Tina hat uns gestern gezeigt, dass die Entscheidung, abends in den Wildpark zu gehen, falsch war. Sie ist in grossen Bögen an Gehegen vorbei gerannt und hat versucht, zum Stressabbau Fressen zu finden.
Gar nicht schön, zu sehen, wie überfordert sie war. 😐
Am Ende wollte sie dennoch zu den Nutrias und Enten. Sie war noch angespannt, aber ansprechbar und hat uns mehrere Nutrias gezeigt und sich wie Bolle gefreut, dass wir uns darüber gefreut haben.
Wenigstens ein versöhnliches Ende, aber für uns ein Zeichen, es noch eine Weile ruhiger angehen zu lassen.
Wie ist das bei Euch - merkt Ihr vorher / rechtzeitig, wenn etwas zuviel ist?
Und woran?
Schön, dass sie am Ende noch die Nutrias und Enten gepackt hat.
Inzwischen ist es hier meistens, wie Frauchen beschreibt, kein Punkt an dem Mira komplett drüber ist. Sondern ich sehe was Mira gut verkraften kann, dass es sich summiert und kann einlenken.
Ich erinnere mich aber noch sehr gut an den Besuch eines Wildparks im letzten Jahr (vielleicht war es auch vorletztes Jahr 😅). Dort gab es Ziegen. Blöde Ziegen, die scheinen irgendwas an sich gehabt zu haben, was andere Tiere nicht an sich haben. Die anderen Tiere waren in Ordnung. Die Ziegen haben sie komplett wahnsinnig gemacht, direkt, ohne Spielraum. Die Mira ist dann leider nicht mehr in der Lage, wenn sie einmal durchgedreht ist und es komplett eskaliert ist, Auto zu fahren.
Sie kann nur noch unterbrochen bellend im Auto sitzen. Du kannst dich auf den Kopf stellen, egal was man tut, das kriegt man vor der Fahrt nicht mehr in den Griff, wenn es nach Worst Case gelaufen ist. (Während der Fahrt erst recht nicht.)
Da beißt sich die Katze in den Schwanz, denn alles was wir zu Fuß erreichen können, würde sie niemals in so eine Situation bringen, weil sie natürlich mit solchen Dingen mittlerweile umgehen kann.
Wir sind seitdem auch immer mal wieder jeder Menge Weidetieren (inkl. Ziegen) begegnet und sie war früher auch mal bei meiner Reitbeteiligung dabei, am Stall standen ebenfalls Ziegen. So eine extreme Reaktion habe ich nicht ansatzweise wieder erlebt. Ich weiß bis heute nicht, warum ausgerechnet die so viel Stress verursacht haben.
Sowas ist mittlerweile selten geworden, da bin ich unheimlich dankbar für. Mit allem was wir erfolgreich bewältigen, wird es einfacher. Aber ich mach mir nichts vor, es kann immer wieder vorkommen und ist super blöd, wenn dann eine weite Rückfahrt ansteht, auf der sie eskaliert. Wir dealen bestmöglich mit allem Bekannten. Manche Dinge sind nicht absehbar. Ist eben so.
Anders als Tina geht Mira keine Bögen, sondern ist eher der „Immer drauf!“-Typ. Die beißt sich mental an Reizen fest und würde mit Anlauf draufhalten. Ihr sieht man es an, das etwas nicht in Ordnung ist, wenn sie anfängt, deutlich sensibler und doller zu reagieren. Dann ist der Drops aber auch richtig gelutscht und eine schöne Situation, wie du sie schilderst, wäre nicht mehr möglich.