Diese Antwort nenne ich ausweichen, nachdem du hier vorher so fachlich versiert Auskunft gegeben hast.
Ich habe inzwischen viel nachgelesen. Grundsätzlich hat die Gabe von Flohsamenschalen so ihre Tücken. Und dabei macht mir mehr Sorge, dass der entstandene Schleim so einiges bindet und dem Hund vorenthält, wenn man nicht entsprechende zeitliche Abstände einhält. Also meine Methode, das unters Futter mit sämtlichen Nahrungsergänzungen für die Gelenke etc zu mischen, ist von daher zu überdenken
Zum Thema des Wasserentzugs:
Flohsamenschalen binden laut verschiedenen seriösen Quellen im Internet das 40fache ihres Eigengewichtes. Nun bekommt mein Hund ja nur 0,9g, d.h. grob überschlägig stehen dem Hundekörper 40ml Wasser weniger zur Verfügung bzw muss soviel mehr getrunken werden. Das sehe ich nicht als Problem. Da dürfte ein Hund der extrudiertes Trockenfutter bekommt wahrscheinlich einen wesentlich höheren Wasserbedarf haben (absolut, auf die Wassermenge gesehen).
Mein Hund hat jetzt seit über 6 Wochen wie von mir beschrieben das Optibalast enteral bekommen und ist putzmunter. Kotfrequenz 1-2 mal pro Tag, Kotkonsistenz etwas fester als ohne O.e.
Ich habe keine Erfahrung mit purer Gabe von Flohsamenschalen, das habe ich am Anfang schon erwähnt.
Wir sind unter tierärztlicher Kontrolle.
Entschuldige bitte, ich dachte, das war eine ernstgemeinte Frage. Die Intention meiner Antwort war alles, nur nicht ausweichen.
Wenn du deine Experimente wirklich mit deinem Tierarzt abgesprochen hast und das nicht nur vorgibst, um dich hier zu rechtfertigen und dir die Kosten für eine echte Diagnostik zu sparen, würde ich gerne erfahren, wer dein Tierarzt ist.
Der Hersteller schreibt für Optiballast enteral im Beipackzettel ausdrücklich vor: „Lass die Fasern vorab in Wasser quellen und mische sie dann gut unter die Ration.“ Wer sich gemeinsam mit dir darüber hinwegsetzt, handelt fahrlässig und gegen jede tierärztliche Vernunft.
Kein seriöser Mediziner segnet es ab, die Packungsbeilage einfach zu ignorieren. Die volle Verantwortung für eventuelle Magen-Darm-Schäden liegt daher ganz alleine bei dir.
Ist dir selbst der minimale Aufwand schon zu viel, das Pulver kurz mit etwas Wasser anquellen zu lassen? Wenn du keinen extra Becher dreckig machen willst, kannst du es schließlich genauso gut direkt im leeren Futternapf anrühren und das Futter danach dazugeben. Oder ist dir etwa das bisschen Leitungswasser zu teuer, dass du deine Bequemlichkeit hier so auf Krampf rechtfertigen musst?
Ich sage immer: „Dein Hund, deine Entscheidung, deine Verantwortung. Solange es dem Tier nicht schadet, ist es dein Ding.“
Bei dir kann ich es nicht sagen. Im Gegenteil: Ich finde es erschreckend, dass du deine Experimente so gedankenlos an andere weitergibst, die vielleicht keine Beipackzettel lesen und sich auf deine Erfahrung verlassen.