Ich hab selbst nen Border aus Arbeitslinie und kann daher bestätigen das sie sehr viel klare Führung und Ruhe brauchen.
Meine Assistenzhund Trainerin meinte damals mal "schnell können se schon, Ruhe müssen sie lernen".
Und das stimmt absolut.
Super wichtig ist auf Balance zu achten zwischen körperlicher, geistiger Auslastung aber auch sehr viel Ruhe/ Zeit zum Reize verarbeiten.
Ständiger Input macht die total kirre, dann sind sie ständig nur on weil sie garnicht runter kommen können.
Rocket braucht auch wirklich seine langen Ruhepausen, deswegen so 3 mal am Tag oder noch öfter rausgehen wär für ihn voll die Krise.
Hier in der Stadt hat er viel zu verarbeiten neben seiner Arbeit die er leistet, da braucht er entsprechend auch seine Pausen und Ruhezeiten.
Daher hats sich bei mir bewährt das wir morgens/ Vormittags ne große Runde machen (mittlerweile nurnoch ne Stunde krankheitsbedingt) wo wir Suchspiele machen oder zergeln und einfach gemütlich rumschlumbern und er sein Hundezeug macht, alle 3 Tage fahr ich die Runde mitm Fahrrad immer Etappen lockeres Traben am Rad und dann Schrittpausen zum lösen, schnüffeln usw.
Abends gibts die kleine Lulu Runde, nur lösen.
Früher war er ein zwei mal die Woche noch mit am Stall für 3-5 Stunden was auch viel Input fürs Hundehirn ist mit den ganzen Reizen.
Also das die ständig und / oder super viel Beschäftigung bräuchten ist halt völliger Quatsch und wird von Leuten die kein Plan von so Rassen haben halt immer verbreitet.
Es sind aber halt sehr anspruchsvolle Hunde.
Du musst mindestens genauso frisch im Kopf, aufmerksam, schnell usw sein wie sie.
Immer alles aufm Schirm haben, denn wenn du nicht regelst übernehmen sie direkt die Verantwortung.
Grad bei nem Hund der vielleicht noch nicht so gut gelernt hat wie er sich wo wie verhalten soll kann das ziemlich blöd werden.
Außerdem wäre dabei auch zu beachten wie die Rassen ticken.
Der Border zb fiddelt und fiepst wenn er gestresst oder überfordert ist.
Aussies und Malis bellen meist und Malis setzen schnell mal ihre Zähne ein wenn sie selbst was regeln müssen.
Ist halt schon ein Unterschied ob n Hund halt aufgeregt rumfiddelt oder zubeißt.
Da musst du halt auch mit umgehen können.
Und wie die anderen auch schon sagten, unbedingt auf nen gescheiten Züchter achten sonst hast du echt nen Problem.
Bei Rocket bin ich obwohl ich mich sehr gut informiert hab auf ne Vermehrerin reingefallen die sich als Hobbyzucht ausgab.
Statt meinem Hilfsmittel was mir Teilhabe im Alltag ermöglicht hab ich nun nen schwer kranken Hund (angeborene Spondylose, HD und dadurch seit nem Jahr rezidivierende Patellaluxation) der nur bedingt arbeiten kann da sitzen was psychisch sau belastend ist grad auch weil ich ja eigentlich auf ihn angewiesen bin.
Wobei ich ihn nach den bald 5 Jahren jetzt grade endlich stabil kriege... toi toi toi.
Falls es ein Border werden soll kann ich dir die Chestnut Border Collie Ranch empfehlen oder meine Züchterin Macalla Aislings Border Collies wo mein Minato dann her kommt.
Bei den anderen Rassen kenn ich jetzt keine Züchter, da einfach beim VDH gucken, aber auch da aufpassen da es auch da schwarze Schafe gibt die nicht so ordentlich auf Gesundheit, Wesensfestigkeit usw achten.