Home / Forum / Versicherungen & Recht / Einsatz von Pfefferspray/Tierabwehrspray erlaubt?

Verfasser-Bild
Markus
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 73
heute 18:57

Einsatz von Pfefferspray/Tierabwehrspray erlaubt?

Jetzt muss ich meinem Ärger erst mal Luft machen. Ich war gerade mit meinem Hund ( Angsthund ) spazieren. In einiger Entfernung sah ich Leute mit einem Hund auf uns zukommen und leinte meinen Hund sofort an, da er Angst vor anderen Vierbeinern hat. Als wir uns dann bis auf ca 50 mtr. genähert hatten , habe ich den Leuten zugerufen, sie mögen doch bitte ihren Hund anleinen. Dieses wurde von den Leuten völlig ignoriert und der fremde Hund trabte einfach weiter auf meinen hinzu. Luke bekam Panik und zog rückwärts. Ich habe versucht mich zwischen die beiden Hunde zu stellen um so dem fremden Hund den Zugang zu meinem zu versperren. Das nur mit mäßigem Erfolg. Jetzt meine Frage : Ist es unter den oben genannten Zustand erlaubt Pfefferspay / Tierabwehrspray einzusetzten und zu benutzen ? Leider hatte ich den Spray nicht dabei da ich nicht mit so einer Situation gerechnet habe.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
SandrA
heute 15:51
Also wenn ein Hund sich dir und deinem Hund einfach nur nähert und du nebelst den armen Tropf mit Pfefferspray ein - ohne dass eine akute Bedrohung, ein Angriff oder Eskalation vorliegt - , wirst du realistisch damit rechnen müssen angezeigt zu werden. Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, Sachbeschädigung was auch immer. Pfefferspray ist keine Präventiv-, sondern eine Notwehrmaßnahme.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Karin
heute 15:52
Meiner ist kein Angsthund. Wenn man die Leute anspricht und bittet den Hund anzuleinen und die ignorieren das, soll ich flüchten. Alles was recht ist. Wo sind wir hingekommen.
Es tut mir leid, ich verstehe deinen Unmut nicht.

Wo sollen wir denn hingekommen sein?

Ich schütze mich und meinen Hund, drehe ab und gut ist.

Egal ob Angsthund oder nicht.

Wenn du auf Krawall und Konfrontation aus bist, ist es ja gut. Dann kannst du das ja austragen.

Aber wozu verstehe ich nicht 🤷🏻‍♀️ Es hat noch nie geklappt andere zu erziehen, weil der andere was haben möchte.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Karin
heute 15:54
Also wenn ein Hund sich dir und deinem Hund einfach nur nähert und du nebelst den armen Tropf mit Pfefferspray ein - ohne dass eine akute Bedrohung, ein Angriff oder Eskalation vorliegt - , wirst du realistisch damit rechnen müssen angezeigt zu werden. Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, Sachbeschädigung was auch immer. Pfefferspray ist keine Präventiv-, sondern eine Notwehrmaßnahme.
Wer so agiert fordert es regelrecht heraus.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Mel und
heute 15:58
Wer so agiert fordert es regelrecht heraus.
Absolut!
Wer so agiert, provoziert eine Eskalation doch regelrecht.
In der Situation muss man dann nicht mehr nur Angst vor dem fremden Hund haben, sondern auch vor den Haltern. Kaum ein Hundehalter wird es einfach hinnehmen, dass sein Hund grundlos mit Pfefferspray attackiert wird.
Ich selbst übrigens auch nicht ,ich würde komplett eskalieren!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Katja
heute 15:59
Um auf deine Frage zu antworten, nein, es ist in der geschilderten Situation nicht erlaubt. Das ist nur bei einer echten Notlage/Notwehr erlaubt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Karin
heute 16:01
Absolut! Wer so agiert, provoziert eine Eskalation doch regelrecht. In der Situation muss man dann nicht mehr nur Angst vor dem fremden Hund haben, sondern auch vor den Haltern. Kaum ein Hundehalter wird es einfach hinnehmen, dass sein Hund grundlos mit Pfefferspray attackiert wird. Ich selbst übrigens auch nicht ,ich würde komplett eskalieren!
Ich bin ehrlich gesagt fassungslos dass man so eine Frage sich überhaupt stellt, zumal der EIGENE Hund ja das Problem hat.

Ich würde mich glaub ich vergessen wenn jemand meinen Hund oder auch mich angeht weil das gegenüber Angst hat.

Wenn ich meinen Hund schützen will trainiere ich mit ihm SICHHERHEIT, SELBSTBEWUSSTSEIN UND HELFE IHM DURCH SITUATIONEN.

Und bringe nicht andere in Gefahr die nichts dafür können!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
SandrA
heute 16:04
Wer so agiert fordert es regelrecht heraus.
Genau - und am Ende hat man tobende Menschen, mindestens einen verletzten und frisch traumatisierten Hund sowie einen, dessen Trauma sich erneuert und vertieft.
Nur Verlierer 🤷‍♀️
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Karin
heute 16:06
Genau - und am Ende hat man tobende Menschen, mindestens einen verletzten und frisch traumatisierten Hund sowie einen, dessen Trauma sich erneuert und vertieft. Nur Verlierer 🤷‍♀️
Ganz genau!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Mel und
heute 16:08
Genau - und am Ende hat man tobende Menschen, mindestens einen verletzten und frisch traumatisierten Hund sowie einen, dessen Trauma sich erneuert und vertieft. Nur Verlierer 🤷‍♀️
Eben.Vor allem sollte man als Halter eines Angsthundes doch wirklich auf andere Lösungen setzen, statt auf Gewalt und Eskalation zurück zugreifen.
Was bringt das dem eignen Hund?

Ein bisschen Gelassenheit hilft enorm – und es lohnt sich, sich intensiver mit Hundeverhalten auseinanderzusetzen. So lernt man nicht nur, andere Hunde besser einzuschätzen, sondern auch den eigenen Hund besser zu verstehen und angemessen zu reagieren.
 
Beitrag-Verfasser
H.
heute 16:13
Wenn ein Hundebesitzer seinen Hund nicht anleinen will, sag doch einfach: mein Hund hat Flöhe, Giardien, Tollwut etc. und dreh einfach um.