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Katrin
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 65
heute 13:39

Verkaufen durch Angst

Hallo zusammen, ich muss mal etwas loswerden, was mir in letzter Zeit extrem auffällt: Die Hundewelt scheint immer mehr von Angst und Misstrauen regiert zu werden. Egal ob in der Werbung, in Facebook-Gruppen oder auf TikTok usw – ständig begegnet man Botschaften, die uns suggerieren, dass wir eigentlich „Versager“ sind, wenn wir nicht Produkt X kaufen oder Methode Y folgen. Es fängt beim Futter an (Stichwort: „Getreide ist Gift“ oder „Trockenfutter macht krank“) und hört bei der Erziehung auf, wo oft mit der Angst vor einem „unkontrollierbaren“ Hund Kasse gemacht wird. Was mich aber besonders besorgt, ist die Kombination aus Marketing und gezielten Falschmeldungen. Oft werden reißerische Warnungen verbreitet – etwa über angeblich tödliche Inhaltsstoffe, die wissenschaftlich gar nicht belegt sind, oder übertriebene Panikmache vor bestimmten Alltagsgegenständen. Diese News verbreiten sich wie ein Lauffeuer, weil wir natürlich nur das Beste für unsere Vierbeiner wollen. Am Ende steht dann oft ein Link zu einem „rettenden“ Produkt. Es fühlt sich so an, als würde unsere emotionale Bindung zum Hund schamlos ausgenutzt, um uns in permanenter Alarmbereitschaft zu halten. Mich würde eure Erfahrung interessieren: Marketing-Druck: Wo hattet ihr schon mal das Gefühl, dass eine Marke euch ein schlechtes Gewissen einreden wollte (z. B. durch Begriffe wie „Schlachtabfälle“ oder „Chemiekeule“)? Fake-News-Falle: Seid ihr schon mal auf eine dieser typischen WhatsApp- oder Social-Media-Warnungen reingefallen und habt danach panisch euer Verhalten oder Futter geändert? Vertrauen: Wem glaubt ihr in diesem Dschungel aus Experten und Influencern überhaupt noch? Verlässt ihr euch eher auf den Tierarzt, die Wissenschaft oder euer Bauchgefühl? Ich bin gespannt auf eure Meinungen – lasst uns mal versuchen, die Fakten von der Panikmache zu trennen! 🐾 Wie immer bitte freundlich bleiben. Liebe Grüße, Katrin und Suki
 
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Kerstin
heute 06:54
Hallo ihr Lieben ☺️ Mir ging das so mit einer Hundefutter Marke die hier total verpönt ist und mit dem K9 Geschirren. Dabei geht's bei mir weniger um Werbung hier, mehr um andere feste Meinungen laut "weiß der Geier" Ja mag sein, das das Futter für andere Hunde nicht so toll ist, aber für Louis es fast das einzige Trofu was er gut verträgt und vor allem die einzige Marke die er frisst. Das K9 hat er lange Jahre getragen, nachdem es hier so verdammt wurde, bin ich sogar zum TA und habe die Begründungen warum es nicht gut sein soll, dort nachgefragt. TA meinte zusammengefasst und mit meinen Worten "Blödsinn". Mir wurde bei beiden Dingen hier nach der Meinung der anderen prophezeit (kurzgefasst und mit meinen Worten): der Hund wird so nicht alt, der Hund wird später Schäden davon tragen Mein Hund ist jetzt fast 13 Jahre. Ihm geht's gesundheitlich gut und läuft in seinem Alter noch große Runden, sogar große Runden am Pferd. Mein Fazit: jeder sollte nicht immer auf alles hören, sondern schauen was seinem Hund gut tut!
Da hast Du 100 % Recht
 
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Katja
heute 12:05
Ich gestehe, ich lass mich auch oft von flotten Sprüchen „einfangen“… aber ich denk mir so: irgendwie muss man ja auch über neue Dinge stolpern…😉

Für mich ist dann aber beim Nachforschen (ich gehe übrigens nie über den direkten Link, sondern googele separat… bilde mir ein, dass das hoffentlich die „Bubble-Bildung“ etwas verhindert) wichtig, dass ich gleich mit soliden, mit gesundem Menschenverstand nachvollziehbaren Argumenten abgeholt werde. Finde ich da weiterhin nur Angst-Szenarien, bin ich raus: was, was mir keine soliden Argumente liefert, warum ich es kaufen soll, hat meine Aufmerksamkeit nicht verdient!

Ich bin als Naturwissenschaftler aber auch von Hause aus skeptisch…😉
 
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Ina
heute 12:43
Hallo ihr Lieben ☺️ Mir ging das so mit einer Hundefutter Marke die hier total verpönt ist und mit dem K9 Geschirren. Dabei geht's bei mir weniger um Werbung hier, mehr um andere feste Meinungen laut "weiß der Geier" Ja mag sein, das das Futter für andere Hunde nicht so toll ist, aber für Louis es fast das einzige Trofu was er gut verträgt und vor allem die einzige Marke die er frisst. Das K9 hat er lange Jahre getragen, nachdem es hier so verdammt wurde, bin ich sogar zum TA und habe die Begründungen warum es nicht gut sein soll, dort nachgefragt. TA meinte zusammengefasst und mit meinen Worten "Blödsinn". Mir wurde bei beiden Dingen hier nach der Meinung der anderen prophezeit (kurzgefasst und mit meinen Worten): der Hund wird so nicht alt, der Hund wird später Schäden davon tragen Mein Hund ist jetzt fast 13 Jahre. Ihm geht's gesundheitlich gut und läuft in seinem Alter noch große Runden, sogar große Runden am Pferd. Mein Fazit: jeder sollte nicht immer auf alles hören, sondern schauen was seinem Hund gut tut!
Genauso ist es. Es wird so vieles Schlecht geredet. Man sollte auf sich selbst hören. Und wie gut es dem Hund geht.
 
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Ina
heute 12:45
Hier im Dogorama wird zu viel Werbung gemacht. Finde ich nicht so toll. Und es ist auch nervig mittlerweile. 🤷‍♀️
 
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Anja
heute 13:39
Ich bin mit meiner Hündin soweit, das ich nichtmal dem Tierarzt noch vorbehaltlos traue. Gerade sehr aktuell dieses Thema bei mir. Das liegt daran, das ich in 4 Jahren etwa 15 - 20 000 Euro in Op nach Op gesteckt habe (orthopädische)und bis heute eigentlich keine Besserung für meine Hündin sehe. Im Gegenteil. Sie kam aus dem Tierschutz so zu mir. Und seitdem sammelt sie Tierarztrechnungen wie Andere Sammelbildchen 😂

Stattdessen stehe ich seitdem nach 2 Gelenk OPs dem Erzfeind Arthrose gegenüber. Seit sie 3 Jahre alt ist. Jahrelang behandelte man nun die beiden Hinterläufe, schloss die Hüfte mehrfach aus. Und nun sind wir wieder bei der Hüfte angekommen.
Versteht mich nicht falsch,
Man geht doch zum Tierarzt für Antworten und Hilfe und nicht um jahrelang im Nebel zu stochern.
Das kann ich auch ganz allein Zuhause
Der Weg führte über unzählige Schmerzmittel, Pülverchen und Zusätze. Physio, Blutegel. Und natürlich hohe Rechnungen. Sowie immer wieder auch ein Drängen zu Futter, das in der Praxis vertrieben wird.
Orthopädie ist leider kein Fachbereich jedes Tierarztes.
Falls man jetzt denkt „Ganz einfach - Tierarzt wechseln - Zweitmeinung“
Auch da beginnt die Diagnostik von vorn. Auch da weiß man nicht woran man ist.
Daher geht’s nun erstmal wieder zur Physio/Osteo für eine weitere objektive Meinung dazu …bevor ich meiner Hündin nun auch noch gutgläubig eine Hüft Op zumute. Oder weitere Bein Op‘s.

Man ist auf die Expertise eines Arztes angewiesen und das was ich seit 4 Jahren mit Haley erlebe, finde ich bedenklich.
Natürlich fand ich auch dazu allerlei Wundermittel, wir haben sie vermutlich alle schon durch.
Jeder preist seine Lösung als den heiligen Gral an.

Stattdessen musste ich sogar einen Spendenaufruf starten,
Weil meine Mittel mittlerweile natürlich auch erschöpft sind. (Das soll hier aber nicht Thema sein)

Liebe allein reicht nicht,
Aber mit dieser Liebe und Hoffnung wird sehr viel Geld verdient.
In allen Bereichen die Haustiere betreffen.

Da man als Hundehalter natürlich seinem Tier bestmöglich helfen möchte. Unterstützen möchte.

Und an Alles glauben möchte.
Je verzweifelter man ist, desto besser

Verkaufen durch Angst
Verkaufen durch Schuldgefühle, nicht alles zu tun…was auch nur den kleinsten Hauch einer Chance auf Erfolg birgt