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Svenja
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heute 11:20

Stress bei Hunden durch Vermenschlichung?

Ich wage mich nun doch in die Höhle die Löwen und erstelle einen Thread. Ich hoffe, es gelingt, sich nicht persönlich angegriffen oder gekränkt zu fühlen und die eigene Meinung zu vertreten, ohne die mögliche Gegenseite abzuwerten. Was meiner Meinung nach dabei helfen kann, ist sich immer zu fragen, warum mich Kommentare so emotional machen. - Hat es etwas mit mir selber zu tun? - habe ich Erfahrungen mit dem Schreibenden und kann es sein, dass ich ihn deshalb in der neuen Situation vorverurteile? - Warum kann ich die Meinung des anderen nicht akzeptieren? Geht es wirklich um die Sache an sich oder um mich als Person? Das Thema Stress bei Hunden wird hier immer wieder thematisiert, was ich grundsätzlich echt gut finde. Mir fällt dabei aber oft auf, dass der größte Stressfaktor, nämlich Stress durch Überforderung, die aus Vermenschlichung resultiert, völlig übersehen wird. Hunde funktionieren anders als Menschen. Ist das jedem wirklich bewusst? - Was sind für euch die größten Stressauslöser? - Zeigen eure Hunde Verhaltensauffälligkeiten wie Reaktivitat oder Ängste, Aggressionen? Was ist für euch die Ursache? -Hören sie draußen im Freilauf auf euch? Oder laufen sie nie frei? Warum nicht? Ich fand dazu einen Artikel, der meine Sicht und Erfahrung dazu ganz gut wiedergibt. Ich möchte hier niemanden vorführen, anprangern oder angreifen. Niemand muss sich hier zu Wort melden, wenn er nicht offen für diese Reflektion ist. Zitat aus: https://www.odt.co.nz/star-news/star-lifestyle/pampered-pets-may-become-anxious-behaviourist-says Rena“ (nicht ihr richtiger Name) schläft auf Seidenkissen zwischen den Köpfen ihrer Besitzer, trinkt aus deren Wassergläsern und zerstört Haushaltsgegenstände wie Topfpflanzen und Kissen, wenn sie zu lange allein gelassen wird. Oft sitzt sie mit der Familie am Esstisch; wenn sie sich auf die Couch legt, rücken alle zusammen, um ihr mehr Platz zu geben. Ihr veganes, getreidebasiertes Futter (plus Leckerlis) kostet fast so viel wie der wöchentliche Supermarkteinkauf, ihre Tierarztkosten haben sich bereits auf Tausende von Dollar belaufen (Hüftprobleme) und ihre Besuche beim Hundefriseur sind teurer als ein Haarschnitt für einen Menschen. Sie besitzt eine ganze Garderobe. Die vierjährige schwarze Cockapoo-Hündin (eine Mischung aus Cocker Spaniel und Zwergpudel) ist zweifellos ein verwöhnter Hund. Aber sie ist damit keineswegs allein. Die Bevorzugung von Haustieren ist ein weltweites Phänomen, das sich während der Pandemie noch verstärkte, da Lockdowns einsame Menschen dazu veranlassten, sich Hunde als Begleiter anzuschaffen. Verschärft wurde dies durch den Trend, Designerhunde mit kindlichen Merkmalen (große Augen, kurze Nasen, runde Gesichter) zu züchten, die die Herzen der Menschen erobern sollen. Hinzu kommt ein zunehmendes Misstrauen gegenüber der Menschheit, wodurch Hunde als Freunde umso erstrebenswerter erscheinen. Hunde sind loyal, sie verurteilen uns nicht, und Studien belegen, dass sie die körperliche und seelische Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Besitzer verbessern. Daraus folgt dann sicherlich, dass sie im Gegenzug verwöhnt werden sollten. Das sieht die Hundeverhaltensforscherin und Autorin Selina McIntyre aus Matamata anders. Sie arbeitet seit fast 20 Jahren mit Hunden und ihren Besitzern und hat dabei alle Facetten der Mensch-Hund-Beziehung miterlebt. McIntyre liebt Hunde und hatte im Laufe ihres Lebens schon viele, darunter ihre beiden Border Terrier Trev und Lily („echte Charaktere, die zu kleinen Rabauken werden können, wenn sie nicht genug Auslauf bekommen“). Sie stimmt voll und ganz zu, dass Hunde zur Familie gehören und Menschen eine emotionale Bindung zu ihnen haben. Aber damit enden die Gemeinsamkeiten auch schon. „Hunde sind Tiere. Sie gehören einer anderen Spezies an. Egal, wie niedlich sie auch aussehen mögen, sie bleiben Hunde. Wenn wir sie nicht als Hunde behandeln, tun wir ihnen Unrecht“, sagt sie. „Wenn wir annehmen, dass sie denken und handeln wie wir, sehen wir sie nur aus unserer eigenen Perspektive. Zu glauben, man mache seinen Hund glücklich, indem man ihm alle möglichen Leckerlis kauft und ihn im Bett schlafen lässt, bedeutet, ihn wie einen Menschen zu behandeln, was er definitiv nicht ist.“ Sie sagt, wenn Besitzer über die Bedürfnisse ihrer Hunde sprechen („Schau dir diese Augen an, wie könnte man ihm widerstehen?“), spiegeln sie damit oft ihre eigenen Bedürfnisse wider. Sie könnten einsam oder ängstlich sein oder Zuneigung und Schutz suchen. Manche sind vielleicht allein zu Hause, oder ein Partner arbeitet lange, sodass eine größere Abhängigkeit von einem vierbeinigen Begleiter entsteht. Wenn der Hund ihnen ständig von der Seite weicht, sagen sie vielleicht Dinge wie: „Sie ist sehr anhänglich“ oder „Er klebt förmlich an ihr“. Sie sagt jedoch, dass man Hunden niemals menschliche Formen, Verhaltensweisen und Emotionen zuschreiben oder ihnen die gleichen Rechte und Privilegien wie Menschen gewähren sollte. „Wenn einem Hund aufs Wort jeder Wunsch erfüllt wird, steigt sein sozialer Status über den seiner menschlichen Besitzer. Ein Hund, der mit den Menschen am Tisch isst, in ihrem Bett schläft oder sich auf der Sofalehne über dem Kopf seines Besitzers positioniert, fühlt sich privilegiert und gleicht eher dem König oder der Königin des Hauses. Physische Bevorzugung kann mit sozialer Bevorzugung einhergehen. Der Hund glaubt dann, er sei das wichtigste Lebewesen im Haus.“ Hoher Status bringt eine große Verantwortung mit sich. Laut McIntyre kann das bei Hunden zu übermäßiger Ängstlichkeit führen. „Verwöhnte Hunde schlafen möglicherweise mit einem Ohr gespitzt, um auf Bedrohungen zu achten. Sie fühlen sich ihren Besitzern jederzeit verantwortlich. Sie können große Trennungsangst entwickeln, wenn ihr Mensch den Raum oder das Haus verlässt. Diese Angst kann zu unaufhörlichem Bellen, Winseln, Zerstörung von Gegenständen oder Hin- und Herlaufen am Zaun führen, während sie auf die Rückkehr ihrer Besitzer warten.“ Hunde brauchen Zuneigung, keine Bewunderung, sagt sie. „Hunde müssen wissen, dass ihr Platz im Haus sicher ist, aber sie dürfen nicht das Gefühl haben, für ihre Besitzer verantwortlich sein zu müssen. Man kann ein Tier nicht immer nur aus menschlicher Sicht betrachten. Ein Hund ist eine andere Spezies. Es sind Tiere, um die wir uns kümmern, keine Babys, die wir erziehen.“ Selina McIntyres Tipps für die Bedürfnisse eines Hundes - Zweimal täglich Spaziergänge (auch mit kleinen Hunden) außerhalb Ihres Grundstücks - Sicherheit (das Gefühl, nicht für jede Bewegung seiner Besitzer verantwortlich zu sein) - Verständnis und Wertschätzung der Hundewelt, einschließlich der Art und Weise, wie Hunde in verschiedenen Situationen kommunizieren und sich verhalten - Sozialisierung (entscheidend in den ersten 16 Wochen), um „neue“ Situationen und eine Reihe unterschiedlicher Menschen und Umgebungen kennenzulernen. - Geistige Anregung, unter anderem durch Spiel - Zuneigung, nicht Bewunderung - Grenzen (was ist angemessenes und unangemessenes Verhalten?) - Die Freiheit, hundespezifische Verhaltensweisen wie Futtersuche und Erkundung auszuleben. - Zeit und Geduld, um neue Verhaltensweisen zu erlernen, insbesondere bei älteren Hunden - Wie ein Hund geschätzt zu werden.
 
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Michi
26. Feb. 10:43
Mir geht es nicht um Schuldverschiebung oder darum, was Nachbarn sagen dürfen sondern um moralische Zuschreibungen bzw. Folgen von Vermenschlichung. Wenn ich selbst als Halter wenig Wissen über hündisches Verhalten habe und stark in menschlichen Kategorien denke, laufe ich eher Gefahr, moralische Bewertungen zu übernehmen, ganz egal ob sie von außen kommen oder aus mir selbst. Dann wird aus „Wachverhalten“ schnell „unerzogen“. Aus „Unsicherheit“ wird „Boshaftigkeit“. Aus „Übererregung“ wird „Absicht“. Und da beginnt für mich problematische Vermenschlichung. Natürlich liegt es in meiner Verantwortung, wie ich damit umgehe. Aber ob ich funktional oder moralisch denke, hängt stark davon ab, wie gut ich das Wesen des Hundes verstehe. Darauf wollte ich hinaus.
Da hast du recht.
Es las sich so, dass der Focus auf die Begriffwahl der Außenstehenden gelegt wird.
Das werden wir niemals ändern können.
Ändern können wir nur, wie wir selber damit umgehen.
Genau wie mit dem ewigen Thema der Tutnixe.
Die wird es immer geben, da kann man sich drüber aufregen, wie man möchte.
Aber, wenn man an sich und seinem Hund arbeitet, dann stellen sie in den meisten Fällen gar keine Gefahr dar....wie der Name ja schon sagt...
 
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SandrA
26. Feb. 11:14
Da hast du recht. Es las sich so, dass der Focus auf die Begriffwahl der Außenstehenden gelegt wird. Das werden wir niemals ändern können. Ändern können wir nur, wie wir selber damit umgehen. Genau wie mit dem ewigen Thema der Tutnixe. Die wird es immer geben, da kann man sich drüber aufregen, wie man möchte. Aber, wenn man an sich und seinem Hund arbeitet, dann stellen sie in den meisten Fällen gar keine Gefahr dar....wie der Name ja schon sagt...
Naja, beim Thema „Tutnixe“ sehe ich übrigens auch öfter mal genau das, worüber wir hier sprechen - Vermenschlichung.

Nicht i S von „Der ist böse/gefährlich“, sondern von Fehlinterpretation.
Ich kenne z.B. einen sehr fiddeligen Labrador, der „ja immer und mit jedem nur spielen will“. Er wird aus meiner Sicht aber regelmäßig in Situationen gelassen, die ihn überfordern, Kontakte, in denen der andere Hund deutlich signalisiert: „Ich will das nicht.“ Ein Boxer etwa, der klar sagt: „Hau ab.“
Der Labbi aber fiddelt weiter, wird immer hektischer und das wird vom Halter als Spiel gelesen. Bis ihn sein Hund stresshechelnd ansieht und der dann endlich sagt „genug gespielt? Dann gehen wir weiter.“

In solchen Momenten ist der „Tutnix“ in eine soziale Situation gedrängt, die er nicht sauber lesen oder regulieren kann.

Und da sehe ich auch eine problematische Auswirkung moralischer oder romantisierender Deutung: „Der will nur spielen“ klingt harmlos, kann aber Stress auf beiden Seiten erzeugen.
 
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Babs
26. Feb. 11:17
Da hast du recht. Es las sich so, dass der Focus auf die Begriffwahl der Außenstehenden gelegt wird. Das werden wir niemals ändern können. Ändern können wir nur, wie wir selber damit umgehen. Genau wie mit dem ewigen Thema der Tutnixe. Die wird es immer geben, da kann man sich drüber aufregen, wie man möchte. Aber, wenn man an sich und seinem Hund arbeitet, dann stellen sie in den meisten Fällen gar keine Gefahr dar....wie der Name ja schon sagt...
Genau darum ging es mir aber. Das Umfeld nutzt menschliche Beschreibungen von Verhaltensweisen um ein hündisches Verhalten zu erklären.

Mir ging es ja in meinem Ausgangskommentar nicht um den Halter, sondern um das Umfeld. Und da werden die Verhaltensweisen der Hunde vermenschlicht beschrieben und einsortiert. Bellen =Lärmbelästigung/Aggressiv/nicht erzogen ...

Tatsächlich ist es aber erst mal nur die Kommunikation des Hundes.

Das Umfeld erwartet z. B., dass ein Hund auf Seite springt, wenn ein Mensch kommt. Dem Status nach ist der Hund ein Tier und der Mensch erwartet, dass der Hund ihm auszuweichen hat. Dann zeigt der Hund benehmen, denn er macht einem Höherrangigen platz. Tatsächlich aber stellt der Hund sich hinter seinem HF, um ihm die Führung zu übertragen und nicht, weil da ein Höherrangiger kommt.

Mir ist bewusst, dass viele Menschen sich nicht mit Hunden auskennen, aber genau aus diesem Grund werden sie ja vermenschlicht. Und das ist doch erst mal das Thema. Stressig für den Hund kann es werden, wenn er z. B. noch jung ist und die Regeln erst mal lernen muss und dem Umfeld das zu lange dauert (er muss es doch schon längst gelernt haben ....). Dann kann es passieren, dass man aufgrund des Druckes von Außen vom Hund etwas erwartet, was er "noch" nicht leisten kann.

Nur am Rande .. Meine Hunde bellen Nachts nicht und stören auch niemanden, was nicht bedeutet, dass sie es nicht doch gerne tun würden, um mir eine Gefahr zu melden. Wir haben uns auf ein Knurren geeinigt 🤭.
 
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Michi
26. Feb. 11:31
Naja, beim Thema „Tutnixe“ sehe ich übrigens auch öfter mal genau das, worüber wir hier sprechen - Vermenschlichung. Nicht i S von „Der ist böse/gefährlich“, sondern von Fehlinterpretation. Ich kenne z.B. einen sehr fiddeligen Labrador, der „ja immer und mit jedem nur spielen will“. Er wird aus meiner Sicht aber regelmäßig in Situationen gelassen, die ihn überfordern, Kontakte, in denen der andere Hund deutlich signalisiert: „Ich will das nicht.“ Ein Boxer etwa, der klar sagt: „Hau ab.“ Der Labbi aber fiddelt weiter, wird immer hektischer und das wird vom Halter als Spiel gelesen. Bis ihn sein Hund stresshechelnd ansieht und der dann endlich sagt „genug gespielt? Dann gehen wir weiter.“ In solchen Momenten ist der „Tutnix“ in eine soziale Situation gedrängt, die er nicht sauber lesen oder regulieren kann. Und da sehe ich auch eine problematische Auswirkung moralischer oder romantisierender Deutung: „Der will nur spielen“ klingt harmlos, kann aber Stress auf beiden Seiten erzeugen.
Der Begriff Tutnix kommt nicht von mir und ich verwende ihn in der Realität auch nicht 😄
Ich ( wir ) haben allerdings auch kein Problem damit, wenn ein unangeleinter Hund auf uns zukommt.
Das ist ja Ursprung des Begriffes , denke ich zumindest...
 
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Lena
26. Feb. 11:31
Genau darum ging es mir aber. Das Umfeld nutzt menschliche Beschreibungen von Verhaltensweisen um ein hündisches Verhalten zu erklären. Mir ging es ja in meinem Ausgangskommentar nicht um den Halter, sondern um das Umfeld. Und da werden die Verhaltensweisen der Hunde vermenschlicht beschrieben und einsortiert. Bellen =Lärmbelästigung/Aggressiv/nicht erzogen ... Tatsächlich ist es aber erst mal nur die Kommunikation des Hundes. Das Umfeld erwartet z. B., dass ein Hund auf Seite springt, wenn ein Mensch kommt. Dem Status nach ist der Hund ein Tier und der Mensch erwartet, dass der Hund ihm auszuweichen hat. Dann zeigt der Hund benehmen, denn er macht einem Höherrangigen platz. Tatsächlich aber stellt der Hund sich hinter seinem HF, um ihm die Führung zu übertragen und nicht, weil da ein Höherrangiger kommt. Mir ist bewusst, dass viele Menschen sich nicht mit Hunden auskennen, aber genau aus diesem Grund werden sie ja vermenschlicht. Und das ist doch erst mal das Thema. Stressig für den Hund kann es werden, wenn er z. B. noch jung ist und die Regeln erst mal lernen muss und dem Umfeld das zu lange dauert (er muss es doch schon längst gelernt haben ....). Dann kann es passieren, dass man aufgrund des Druckes von Außen vom Hund etwas erwartet, was er "noch" nicht leisten kann. Nur am Rande .. Meine Hunde bellen Nachts nicht und stören auch niemanden, was nicht bedeutet, dass sie es nicht doch gerne tun würden, um mir eine Gefahr zu melden. Wir haben uns auf ein Knurren geeinigt 🤭.
Ist es für den Hund selbst nicht völlig egal, wie das Umfeld seine Verhaltensweisen tituliert?

Wichtig ist doch wie der Halter mit einem Verhalten umgeht.

Man kann nicht erwarten, dass andere Menschen sich mit Hunden auskennen.

Man darf erwarten und verlangen, dass fremde Menschen nicht direkt auf den Hund einwirken, sondern störende Verhaltensweisen an den Halter adressieren, aber sonst…
 
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Michi
26. Feb. 11:35
Ist es für den Hund selbst nicht völlig egal, wie das Umfeld seine Verhaltensweisen tituliert? Wichtig ist doch wie der Halter mit einem Verhalten umgeht. Man kann nicht erwarten, dass andere Menschen sich mit Hunden auskennen. Man darf erwarten und verlangen, dass fremde Menschen nicht direkt auf den Hund einwirken, sondern störende Verhaltensweisen an den Halter adressieren, aber sonst…
Und dazu kommt ja auch, dass außenstehende Menschen nicht nur Hundeverhalten ( falsch ) interpretieren sondern auch das Verhalten der eigenen Spezies.
Das kann man dann reflektieren und erkennen, dass man etwas verändern sollte oder eben auch nicht.
Der Schlüssel liegt so oder so immer in einem selber.
 
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Carola
26. Feb. 11:39
Genau darum ging es mir aber. Das Umfeld nutzt menschliche Beschreibungen von Verhaltensweisen um ein hündisches Verhalten zu erklären. Mir ging es ja in meinem Ausgangskommentar nicht um den Halter, sondern um das Umfeld. Und da werden die Verhaltensweisen der Hunde vermenschlicht beschrieben und einsortiert. Bellen =Lärmbelästigung/Aggressiv/nicht erzogen ... Tatsächlich ist es aber erst mal nur die Kommunikation des Hundes. Das Umfeld erwartet z. B., dass ein Hund auf Seite springt, wenn ein Mensch kommt. Dem Status nach ist der Hund ein Tier und der Mensch erwartet, dass der Hund ihm auszuweichen hat. Dann zeigt der Hund benehmen, denn er macht einem Höherrangigen platz. Tatsächlich aber stellt der Hund sich hinter seinem HF, um ihm die Führung zu übertragen und nicht, weil da ein Höherrangiger kommt. Mir ist bewusst, dass viele Menschen sich nicht mit Hunden auskennen, aber genau aus diesem Grund werden sie ja vermenschlicht. Und das ist doch erst mal das Thema. Stressig für den Hund kann es werden, wenn er z. B. noch jung ist und die Regeln erst mal lernen muss und dem Umfeld das zu lange dauert (er muss es doch schon längst gelernt haben ....). Dann kann es passieren, dass man aufgrund des Druckes von Außen vom Hund etwas erwartet, was er "noch" nicht leisten kann. Nur am Rande .. Meine Hunde bellen Nachts nicht und stören auch niemanden, was nicht bedeutet, dass sie es nicht doch gerne tun würden, um mir eine Gefahr zu melden. Wir haben uns auf ein Knurren geeinigt 🤭.
Nun meine würden auch gerne nachts bellen dürfen sie aber nicht! Knurren dürfen sie aber und das tun sie dann auch fleißig.
Ehrlich gesagt es ist mir völlig egal was Außenstehende in das Verhalten meiner Hunde hinein interpretieren und ich denke es ist doch eher wichtig dass der Halter seinen Hund richtig versteht und nicht irgendwelche eigenen moralischen Vorstellungen auf den Hund überträgt.

Wenn irgendwelche komischen Menschen auf die Idee kommen meine Hunde zu streicheln weil sie so flauschig aussehen dann werfe ich mich dazwischen denn ich weiß dass sie es nicht mögen. Kindern erkläre ich dann genau wie sie es machen können und sage Ihnen auch immer wieder nachdrücklich dass man nicht einfach auf fremde Hunde hinzugeht. Da kriege ich manchmal verständnislose Blicke der Eltern und denen erkläre ich dann auch dass das gefährlich sein kann.
Da sie den Umgang mit Kindern gewöhnt sind haben sie auch keine Probleme damit selbst wenn ein Kind mal etwas ungeschickt ist aber das ist ja nicht bei allen Hunden so.
Ich erwarte nicht von anderen Menschen dass sie meine Hunde verstehen aber ich muss meine Hunde verstehen und sie auch im Zweifel vor irgendwelchen dummen Menschen schützen.
 
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Babs
26. Feb. 11:46
Ist es für den Hund selbst nicht völlig egal, wie das Umfeld seine Verhaltensweisen tituliert? Wichtig ist doch wie der Halter mit einem Verhalten umgeht. Man kann nicht erwarten, dass andere Menschen sich mit Hunden auskennen. Man darf erwarten und verlangen, dass fremde Menschen nicht direkt auf den Hund einwirken, sondern störende Verhaltensweisen an den Halter adressieren, aber sonst…
Mir geht es lediglich um das Vermenschlichen von Hunden und um den möglicherweise dadurch ausgelösten Stress beim Hund.

Wenn das Umfeld Verhaltensweisen eines Hundes mit menschlichen Verhaltensweisen beschreibt, dann vermenschlicht man doch den Hund. Dann kann es zu Missverständnissen kommen.

Beispiel: Die Mutter sagt zu ihrem Kind:" Schau mal, der ist aber süß. Sieht aus wie Dein Plüschhund." Das Kind läuft zum Hund und betatscht den echten Hund. Dies löst ein Unwohlsein beim Hund aus und schleckt sich beschwichtigend mit der Zunge über den Nasenspiegel. Nun ruft die Mutter:" Hast Du gesehen? Der schleckt sich mit der Zunge genau so wie Du, wenn Du ein Nutellabrot gegessen hast."
 
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Michi
26. Feb. 11:49
Mir geht es lediglich um das Vermenschlichen von Hunden und um den möglicherweise dadurch ausgelösten Stress beim Hund. Wenn das Umfeld Verhaltensweisen eines Hundes mit menschlichen Verhaltensweisen beschreibt, dann vermenschlicht man doch den Hund. Dann kann es zu Missverständnissen kommen. Beispiel: Die Mutter sagt zu ihrem Kind:" Schau mal, der ist aber süß. Sieht aus wie Dein Plüschhund." Das Kind läuft zum Hund und betatscht den echten Hund. Dies löst ein Unwohlsein beim Hund aus und schleckt sich beschwichtigend mit der Zunge über den Nasenspiegel. Nun ruft die Mutter:" Hast Du gesehen? Der schleckt sich mit der Zunge genau so wie Du, wenn Du ein Nutellabrot gegessen hast."
Aber da sprichst du doch außenstehende Menschen an, die mit Hunden garnix zu tun haben.
Das ist doch ganz normal, denn sie beschäftigen sich ja nicht damit.
Das kann man ja aber nunmal nicht verändern.
 
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Carola
26. Feb. 11:52
Mir geht es lediglich um das Vermenschlichen von Hunden und um den möglicherweise dadurch ausgelösten Stress beim Hund. Wenn das Umfeld Verhaltensweisen eines Hundes mit menschlichen Verhaltensweisen beschreibt, dann vermenschlicht man doch den Hund. Dann kann es zu Missverständnissen kommen. Beispiel: Die Mutter sagt zu ihrem Kind:" Schau mal, der ist aber süß. Sieht aus wie Dein Plüschhund." Das Kind läuft zum Hund und betatscht den echten Hund. Dies löst ein Unwohlsein beim Hund aus und schleckt sich beschwichtigend mit der Zunge über den Nasenspiegel. Nun ruft die Mutter:" Hast Du gesehen? Der schleckt sich mit der Zunge genau so wie Du, wenn Du ein Nutellabrot gegessen hast."
Nun das und aus meiner Sicht blöde Situationen die kein Mensch braucht! Das löst aber beim Hund maximal kurzfristigen Stress aus.
Der schlimme Stress der über Jahre geht passiert doch in der Regel durch die Halter als da wären emotionaler Missbrauch, Fehlinterpretation des Verhaltens, mangelnde Führung und Orientierung, Überfütterung und vieles mehr.