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Tara
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Anzahl der Antworten 38
zuletzt 13. März

Unsicher oder Eifersucht gegenüber meines Partners?

Hintergrund: Wir haben Quinn jetzt seit etwas mehr als zwei Wochen. Sie kommt ursprünglich aus Rumänien, kam mit 5 Monaten nach Deutschland und lebte 4,5 Jahre bei einem jungen Mann mit Zweithund. Sie ist super schnell verunsichert. Hier bei uns bin ich (schwanger und zuhause), mein Partner (viel arbeiten, auch über Nacht öfter weg) und bis auf Kaninchen im Garten keine weiteren Tiere. Die ersten zwei Tage war sie auf meinen Partner fixiert, mittlerweile garnicht mehr, nun bin ich ihre Bezugsperson, was ja erstmal logisch und nicht schlimm ist. Nun zum Problem: Ich kann alles mit ihr machen, sie überall anfassen, kuscheln, ihr "befehle" geben... Sie akzeptiert es und fordert es selbstständig an. Mein Partner allerdings darf sie vorsichtig begrüßen und streicheln, oder auf dem Sofa mit uns kuscheln, aber von einem auf den nächsten Moment knurrt sie ihn an und wenn er dann nicht sofort aufhört, schnappt sie nach ihm (sie könnte treffen, tut sie aber nicht). Meist schaut sie kurz vorher zu mir, aber unabhängig davon ob ich eine Reaktion zeige oder nicht, ändert sich schlagartig ihr Verhalten. Teilweise macht er nichtmal was.... Sie ist generell schwer zu lesen, aber da bin ich nun wirklich ratlos, ist das Eifersucht, Unsicherheit, Verteidigung...? Wenn Sie knurrt und ich sofort aufstehe und gehe, hört sie auf und will mir hinterher. Hat sie nicht die Möglichkeit dazu legt sie sich mit etwas Abstand wieder zu ihm.
 
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Tara
12. März 13:52
Hast du mal testen können, wie dein Hund überhaupt auf Kinder reagiert?
Mit den Kids von Freunden ist sie toll
 
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Sebbi
12. März 14:04
Danke schon mal :) Ich verstehe die Bedenken, darüber haben wir uns im Vorfeld viele Gedanken gemacht. Bis das Baby da ist, ist noch viel Zeit und an und für sich macht Quinn sich echt gut. Ich bin mir sicher, dass wir das hinbekommen und evtl hab ich sogar einen Trainer gefunden
Vielleicht habt ihr euch wirklich viele Gedanken gemacht, aber ich frage mich ehrlich: Sind das wirklich realistische Pläne oder eher die Hoffnung, dass es sich von allein fügt?

Man darf nicht vergessen: Quinn hat 4,5 Jahre in einem festen Zuhause gelebt. Sie hat gerade alles verloren. Ihren Besitzer und ihren Hundekumpel. Ein Hund aus dem Tierschutz, der gerade erst verarbeiten muss, dass scheinbar nichts für ewig ist, braucht oft viele Monate, um überhaupt emotional anzukommen.
Dass sie jetzt nach nur zwei Wochen anfängt, dich gegenüber deinem Partner massiv zu verteidigen, zeigt, dass sie sich eine Überlebensstrategie zurechtgelegt hat. Das sind gefestigte Muster.

Du sagst, bis das Baby kommt, ist noch viel Zeit – aber das sind höchstens acht Monate. Quinn braucht mindestens sechs Monate, um überhaupt ihr wahres Ich zu zeigen.
Kein seriöser Trainer der Welt treibt einem Hund solche tief sitzenden Kontrollinstinkte in zwei Monaten aus.
Welcher Profi fängt überhaupt an, an einem Hund 'herumzudoktern', der gerade mal zwei Wochen bei dir ist?

Es tut mir leid, wenn ich das so deutlich sagen muss, aber für mich klingt das momentan eher nach naivem Wunschdenken als nach einem vernünftigen Plan. Wenn sie jetzt schon die Kontrolle über dich übernimmt, wird das mit einem Säugling im Haus nicht einfacher, sondern brandgefährlich.“


Ich werde dir aber keine Vorschriften machen.
Dein Hund, dein Baby, deine Verantwortung☝🏼
 
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Antje
12. März 14:24
Ich suche schon, aber die die hier sind haben andere Schwerpunkte oder wirken unfähig..
Vielleicht versuchst du es über Steve Kaye. Er kennt sich auch mit Tierschutzhunde aus. Er macht es hauptsächlich Online.
 
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Simone
12. März 14:41
Vielleicht habt ihr euch wirklich viele Gedanken gemacht, aber ich frage mich ehrlich: Sind das wirklich realistische Pläne oder eher die Hoffnung, dass es sich von allein fügt? Man darf nicht vergessen: Quinn hat 4,5 Jahre in einem festen Zuhause gelebt. Sie hat gerade alles verloren. Ihren Besitzer und ihren Hundekumpel. Ein Hund aus dem Tierschutz, der gerade erst verarbeiten muss, dass scheinbar nichts für ewig ist, braucht oft viele Monate, um überhaupt emotional anzukommen. Dass sie jetzt nach nur zwei Wochen anfängt, dich gegenüber deinem Partner massiv zu verteidigen, zeigt, dass sie sich eine Überlebensstrategie zurechtgelegt hat. Das sind gefestigte Muster. Du sagst, bis das Baby kommt, ist noch viel Zeit – aber das sind höchstens acht Monate. Quinn braucht mindestens sechs Monate, um überhaupt ihr wahres Ich zu zeigen. Kein seriöser Trainer der Welt treibt einem Hund solche tief sitzenden Kontrollinstinkte in zwei Monaten aus. Welcher Profi fängt überhaupt an, an einem Hund 'herumzudoktern', der gerade mal zwei Wochen bei dir ist? Es tut mir leid, wenn ich das so deutlich sagen muss, aber für mich klingt das momentan eher nach naivem Wunschdenken als nach einem vernünftigen Plan. Wenn sie jetzt schon die Kontrolle über dich übernimmt, wird das mit einem Säugling im Haus nicht einfacher, sondern brandgefährlich.“ Ich werde dir aber keine Vorschriften machen. Dein Hund, dein Baby, deine Verantwortung☝🏼
Genauso ist es. Es hat ja ein Grund warum er abgegeben wurde
 
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Sina
12. März 14:51
Genauso ist es. Es hat ja ein Grund warum er abgegeben wurde
Genau, aber den wissen wir nicht, und auch sonst wissen wir nicht was das Problem ist.
Hunde werden auch aus völligen nichtigen Gründen abgegeben.
Deshalb finde ich diese (fast schon) Panikmache bzgl des Babys, was noch nichtmal da ist, gerade ziemlich übertrieben.

Vielleicht ist es ein einfaches Kommunikationsproblem, das mit dem richtigen Trainer schnell in den Griff zu bekommen ist.
Vielleicht fordert es viel Arbeit, vielleicht passt es wirklich nicht, kann alles sein.
Und natürlich muss das Zusammenleben mit Baby dann nochmal anders gemanaget werden.

Aber lasst doch mal die Kirche im Dorf. Soll sie den Hund jetzt vorsorglich abgeben, nur weil sie schwanger ist?
 
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Angelika
12. März 14:52
Hallo zu den vielen guten Tipps, die du schon bekommen hast, habt ihr ihn durchchecken lassen ob er vielleicht wo schmerzen hat oder so. Vielleicht ist ja auch ein Punkt wo er berührt wird schmerzhaft?
Dann beobachtet auch noch, wie dein Mann auf ihn zugeht, Haltung usw. Oft sind Männer zu direkt und schnell damit. … also bei sensiblen Hunden nicht von vorne und von oben zb, das mag meine auch nicht….
 
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Carola
12. März 14:59
Vielleicht habt ihr euch wirklich viele Gedanken gemacht, aber ich frage mich ehrlich: Sind das wirklich realistische Pläne oder eher die Hoffnung, dass es sich von allein fügt? Man darf nicht vergessen: Quinn hat 4,5 Jahre in einem festen Zuhause gelebt. Sie hat gerade alles verloren. Ihren Besitzer und ihren Hundekumpel. Ein Hund aus dem Tierschutz, der gerade erst verarbeiten muss, dass scheinbar nichts für ewig ist, braucht oft viele Monate, um überhaupt emotional anzukommen. Dass sie jetzt nach nur zwei Wochen anfängt, dich gegenüber deinem Partner massiv zu verteidigen, zeigt, dass sie sich eine Überlebensstrategie zurechtgelegt hat. Das sind gefestigte Muster. Du sagst, bis das Baby kommt, ist noch viel Zeit – aber das sind höchstens acht Monate. Quinn braucht mindestens sechs Monate, um überhaupt ihr wahres Ich zu zeigen. Kein seriöser Trainer der Welt treibt einem Hund solche tief sitzenden Kontrollinstinkte in zwei Monaten aus. Welcher Profi fängt überhaupt an, an einem Hund 'herumzudoktern', der gerade mal zwei Wochen bei dir ist? Es tut mir leid, wenn ich das so deutlich sagen muss, aber für mich klingt das momentan eher nach naivem Wunschdenken als nach einem vernünftigen Plan. Wenn sie jetzt schon die Kontrolle über dich übernimmt, wird das mit einem Säugling im Haus nicht einfacher, sondern brandgefährlich.“ Ich werde dir aber keine Vorschriften machen. Dein Hund, dein Baby, deine Verantwortung☝🏼
Ich muss dir zu 100% zustimmen. Natürlich kann es sein dass sich alles löst das kann aber auch genauso gut sein dass es wirklich gefährlich werden kann. Auf jeden Fall sollte ein guter Trainer sich den Hund ansehen und das Verhalten analysieren.
Man kann jetzt tausend wenn und aber suchen ich empfinde es aber schon teilweise als Verharmlosung und Blauäugigkeit was hier geschrieben wird.
Natürlich weiß man nicht wie er sich vorher verhalten hat und warum er abgegeben wurde, ist glaube ich auch für den ganzen Zusammenhang wichtig.
Ich denke auch nicht dass es Panikmache ist denn es kann wirklich gefährlich werden und wenn etwas passiert? Oder man merkt dann wenn das Baby da ist das ist nicht funktioniert dann wird der Hund abgegeben und das finde ich den Hund gegenüber ebenfalls unfair
 
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Sebbi
12. März 15:24
Vielleicht versuchst du es über Steve Kaye. Er kennt sich auch mit Tierschutzhunde aus. Er macht es hauptsächlich Online.
🙄
 
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Sebbi
12. März 16:53
Genau, aber den wissen wir nicht, und auch sonst wissen wir nicht was das Problem ist. Hunde werden auch aus völligen nichtigen Gründen abgegeben. Deshalb finde ich diese (fast schon) Panikmache bzgl des Babys, was noch nichtmal da ist, gerade ziemlich übertrieben. Vielleicht ist es ein einfaches Kommunikationsproblem, das mit dem richtigen Trainer schnell in den Griff zu bekommen ist. Vielleicht fordert es viel Arbeit, vielleicht passt es wirklich nicht, kann alles sein. Und natürlich muss das Zusammenleben mit Baby dann nochmal anders gemanaget werden. Aber lasst doch mal die Kirche im Dorf. Soll sie den Hund jetzt vorsorglich abgeben, nur weil sie schwanger ist?
Es gibt da aber einen feinen Unterschied, Sina.
Wenn ich falsch liege, bin ich einfach nur ein nerviger Mahner und stehe am Ende blöd da – was mich für Tara sogar freuen würde. Damit könnte ich leben.
Wenn du aber unrecht hast, könnte bereits großes Leid eingetreten sein. Könntest du damit auch leben?

Und hört mir bitte auf mit Trainern. Wenn ich einen Hund übernehme, muss er erst mal ankommen. Man arbeitet an der Bindung und baut Vertrauen auf. Kein seriöser Trainer wird versuchen, einen Hund zu therapieren, der noch gar nicht angekommen ist. Das braucht Zeit – und genau die hat Tara nicht.

Und zur Frage der „vorsorglichen Abgabe“: Es geht um die Realität des Managements. Wie soll Tara den Alltag meistern, wenn das Baby da ist und ihr Partner den ganzen Tag arbeitet? Ein Säugling fordert 100 % – und ein Hund, der jetzt schon schnappt und kontrolliert, ebenfalls. Alleine und übermüdet passieren im Alltag zwangsläufig Fehler. Das hat nichts mit bösem Willen zu tun, sondern mit schlichter menschlicher Belastungsgrenze.

Ich bin lieber derjenige, der heute „übertreibt“, als derjenige, der am Ende recht behält, wenn es zum Ernstfall kommt. Ich denke, wenn man die Situation objektiv betrachtet, liegt die Antwort auf der Hand.
 
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Antje
12. März 17:34
🙄
Ich habe einen Hundetrainer in meiner Nähe der wie Steve arbeitet und ich muss sagen, dass es schon besser geworden ist mit Odin. 😁