärzt:innen, v.a. bei Senioren-Hunden, mehr über dieses Krankheitsbild aufklären sollten?

Quellen: PETBOOK: Vestibularsyndrom beim Hund – kein Schlaganfall, aber ähnlich gefährlich, L. Stoeffler, 12.01.26.; Gesundheitszentrum für Kleintiere Lüdinghausen: Das Vestibularsyndrom beim Hund, 31.10.2018.; DOGGYFITNESS: Das Vestibularsyndrom – ein Grund deinen Hund einzuschläfern?, M. Flocken.
 
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Michi
1. Okt. 03:38
Ich habe das bei meiner Havaneserdame Bali, die 12 Jahre alt war, leider auch erlebt. Sie hatte dieses Syndrom sehr schwer. Sie drehte sich ständig im Kreis, konnte nicht mehr geradeaus laufen und lief gegen Tische und Bänke. Manchmal lag sie in einer Ecke, den Kopf nach unten, den Körper darüber, und scharrte mit den Pfoten – es sah aus, als wollte sie sich regelrecht in den Boden hineindrehen. 😔 Auch Kot- und Urinabsatz waren nicht mehr möglich. Ich musste sie mit einem Geschirr nach oben halten, damit sie ihr Geschäft überhaupt verrichten konnte. Trotz mehrerer Tierarztbesuche war es leider nicht therapierbar, sodass wir sie letztendlich erlösen mussten. Es war eine echte Katastrophe. Ich hatte schon immer Hunde, aber so etwas Schlimmes habe ich noch nie erlebt.
Kann mitfühlen sind gerade mittendrin in diesem Alptraum
😭😱
 
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Pia
3. Okt. 18:07
Vor 2 Wochen hat es meinen Buben erwischt. Er ist 12 1/2 Jahre alt. In der Nacht konnte er gar nicht mehr aufstehen, die Augen schossen links, rechts hin und her. Ich sofort mit ihm in die Vetklinik. Verdacht Schlaganfall. Dort hörte ich zum ersten Mal vom Vestibularsyndrom. Er kam an den Tropf, konnte am Vormittag wieder stehen, am Abend durfte er wieder nach Hause. 2 Tage war er noch schlecht beisammen, dann ging es bergauf. Heute können wir wieder 1Stunde Spazierengehen, er spielt mit unserer 4 jährigen und ist wieder ziemlich der Alte. Gott sei Dank hat der Arzt richtig behandelt.
 
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S.W.🌸
7. Okt. 11:51
Wie wird es beim Mensch. Behandelt ??? Was für Medis ?
Moin es gibt Übungen die dir gezeigt werden zb man sitzt auf dem Sofa und lässt sich zur Seite fallen und natürlich Medikamente zb Vertiogel oder so ähnlich!
Ich habe es auch schon zweimal gehabt es ist gruselig von einer Minute zur nächsten wird ein schwarz vor dem Augen und sobald man den Kopf bewegt ist ein extremer Schwindel da und Übelkeit man kann den Kopf nicht mehr nach unten bewegen da sofort wieder schwindlig kommt man kann nicht richtig laufen ist wie besoffen torkelig.
Hat bestimmt mindestens drei Tage gedauert bis es wieder besser war muss die meiste Zeit liegen.
Beim ersten Mal bin ich auch mit Verdacht auf Herzinfarkt ins Krankenhaus gekommen!
 
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Sophie
11. Okt. 20:07
Meine Mischlingshündin hatte es schon 2x, erstmals mit ca. 7 Jahren. Habe damals Tagebuch geführt, hier eine Zusammenfassung: Samstag ging es am Nachmittag allmählich los, erst war sie tritt-unsicher und taumelig und hatte einen "Linksdrall", d.h. sie konnte nicht geradeaus laufen. Das wurde Sonntag schlimmer, alle beschriebenen Symptome, Augen wie wenn sie auf einem Karussell steht, hat gespeichelt, ist beim Pipimachen umgefallen. Montag war ich beim Tierarzt, der erklärte mir das Vestibularsyndrom, gab eine Vitaminspritze und sagte: "nix machen, viel Ruhe, betüddeln, es wird täglich besser". Dienstag und Mittwoch ist sie nur gelegen, Essen+Wasser habe ich ihr angereicht, hat kaum was zu sich genommen (und nichts ausgeschieden). Donnerstag hat sie 2x den Kopf gehoben und 1x mit dem Schwanz gewedelt und besser gefressen und getrunken. Ab Freitag konnte sie mit Unterstützung (Schal um den Bauch) aufstehen und im Garten Pipi machen. Ab Samstag ist sie selbständig aufgestanden und hat alleine gefressen und getrunken. Sonntag kurzer Gassigang. Montag auch, aber extrem schreckhaft. Dienstag bis Freitag kontinuierlich besser, aber immernoch schreckhaft, ab Dienstag drauf (Tag 16) war sie wieder ganz die alte. Als das selbe ca. ein Jahr später nochmal auftrat (es war weniger heftig), war ich nicht mehr beim Tierarzt, es ist von alleine nach gut einer Woche weg gegangen.
unser Tierarzt hat genau das andere gesagt. Bewegung ist sehr wichtig. die durchblutung ist gestört, die wird durch Bewegung angeregt. als Therapie haben wir Gefäß erweiternde Medikamente bekommen, die kriegt sie jetzt durchgehend. wurde dann auch sehr schnell besser.
spannend, was die Tierärzte so unterschiedliches sagen