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Julia 🐾Nero
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heute 10:22

"Gewöhnungseffekt" im Training?

Hallo ihr Lieben, Ein Thema das mich gerade akut wieder zur Verzweiflung bringt, sich aber seit ich Nero habe durchzieht. Wenn wir einen neuen Trainingsansatz probieren läuft es in der Regel so ab: Er versteht es relativ schnell (nicht Einstein schnell, aber doch zügig), dann erfolgt eine steile Lernkurve, in der das trainierte Verhalten immer besser ausgeführt wird und dann, für mich aus unerklärlichen Gründen, wachen wir eines Tages auf und er führt das Verhalten nicht mehr aus. Und es wird dann auch nicht mehr besser. Meine laienhafte, naive Vorstellung von Training ist, dass der Hund es mit der Zeit immer besser kann, es ihm immer leichter fällt und zum Normalzustand wird. Bei uns ist es genau anders rum. Am Anfang lernen und bemühen und wenn man das Gefühl hat er kann es, macht er nicht mehr mit. Hat jemand mit soetwas Erfahrung? Ist es eine Art Gewöhnung? Ich gehe schon davon aus, dass es an mir liegt. Allerdings scheint es kein Verständnisproblem zu sein. Zur Veranschaulichung, aktuell ist es wieder die Leinenführigkeit (tritt aber auch bei anderen Problemen wie Rückruf genauso auf). Wir haben jetzt zum dritten Mal mit einem Trainer versucht diese aufzubauen. Mit allen drei Methoden und Trainern lief es gleich ab. Relativ schnell verstehen was man will, immer besser werden und dann plötzlich einfach nicht mehr mitmachen. Zu dem Wort "Gewöhnung" würde mir noch "Abnutzung" einfallen, also das die Signale (sowohl positive als auch negative) ihre Wirkung verlieren und er anfängt sie völlig zu ignorieren, während er am Anfang noch beeindruckt ist. Aber das ist meine subjektive Interpretation und beide Begriffe passen auch nicht sonderlich gut. Ich bin ratlos. Diesmal schien es so vielversprechend zu sein 😞...
 
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Svenja
18. Juni 14:20
Das ist auch wieder so eine Sache, hat Nero tatsächlich nachgefragt? Ich denke das hätte die Frage von jemandem beantwortet, die hier gestellt wurde. Was ist wenn ich in dem Zeitpunkt stehen geblieben oder das Tempo verändert hätte? Hätte er sich angepasst? Hat er wirklich gefragt im Moment? Oder hat er einfach geschaut, ob sich die Gelegenheit bietet wieder vorzugehen? Denn das hat er im Endeffekt gemacht. Ich glaube auch nicht, dass er sich immer für den geilsten hält. Manchmal schon. Deswegen glaube ich, dass wir zwischen Führungsanssagen und Führungsaussagen schwanken. Wenn ich wieder anfange zu trainieren kommen erst mal die Ansagen, wenn ich aufgebe kommen die Aussagen. Gestern Abend hat er wieder richtig auf sturr gestellt. Ich bin stehen geblieben, weil er gezogen hat. Hab ihn eingeladen, dann zu mir gefischt. Ich habe ihn immer wieder mit der Hand in Position geschoben, also neben mich. Und er ist jedes Mal, sobald ich die Hand weggenommen habe einen Schritt nach vorne gegangen. Wir sind also wieder in einer Diskussion gelandet, die ich ja eigentlich vermeiden soll. Dabei hat er mich überhaupt nicht angeschaut, sondern einfach "sturr" nach vorne. Ich drücke ihn sanft aber bestimmt zurück, er geht nach vorne. Jedes Mal. Und das ist ja eine Position, die er kennt und weiß, was ich gerade von ihm will.
Ja, die Frage hatte ich gestellt, hat aber keiner mehr zugehört 😁
 
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Lisa-Eileen
18. Juni 14:22
Interessanterweise reagiert Neo auf Hunde die unter menschlicher Kontrolle sind gar nicht/kaum. Je mehr er das Gefühl bekommt dass mensch sie nicht kontrolliert desto angespannter wird er. Im häuslichen Umfeld ist er schon sehr territorial motiviert.
Hab ich bei mir glaubich garnicht so drauf geachtet, aber hier hat man ja oft auch Hanseln die den Hund net im Griff haben obwohl der an der Leine ist und die halt super unsouverän sind.
Den Hund net auf der abgewandten Seite haben oder dann noch vor sich in der Leine hängen haben falls sie sich an die Seite stellen und dem Hund die ganze Verantwortung aufdrücken und net helfen.
Da tun mir dann auch immer die Hunde leid, weil könnt halt einfach auch entspannter für alle sein wenn der Mensch an der Leine kompetenter wär.
Frag mich auch manchmal ob ichs ansprechen soll, aber will ja nicht aufdringlich sein oder als Klugscheißer wieder blöd angemacht werden, hat man ja im Internet schon oft genug.🥴
 
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Moni
18. Juni 14:26
Der ranghöchste ist eher in der Mitte und dirigiert. Vorne und hinten gibts aber die Kundschafter, falls du das vielleicht meinst?
Nee ich meine wirklich den vorderen Leithund, der, wie Maja Nowak es beschreibt, die Pflichten eines Außenministers inne hat.

Es gibt bei ihr noch den Zentralhund, der leitet die Gruppe von innen. Und ist für das harmonische miteinander verpflichtet.

Und es gibt noch introvertierte Leithunde, die brauchen sehr lange um neue Dinge zu beurteilen und verlassen sich sehr auf ihre Gruppe
 
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Lisa-Eileen
18. Juni 14:33
Nee ich meine wirklich den vorderen Leithund, der, wie Maja Nowak es beschreibt, die Pflichten eines Außenministers inne hat. Es gibt bei ihr noch den Zentralhund, der leitet die Gruppe von innen. Und ist für das harmonische miteinander verpflichtet. Und es gibt noch introvertierte Leithunde, die brauchen sehr lange um neue Dinge zu beurteilen und verlassen sich sehr auf ihre Gruppe
Kannte da ein anderes System dann bzw andere Benennungen.
Was sie hier als Leithund betitelt kenn ich als Außenminister/ Kundschafter.
Was sie Zentralhund nennt kenn ich als Leithund.
Deswegen die Verwirrung.
Aber vom System her ja eigentlich gleich.
Bei Rocket bin ich mir da manchmal immernoch garnicht so sicher da er mit gewissen Situationen überfordert ist und mit zu viel Verantwortung.
Allerdings greift er ein wenn jemand (also ich🙊) es nicht (allein) packt und ist generell extrem sozialkompetent und deeskalierend.
Ich tippe auf nen introvertierten Polizisten, da er eher Ruhe reinbringt und Dinge regelt/ unterstützt die Harmonie wieder herzustellen.
Find das alles immer super interessant und spannend und auch wichtig zu verstehen weil je nach Typ ob Mitarbeiter oder Anführer muss man mit nem Hund ja auch nochmal anders umgehen.
Dem einen erteilt man Anweisungen und der braucht diese Sicherheit auch weil er mit zu viel Verantwortung überfordert wäre und der andere mit dem verhandelt man.
Und je nach Schwächen und Stärken kann man sich das Rudel zusammenstellen und führen sodass es eben auch harmonisch ist.
 
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Liane
18. Juni 14:36
Nee ich meine wirklich den vorderen Leithund, der, wie Maja Nowak es beschreibt, die Pflichten eines Außenministers inne hat. Es gibt bei ihr noch den Zentralhund, der leitet die Gruppe von innen. Und ist für das harmonische miteinander verpflichtet. Und es gibt noch introvertierte Leithunde, die brauchen sehr lange um neue Dinge zu beurteilen und verlassen sich sehr auf ihre Gruppe
Ein Leithund läuft nicht immer in der Mitte oder vorne. Meistens gibt es zwei, ein Weibchen und ein Rüde. Das Weibchen sorgt innerhalb der Gruppe für Ruhe und Ordnung. Der Rüde ist für die Sicherheit zuständig.
 
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Katja
18. Juni 15:00
Ein Leithund läuft nicht immer in der Mitte oder vorne. Meistens gibt es zwei, ein Weibchen und ein Rüde. Das Weibchen sorgt innerhalb der Gruppe für Ruhe und Ordnung. Der Rüde ist für die Sicherheit zuständig.
Soweit ich weiß, ist dieses Rollenverständnis inzwischen weitestgehend überholt: in einem Hunderudel können Mitglieder durchaus wechselnde Positionen einnehmen bzw. verschiedene Aufgaben übernehmen. Und selbst das Rudel selber ist nicht fest definiert (außer im Zusammenleben mit uns Menschen), sondern durchaus mit wechselnden Mitgliedern.

War wohl, so wie ich gelesen habe, ein Konzept, was dem Menschen gut in den Kram passte. Stimmt aber nicht.

Für mich haben Hunde einfach verschiedene Persönlichkeiten, d.h. Stärken & Schwächen. Und danach werden sie auch behandelt, nicht nach einem wie auch immer gearteten Rollenverständnis.

Nero scheint mir schon recht selbstbewusst durchs Leben zu gehen. Aber das heißt ja nicht, dass er Führung nicht akzeptiert. Mit nem anderen Menschen hat’s ja durchaus schon geklappt!
 
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Moni
18. Juni 15:04
Kannte da ein anderes System dann bzw andere Benennungen. Was sie hier als Leithund betitelt kenn ich als Außenminister/ Kundschafter. Was sie Zentralhund nennt kenn ich als Leithund. Deswegen die Verwirrung. Aber vom System her ja eigentlich gleich. Bei Rocket bin ich mir da manchmal immernoch garnicht so sicher da er mit gewissen Situationen überfordert ist und mit zu viel Verantwortung. Allerdings greift er ein wenn jemand (also ich🙊) es nicht (allein) packt und ist generell extrem sozialkompetent und deeskalierend. Ich tippe auf nen introvertierten Polizisten, da er eher Ruhe reinbringt und Dinge regelt/ unterstützt die Harmonie wieder herzustellen. Find das alles immer super interessant und spannend und auch wichtig zu verstehen weil je nach Typ ob Mitarbeiter oder Anführer muss man mit nem Hund ja auch nochmal anders umgehen. Dem einen erteilt man Anweisungen und der braucht diese Sicherheit auch weil er mit zu viel Verantwortung überfordert wäre und der andere mit dem verhandelt man. Und je nach Schwächen und Stärken kann man sich das Rudel zusammenstellen und führen sodass es eben auch harmonisch ist.
Ich beziehe mich hier drauf.

https://youtube.com/playlist?list=PLk22WdvFaOSGCVp4nP-YqSaq1xCJR2qiI&si=nJtyKRZN1HbEspjV

Das ist die Playlist zu den verschiedenen Hundetypen, die sie beschreibt.
Und die werden in dem Buch " Abenteuer Vertrauen" auch nochmal beschrieben.

Und seitdem ich diese ganzen kommentierten Verhaltensvideos geschaut habe, sehe ich spezifisches Verhalten auch immer wieder. Oder man liest es ^^
Mir hat's im Verständnis zu meinem Hund seeeeehr geholfen!!
Ich hab so einen vorderen Kundschafter, der wirklich ein guter Qualitätstester ist.
Der bleibt so lange dran, bis sich ein Hund verändert. 😂
Er korrigiert aber zb nie. Hat er noch nie gemacht.
 
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Moni
18. Juni 15:07
Soweit ich weiß, ist dieses Rollenverständnis inzwischen weitestgehend überholt: in einem Hunderudel können Mitglieder durchaus wechselnde Positionen einnehmen bzw. verschiedene Aufgaben übernehmen. Und selbst das Rudel selber ist nicht fest definiert (außer im Zusammenleben mit uns Menschen), sondern durchaus mit wechselnden Mitgliedern. War wohl, so wie ich gelesen habe, ein Konzept, was dem Menschen gut in den Kram passte. Stimmt aber nicht. Für mich haben Hunde einfach verschiedene Persönlichkeiten, d.h. Stärken & Schwächen. Und danach werden sie auch behandelt, nicht nach einem wie auch immer gearteten Rollenverständnis. Nero scheint mir schon recht selbstbewusst durchs Leben zu gehen. Aber das heißt ja nicht, dass er Führung nicht akzeptiert. Mit nem anderen Menschen hat’s ja durchaus schon geklappt!
Es geht genau um das, angeborene Stärken und Schwächen. Kompetenzen mit denen wir Lebenwesen auf die Welt kommen und die uns einfach liegen, die wir nicht lernen müssen.

Es ergibt sich automatisch eine Gruppenkonstellation.
 
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Katja
18. Juni 15:21
Es geht genau um das, angeborene Stärken und Schwächen. Kompetenzen mit denen wir Lebenwesen auf die Welt kommen und die uns einfach liegen, die wir nicht lernen müssen. Es ergibt sich automatisch eine Gruppenkonstellation.
Mag ja sein.
Aber es ist wieder ein Schema, in das wir unsere Hunde versuchen zu pressen, um dann wieder Schemata anzuwenden.
Warum nicht einfach das Individuum so nehmen, wie’s ist und damit arbeiten?

Aber ich glaube, diese Diskussion führt jetzt hier zu weit und hilft auch Julia nicht wirklich weiter.
 
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Moni
18. Juni 15:52
Mag ja sein. Aber es ist wieder ein Schema, in das wir unsere Hunde versuchen zu pressen, um dann wieder Schemata anzuwenden. Warum nicht einfach das Individuum so nehmen, wie’s ist und damit arbeiten? Aber ich glaube, diese Diskussion führt jetzt hier zu weit und hilft auch Julia nicht wirklich weiter.
Es geht darum von Hunden zu lernen.
Wie sie untereinander miteinander umgehen um zb einen Hund wieder in seine Mitte zu bekommen, wenn dieser Traumata oder ähnliches besitzt und dadurch Verhaltensauffälligkeiten hat.

Sie hat letztendlich nur Verhalten beschrieben und gruppiert, was sie an 300 Haushunden in ihrer Studie gesehen hat.