Was darauf hindeuten könnte, dass er territorial motiviert ist ist, dass er die ersten 4 bis 5 Wochen in der neuen Umgebung hier keine Hunde angepöbelt hat. Er lief auch relativ ok an der Leine, das war sogar vor dem neuen Leinenführigkeitstraining fällt mir auf. Er hat inzwischen auch aufgehört sich im Garten zu lösen (das hat er anfangs gemacht) und markiert draußen fleißig.
Ich war überglücklich und habe ihm immer lange Leine gelassen, wenn wir mit Abstand an Hunden vorbeigingen und habe ihn für die gute Entscheidung gelobt. Dann fing es langsam aber sicher wieder an.
Ja er schleckt alles ab, für einen intakten Rüden ist das denke ich durchaus normal. Er leidet aber nicht besonders bei läufigen Hündinnen. Interesse an den Spuren ist da, keine Frage.
Jagdlich ist er stark interessiert. Im Wohngebiet ist er immer ruhiger, als im Feld oder Wald. Er hat früher auch nur auf Sicht gehetzt und jetzt geht er auf Spuren. Das erste mal als er bei einer Wildspur abgehauen ist habe ich überhaupt nicht damit gerechnet, weil er bis dahin nur auf visuelle Bewegungsreize angesprochen hat.
Ich glaube, es geht, wie Tina angesprochen hat, um wirkliche Bedürfnisbefriedigung und einen Umgang mit ihm, den er ernst nehmen kann. Und das ist überhaupt nicht böse gemeint, aber ich lese raus, dass du wirklich möchtest, dass man dir ehrlich schreibt, was man denkt.
Er ist zu sehr im Außen, weil im Innen zu wenig ist von dem, was er braucht. Und weil er ist, wer er ist, und das auch weiß, tut er, was er will.