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Jacklin
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zuletzt 22. Juli

Border Collie-Mix dreht bei Besuch durch

Guten Tag, wir haben seit 6 Monaten einen border Collie Mischling. Er ist 2 Jahre alt und hat folgendes Problem: Er hat seit Tag 1 bei uns das Haus erobert… Er bellt sobald es klingelt, sobald die Haustür aufgeht stürmt er hin und schnappt nach dem Besuch ist überhaupt nicht mehr zu bremsen geht in dieser Situation auch nicht mehr auf sein Platz, er bellt Menschen an (Hunde komischerweise liebt er) Nur wenn eine fremde Person ihn ein leckerlie gibt beruhigt er sich und fremde Menschen geht nur außerhalb der Wohnung vorzustellen weil er in der Wohnung direkt durchdreht…. Wir hatten Besuch von einer hundetrainerin allerdings hat uns das echt überhaupt nicht weiter geholfen. Wir sollten lernen das er auf sein Platz bleibt ihn anleinen in der Wohnung oder in einer Box sperren. Zudem keine Wurf Spiele mehr also kein Ball holen keine Stöckchen Spiele usw…. Unsere Meinung zu dem ist nicht so positiv da wir unseren Hund ungern anleinen wollen in der Wohnung geschweige den einsperren. Außerdem ist er super verspielt und liebt es Stöckchen usw zu bringen. Hat wer Tipps oder andere Lösungen wie wir dieses Verhalten verbessern können ?
 
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Jacklin
22. Juli 14:09
Hi, Respekt gebührt dir für deine Ehrlichkeit. Vermutlich wird dir meine Einschätzung dazu nicht gefallen, aber da du mit der Gesamtsituation unzufrieden bist und diese gerne ändern möchtest, sind klare Worte einfach notwendig. Jemand muss euch mal die Augen öffnen und euch aus eurer „Schöne Welt Blase“ herausholen! Das was du beschreibst, ist der Klassiker, den Anfänger immer wieder aufs Neue begehen. Ihr holt euch ein Familienmitglied, integriert es in euren Verbund und verwechselt Hund mit Mensch. Genau dadurch schafft ihr diese chaotischen Zustände, mit welchen ihr eigentlich gar nicht zufrieden seid, aber ändern wollt ihr letztendlich auch nichts. Ihr verwechselt verlässliche Führung und Struktur leider völlig mit Freiheitsentzug. Ein zwei Jahre alter Hütehund Mix ist kein Kind, dem man einen Gefallen tut, wenn man ihm im Haus die narrenfreie Zone überlässt. Weil bei euch niemand klar die Regie übernimmt, springt der Hund zwangsläufig in die Lücke. Das hat nichts mit Bosheit zu tun, er versucht schlicht, die Kontrolle über die Situation zu bekommen. Das gibt ihm zwar ein Mindestmaß an vermeintlicher Sicherheit, bedeutet für ihn aber in erster Linie gigantischen, dauerhaften Stress. Das Ergebnis seht ihr an der Haustür: Er bewacht euer Territorium, bestimmt, wer reinkommt, und maßregelt Besuch mittlerweile bereits durch Schnappen. Eines muss euch klar sein: Schnappen ist erst der Anfang. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Hund hier einmal resoluter durchgreift und richtig zubeißt. Wie es danach weitergeht, kann man nur vermuten, auf jeden Fall nicht positiv für den Hund! Schaut euch doch mal an, was ihr durch euer aktuelles Handeln eigentlich bewirkt: - Indem ihr ihn frei im Haus flitzen lasst, schenkt ihr ihm keine Freiheit, sondern ladet ihm die volle Verantwortung auf, das Haus zu bewachen und Entscheidungen zu treffen. - Indem ihr weiter Wurfspiele und Stöckchenspiele macht, lastet ihr ihn nicht mental aus, sondern pumpt ihn mit Adrenalin und Stresshormonen voll. Das Hirn brennt durch und an der Tür fehlt ihm anschließend jegliche Impulskontrolle. - Indem ihr den Besuch Leckerlis füttern lasst, löst ihr nicht sein Problem, sondern bringt ihn in einen massiven inneren Konflikt zwischen Futtergier und Unsicherheit oder Kontrollzwang. Das Traurige daran ist: Ihr hattet bereits eine Trainerin da, die euch exakt die richtigen Ratschläge gegeben hat, von der Hausleine über den Ruheort bis hin zum Stopp der Wurfspiele. Ihr werft die Lösung aber über Bord, weil sie nicht in euer romantisches Wunschbild von Hundehaltung passt. Der aktuelle Zustand, der bei euch herrscht, ist das Produkt eures Fehlverhaltens und eurer Fehlinterpretation. Entweder ihr übernehmt jetzt die Verantwortung für den jungen Kerl, oder ihr lasst es sein und gebt ihn in fürsorgliche und verantwortungsbewusste Hände ab. So wie es aktuell ist, schadet ihr dem Hund mehr, als ihr ihm wirklich Gutes tut. Solange ihr ihm nicht die Verantwortung abnehmt und klare Grenzen setzt, wird sich an diesem gefährlichen Verhalten absolut gar nichts ändern.
Danke für dein Kommentar.
Das Verhalten hatte unser Hund schon beim Vorbesitzer. Da diese( dachte ich) Erfahrungen laut deren Aussagen hatte haben wir uns Unterstützung und Hilfe dort gesucht was aber leider nicht weitergeholfen hat. Diese haben uns auch vermittelt das wir das, was unsere trainierin meinte nicht bräuchten und wir nicht für alles eine fachliche Meinung einholen müssen sondern uns an denen wenden sollen. Durch die etlichen Kommentare weis ich jetzt das dies falsch war und ich werde meinen Ansatz jetzt neu gestalten. Ich werde mich nochmal mit der trainierin in Verbindung setzten sobald ich die hilfreichen Kommentare angewandt habe. Vielen Dank.
 
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Kantana
22. Juli 14:23
Danke für dein Kommentar. Das Verhalten hatte unser Hund schon beim Vorbesitzer. Da diese( dachte ich) Erfahrungen laut deren Aussagen hatte haben wir uns Unterstützung und Hilfe dort gesucht was aber leider nicht weitergeholfen hat. Diese haben uns auch vermittelt das wir das, was unsere trainierin meinte nicht bräuchten und wir nicht für alles eine fachliche Meinung einholen müssen sondern uns an denen wenden sollen. Durch die etlichen Kommentare weis ich jetzt das dies falsch war und ich werde meinen Ansatz jetzt neu gestalten. Ich werde mich nochmal mit der trainierin in Verbindung setzten sobald ich die hilfreichen Kommentare angewandt habe. Vielen Dank.
Ich wünsche euch viel Erfolg und hoffe dass ihr letzlich irgendwann einen guten Lösungsweg finden werdet für ein entspanntes Zusammenleben. 🪻
 
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Heike
22. Juli 14:28
Hi, Respekt gebührt dir für deine Ehrlichkeit. Vermutlich wird dir meine Einschätzung dazu nicht gefallen, aber da du mit der Gesamtsituation unzufrieden bist und diese gerne ändern möchtest, sind klare Worte einfach notwendig. Jemand muss euch mal die Augen öffnen und euch aus eurer „Schöne Welt Blase“ herausholen! Das was du beschreibst, ist der Klassiker, den Anfänger immer wieder aufs Neue begehen. Ihr holt euch ein Familienmitglied, integriert es in euren Verbund und verwechselt Hund mit Mensch. Genau dadurch schafft ihr diese chaotischen Zustände, mit welchen ihr eigentlich gar nicht zufrieden seid, aber ändern wollt ihr letztendlich auch nichts. Ihr verwechselt verlässliche Führung und Struktur leider völlig mit Freiheitsentzug. Ein zwei Jahre alter Hütehund Mix ist kein Kind, dem man einen Gefallen tut, wenn man ihm im Haus die narrenfreie Zone überlässt. Weil bei euch niemand klar die Regie übernimmt, springt der Hund zwangsläufig in die Lücke. Das hat nichts mit Bosheit zu tun, er versucht schlicht, die Kontrolle über die Situation zu bekommen. Das gibt ihm zwar ein Mindestmaß an vermeintlicher Sicherheit, bedeutet für ihn aber in erster Linie gigantischen, dauerhaften Stress. Das Ergebnis seht ihr an der Haustür: Er bewacht euer Territorium, bestimmt, wer reinkommt, und maßregelt Besuch mittlerweile bereits durch Schnappen. Eines muss euch klar sein: Schnappen ist erst der Anfang. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Hund hier einmal resoluter durchgreift und richtig zubeißt. Wie es danach weitergeht, kann man nur vermuten, auf jeden Fall nicht positiv für den Hund! Schaut euch doch mal an, was ihr durch euer aktuelles Handeln eigentlich bewirkt: - Indem ihr ihn frei im Haus flitzen lasst, schenkt ihr ihm keine Freiheit, sondern ladet ihm die volle Verantwortung auf, das Haus zu bewachen und Entscheidungen zu treffen. - Indem ihr weiter Wurfspiele und Stöckchenspiele macht, lastet ihr ihn nicht mental aus, sondern pumpt ihn mit Adrenalin und Stresshormonen voll. Das Hirn brennt durch und an der Tür fehlt ihm anschließend jegliche Impulskontrolle. - Indem ihr den Besuch Leckerlis füttern lasst, löst ihr nicht sein Problem, sondern bringt ihn in einen massiven inneren Konflikt zwischen Futtergier und Unsicherheit oder Kontrollzwang. Das Traurige daran ist: Ihr hattet bereits eine Trainerin da, die euch exakt die richtigen Ratschläge gegeben hat, von der Hausleine über den Ruheort bis hin zum Stopp der Wurfspiele. Ihr werft die Lösung aber über Bord, weil sie nicht in euer romantisches Wunschbild von Hundehaltung passt. Der aktuelle Zustand, der bei euch herrscht, ist das Produkt eures Fehlverhaltens und eurer Fehlinterpretation. Entweder ihr übernehmt jetzt die Verantwortung für den jungen Kerl, oder ihr lasst es sein und gebt ihn in fürsorgliche und verantwortungsbewusste Hände ab. So wie es aktuell ist, schadet ihr dem Hund mehr, als ihr ihm wirklich Gutes tut. Solange ihr ihm nicht die Verantwortung abnehmt und klare Grenzen setzt, wird sich an diesem gefährlichen Verhalten absolut gar nichts ändern.
Ich muss Dir da nicht gerne, aber ungerne Recht geben. Lieber Sebbi.
 
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Carola
22. Juli 14:36
Wir haben den Hund mit diesem Verhalten schon übernommen und wollen daran ja arbeiten und es ändern. Zudem haben wir ihn schon etliche Dinge beigebracht. Ich suche nur Rat weil ich meinem Hund nicht einsperren will. Ich laste ihn natürlich auch mit anderen spielen und arbeiten aus.
Ich wünsche dir viel Glück und ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen dass ihr eine schwere Aufgabe vor euch habt.
Es geht auch nicht darum den Hund einzusperren sondern mit ihm Impulskontrolle zu üben und ihm klare Grenzen zu setzen.
Wenn ihr es schafft den Hund artgerecht auszulasten und seine Impulskontrolle verbessern könnt dann werdet ihr viel Freude mit ihm haben aber das ist ein harter Weg.
 
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Olli
22. Juli 14:56
Wir haben das wie die Vorbesitzer leider unwissend weiter geführt das der Besuch leckerlie gegeben hat damit er ruhig wird… das war wohl ein großer Fehler was jetzt zu mehr dominanz führte
Das muss nicht zwingend schlimm sein, WENN der Hund z.B. Leckerlies vom Besuch zugeworfen bekommt, WENN er brav auf seinem Platz liegt.

Für Anrempeln, Stalken und Betteln gibt's natürlich nichts. :-)
 
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Tina
22. Juli 14:57
Wir bauen den Ball zum Beispiel beim Dummytraining ein, wenn du das auch machst. Ich nutze den als Belohnung für den Sitzpfiff aus dem Lauf, Amira ist draußen nicht sehr futtergeil, damit aufgebaut hat es bei ihr nicht gut funktioniert, meine Dummyhundeschule hat einen Vortrag gemacht es mit Ball aufzubauen, siehe da dafür setzt sie sich weil sie Belohnung einfach stärker ist. Den Kommpfiff kann ich damit auch stärken wenn ich den Ball vorher ins Gras werfe und dann suchen lasse, ist für sie mehr Wert wie Futter ins Gras zu schmeißen, ich kann auch den kleinen Suchenpfiff damit trainieren auch wenn ich auch Pocket Dummys verwende. Amira zergelt nicht und warum soll ich dann eine Belohnung mit so einer hohen Wertigkeit nicht fürs Training nutzen. Von der Wurfstange habe ich auch Abstand genommen aus gesundheitlichen Gründen, ich will die Gelenke nicht kaputt machen. Ich will sagen, man kann mehr machen wie nur stupide werfen aber das mache ich durchaus auch mal. Ich finde unsere Bindung hat es nur gestärkt, irgendwie muss ich ja spielen wenn der Hund nicht gern zergelt als Belohnung.
Das stimmt ja auch, das man einen Ball durchaus sinnvoll und dosiert auch nutzen kann.


Mit "stupides Werfen/Apportieren" meine ich diese Klassiker Begegnungen, von denen ich dieses Jahr schon mehrere hatte und ich durchaus früher ganz genau so war. Du triffst nen HH, Hunde checken sich kurz ab, kein großes interesse, der HH macht einfach mit dem was er vorher tat weiter: den Ball werfen.

Während wir uns noch min 5 min unterhalten wird nebenbei mit einer Art Automatismus der Ball immer und immer wieder geworfen und der Hund beim Bringen gar nicht beachtet. Von mir geschätzt min 20,30 Würfe allein in der Zeit vom Smalltalk, es wurde ja vorher schon geworfen und als wir gingen auch weiter gemacht.

Ich habe das immer direkt und vorsichtig angesprochen, dass die Aktivität für den Hund anstrengend und nicht zu unterschätzen ist, ob es nicht etwas zu viel des Guten ist usw.....

Es scheint aber noch sehr stark der Glaube verbreitet zu sein, dass der Hund das genau so braucht, dass es die einzig wahre Beschäftigung sei.... nach dem Motto unter gefühlt 100 Apportierwürfen geht nix und der Hund sei nicht ausgelastet. 🤦😱
 
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Sebbi
22. Juli 18:35
Das stimmt ja auch, das man einen Ball durchaus sinnvoll und dosiert auch nutzen kann. Mit "stupides Werfen/Apportieren" meine ich diese Klassiker Begegnungen, von denen ich dieses Jahr schon mehrere hatte und ich durchaus früher ganz genau so war. Du triffst nen HH, Hunde checken sich kurz ab, kein großes interesse, der HH macht einfach mit dem was er vorher tat weiter: den Ball werfen. Während wir uns noch min 5 min unterhalten wird nebenbei mit einer Art Automatismus der Ball immer und immer wieder geworfen und der Hund beim Bringen gar nicht beachtet. Von mir geschätzt min 20,30 Würfe allein in der Zeit vom Smalltalk, es wurde ja vorher schon geworfen und als wir gingen auch weiter gemacht. Ich habe das immer direkt und vorsichtig angesprochen, dass die Aktivität für den Hund anstrengend und nicht zu unterschätzen ist, ob es nicht etwas zu viel des Guten ist usw..... Es scheint aber noch sehr stark der Glaube verbreitet zu sein, dass der Hund das genau so braucht, dass es die einzig wahre Beschäftigung sei.... nach dem Motto unter gefühlt 100 Apportierwürfen geht nix und der Hund sei nicht ausgelastet. 🤦😱
Gibts hier in der Nähe auch so nen Vogel mit ner Mali-Hündin.
Sebbi hat das ne Zeit lang beobachtet…
Schwubbs, schau mal Alta, ich hab nen neuen Ball 😳
 
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Steffi
22. Juli 18:52
Gibt aber leider keine andere Möglichkeit. So wie es aussieht ist der Hund bei euch der „Rudelführer“. Er verteidigt sein Revier wenn fremde Besucher hereinkommen und schnappt sogar. Ein Hund muss lernen wo sein Platz ist. Und ich denke nicht dass ihr einen Hund haben wollt, der euch im Griff hat. Ihr lässt ihm zu viele Freiheiten die er gar nicht haben sollte. Eine Leine im Haus bzw eine Box wären da nicht so schlecht.

Wurf Spiele finde ich grundsätzlich unproblematisch aber würde ich definitiv nicht im Haus empfehlen. Ruhetraining ist in diesem Fall das A und O. Dass der Hund weiß, im Garten darf Action sein, im Haus herrscht Ruhe, auf der Hundewiese darf Action sein, bei öffentlichen Orten herrscht Ruhe. Trainiert das mit ihm jedes Mal.

Wenn der Hund keine Grenzen lernt, hat er euch in der Hand und wird euch weiter Probleme machen