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Julia 🐾Nero
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zuletzt 20. Juni

"Gewöhnungseffekt" im Training?

Hallo ihr Lieben, Ein Thema das mich gerade akut wieder zur Verzweiflung bringt, sich aber seit ich Nero habe durchzieht. Wenn wir einen neuen Trainingsansatz probieren läuft es in der Regel so ab: Er versteht es relativ schnell (nicht Einstein schnell, aber doch zügig), dann erfolgt eine steile Lernkurve, in der das trainierte Verhalten immer besser ausgeführt wird und dann, für mich aus unerklärlichen Gründen, wachen wir eines Tages auf und er führt das Verhalten nicht mehr aus. Und es wird dann auch nicht mehr besser. Meine laienhafte, naive Vorstellung von Training ist, dass der Hund es mit der Zeit immer besser kann, es ihm immer leichter fällt und zum Normalzustand wird. Bei uns ist es genau anders rum. Am Anfang lernen und bemühen und wenn man das Gefühl hat er kann es, macht er nicht mehr mit. Hat jemand mit soetwas Erfahrung? Ist es eine Art Gewöhnung? Ich gehe schon davon aus, dass es an mir liegt. Allerdings scheint es kein Verständnisproblem zu sein. Zur Veranschaulichung, aktuell ist es wieder die Leinenführigkeit (tritt aber auch bei anderen Problemen wie Rückruf genauso auf). Wir haben jetzt zum dritten Mal mit einem Trainer versucht diese aufzubauen. Mit allen drei Methoden und Trainern lief es gleich ab. Relativ schnell verstehen was man will, immer besser werden und dann plötzlich einfach nicht mehr mitmachen. Zu dem Wort "Gewöhnung" würde mir noch "Abnutzung" einfallen, also das die Signale (sowohl positive als auch negative) ihre Wirkung verlieren und er anfängt sie völlig zu ignorieren, während er am Anfang noch beeindruckt ist. Aber das ist meine subjektive Interpretation und beide Begriffe passen auch nicht sonderlich gut. Ich bin ratlos. Diesmal schien es so vielversprechend zu sein 😞...
 
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Elke
20. Juni 09:04
Und ich verlinke mal das heutige Baumann-Video, Besitzerin hat Fundhund aus Serbien 4 Jahre lang, weil er ihr leid tat mit seiner Vergangenheit, nur betüddelt und permissiv erzogen. U.a. auch interessant wegen Körperhaltung.

https://youtu.be/hFR6LZxrjvM?is=15CscdGC2toesurI
 
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Frank
20. Juni 09:58
Na ja, ich glaube, die Frage meinte Alois ein bissi provokant. Wenn Yuki ja nach 2-3 Runden nicht mehr will, gefällt ihr Hoopers vlt. gar nicht, aber Christa 😊. Richtig, Alois?
Bin ziemlich davon überzeugt dass im Hundesport in der Regel den Hunden eher entscheidend ist wie man das ihnen schmackhaft macht.
Zudem reichen 3 Runden der gleichen Übung auch locker aus, mehr braucht es nicht am Tag, maximal 2x/Woche.
Hat man einen gewissen Ehrgeiz (-->Turniersport) hat man eben zu akzeptieren dass der evtl. nicht zum eigenen Hund passt wenn sonst Stimmung und Kommunikation ok sind.

Baja hat nach drei, vier Runden der gleichen Übung auch keine große Lust mehr. Da breche ich lieber ab bevor das deutlich wird

Oft belasse ich es von vorne herein bei max. 3 Durchgängen. Dann ist bischen Spielen und immer(!) eine Pause angesagt.
Danach ein anderer Übungsparcuor.

"Verkaufen, schmackhaft machen," ist wieder so ein Stimmungsding.
Entsteht beim Halter innerer Druck, versaut man dem Hund die Freude an der Sache.
Weiß ich auch aus eigener Erfahrung, Baja hat mir das paarmal sehr deutlich gezeigt.


LG 🌻
 
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Alois
20. Juni 10:36
Bin ziemlich davon überzeugt dass im Hundesport in der Regel den Hunden eher entscheidend ist wie man das ihnen schmackhaft macht. Zudem reichen 3 Runden der gleichen Übung auch locker aus, mehr braucht es nicht am Tag, maximal 2x/Woche. Hat man einen gewissen Ehrgeiz (-->Turniersport) hat man eben zu akzeptieren dass der evtl. nicht zum eigenen Hund passt wenn sonst Stimmung und Kommunikation ok sind. Baja hat nach drei, vier Runden der gleichen Übung auch keine große Lust mehr. Da breche ich lieber ab bevor das deutlich wird Oft belasse ich es von vorne herein bei max. 3 Durchgängen. Dann ist bischen Spielen und immer(!) eine Pause angesagt. Danach ein anderer Übungsparcuor. "Verkaufen, schmackhaft machen," ist wieder so ein Stimmungsding. Entsteht beim Halter innerer Druck, versaut man dem Hund die Freude an der Sache. Weiß ich auch aus eigener Erfahrung, Baja hat mir das paarmal sehr deutlich gezeigt. LG 🌻
Wenn es dem Hund und dem Halter Spaß macht ist das voll in Ordnung 🙂
Dann bedarf es aber auch keiner übermäßigen Motivation durch Stimmungsübertragung!
Am schönste finde ich es wenn man die intrinsische Motivation des Hundes erkennen kann, und auch auf diese eingeht!🙂
Das ist ein entgegenkommen, das der Hund auch zu würdigen weis🙂
 
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Frank
20. Juni 11:58
Wenn es dem Hund und dem Halter Spaß macht ist das voll in Ordnung 🙂 Dann bedarf es aber auch keiner übermäßigen Motivation durch Stimmungsübertragung! Am schönste finde ich es wenn man die intrinsische Motivation des Hundes erkennen kann, und auch auf diese eingeht!🙂 Das ist ein entgegenkommen, das der Hund auch zu würdigen weis🙂
Ich stimme dir allgemein gerne zu.

Stimmungsübertragung jedoch findet (sofort oder einschleichend) in der Regel immer statt. Ob wir wollen oder nicht. Das ist u.a. eines der eigentlichen Probleme in vielen Mensch-Hund-Beziehungen und ist in diesem Thread eines der zentralen Themen in meinen Augen.
Deswegen reite ich ja so darauf herum 😁
Unser Job ist es die Stimmung entsprechend zu modulieren, da muss man nicht immer jubelnd herum hüpfen. Mache ich auch nicht, aber schon wenn ich Hundine wirklich helfen sollte wenn z.B. Blockaden auftauchen die ich oder irgendwelche Ereignisse (womöglich in einer Vorgeschichte) verursacht habe.

Also manchmal tut's halt Not wenn der Hund oder Hundehalter oder beide zusammen in "womöglich essentielle" Schwierigkeiten geraten sind 🌻