Hallo Melanie,
ich kann da voll mitfühlen.
Wer denkt, dass man es nach einer Ausschlussdiät bereits geschafft hat, hat nur wahnsinniges Glück gehabt.
Am Anfang dachte ich auch, dass es reicht auf ein anderes allergen freies - oder Hypoallergenesfutter umzusteigen. Alles hat nicht geholfen. Bei letzterem hat meiner von Fell Jucken über Ohrenentzündung, Durchfall bis hin zu Erbrechen alles gehabt. Laut Arzt sollte ich es ihm weiter geben, obwohl er bereits die ersten Anzeichen der Allergie hatte. Also ein voller Reinfall.
Ich habe auch bereits verschiedene Ernährungsexperten hinzugezogen, welche sich nach einiger Zeit nur noch wunderten, warum es immer wieder über kurze oder länger Zeit zu den verschiedensten Symptomen kam. Verschieden Tests wurden auch gemacht und haben wenig gebracht.
Nach dem ich über 3 Jahre alle möglichen Trocken- und Dosenfutter versucht habe und ich mir in dieser Zeit (nicht gleich am Anfang) aufgeschrieben habe, wann und welches Futter ich ihm in welchen Zeitraum gegeben habe und welche Symptome er dabei bekam, kam ich zu der Erkenntnis, dass ich BARFen muss. Dabei stellte sich heraus, dass er verschiedene Öle (zum Beispiel Leinöl, welches fast immer darin ist) nicht verträgt. Das er, wie ich durch das "Futtertagebuch" vermutete, auch keine Kartoffeln, Möhren usw. Verträgt.
Nun habe ich vor kurzem noch einen Magen Darm Test bei ihm machen lassen.
Seine Darmwand ist nicht ganz dicht und dadurch kann es auch zu der Futtermittelallergie kommen.
Das richtige Fleisch habe ich zwar noch nicht gefunden, aber wir sind immerhin auf dem richtigen Weg.
Wenn ich dass alles am Anfang gewusst hätte, hätte ich gleich mit BARFen angefangen. Denn da
entscheidet man selbst, was reinkommt und kann somit die einzelnen Komponente austauschen und gegebenfalls Vitamine in Pulverform hinzufügen.
Ich war selbst oft am Limit, da selbst die Ärzte und Ernährungsberater keine Idee mehr hatten.
Ich hoffe, ich konnte dir mit unserer Geschichte helfen und wünsche euch gut Besserung.
Eine Ausschlussdiät bedeutet auch nicht, auf irgendein anderes Futter umzusteigen. Man hat kein wahnsinniges Glück gehabt, wenn eine Ausschlussdiät etwas bringt, sondern man hat sie richtig gemacht. Ausschlussdiät bedeutet, ein tierisches Protein zu füttern, was der Hund noch nie bekommen hat und ein pflanzliches dazu, z.B. Süßkartoffel. Das Ganze muss man ausschließlich (auch keine Leckerchen) über mehrere Wochen (4-6) füttern, um einen Erfolg erkennen zu können. Wenn das nicht funktioniert, reagiert der Hund wahrscheinlich bereits auf eines dieser beiden Futtermittel oder sogar auf beide (oder der Grund ist gar kein Futtermittel). Dann muss man von vorne beginnen. Funktioniert es, kann man ganz langsam alle 1-2 Wochen eine weitere Zutat dazunehmen, z.B. Möhren. Bei uns waren tatsächlich 2 Wochen nötig, da Mailo erst nach 10 Tagen reagiert hat. Klappt es, macht man so weiter. Klappt es nicht, lässt man die Zutat sofort wieder weg, wartet 2 Wochen, bis der Hund nicht mehr reagiert und beginnt etwas neues. Das ganze ist sehr zeitaufwendig und man benötigt viel Geduld. Es lohnt sich aber, denn nur so kann man sicher herausfinden, was der Hund verträgt und ganz besonders, was er nicht verträgt. Wenn man so tatsächlich nicht zum Erfolg kommt, liegt es auch nicht am Futter. Der Hund kann, genau wie der Mensch, auch an Umweltallergien leiden (z.B. Pollen, Hausstaubmilben, Herbstgrasmilben usw.) Auch Futtermilben kommen in Betracht. Dann ist das Problem jegliches Trockenfutter, egal was für Zutaten es hat. Aus diesen Gründen ist es sinnlos und kann sogar das komplette Gegenteil bewirken, wenn du über 3 Jahre alle möglichen Trocken- und Dosenfutter probiert hast. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Ernährungsberater empfohlen haben und ein Tierarzt schon gar nicht.