Home / Forum / Verhalten & Psychologie / Stress bei Hunden durch Vermenschlichung?

Verfasser-Bild
Svenja
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 218
heute 21:59

Stress bei Hunden durch Vermenschlichung?

Ich wage mich nun doch in die Höhle die Löwen und erstelle einen Thread. Ich hoffe, es gelingt, sich nicht persönlich angegriffen oder gekränkt zu fühlen und die eigene Meinung zu vertreten, ohne die mögliche Gegenseite abzuwerten. Was meiner Meinung nach dabei helfen kann, ist sich immer zu fragen, warum mich Kommentare so emotional machen. - Hat es etwas mit mir selber zu tun? - habe ich Erfahrungen mit dem Schreibenden und kann es sein, dass ich ihn deshalb in der neuen Situation vorverurteile? - Warum kann ich die Meinung des anderen nicht akzeptieren? Geht es wirklich um die Sache an sich oder um mich als Person? Das Thema Stress bei Hunden wird hier immer wieder thematisiert, was ich grundsätzlich echt gut finde. Mir fällt dabei aber oft auf, dass der größte Stressfaktor, nämlich Stress durch Überforderung, die aus Vermenschlichung resultiert, völlig übersehen wird. Hunde funktionieren anders als Menschen. Ist das jedem wirklich bewusst? - Was sind für euch die größten Stressauslöser? - Zeigen eure Hunde Verhaltensauffälligkeiten wie Reaktivitat oder Ängste, Aggressionen? Was ist für euch die Ursache? -Hören sie draußen im Freilauf auf euch? Oder laufen sie nie frei? Warum nicht? Ich fand dazu einen Artikel, der meine Sicht und Erfahrung dazu ganz gut wiedergibt. Ich möchte hier niemanden vorführen, anprangern oder angreifen. Niemand muss sich hier zu Wort melden, wenn er nicht offen für diese Reflektion ist. Zitat aus: https://www.odt.co.nz/star-news/star-lifestyle/pampered-pets-may-become-anxious-behaviourist-says Rena“ (nicht ihr richtiger Name) schläft auf Seidenkissen zwischen den Köpfen ihrer Besitzer, trinkt aus deren Wassergläsern und zerstört Haushaltsgegenstände wie Topfpflanzen und Kissen, wenn sie zu lange allein gelassen wird. Oft sitzt sie mit der Familie am Esstisch; wenn sie sich auf die Couch legt, rücken alle zusammen, um ihr mehr Platz zu geben. Ihr veganes, getreidebasiertes Futter (plus Leckerlis) kostet fast so viel wie der wöchentliche Supermarkteinkauf, ihre Tierarztkosten haben sich bereits auf Tausende von Dollar belaufen (Hüftprobleme) und ihre Besuche beim Hundefriseur sind teurer als ein Haarschnitt für einen Menschen. Sie besitzt eine ganze Garderobe. Die vierjährige schwarze Cockapoo-Hündin (eine Mischung aus Cocker Spaniel und Zwergpudel) ist zweifellos ein verwöhnter Hund. Aber sie ist damit keineswegs allein. Die Bevorzugung von Haustieren ist ein weltweites Phänomen, das sich während der Pandemie noch verstärkte, da Lockdowns einsame Menschen dazu veranlassten, sich Hunde als Begleiter anzuschaffen. Verschärft wurde dies durch den Trend, Designerhunde mit kindlichen Merkmalen (große Augen, kurze Nasen, runde Gesichter) zu züchten, die die Herzen der Menschen erobern sollen. Hinzu kommt ein zunehmendes Misstrauen gegenüber der Menschheit, wodurch Hunde als Freunde umso erstrebenswerter erscheinen. Hunde sind loyal, sie verurteilen uns nicht, und Studien belegen, dass sie die körperliche und seelische Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Besitzer verbessern. Daraus folgt dann sicherlich, dass sie im Gegenzug verwöhnt werden sollten. Das sieht die Hundeverhaltensforscherin und Autorin Selina McIntyre aus Matamata anders. Sie arbeitet seit fast 20 Jahren mit Hunden und ihren Besitzern und hat dabei alle Facetten der Mensch-Hund-Beziehung miterlebt. McIntyre liebt Hunde und hatte im Laufe ihres Lebens schon viele, darunter ihre beiden Border Terrier Trev und Lily („echte Charaktere, die zu kleinen Rabauken werden können, wenn sie nicht genug Auslauf bekommen“). Sie stimmt voll und ganz zu, dass Hunde zur Familie gehören und Menschen eine emotionale Bindung zu ihnen haben. Aber damit enden die Gemeinsamkeiten auch schon. „Hunde sind Tiere. Sie gehören einer anderen Spezies an. Egal, wie niedlich sie auch aussehen mögen, sie bleiben Hunde. Wenn wir sie nicht als Hunde behandeln, tun wir ihnen Unrecht“, sagt sie. „Wenn wir annehmen, dass sie denken und handeln wie wir, sehen wir sie nur aus unserer eigenen Perspektive. Zu glauben, man mache seinen Hund glücklich, indem man ihm alle möglichen Leckerlis kauft und ihn im Bett schlafen lässt, bedeutet, ihn wie einen Menschen zu behandeln, was er definitiv nicht ist.“ Sie sagt, wenn Besitzer über die Bedürfnisse ihrer Hunde sprechen („Schau dir diese Augen an, wie könnte man ihm widerstehen?“), spiegeln sie damit oft ihre eigenen Bedürfnisse wider. Sie könnten einsam oder ängstlich sein oder Zuneigung und Schutz suchen. Manche sind vielleicht allein zu Hause, oder ein Partner arbeitet lange, sodass eine größere Abhängigkeit von einem vierbeinigen Begleiter entsteht. Wenn der Hund ihnen ständig von der Seite weicht, sagen sie vielleicht Dinge wie: „Sie ist sehr anhänglich“ oder „Er klebt förmlich an ihr“. Sie sagt jedoch, dass man Hunden niemals menschliche Formen, Verhaltensweisen und Emotionen zuschreiben oder ihnen die gleichen Rechte und Privilegien wie Menschen gewähren sollte. „Wenn einem Hund aufs Wort jeder Wunsch erfüllt wird, steigt sein sozialer Status über den seiner menschlichen Besitzer. Ein Hund, der mit den Menschen am Tisch isst, in ihrem Bett schläft oder sich auf der Sofalehne über dem Kopf seines Besitzers positioniert, fühlt sich privilegiert und gleicht eher dem König oder der Königin des Hauses. Physische Bevorzugung kann mit sozialer Bevorzugung einhergehen. Der Hund glaubt dann, er sei das wichtigste Lebewesen im Haus.“ Hoher Status bringt eine große Verantwortung mit sich. Laut McIntyre kann das bei Hunden zu übermäßiger Ängstlichkeit führen. „Verwöhnte Hunde schlafen möglicherweise mit einem Ohr gespitzt, um auf Bedrohungen zu achten. Sie fühlen sich ihren Besitzern jederzeit verantwortlich. Sie können große Trennungsangst entwickeln, wenn ihr Mensch den Raum oder das Haus verlässt. Diese Angst kann zu unaufhörlichem Bellen, Winseln, Zerstörung von Gegenständen oder Hin- und Herlaufen am Zaun führen, während sie auf die Rückkehr ihrer Besitzer warten.“ Hunde brauchen Zuneigung, keine Bewunderung, sagt sie. „Hunde müssen wissen, dass ihr Platz im Haus sicher ist, aber sie dürfen nicht das Gefühl haben, für ihre Besitzer verantwortlich sein zu müssen. Man kann ein Tier nicht immer nur aus menschlicher Sicht betrachten. Ein Hund ist eine andere Spezies. Es sind Tiere, um die wir uns kümmern, keine Babys, die wir erziehen.“ Selina McIntyres Tipps für die Bedürfnisse eines Hundes - Zweimal täglich Spaziergänge (auch mit kleinen Hunden) außerhalb Ihres Grundstücks - Sicherheit (das Gefühl, nicht für jede Bewegung seiner Besitzer verantwortlich zu sein) - Verständnis und Wertschätzung der Hundewelt, einschließlich der Art und Weise, wie Hunde in verschiedenen Situationen kommunizieren und sich verhalten - Sozialisierung (entscheidend in den ersten 16 Wochen), um „neue“ Situationen und eine Reihe unterschiedlicher Menschen und Umgebungen kennenzulernen. - Geistige Anregung, unter anderem durch Spiel - Zuneigung, nicht Bewunderung - Grenzen (was ist angemessenes und unangemessenes Verhalten?) - Die Freiheit, hundespezifische Verhaltensweisen wie Futtersuche und Erkundung auszuleben. - Zeit und Geduld, um neue Verhaltensweisen zu erlernen, insbesondere bei älteren Hunden - Wie ein Hund geschätzt zu werden.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Carola
heute 16:30
Ich sag ja nur was ich hier in meinem Umfeld und bei vielen Dogorama Posts sehe. Da hab ich wenn überhaupt nur sehr selten Hunde gesehen die tatsächlich spielen oder ein gutes Verhältnis haben. Man sieht ständig Hunde die allein gelassen und mit Hunden auf die sie kein Bock haben zusammen geschmissen werden, überfordert versuchen sich den anderen fern zu halten oder gegenseitig rumrüpeln und extrem Stresshecheln usw. Das hat alles nichts mit spielen oder Freundschaft zu tun.
Nein nicht unbedingt aber auch das sind normale Interaktionen unter Hunden und solange es nicht zu Aggressionen kommt kann ein gesunder Hund das auch mal aushalten. Dann lernt er zum einen die Hundesprache falls er sie nicht wirklich kann und er lernt ja auch Taktiken sich doofe Hunde vom Leib zu halten ohne gleich aggressiv zu werden.
Wenn ein aufdringlicher Jungspund zu meinen Hunden kommt, dann sagen Sie ihm schon sehr deutlich wenn sie keinen Bock auf ihn haben und gehen ignorant ihrer Wege.
Je vielfältiger die Hundebegegnungen sind desto geringer ist auch der Stress denn dann lernen Sie andere Hunde zu lesen und auch zu erkennen denn auch unter Hunden kann es zu Sprachproblemen kommen.
Der einzige Hund auf den meine Hunde wirklich überhaupt keine Lust haben ist eben dieser Dalmatiner- sie haben nicht mal Angst vor ihm und ihn auch schon ein paar mal ganz schön zurechtgewiesen-aber Sie können ihn einfach nicht leiden.
Darum gehe ich auch wenn er kommt denn das mute ich meinen Hunden nicht zu.
Wenn sie andererseits dem hübschen spitzrüden begegnen den sie auch nicht so oft sehen dann ist die Freude riesig und sie tanzen schon wenn sie ihn in der Entfernung sehen. Das beruht auch auf Gegenseitigkeit denn auch er fängt an zu tanzen.
Ich weiß auch gar nicht woher die Idee kommt dass ein Hund ein absolut stressfreies Leben führen muss denn auch stress gehört zum Leben.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michi
heute 16:41
Wir haben auch Zwangsfreundschaften😆 Ich habe eine jetzt enge Freundin beim Gassi gehen hier im Kiez kennengelernt. Bei unserer ersten Begegnung hatte ihr Hund meinen angefallen. Inzwischen freuen sich aber beide Hunde aufeinander..jetzt buchen wir auch Unterkünfte zusammen
Oha, so kann es auch gehen 😄
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Carola
heute 17:06
Nein nicht unbedingt aber auch das sind normale Interaktionen unter Hunden und solange es nicht zu Aggressionen kommt kann ein gesunder Hund das auch mal aushalten. Dann lernt er zum einen die Hundesprache falls er sie nicht wirklich kann und er lernt ja auch Taktiken sich doofe Hunde vom Leib zu halten ohne gleich aggressiv zu werden. Wenn ein aufdringlicher Jungspund zu meinen Hunden kommt, dann sagen Sie ihm schon sehr deutlich wenn sie keinen Bock auf ihn haben und gehen ignorant ihrer Wege. Je vielfältiger die Hundebegegnungen sind desto geringer ist auch der Stress denn dann lernen Sie andere Hunde zu lesen und auch zu erkennen denn auch unter Hunden kann es zu Sprachproblemen kommen. Der einzige Hund auf den meine Hunde wirklich überhaupt keine Lust haben ist eben dieser Dalmatiner- sie haben nicht mal Angst vor ihm und ihn auch schon ein paar mal ganz schön zurechtgewiesen-aber Sie können ihn einfach nicht leiden. Darum gehe ich auch wenn er kommt denn das mute ich meinen Hunden nicht zu. Wenn sie andererseits dem hübschen spitzrüden begegnen den sie auch nicht so oft sehen dann ist die Freude riesig und sie tanzen schon wenn sie ihn in der Entfernung sehen. Das beruht auch auf Gegenseitigkeit denn auch er fängt an zu tanzen. Ich weiß auch gar nicht woher die Idee kommt dass ein Hund ein absolut stressfreies Leben führen muss denn auch stress gehört zum Leben.
Zu dem Stress möchte ich noch etwas sagen: das ist bei den Interaktionen der Hunde untereinander ein Stress für den ein Hund gemacht ist und den er gut aushalten kann, ausserdem handelt es sich fast immer um eine kurze Zeitspanne.
Es ist sozusagen artgerechter Stress.

Schlimm finde ich für Hunde Stress durch falsche Behandlung, mangelnde Führung und Orientierung, nicht artgerechte Haltung und auch fettgefütterte Hunde. Ebenso ist Stress durch emotionalen Missbrauch als Partner oder Kind Ersatz für Hunde mit Sicherheit dauerhaft sehr ungesunder Stress weil es den Hund als Hund missachtet wird und sich nicht auf eine halbe Stunde oder Stunde erstreckt sondern über Jahre..
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kirsten
heute 17:41
Wieder so ein Kommentar, für den sich der Schritt in die Höhle des Löwen mehr als gelohnt hat, danke dafür 🙂 Den Elefanten im Raum habe ich kommen sehen, daher schrieb ich schon im Eingangstext, dass ich niemanden angreifen oder vorführen möchte und sich niemand beteiligen muss, der sich der Reflexion nicht stellen möchte. Ich habe auch gestern versucht, ihm die "Macht" zu nehmen, indem ich die Hosen runter gelassen habe, dass ich sehr wohl weiß, dass mein Bindungsverhalten gegenüber meiner alten, kranken und niedlichen Hündin, die mich durch viele - auch psychisch - sehr turbulente Zeiten begleitet hat, zu Beziehungsproblemen führt, die klar durch mein Verhalten ausgelöst werden. Ich finde das nämlich unfassbar spannend und auch üüüberhaupt nicht schlimm, Teil solcher Dynamik zu sein und es ist sehr hilfreich und lehrreich, sie zu durchschauen.
Freut mich ☺️
Das du Hemmungen abzubauen möchtest, um in den Thread einzusteigen ist mir auch positiv ins Auge gefallen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Kirsten
heute 17:48
Kirsten, ich schätze deine differenzierten Gedankengänge sehr. Sie laden mich immer wieder ein, selbst noch einmal genauer hinzuschauen und Dinge weiterzudenken. ☺️ Ich erlebe das nicht als Psychologisierung des Alltags, sondern als ernsthafte Reflexion und eben das mag ich daran.🤗 Dein Punkt mit der „geringeren Autonomieunterstützung“ hat bei mir auch angedockt. Das passt für mich gut zu dem, was hier mehrfach beschrieben wurde, dass nicht fehlende/zu viel Zuwendung per Se problematisch ist, sondern manchmal eben jene Form von Nähe oder Kontrolle, die weniger dem Hund dient als der Regulation des inneren Zustands des Hslters. Und da erkenne ich mich durchaus wieder. Bei Neo war ich lange sehr bemüht, sehr kontrollierend, sehr im „Es muss funktionieren“. Das hatte weniger mit fehlender Bindung zu tun, sondern eher mit meinem eigenen Druck. Dass er stabiler wurde war kein magischer Trainingsmoment, sondern eher ein Beziehungsthema (und Ergebnis von Selbstreflketion☝️). Genau wie du, finde ich es wichtig, das Ganze nicht in Richtung Schuld oder Pathologisierung zu drehen. Bindungsstil ist kein Etikett, sondern ein Muster, das im Kontakt/in der Interaktion sichtbar wird - aber es kann sich verändern. Und darum ist es enorm hilfreich, Wechselwirkungen bewusster wahrzunehmen. Ich finde auch deine Gedanken zur Selbstreflexion treffend: Wo unterstütze ich Autonomie und wo reguliere ich vielleicht mich selbst über den Hund? Wo bin ich wirklich feinfühlig und wo evtl (unbewusst) übergriffig? Das sind oft unbequeme, aber so wertvolle Fragen und ich glaube auch, sie führen eher zu mehr Verantwortung als zu Schuld.☺️
Danke Sandra. Damit hast du noch verständlicher umschrieben, worauf ich hinaus wollte und kannst vermutlich auch besser damit abholen ☺️👍

So wie du es beschreibst, ist es mir mit meiner Hündin ja ebenfalls ergangen. Deine Reflexionsfragen stelle ich mir tatsächlich im Alltag regelmäßig.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Mara
heute 19:36
Ob Hunde Sozialkontakt mit fremden Hunden haben wollen oder sollten ist ja sehr individuell, sehr viele Hunde die ich kenne sind sehr gesellig, andere weniger. Frei lebende Hunde (Straßenhunde) leben ja eben nicht in starren Rudeln wie Wölfe zB sondern in losen Gruppen, die wechseln. Einige wenige sind auch Einzelgänger.
Ich glaube, Hunde können definitiv enge Freundschaften mit anderen Hunden haben, bei meinem beobachte ich das zumindest deutlich. Das geht auch viel schneller, als menschliche Freundschaften, die sich erst jahrelang entwickeln. Bei meinem Hund sind Hunde, wenn wir sie 2-3 Mal getroffen haben und sie sich verstehen, Freunde, oder eben nicht - wenn er mal keine Lust auf einen anderen Hund hat gehen wir einfach weiter. Mein Hund hat bei Hundebegegnungen eigentlich nie Stress, er kommuniziert deutlich wenn ihm etwas zu viel wird und die meisten anderen Hunde verstehen das dann auch.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Mara
heute 19:45
Wenn man Ahnung von sowas hat kann man das schon ansprechen, ich finds immer wichtig zu erklären an welchen Punkten man das sieht und man nicht einfach ne Diagnose hinklatscht oder so. Wenn man das ordentlich rüberbringt ists auch nichts übergriffiges. Und es gibt zb auch Emotionscoaching, Dog Life Coaching zb macht sowas. Das hatte mir auch sehr viel mehr geholfen als das "normale" Training in Hundeschulen. Muss glaubich nicht unbedingt jeder gleich zum Therapeuten oder hat ne (schwere) Störung oder sonst was, oft langt das Emotionscoaching schon.
Sorry, vielleicht habe ich das falsch verstanden aber Hundetrainer, Coaches etc. haben keine Ahnung von psychischen Krankheiten und Diagnosekriterien und ich fände es sehr schwierig, wenn diese Vermutungen in die Richtung ansprechen würden. Auf ungünstige Dynamiken in der Mensch-Hund Beziehung aufmerksam machen finde ich ok, alles was darüber hinaus geht und die psychische Gesundheit des Halters betrifft, gehört zum Psychotherapeuten oder Arzt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Petra
heute 20:40
Ich lese grad immer so rein und hab mitbekommen dass einmal die Rede davon war, dass an der Pinnwand Posts waren bei denen Hunde gespielt haben und dann der Hundehalter gemaßregelt wurde. Daraufhin erklärte der Hundehalter dass diese Hunde bzw. Rasse so spielt. Tatsächlich weiß ich zumindest von einer Rasse deren Spiel recht wild aussieht und es sind beide Hunde von der gleichen Rasse. Leider kennt sich hier im Forum mit dieser Rasse der eine oder andere leider nicht aus. Das Spiel der Hunde kann mitunter wohl der Rasse geschuldet sein. Bevor man behauptet die Hunde werden vom Halter gestresst, weil er eine Begegnung nicht unterbindet, genau hinschauen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michi
heute 21:01
Ich lese grad immer so rein und hab mitbekommen dass einmal die Rede davon war, dass an der Pinnwand Posts waren bei denen Hunde gespielt haben und dann der Hundehalter gemaßregelt wurde. Daraufhin erklärte der Hundehalter dass diese Hunde bzw. Rasse so spielt. Tatsächlich weiß ich zumindest von einer Rasse deren Spiel recht wild aussieht und es sind beide Hunde von der gleichen Rasse. Leider kennt sich hier im Forum mit dieser Rasse der eine oder andere leider nicht aus. Das Spiel der Hunde kann mitunter wohl der Rasse geschuldet sein. Bevor man behauptet die Hunde werden vom Halter gestresst, weil er eine Begegnung nicht unterbindet, genau hinschauen.
Genauso ist es. Bulldoggen spielen anders als Border Collies zB.
Da gibt es viele Unterschiede.
Ich hatte auf meiner Pinnwand auch schon jemanden, der meinte zu wissen, dass mein Hund nicht spielt, weil er einen anderen Hund abgestoppt hat.
Aber natürlich gehört auch abstoppen zum Spiel.
Da sollte man sich tatsächlich mit seinen Analysen etwas zurück halten, sofern nicht ersichtlich ist, dass ein Hund gemobbt wird oder ihm das Geschehen nicht behagt.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Petra
heute 21:06
Genauso ist es. Bulldoggen spielen anders als Border Collies zB. Da gibt es viele Unterschiede. Ich hatte auf meiner Pinnwand auch schon jemanden, der meinte zu wissen, dass mein Hund nicht spielt, weil er einen anderen Hund abgestoppt hat. Aber natürlich gehört auch abstoppen zum Spiel. Da sollte man sich tatsächlich mit seinen Analysen etwas zurück halten, sofern nicht ersichtlich ist, dass ein Hund gemobbt wird oder ihm das Geschehen nicht behagt.
Bin ganz bei Dir. Ich lasse meinen Ridgeback überwiegend mit gleicher Rasse spielen. Da kennt sich jeder aus. Mit einer anderen Rasse passe ich auf, dass mein Hund nicht zu wild wird und nehm sie raus. Meist stoppt das Spiel von selbst und es wird eine Pause eingelegt.