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Alles rund um Würmer beim Hund

Würmer sind ein Problem, das bei Vierbeinern immer wieder auftreten kann. Das hat nichts mit Hygiene oder Sauberkeit zu tun. Dein Vierbeiner kann immer beim Gassi-gehen etwas ablecken oder fressen und schon ist es geschehen. Du musst dich dafür nicht schämen. Wichtig ist nur, dass die Würmer zeitnah behandelt werden. Viele entwurmen ihrer Hunde in regelmäßigen Abständen und quasi prophylaktisch. Doch das wäre an und für sich nicht nötig, sogar eher unnütz. Du kannst auch keinen Husten behandeln, der noch nicht vorhanden ist. Genauso wenig kannst du einen Hund vorbeugend entwurmen.

Hat das Tier Würmer, kannst du diese beseitigen. Hat dein vierbeiniger Schatz aber keine Würmer, so musst du ihn auch nicht mit der Chemiekeule behandeln. Am besten ist es immer, von Zeit zu Zeit eine Kotprobe beim Tierarzt abzugeben, und wirklich nur bei Befall zu entwurmen. Eine Ausnahme sind da jedoch Welpen. Diese werden meist bereits mit wenigen Wochen das erste Mal auf Verdacht entwurmt. Sie können sich bereits im Mutterleib mit Würmern anstecken und das Risiko wäre bei so kleinen Tieren sehr hoch. Auch Jagdhunde und Hunde, die viel im Wald freilaufen, haben ein höheres Risiko, sich immer wieder mit Würmern anzustecken. Ob du alle zwei Monate eine Kotprobe von drei Tagen bei deinem Tierarzt abgibst, oder den Hund auf Verdacht entwurmen möchtest, bleibt am Ende des Tages dir überlassen. Falls Würmer jedoch bereits im Kot sichtbar sind, dann sind die Indizien eindeutig und du solltest deinem Hund zeitnah eine Wurmkur verabreichen.

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Inhalt: Alles rund um Würmer beim Hund

Wie viel kostet eine Wurmkur für Hunde?

Du kannst die Wurmkur für deinen Hund online bestellen oder auch in der gut sortierten Tierhandlung kaufen. Online oder im Handel kannst du Wurmtabletten oder Pasten bereits ab etwa 5 Euro bis etwa 20 Euro kaufen. Auf der Packung wird genau beschrieben, wie diese dem Vierbeiner zu verabreichen ist. Die Menge der Paste oder ob eine ganze oder halbe Tablette richtet sich immer nach dem Gewicht des Hundes. Das solltest du gewissenhaft befolgen.

Wie teuer ist eine Wurmkur beim Tierarzt?

Eine Wurmkur beim Tierarzt kostet dich etwa 20 Euro bis 30 Euro. Das ist natürlich von Tierarzt zu Tierarzt verschieden. Für eine Kotprobe musst du auch stets zwischen 15 Euro und 20 Euro bezahlen. Sollte dadurch noch ein Wurmbefall diagnostiziert werden, so kommt anschließend noch der Betrag für die Wurmkur oben auf. Regelmäßige Kotuntersuchungen können somit auf Dauer etwas teurer sein. Auf der anderen Seite aber pumpst du deinen Hund nicht permanent mit Chemie voll, wenn dies gar nicht nötig wäre. Dies solltest du vor allem dann beherzigen, wenn dein Hund die Wurmkur nicht gut verträgt. Die meisten Hunde reagieren nicht negativ auf Wurmtabletten und Wurmpasten. Manche Hunde aber bekommen Durchfall, müssen sich übergeben und können sogar Fieber bekommen.

Welche Symptome zeigen Hunde bei Würmern?

Das bekannteste Anzeichen, dass dein Hund Würmer hat, ist das sogenannte Schlittenfahren. Dabei rutscht er auf seinem Hinterteil ständig am Boden dahin. Dadurch versucht er seinen Juckreiz zu lindern. Du musst jetzt keinen Schreck bekommen, wenn dein Hund dies einmal kurz macht. Kontrolliere sein Hinterteil, es kann auch sein, dass sich lediglich etwas im Fell verheddert hat, das er nun loswerden will. Kommt dies aber häufig vor, solltest du an Würmer denken.

Viele Hunde leiden bei Wurmbefall auch unter Appetitlosigkeit. Manche magern auch stark ab, obwohl sie ganz normal fressen. Auch Durchfall und gesteigerter Appetit können Hinweise auf Würmer sein. Ist der Wurmbefall bereits sehr fortgeschritten, so kann es auch zu Erbrechen kommen. Auch am stumpfen Fell und Veränderungen an der Haut deines Tieres kannst du einen Wurmbefall diagnostizieren.

Was bewirkt Wurmkur beim Hund?

Die Tabletten und Pasten bestehen aus chemischen Inhaltsstoffen und sind meist auf Basis von Milbemycinoxim oder Praziquantel aufgebaut. Diese Präparate dienen dazu, die Muskulatur der Parasiten im Körper des Hundes zu lähmen. Dadurch sterben diese ab und werden vom Hund ausgeschieden. Diese Wurmkuren bekämpfen nun für etwa 24 Stunden die Parasiten im Organismus der Vierbeiners. Würmer werden abgetötet und der Hund kann nun auch keine infektiösen Wurmeier mehr ausscheiden. Es ist jedoch so, dass sich deine Fellnase theoretisch bereits einen Tag später sofort wieder mit Würmern anstecken kann.

Was sind Giardien beim Hund?

Wenn dein Hund unter einem schleimigen, oft blutigen und vor allem anhaltenden und immer wiederkehrenden Durchfall leidet, so kann es sein, dass der Tierarzt Giardiose diagnostiziert. Das bedeutet, der Dünndarm des Tieres ist von Giardien befallen. Dabei handelt es sich um Parasiten, die mit dem freien Auge nicht erkennbar sind.

Neben dem faulig, leicht süßlich riechenden Stuhl kann der Hund auch unter Bauchschmerzen leiden. Viele Tiere bekommen sogar starke Bauchkrämpfe, leiden unter Appetitlosigkeit und müssen sich immer wieder übergeben. Die erkrankten Tier können stark an Gewicht verlieren und in schlimmen Fällen auch Fieber bekommen und unter Schüttelfrost leiden.

Der Tierarzt verschreibt in diesem Fall ein Antibiotikum und eine Wurmkur, meist Panacur. Bei Giardien ist es aber wichtig, dass auch die Ernährung der Vierbeiner von nun an verändert wird. Giardien sind sehr hartnäckig und können meist ein Leben lang nicht mehr ganz beseitigt werden. Meist aber verläuft dies ohne Symptome. Damit dies nach der Behandlung auch so bleibt, ist es wichtig, dass du deinem Vierbeiner möglichst zuckerfreie Nahrung fütterst. Der erste Weg wäre also, kein Trockenfutter mehr zu geben, oder auf ein hochwertiges Trockenfutter ohne Zuckerzusatz umzusteigen. Du kannst aber auch spezielles Nassfutter füttern, oder deinem Hund Schonkost zubereiten. Vor allem aber soll das Immunsystem deines Tieres gestärkt werden. Nur so treten die Giardien nicht immer wieder auf.

Welche Würmer können Hunde haben?

Am häufigsten kommt in unseren Breitengraden der Spulwurm vor. Dieser Parasit kann bis zu 20 cm lang werden. Häufig haben bereits Welpen diese Spulwürmer. Das erkennst du an dem dicken, vermeintlich oft als niedlich bezeichneten, Bäuchlein. Spulwürmer bei Welpen können dazu führen, dass die Welpen unter Wachstumsproblemen und Unterversorgung leiden.

Auch der Lungenwurm ist bei unseren Hunden stark vertreten. Hunde können sich damit anstecken, wenn sie Vögel oder Mäuse fressen, die mit Lungenwürmern kontaminiert sind. Auch mit Nacktschnecken oder Schneckengehäusen können sich unsere Vierbeiner die Lungenwürmer zuziehen. Sowohl die Lungenarterien, als auch die rechte Herzhälfte der Vierbeiner können davon befallen werden. Lungenwürmer können beim Tierarzt durch eine Kotuntersuchung, aber auch mittels Bluttest festgestellt werden.

Hakenwürmer sind etwas seltener, kommen aber dennoch immer wieder vor. Sie können über die Haut auch Menschen befallen. Der Hund, der von Hakenwürmern betroffen ist, magert ab, ist ständig müde und hat häufig Durchfall.

Peitschenwürmer kommen zwar selten vor, sind jedoch sehr hartnäckig. Diese markant aussehenden Würmer sind so robust, dass sich die Eier über Jahre halten können und immer noch infektiös bleiben. Peitschenwürmer sind vor allem in Tierheimen ein großes Problem und häufig leiden Tiere aus dem Ausland oder aus dem Tierheim unter diesen Parasiten. Die Peitschenwürmer setzen sich an den Darmwänden der Vierbeiner fest. Sie ernähren sich von Blut und betroffene Hunde zeigen meist Symptome wie blutigen Durchfall.

Herzwürmer, besser gesagt, deren Larven, werden durch die Stechmücke übertragen. Früher waren Herzwürmer vor allem im Mittelmeerraum oder in tropischen Ländern bekannt. Mittlerweile wurden aber auch in unseren Breitengraden Herzwürmer übertragen. Bis zu viermal pro Jahr sollten Hunde, die gefährdet sind, mit einem Präparat gegen Herzwürmer behandelt werden.

Der Gurkenkernbandwurm kann mit Obst und Gemüse übertragen werden. Besser gesagt über infizierte Flöhe, die sich auf den Lebensmitteln befinden. Daher ist es wichtig, auch für Hunde Obst und Gemüse immer gut zu waschen. Auch eine regelmäßige Prophylaxe gegen Flöhe gibt dir Sicherheit, dass sich dein Hund nicht mit dem Gurkenkernbandwurm ansteckt. Der spezielle Bandwurm erzeugt einen starken Juckreiz am Popo des Vierbeiners. Meist ist das Rutschen am Hinterteil ein gutes Anzeichen für einen Befall mit dem Gurkenkernbandwurm.

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