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Thomas
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heute 05:23

Rüde in der Pubertät u läufige Hündin

Hi, ich weiß, dass es dazu schon Beiträge gibt, aber die Suche hat jetzt irgendwie nichts hergegeben: Meine Hündin ist 4 und wird grad das 4. Mal läufig. Mein rüde wird 1 Jahr alt u ist mitten in der Pubertät. Geplant war, die Läufigkeit abzuwarten u dann zu entscheiden, ob es mit beiden intakten Hunden klappt, oder einer kastriert werden sollte. Sie blutet aktuell noch nicht, ist aber schon stark geschwollen. Die ersten 2 Tage war es manageable. In der Nacht von Tag 2 hat mein rüde kaum geschlafen u hin und wieder leicht gezittert und apathisch gewirkt und ins Leere geschaut. An Tag 3 hat er dann angefangen sein Futter zu verweigern, er ist eigentlich ein guter Esser… auch keine Leckerlis draußen beim Training, kein gut zureden, aus der Hand füttern, kein Frischfleisch, keine Chance. Ich hab jetzt an Tag 3 kurzerhand entschieden, dass ich die beiden komplett trenne, er ist jetzt zu meinen Eltern aufs Land, 2h entfernt ins Haus. Meine Hündin bei mir in der Stadt geblieben. Meine Züchterin meinte das geht schon, sie macht das im selben Haus immer, aber ich vermute eine 45qm Wohnung ist halt doch wieder ein wenig was anderes… Jetzt zur Frage: Ich hatte eigentlich vor über Ostern hinzufahren u ein paar Tage am Land zu verbringen. Ich habe aber grad Zweifel, ob das so eine kluge Idee ist. Ich würde sie gar nicht zusammen lassen, aber er wird sie ja trotzdem wahrnehmen wenn sie im selben Haus ist bzw. auch im Garten war u markiert hat und ich werde ja auch nach ihr riechen. Ich müsste außerdem mit ihm auf der Couch schlafen, während sie mit Papa im Gästebett schläft (es gibt noch eine Katze, die das Schlafzimmer der Eltern okkupiert u Hunde nicht mag…) Sollte ich das vielleicht lieber auslassen wenn er so stark drauf reagiert, oder überreagiere ich? Die Tipps mit ablenken usw. kenne ich. Wie gesagt hat 2 Tage gut geklappt, an Tag 3 dann eben nicht mehr. Spazieren gehen mit ihm alleine funktioniert gut, sie will wenn sie läufig ist ohnehin nicht groß raus u schläft die meiste Zeit. Mir geht es um eine Einschätzung von Leuten, die mit der Thematik Erfahrung haben. Ich will die beste Entscheidung treffen.
 
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Nicole
heute 05:23
Es ist immer eine Challenge.

Ich habe es mit zwei intakten Rüden und einer jungen läufigen Hündin auch auf 60qm hinbekommen.

Allerdings waren halt die Rüden schon adult und die Hündin die kleine.
Völlig stresslos ablaufen tut es aber definitiv nicht.
Die Kerle holen das aber easy wieder auf wenn’s rum ist, und das nicht fressen wollen wird auch oft mit jeder Läufigkeit besser.
Aktuell ist es natürlich so: dass er das schon sehr viel bewusster wahrnimmt wie es vielleicht noch mit 5-8 Monaten gewesen wäre.

Deiner Hündin Strozzon beizufüttern kann etwas helfen, mildert ihren eigen Geruch und deinem Junior Trieb regulat von CD Vet zu geben hilft oft auch ein bisschen.
Dazu sehr häufiges Wischen und austauschen der Liegeflächen.

Viel verlangen kannst du in der Zeit abseits nicht von deinem Jungen.
Sich in Zurückhaltung üben müssen ist das schwierigste überhaupt vor allem in der Phase wo der Kopf ohnehin eine Großbaustelle ist.
Nichts desto trotz ist es ein Lernprozess. Dein Junior kann aber nur lernen wenn er es auch erlebt und die unterschiedlichen Phasen der hormonellen Veränderung deiner Hündin mitmacht.
Zumal die meisten Hündinnen bevor es kritisch wird den Youngstern auch recht unmissverständliche Ansagen machen. Zumindest tun das meine gut gefestigten Älteren Hündinnen.

Wenn die Rüden dann sehr viel älter werden, läufts meistens wieder rückwärts zumindest ist das bei meinem Alt-Rüden so. Mittlerweile braucht er 3 Tage nach abklingen der Standhitze um zu verstehen, dass es wirklich rum ist.

Absolut wichtig ist das du kein Risiko eingehst. Wenn du nicht 110% fokussiert auf die Hunde bist! Ohne sichere Räumliche Abgrenzung geht da nichts!

Es ist durchaus legitim in gemischter Haltung zu kastrieren.
Und auch wenn der Rüde den etwas weniger invasiven Eingriff dazu hat würde ich eher dazu tendieren die Hündin zu kastrieren, denn auch ein Kastrat ist dazu fähig den Akt auszuführen, wenn auch folgenlos.