Verhalten einer (fast) läufigen Hündin?
Guten Morgen ihr Lieben!
Ich brauche euer Schwarmwissen wegen des Verhaltens meiner Border Collie Hündin (7,5 Monate). Sorry jetzt schon für den langen Text.
Seit 1-2 Wochen ist sie draußen extrem am Spuren schnüffeln und markiert nicht nur 1x viel am Anfang, sondern immer mal ein bisschen. Zudem ist sie drinnen manchmal recht fordernd zu mir. Ich versuche dem mit Ruhe und Souveränität zu begegnen, was meistens gut funktioniert. Sie bellt plötzlich immer mal Radfahrer an und ist gleichzeitig viel verkuschelter als sonst. Insgesamt habe ich das auf eine einsetzende Pubertät geschoben.
Normalerweise machen wir gegen 21.30 Uhr die letzte Gassirunde und gehen dann zeitnah ins Bett. Seit etwa einer Woche weckt sie mich gegen Mitternacht mit einem Wuff und ans Bett kommen (sie schläft neben meinem Bett auf einer Decke). Es ist die Zeit, in der jemand aus dem Haus mit seinem Rüden Gassi geht vor dem Schlafen. Man hört das Surren des Fahrstuhls und die Tür ins Schloss fallen. Stört nicht wirklich, wenn man schläft. Ich sage ihr dann, dass alles okay ist und sie legt sich wieder hin. Das wiederholt sich ggf. nochmal, wenn die Person 10 min später zurückkommt (es sei denn, meine Hündin ist erst beim Zurückkommen aufgewacht). Danach ist bis ca. 7 Uhr alles ruhig. Sie weckt mich inzwischen morgens ganz sanft.
Vorgestern Abend wollte sie nach dem letzten Gassi nicht ins Schlafzimmer. Sie blieb im Wohnzimmer (2-Zimmer-Wohnung, wobei das Schlafzimmer ohne Tür zur Küche und Flur offen gestaltet ist) und war unruhig. Also ließ ich sie im Wohnzimmer und legte mich ins Bett (Tür offen). Sie kam zum Bett gestürmt und ging mich an mit mächtig viel Aggression und Bellen. Irgendwann bin ich wieder aufgestanden und mit ihr aufs Sofa. Sie kam aber nicht zur Ruhe. War nicht mehr aggressiv, aber schaute dauernd zum Fenster (sie sieht dort nur Himmel) und wuffte oder bellte. Es war mir unangenehm und so sind wir nochmal raus nach ca. 30 min. Draußen hat sie nochmal ihr Geschäft gemacht. Danach war es kein Problem im Schlafzimmer. Bis der Nachbar mit dem Hund raus ist. Sie reagierte darauf viel lauter und ließ sich nicht beruhigen. Wir sind wieder runter und sie hat gefühlt die Fährte aufgenommen. Danach haben wir bis morgens geschlafen. Ich dachte da noch, sie hätte Trennungsangst bekommen, weil sie an dem Tag für 4h probeweise in einer Hundepension war. Aber gestern tagsüber war ich mal 2-3h weg und sie war wie immer ganz ruhig. Auch tagsüber sonst keine Auffälligkeiten.
Nun stand wieder die Nacht bevor. Nach dem Gassi kam sie ins Schlafzimmer, legte sich auf die Decke, spritzte die Ohren und schaute Richtung Fenster (draußen war es aber ruhig). Sie ließ sich beruhigen und schlief nach ca. 10 min ein. Sie weckte mich dann als der Nachbar rausging mit dem Hund und gab keine Ruhe mehr. Wir sind 2x raus, dann war Ruhe bis ca. 5.30 Uhr. Vielleicht ist da irgendwer im Haus aufgestanden oder in der Nachbarschaft gab es ein Geräusch, ich weiß es nicht. Ab da war sie konstant unruhig mit Wuffen (was ich zu unterbinden versuche, weil es sonst zum Bellen wird) und Umherlaufen. Wir sind wieder runter, aber danach war an Schlafen nicht zu denken. Sie hat sich auch nicht für Spielzeug interessiert. Sie saß mit mir auf dem Sofa. Immer der Blick zum Fenster, oft mit dem Vorderpfoten auf der Lehne und schnaufend. Auf mich reagiert nicht auf mich außer dass sie ihren Hintern an mich drückt oder sie auf mich setzt. Der Schwanz ist unten.
Nach der Morgenroutine ist sie jetzt platt, liegt anders als sonst schon rum und döst. Geräusche im Haus nimmt sie kurz wahr, aber reagiert nicht weiter drauf außer jemand knallt die Tür zu. Da bellt sie laut. Das war eigentlich nur so als sie hier in Woche 15 eingezogen ist. Ich gehe dann zur Tür, schaue nach und sage, dass alles okay ist. Das funktioniert seit ein paar Tagen nicht mehr. In den letzten 3 Monaten hat sie auf diese Geräusche gar nicht reagiert.
Sie hat äußerlich keine Anzeichen von Läufigkeit, auch der Schwanz bleibt unten, wenn man an den Rutenansatz tippt. Am Sonntag in der Hundeschule war auch alles wie immer außer dass die Rüden bei der Spielzeit kurz vor Ende der Stunde kurz an ihr geschnuppert haben und die Trainerin meinte, dass meine Hündin wohl bald soweit sei. Auch in der Hundepension am Montag gab es einen ähnlichen Kommentar. Draußen schlagen die Hunde nicht auf sie an und sie verhält sich anderen Hunden gegenüber auch nicht anders
Sie putzt oder leckt sich auch nicht mehr als sonst.
Wenn das jetzt so weitergeht, bin ich bald am Ende mit meinen Nerven 😩
Kann jemand von euch dieses Verhalten aus eigener Erfahrung einordnen und hat Tipps zum Umgang damit? Sind das Anzeichen einer bevorstehenden Läufigkeit oder nur einer spooky period?
Ich freue mich auf eure Antworten.
LG