Kann immer nur das folgende Zitat dazu nennen:
"Wer nichts weiß, muss alles glauben"
Marie Freifrau Ebner von Eschenbach (1830 - 1916)
Und das fängt bei Kindern an, wenn laut Pisa-Studie knapp die Hälfte der 15-jährigen nicht zwischen Fakt und Meinung unterscheiden kann.
Mit dem TA ist es z.B. genauso. Ich erwarte, dass er mir als Laie auf jede meine Fragen eine fachlich kompetente Antwort gibt, die für mich auch schlüssig ist. Wenn er keine oder nur unzureichend Ahnung von etwas hat (z.B. Kreuzband-OP und drumrum), haut er Sätze raus wie: "Damit gehen sie am besten Mal zu einem Experten." :-) Das ist offen und ehrlich.
Was in der heutigen Zeit Segen und Fluch zugleich ist, sind die vielen Möglichkeiten der Informationsgewinnung über's Innternet.
Früher habe ich ein Buch gelesen, um mir Wissen anzueignen. Wenn ich nicht gerade ein weiteres Buch zum Thema gelesen habe, das andere Aspekte des gleichen Themas betrachtete, habe ich die Argumente des ersten Buches - wenn sie mir schlüssig erschienen - zu eigen gemacht.
Um sich z.B. zum Thema Hund (Verhalten und Gesundheit) eine fundierte Meinung zu bilden, müsste man also _alle_ verfügbaren Bücher gelesen haben. Das ist nicht möglich und dafür gibt es Inhaltsangaben und Rezensionen. Hier fängt es schon an, wem man glaubt, dem Autor oder dem Rezensenten.
In den letzten 30 Jahren hat sich ja gerade im Bereich Ausbildung, Erziehung, Ernährung und Gesundheit durch Studien viel neues Wissen aufgetan, dass 'altes' Wissen z.T. widerlegt hat.
Und auch hier hat nicht jeder die Zeit, sich durch Studienberichte zu kämpfen, sondern sucht sich z.B. einen HT, der ihm fachlich und ethisch versiert scheint. Immerhin kann man sich vorher über ihn informieren, um zu schauen, ob es fachlich und emotional passt.
Der Giftköder-Radar ist aus dem Grund wohl eines der Tools, weshalb die App geladen wurde. (meine Behauptung :-) )
Man darf dabei nur nicht vergessen, dass erst der Köder da sein muss, bevor eine Warnung gegeben werden kann - manchmal ist die Warnung auch fingiert oder schon erledigt. Alle Fälle verlangen gesunden Menschenverstand, denn sich nur auf die App zu verlassen, wäre fahrlässig.