Auch wenn Dir das nicht gleich einleuchtet, Du hast Tipps von Katrin bekommen. Du kannst das Verhalten Deines Hundes nicht ändern, wenn Du es nicht verstehst.
Meine Antwort wird Dir dann wohl noch weniger gefallen. ☺️
Zunächst mal ist Minos ein Hund. Und Hunde bellen. Das Bellen ist kein Problem, sondern eine Möglichkeit, Dir etwas zu sagen. Du solltest also akzeptieren, dass Minos bellt. Und herausfinden, warum er das tut, oder mit anderen Worten, was er Dir sagen will. Ohne Grund bellt er nämlich ganz sicher nicht.
Nimmst Du ihm den Grund für das Bellen, braucht er das nicht mehr zu tun.
Du beschreibst ausschließlich Situationen, in denen er seine aktuellen Bedürfnisse nicht erfüllt bekommt. Dann drückt das Bellen höchstwahrscheinlich sein Missfallen darüber aus. Er ist wie ein Baby / Kleinkind, das schreit, weil es seinen Willen nicht bekommt.
Du solltest zunächst einmal Euren Alltag daraufhin überprüfen, wie oft Minos vorgeschrieben bekommt, was er tun soll, und welche Vorgaben Du weglassen kannst. Denn die Kapazitätsgrenze für Frustrationstoleranz ist in dem Alter noch besonders niedrig. Und ständig nur nach Vorgaben anderer zu leben, ist sehr frustrierend.
Ein Mittel, ihm in der konkreten Situation zu helfen, ist Kontextänderung. Er bekommt ein Abbruchsignal, und sofort danach wird er anderweitig beschäftigt.
Zum Beispiel, wenn er in die Hände beißen will, Abbruchsignal, und dann wird ihm ein Spielzeug zum Reinbeißen angeboten. Bei Retrievern ist das sehr hilfreich. Wenn Ihr das konsequent macht, wird er irgendwann von selbst das Spielzeug nehmen, wenn ihm danach ist, in Eure Hände zu beißen.
Also je nach Situation: Versuch, herauszufinden, was er eigentlich will, und überleg Dir, was er stattdessen tun könnte.
Jedes Mal, wenn er akzeptables Verhalten zeigt, lobst Du ihn. Das Verhalten darf er auch gerne selbst wählen, das musst Du nicht unbedingt vorgeben.
Das Abbruchsignal darf freundlich ausgesprochen werden. Es ist eine Erklärung an den Hund, die er verstehen wird, wenn Ihr konsequent vorgeht. Freundlichkeit hat dabei den Vorteil dass die Emotionen nicht noch mehr ins Negative kippen, denn frustriert sein ist schon negativ genug.