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Antonia
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 22
zuletzt 9. Jan.

Welpe bellt

Hallo Ihr Lieben , Ich habe einen 12 Wochen alten Golden Retriever Welpen . Aktuell bellt er mich sehr oft an , einfach ohne Grund oder wenn ich ihm etwas verwehre ( nur daheim ) . Und hört auch nicht auf wenn ich das Verhalten ignoriere …. Hat jemand für mich Tipps ? 🙈🐾
 
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Maja
8. Jan. 21:12
Welche Vorkenntnisse bestehen denn deinerseits über Hundehaltung? Kannst Du mal ein Video einer solchen Situation einstellen bitte?
 
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Jens
8. Jan. 21:39
Du kannst von einem Hund in dem Alter nicht erwarten, dass er sich reguliert. Du hast da ein Baby mit Fell. Das Bellen ist eine Mischung aus "Ich will was" und "Ich bin frustiert" und er kann sich nicht anders äußern. Dass er so forsch ist, ist eigentlich sogar gut weil er offenbar weiß dass er sich an dich richten muss und seinen Willen ausdrücken darf.
 
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Miriam
8. Jan. 21:56
Wir haben den Raum verlassen sobald der Hund zu drüber war und uns dann anging etc (anspringen etc).Nur kurz, dann wieder rein. Hat sie wieder angefangen, dann wieder raus.
Verhielt sie sich ruhig,haben wir sie belohnt.
das hat ganz gut funktioniert.
Des weiteren haben wir ein stopsignal trainiert, mit dem wir das Spiel unterbrochen haben wenn es zu wild wurde und damit sie dann zum Beispiel das Spielzeug etc fallen lässt und sich setzt. Das braucht aber alles Zeit.
Mach dir erstmal nicht zu viel druck.

Also zusammengefasst:
Raum verlassen
Stop trainieren
Und ihr zeigen was sie zum Beispiel alternativ tun soll.
(Biete ihr zum Beispiel etwas an dass sie statt deiner Hand beißen kann (Kong,Spielzeug etc))
Zum bellen kann ich keine speziellen Tips geben leider.

Du schaffst das sicher. Viel Erfolg
 
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Sonja
8. Jan. 22:25
Auch wenn Dir das nicht gleich einleuchtet, Du hast Tipps von Katrin bekommen. Du kannst das Verhalten Deines Hundes nicht ändern, wenn Du es nicht verstehst.
Meine Antwort wird Dir dann wohl noch weniger gefallen. ☺️

Zunächst mal ist Minos ein Hund. Und Hunde bellen. Das Bellen ist kein Problem, sondern eine Möglichkeit, Dir etwas zu sagen. Du solltest also akzeptieren, dass Minos bellt. Und herausfinden, warum er das tut, oder mit anderen Worten, was er Dir sagen will. Ohne Grund bellt er nämlich ganz sicher nicht.
Nimmst Du ihm den Grund für das Bellen, braucht er das nicht mehr zu tun.

Du beschreibst ausschließlich Situationen, in denen er seine aktuellen Bedürfnisse nicht erfüllt bekommt. Dann drückt das Bellen höchstwahrscheinlich sein Missfallen darüber aus. Er ist wie ein Baby / Kleinkind, das schreit, weil es seinen Willen nicht bekommt.

Du solltest zunächst einmal Euren Alltag daraufhin überprüfen, wie oft Minos vorgeschrieben bekommt, was er tun soll, und welche Vorgaben Du weglassen kannst. Denn die Kapazitätsgrenze für Frustrationstoleranz ist in dem Alter noch besonders niedrig. Und ständig nur nach Vorgaben anderer zu leben, ist sehr frustrierend.

Ein Mittel, ihm in der konkreten Situation zu helfen, ist Kontextänderung. Er bekommt ein Abbruchsignal, und sofort danach wird er anderweitig beschäftigt.
Zum Beispiel, wenn er in die Hände beißen will, Abbruchsignal, und dann wird ihm ein Spielzeug zum Reinbeißen angeboten. Bei Retrievern ist das sehr hilfreich. Wenn Ihr das konsequent macht, wird er irgendwann von selbst das Spielzeug nehmen, wenn ihm danach ist, in Eure Hände zu beißen.

Also je nach Situation: Versuch, herauszufinden, was er eigentlich will, und überleg Dir, was er stattdessen tun könnte.
Jedes Mal, wenn er akzeptables Verhalten zeigt, lobst Du ihn. Das Verhalten darf er auch gerne selbst wählen, das musst Du nicht unbedingt vorgeben.

Das Abbruchsignal darf freundlich ausgesprochen werden. Es ist eine Erklärung an den Hund, die er verstehen wird, wenn Ihr konsequent vorgeht. Freundlichkeit hat dabei den Vorteil dass die Emotionen nicht noch mehr ins Negative kippen, denn frustriert sein ist schon negativ genug.
 
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Sebbi
9. Jan. 05:02
Hunde die bellen?
Skandal!
🤦‍♂️

Ok, Spaß bei beiseite.

Das ist in der 12. Woche völlig normal. Dein Goldie lernt gerade Frustrationstoleranz. Er versteht noch nicht, warum er nicht bekommt, was er will, und schimpft dann mit dir.
Wichtig: Bleib ruhig, auch wenn es nervt. Wenn du schimpfst, denkt er, du ‚bellst‘ mit. Schick ihn sanft auf seinen Platz oder biete ihm eine Alternative an (etwas zum Kauen). Oft ist das Bellen auch ein Zeichen für Reizüberflutung. Welpen in dem Alter brauchen wahnsinnig viel Schlaf (bis zu 20 Stunden!).
 
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Sonja
9. Jan. 08:29
Ich finde Bellen ist eine starke Reaktion darauf, dass ihm etwas verwehrt wird. Hunde spiegeln uns, vor allem unsere Emotionen, unsere Energie. Falls Du ihm Dinge sanft, mit leiser Stimme, freundlich verwehrst, spielt das bei Euch keine Rolle. Falls Du aber, wie die meisten Hundehalter, mit lauter Stimme, vielleicht sogar mit Ärger, Angst oder Verzweiflung in der Stimme sprichst, wenn Du ihn von etwas abhalten willst, könnte das dazu beitragen, dass er bellt. Dann steigt er mit seiner Reaktion auf Deine Energie ein.
 
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Katrin
9. Jan. 08:40
Bei mir hat aua wegziehen und ignorieren viel gebracht. Frustationstoleranz haben wir auch geübt. Ich habe so einen klasse Hund, der alle Kommandos befolgt. Hat lange gedauert und muss ab und an wiederholt werden
Deswegen hat es wohl auch lange gedauert. Retriever sind aber auch keine Terrier. Den Hund mit Strafen zu trainieren fördert den Frust, je nach Charakter kann das Böse nach hinten losgehen bei einem Hund der mit einem Jahr zwischen 25-35kg wiegen wird.
 
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Sebbi
9. Jan. 09:35
Mein Tipp Welpenschule...da hilft man Dir auf jeden Fall und Dein Hund bekommt zusätzlich die Möglichkeit mit Artgenossen zu spielen und ist an solch einem Tag völlig erschöpft. Ich habe bei meinem zusätzlich alles mit nein unterbrochen und unerwünschtes Verhalten ignoriert. Zu starkes Knabbern an den Händen...aua. Hand weggezogen und null Beachtung. Es dauert lange, bis alles so läuft, wie man es möchte. Eigentlich musst Du gefühlt 3000 mal das gleich tun. Glaub mir. .es funktioniert irgendwann. Bei mir waren es ca 8 Monate. Naja diese Schnüffel und Intelligenzspiele zur Auslastung spiele ich täglich
Der kleine bellt viel und die Welpeschule solls richten?
Klingt komisch
 
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Lotta
9. Jan. 13:08
Informiere dich mal über den richtigen Umgang mit Hunden in der heutigen Zeit. Postiv erreicht man alles.

Und bedenke es ist ein Baby

Und ganz wichtig, eine Bindung aufbauen und viel Ruhe.

Beißhemmung muss er erst lernen

Sei der Freund deines Hundes und nicht sein Chef ‼️
 
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Lotta
9. Jan. 13:14
🐾 Warum bellen Welpen?
1️⃣ Neugier & Staunen
Alles ist neu: Geräusche, Menschen, andere Tiere.
👉 „Was war das?!“ – Bellen ist oft einfach Überraschung.
Was tun?
Ruhig bleiben, freundlich kommentieren („Alles gut“), nichts dramatisieren.
2️⃣ Unsicherheit & Angst
Ungewohnte Situationen, Alleinsein, fremde Reize.
Was tun?
✔ Sicherheit geben
✔ Abstand schaffen
✔ Nicht schimpfen – Angstbellen ist kein Ungehorsam
3️⃣ Aufmerksamkeitsbellen
Welpen lernen schnell: Bellen = Mensch schaut mich an.
Was tun?
✖ Nicht anschimpfen
✔ Ruhiges Verhalten belohnen
✔ Aufmerksamkeit gezielt geben, wenn der Welpe ruhig ist
4️⃣ Spiel & Übermut
Im Spiel wird gebellt, geknurrt, geflippert – völlig normal 🎾
Was tun?
✔ Spiel unterbrechen, wenn es zu wild wird
✔ Kurze Pausen einbauen
5️⃣ Frust
Müde, überfordert, zu viele Reize, zu wenig Schlaf.
Was tun?
🛏 Mehr Ruhezeiten
🌿 Weniger Input
⏳ Pausen ernst nehmen
6️⃣ Grundbedürfnis
Hunger, Durst, Pipimüssen, Nähe.
Was tun?
Immer erst prüfen: Fehlt ihm etwas?
🚫 Was man NICHT tun sollte
❌ Anschreien
❌ Erschrecken
❌ Strafen
❌ „Wegdrücken“ des Bellens
➡️ Das verstärkt Unsicherheit und kann später zu mehr Bellen führen.
✅ Was wirklich hilft
✔ Geduld
✔ Klare, ruhige Reaktionen
✔ Struktur & feste Rituale
✔ Viel Schlaf (Welpen brauchen bis zu 20 Stunden täglich!)
✔ Positive Bestärkung
🐕 Wichtig zu wissen
Bellen ist kein Problem, sondern ein Entwicklungswerkzeug.
Ein Welpe, der bellen darf und dabei begleitet wird, wird später ein ausgeglichener, sicherer Hund.