Ich finde immer das Hunde auch Würde haben und verdienen. Wie würdevoll ist es, wenn der eigentliche Halter quasi nie da ist, die andere Bezugsperson vielleicht schon abneigende Schwingungen streut, der Hund stark dement ist und dadurch oft in unangenehmen/Panik verursachenden Situationen gerät, und sich permanent selbst zwangsläufig mit Urin/Kot versaut?
Dazu noch stark abgebaut, Bewegung eventuell extrem anstrengend oder auch schmerzhaft. Also bleibt im Grunde nur rumliegen, sofern die Demenz nicht zum Rumlaufen treibt.
Ich kann natürlich nur anhand dessen beurteilen, was hier als Info gegeben wurde. Aber wenn es alles so ist wie geschildert, würde ich ihm vielleicht noch einen richtig schönen Tag ermöglichen, alles organisieren und dann den Tierarzt nach Hause kommen lassen.
Ich hab es leider auch schon oft erlebt,das Menschen zu egoistisch waren und sich deshalb an den Hund geklammert haben, ohne auf das Wohl des Hundes zu achten. Wodurch dieser dann unnötig lange noch eine unschöne Zeit hatte.
Ich persönlich finde auch, es ist emotional einfacher einen "kontrollierten" Abschied zu nehmen als dann doch eines Tages "überrascht" zu werden. Man sollte es nicht bereuen, wann und wie der Hund gegangen ist. Sondern es "positiv" sehen und gestalten. Natürlich ist es scheiße, natürlich ist es traurig, natürlich tut es weh. Aber wenn die Wunde nicht mehr so frisch ist, ist es schön und beruhigend zu wissen, dass man doch das richtige getan hat und es so gut wie möglich ablief. Ich z.B. finde es schrecklich, wenn man zum Einschläfern zum Tierarzt fährt, der Hund(die meisten zumindest) dann nochmal richtig Angst bekommt und dann "friedlich" einschlafen soll.