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Dogorama-Mitglied
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heute 14:01

"Wege zur Freundschaft" (Ulli Reichmann)

Hallo ihr Lieben :) Ich habe kürzlich o.g. Buch verschlungen und gleich begeistert mit dem dort aufgeführten Training begonnen. Für alle, die es nicht kennen: Es geht darum gemeinsam mit seinem Hund die Welt zu entdecken und Spuren zu suchen etc.. Quasi ein Leitfaden, wie man dem Hund zeigt nicht mehr alleine jagen zu gehen, sondern voller Freude zu kooperieren. Ich bin nun unendlich begeistert, weil erste (auch unerwartete) Erfolge schon in wenigen Tagen sichtbar wurden und wollte nun mal fragen, ob noch jemand inspiriert von diesen Methoden mit seinem Hund die Welt erkundet? Würde mich über einen Erfahrungsaustausch unheimlich freuen! Liebe Grüße
 
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Ina
heute 14:01
Das finde ich ja an diesem Weg so spannend: es geht nicht wirklich um Training, sondern um das Zusammenleben an sich und dabei darum, bestimmte Verhaltensweisen des Hundes, mal aus einer anderen Perspektive zu betrachten, eben gerade nicht durch die Gut/Schlecht-Brille. So hab ich’s jedenfalls verstanden…. Die wichtigste Komponente fand ich eigentlich daran, dass man lernt, den Hund zu lesen und sich vorzustellen, was vielleicht gerade in seinem Kopf vorgeht. Und wie man dann darauf Einfluss nehmen kann, damit man zusammen agiert und nicht der Hund alleine. Find ich ein nach wie vor ein ausgesprochen charmantes Konzept, nicht nur für die Jagd sondern auch für alle anderen Gelegenheiten! Ich muss aber auch Zugeben, dass Polline als Hütehund + sehr schüchterne Persönlichkeit sowieso sehr sehr eng an einem dran ist. Da ist die Schwelle, das Hundetier verstehen zu wollen, sehr niedrig…🥴
Ja, so habe ich es auch verstanden.
Und es ist bei Yaco ein ideales Konzept. Nicht auf die Jagd bezogen, da er kaum bis keinen Jagdtrieb hat, aber als Konzept des gemeinsamen Zusammenlebens. Und es kommt auch mir und meiner freundschaftlichen Haltung Tieren gegenüber sehr entgegen.
Yaco hat mit Menschen wohl viele schlechte Erfahrungen gemacht, es gab kaum eine Basis für Vertrauen. Dadurch, dass ich mit ihm überhaupt nicht klassisch trainiert habe, sondern er einfach im Alltag mitgelaufen ist, hat sich langsam Vertrauen entwickelt.
Vertrauen durch Beständigkeit, Verlässlichkeit, vorhersehbares menschliches Verhalten, Freundlichkeit und Freundlichkeit auch im Sinne von hündischen Verhalten.
Mir fällt dieses andere Konzept am meisten beim „Fuß gehen“ auf (wir wohnen ländlich). Yaco geht nicht gerne eng an irgendetwas, er braucht immer Platz und Raum. Fuß gehen, weil ich meine, der Hund muss jetzt „funktionieren“ ist kaum umsetzbar. (Nur für sehr kurze Strecken, zB weil Radfahrer kommt).
Gehe ich mit ihm in die Stadt läuft Yaco durchgehend perfekt Fuß. Aber ohne Kommando, er tut es aus eigenem Antrieb.
Das ist in meinen Augen ein Teilaspekt des Ulliwegs.