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Svenja
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heute 08:58

Stress bei Hunden durch Vermenschlichung?

Ich wage mich nun doch in die Höhle die Löwen und erstelle einen Thread. Ich hoffe, es gelingt, sich nicht persönlich angegriffen oder gekränkt zu fühlen und die eigene Meinung zu vertreten, ohne die mögliche Gegenseite abzuwerten. Was meiner Meinung nach dabei helfen kann, ist sich immer zu fragen, warum mich Kommentare so emotional machen. - Hat es etwas mit mir selber zu tun? - habe ich Erfahrungen mit dem Schreibenden und kann es sein, dass ich ihn deshalb in der neuen Situation vorverurteile? - Warum kann ich die Meinung des anderen nicht akzeptieren? Geht es wirklich um die Sache an sich oder um mich als Person? Das Thema Stress bei Hunden wird hier immer wieder thematisiert, was ich grundsätzlich echt gut finde. Mir fällt dabei aber oft auf, dass der größte Stressfaktor, nämlich Stress durch Überforderung, die aus Vermenschlichung resultiert, völlig übersehen wird. Hunde funktionieren anders als Menschen. Ist das jedem wirklich bewusst? - Was sind für euch die größten Stressauslöser? - Zeigen eure Hunde Verhaltensauffälligkeiten wie Reaktivitat oder Ängste, Aggressionen? Was ist für euch die Ursache? -Hören sie draußen im Freilauf auf euch? Oder laufen sie nie frei? Warum nicht? Ich fand dazu einen Artikel, der meine Sicht und Erfahrung dazu ganz gut wiedergibt. Ich möchte hier niemanden vorführen, anprangern oder angreifen. Niemand muss sich hier zu Wort melden, wenn er nicht offen für diese Reflektion ist. Zitat aus: https://www.odt.co.nz/star-news/star-lifestyle/pampered-pets-may-become-anxious-behaviourist-says Rena“ (nicht ihr richtiger Name) schläft auf Seidenkissen zwischen den Köpfen ihrer Besitzer, trinkt aus deren Wassergläsern und zerstört Haushaltsgegenstände wie Topfpflanzen und Kissen, wenn sie zu lange allein gelassen wird. Oft sitzt sie mit der Familie am Esstisch; wenn sie sich auf die Couch legt, rücken alle zusammen, um ihr mehr Platz zu geben. Ihr veganes, getreidebasiertes Futter (plus Leckerlis) kostet fast so viel wie der wöchentliche Supermarkteinkauf, ihre Tierarztkosten haben sich bereits auf Tausende von Dollar belaufen (Hüftprobleme) und ihre Besuche beim Hundefriseur sind teurer als ein Haarschnitt für einen Menschen. Sie besitzt eine ganze Garderobe. Die vierjährige schwarze Cockapoo-Hündin (eine Mischung aus Cocker Spaniel und Zwergpudel) ist zweifellos ein verwöhnter Hund. Aber sie ist damit keineswegs allein. Die Bevorzugung von Haustieren ist ein weltweites Phänomen, das sich während der Pandemie noch verstärkte, da Lockdowns einsame Menschen dazu veranlassten, sich Hunde als Begleiter anzuschaffen. Verschärft wurde dies durch den Trend, Designerhunde mit kindlichen Merkmalen (große Augen, kurze Nasen, runde Gesichter) zu züchten, die die Herzen der Menschen erobern sollen. Hinzu kommt ein zunehmendes Misstrauen gegenüber der Menschheit, wodurch Hunde als Freunde umso erstrebenswerter erscheinen. Hunde sind loyal, sie verurteilen uns nicht, und Studien belegen, dass sie die körperliche und seelische Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Besitzer verbessern. Daraus folgt dann sicherlich, dass sie im Gegenzug verwöhnt werden sollten. Das sieht die Hundeverhaltensforscherin und Autorin Selina McIntyre aus Matamata anders. Sie arbeitet seit fast 20 Jahren mit Hunden und ihren Besitzern und hat dabei alle Facetten der Mensch-Hund-Beziehung miterlebt. McIntyre liebt Hunde und hatte im Laufe ihres Lebens schon viele, darunter ihre beiden Border Terrier Trev und Lily („echte Charaktere, die zu kleinen Rabauken werden können, wenn sie nicht genug Auslauf bekommen“). Sie stimmt voll und ganz zu, dass Hunde zur Familie gehören und Menschen eine emotionale Bindung zu ihnen haben. Aber damit enden die Gemeinsamkeiten auch schon. „Hunde sind Tiere. Sie gehören einer anderen Spezies an. Egal, wie niedlich sie auch aussehen mögen, sie bleiben Hunde. Wenn wir sie nicht als Hunde behandeln, tun wir ihnen Unrecht“, sagt sie. „Wenn wir annehmen, dass sie denken und handeln wie wir, sehen wir sie nur aus unserer eigenen Perspektive. Zu glauben, man mache seinen Hund glücklich, indem man ihm alle möglichen Leckerlis kauft und ihn im Bett schlafen lässt, bedeutet, ihn wie einen Menschen zu behandeln, was er definitiv nicht ist.“ Sie sagt, wenn Besitzer über die Bedürfnisse ihrer Hunde sprechen („Schau dir diese Augen an, wie könnte man ihm widerstehen?“), spiegeln sie damit oft ihre eigenen Bedürfnisse wider. Sie könnten einsam oder ängstlich sein oder Zuneigung und Schutz suchen. Manche sind vielleicht allein zu Hause, oder ein Partner arbeitet lange, sodass eine größere Abhängigkeit von einem vierbeinigen Begleiter entsteht. Wenn der Hund ihnen ständig von der Seite weicht, sagen sie vielleicht Dinge wie: „Sie ist sehr anhänglich“ oder „Er klebt förmlich an ihr“. Sie sagt jedoch, dass man Hunden niemals menschliche Formen, Verhaltensweisen und Emotionen zuschreiben oder ihnen die gleichen Rechte und Privilegien wie Menschen gewähren sollte. „Wenn einem Hund aufs Wort jeder Wunsch erfüllt wird, steigt sein sozialer Status über den seiner menschlichen Besitzer. Ein Hund, der mit den Menschen am Tisch isst, in ihrem Bett schläft oder sich auf der Sofalehne über dem Kopf seines Besitzers positioniert, fühlt sich privilegiert und gleicht eher dem König oder der Königin des Hauses. Physische Bevorzugung kann mit sozialer Bevorzugung einhergehen. Der Hund glaubt dann, er sei das wichtigste Lebewesen im Haus.“ Hoher Status bringt eine große Verantwortung mit sich. Laut McIntyre kann das bei Hunden zu übermäßiger Ängstlichkeit führen. „Verwöhnte Hunde schlafen möglicherweise mit einem Ohr gespitzt, um auf Bedrohungen zu achten. Sie fühlen sich ihren Besitzern jederzeit verantwortlich. Sie können große Trennungsangst entwickeln, wenn ihr Mensch den Raum oder das Haus verlässt. Diese Angst kann zu unaufhörlichem Bellen, Winseln, Zerstörung von Gegenständen oder Hin- und Herlaufen am Zaun führen, während sie auf die Rückkehr ihrer Besitzer warten.“ Hunde brauchen Zuneigung, keine Bewunderung, sagt sie. „Hunde müssen wissen, dass ihr Platz im Haus sicher ist, aber sie dürfen nicht das Gefühl haben, für ihre Besitzer verantwortlich sein zu müssen. Man kann ein Tier nicht immer nur aus menschlicher Sicht betrachten. Ein Hund ist eine andere Spezies. Es sind Tiere, um die wir uns kümmern, keine Babys, die wir erziehen.“ Selina McIntyres Tipps für die Bedürfnisse eines Hundes - Zweimal täglich Spaziergänge (auch mit kleinen Hunden) außerhalb Ihres Grundstücks - Sicherheit (das Gefühl, nicht für jede Bewegung seiner Besitzer verantwortlich zu sein) - Verständnis und Wertschätzung der Hundewelt, einschließlich der Art und Weise, wie Hunde in verschiedenen Situationen kommunizieren und sich verhalten - Sozialisierung (entscheidend in den ersten 16 Wochen), um „neue“ Situationen und eine Reihe unterschiedlicher Menschen und Umgebungen kennenzulernen. - Geistige Anregung, unter anderem durch Spiel - Zuneigung, nicht Bewunderung - Grenzen (was ist angemessenes und unangemessenes Verhalten?) - Die Freiheit, hundespezifische Verhaltensweisen wie Futtersuche und Erkundung auszuleben. - Zeit und Geduld, um neue Verhaltensweisen zu erlernen, insbesondere bei älteren Hunden - Wie ein Hund geschätzt zu werden.
 
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Vivi &
23. Feb. 21:37
Nochmal etwas konkreter zur Vermenschlichung. Wie seht ihr das Thema ein Hund braucht Hundefreunde und will spielen bei Hunden jenseits des Junghundalters?
Ich versuche es jedem Hund zu ermöglichen, regelmäßig positive Sozialkontakte zu pflegen. Und dabei ist mir erstmal egal wie das genau aussieht. Spielen müssen die Hunde nicht für mich (wenn sie das wollen gerne, aber ich kann einen Hund nicht zwingen zu spielen).

Daraus würde ich aber nicht ableiten, dass mein Hund zu jedem anderen Hund muss (da würde mir meiner auch einen Vogel zeigen).

Ich halte das so, dass ich meinen Hund mit zwei Hunden vergesellschaftet habe (da hatte er auch wenig Mitsprache, das musste funktionieren) und ich ihm circa einmal im Halben Jahr einen neuen potentiellen Freund organisiere. Er hat nicht die Möglichkeit selbstständig Hobbys auszuüben und Freunde zu suchen, da muss ich das übernehmen.
Ich kann zwar viel sein für meinen Hund (Partner, Freund, Führer) Aber einen anderen Hund kann ich nicht ersetzen. Und ich merke wie gut es ihm tut hündisch unterwegs zu sein (zusammen schnüffeln, markieren, popo schnüffeln etc.).

Mit einem Hund, der Lust auf andere Hunde hätte, wäre ich viel offener unterwegs. Ich bin zum Beispiel mit dem Hund von Freunden gerne auf der Hundewiese. Pico ist da auch manchmal mit dabei, steht aber die ganze Zeit bei mir und guckt missmutig drein (da muss er dann für die 5-10 Minuten durch).
 
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Carola
23. Feb. 22:00
Ich bin mir nicht sicher, ob es anhand der Beispiele vielmehr um Kompensationsmuster der Menschen geht? Hat jemand sich näher damit beschäftigt, ob bei Extremfällen eigene Bindungserfahrungen der Halter mit denen der Hunde korrelieren?
Natürlich übertragen sich die eigenen Empfindungen auf den Hund und ich habe so festgestellt Angst Menschen haben Angst Hunde, aggressive Menschen haben Aggro Hunde und freundliche Menschen haben in der Regel relativ umgängliche Hunde.
Das muss aber nicht immer so sein mein a******** Hund war schon so als er zu mir kam. Und ja wir konnten das verbessern und den Hund auch halbwegs sozialisieren.

Wenn ein Mensch Angst hat vor anderen Menschen oder Hunden hat, wird der Hund es spüren und diese Angst überträgt sich und so ist es auch bei anderen Dingen.
Wird der Hund als Ersatz für Sozialkontakte missbraucht und dann wirkt sich das mit Sicherheit auch aus. Ein Mensch der nur bedingt zu Sozialkontakten fähig ist wird eher nicht auf andere Menschen zugehen oder Kontakte mit seinem Hund suchen.
Was anderes ist es sicherlich wenn man einen Hund übernimmt der Probleme mit Sozialkontakten hat denn dann sind diese Probleme ja schon da bevor der Mensch sie verursacht bzw sie wurden möglicherweise durch Umstände oder Vorbesitzer verursacht.
 
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Svenja
24. Feb. 04:51
Ich bin mir nicht sicher, ob es anhand der Beispiele vielmehr um Kompensationsmuster der Menschen geht? Hat jemand sich näher damit beschäftigt, ob bei Extremfällen eigene Bindungserfahrungen der Halter mit denen der Hunde korrelieren?
Nicht in Form von wissenschaftlichen Studien, aber eine Vielzahl an Erfahrungen deutet für mich darauf hin. Ich würde aber Carola total recht geben, dass man das keinesfalls pauschalisieren darf.
 
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Ingo
24. Feb. 05:29
Da hast du ja ein umfangreiches Thema angesprochen. Ja ich kann bei meinem Hund auf vieler Art selber Stress auslösen. Durch zu viel oder falsche Zuneigung könnte ich bei meinem Hund Stress auslösen. Reaktivität sehe ich nicht immer negativ und kann verschiedene Ursachen haben. Nicht alles zu unterbinden, wenn es im Rahmen ist, macht meinen Hund allgemein stressfreier und kontrollierbar. Einfach nur Symptome abstellen zu wollen, ohne den Grund/Auslöser zu kennen, kann vieles noch schlimmer machen. Ich bin speziell für meinen Hund ein verlässlicher Freund. Behandele meinen Hund fair und auf Augenhöhe in einem Team, bin liebevoll, führe meinen Hund, gebe ihm Selbstsicherheit, welches ihn auch stressfreier mach. Mein Hund sieht mich auch in bestimmten Situationen als Anker und baut in meinen Armen Aggression ab. Auf der anderen Seite bin ich aber auch konsequent. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass mein Hund auf seinen Platz liegt und er eingeschnappt ist. Er dreht sich dann von mir ab und schaut mich nicht mehr an. Bedeutet, ich mag dich zwar, aber das finde ich jetzt nicht gut von dir.
 
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Svenja
24. Feb. 05:43
Ich bin mir nicht sicher, ob es anhand der Beispiele vielmehr um Kompensationsmuster der Menschen geht? Hat jemand sich näher damit beschäftigt, ob bei Extremfällen eigene Bindungserfahrungen der Halter mit denen der Hunde korrelieren?
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4338184/#:~:text=Dog%20puppies%20are%20typically%20acquired,for%20romantic%20partners%20%5B14%5D.
 
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SandrA
24. Feb. 06:25
Ich bin mir nicht sicher, ob es anhand der Beispiele vielmehr um Kompensationsmuster der Menschen geht? Hat jemand sich näher damit beschäftigt, ob bei Extremfällen eigene Bindungserfahrungen der Halter mit denen der Hunde korrelieren?
Deine Gedanken finde ich sehr spannend.

Ich glaube schon, dass Kompensationsmuster beim Menschen eine Rolle spielen können. Wie wir Nähe leben, wie viel Sicherheit wir selbst empfinden und wie sehr wir Kontrolle brauchen oder Bestätigung, bringen wir ja zwangsläufig in jede Beziehung ein, also auch in die zum Hund.

Die Studie, die Svenja verlinkt hat, scheint sich auch genau damit zu beschäftigen, dass Bindungsstile von Haltern sich in der Mensch-Hund-Interaktion widerspiegeln können. (Ich werde da später mal genauer reinlesen☺️) Aber für mich ist das eher ein Faktor unter vielen und nicht die alleinige Erklärung.

Schon bei meinen beiden sehe ich da Unterschiede: Bei Neo habe ich irgendwann gemerkt, wie sehr mein eigener innerer Druck (viel Fokus auf Ausbildung, viel „es muss funktionieren, weil sonst…“) sein System mit aktiviert hat. Als ich ruhiger und zustandsorientierter wurde - also mehr bei ihm und weniger bei mir und meinen Sorgen war - wurde auch er stabiler. Da war definitiv eine dysregulierende Dynamik zwischen uns.

Bei Ivy dagegen war ihre vom ersten Tag an stark spürbare, mangelnde Regulation eher nicht mein Kompensationsmuster. Sie kam aus einer extrem reizarmen Umgebung und war mit unserem normalem Alltag schlicht überfordert. Da kann ich bindungstechnisch sein, wie ich will - ihr Nervensystem muss erst lernen, Reize zu verarbeiten.
Natürlich haben Bindungs- und Kompensationsmuster Einfluss.
Aber sie treffen auch immer auf einen individuellen Hund mit eigener Genetik, Lerngeschichte und Motivationslage und das macht es eben komplex.

Ich denke, das Entscheidende ist weniger, welchen Bindungsstil jemand hat, sondern wie reflektiert er damit umgeht.
 
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Svenja
24. Feb. 06:42
Deine Gedanken finde ich sehr spannend. Ich glaube schon, dass Kompensationsmuster beim Menschen eine Rolle spielen können. Wie wir Nähe leben, wie viel Sicherheit wir selbst empfinden und wie sehr wir Kontrolle brauchen oder Bestätigung, bringen wir ja zwangsläufig in jede Beziehung ein, also auch in die zum Hund. Die Studie, die Svenja verlinkt hat, scheint sich auch genau damit zu beschäftigen, dass Bindungsstile von Haltern sich in der Mensch-Hund-Interaktion widerspiegeln können. (Ich werde da später mal genauer reinlesen☺️) Aber für mich ist das eher ein Faktor unter vielen und nicht die alleinige Erklärung. Schon bei meinen beiden sehe ich da Unterschiede: Bei Neo habe ich irgendwann gemerkt, wie sehr mein eigener innerer Druck (viel Fokus auf Ausbildung, viel „es muss funktionieren, weil sonst…“) sein System mit aktiviert hat. Als ich ruhiger und zustandsorientierter wurde - also mehr bei ihm und weniger bei mir und meinen Sorgen war - wurde auch er stabiler. Da war definitiv eine dysregulierende Dynamik zwischen uns. Bei Ivy dagegen war ihre vom ersten Tag an stark spürbare, mangelnde Regulation eher nicht mein Kompensationsmuster. Sie kam aus einer extrem reizarmen Umgebung und war mit unserem normalem Alltag schlicht überfordert. Da kann ich bindungstechnisch sein, wie ich will - ihr Nervensystem muss erst lernen, Reize zu verarbeiten. Natürlich haben Bindungs- und Kompensationsmuster Einfluss. Aber sie treffen auch immer auf einen individuellen Hund mit eigener Genetik, Lerngeschichte und Motivationslage und das macht es eben komplex. Ich denke, das Entscheidende ist weniger, welchen Bindungsstil jemand hat, sondern wie reflektiert er damit umgeht.
Stimme ich dir zu. Die Sozialisierung eines Hundes spielt eine gewaltige Rolle, wie er im Alltag seines Menschen zurecht kommt. Und je nachdem, welchen Bindungsstil sein Halter hat, wird eine Stabilität oder Instabilität gefördert.
Und auch bei Hunden, die bei ihren Haltern aufwachsen, spielt auch die Persönlichkeit, Genetik des Hundes garantiert eine Rolle, wie sehr der menschliche Bindungsstil sich auswirkt.
Ich habe mit sehr vielen Hunden und ihren - teils mir gegenüber sehr offenen 🙏🏻 - Haltern zu tun und und ich kenne die Hunde im Verbund mit ihrem Halter und für längere Zeiträume ohne Halter in meiner Hunde - Gruppe.
Das ist ein unfassbar spannendes Feld, in dem ich auch extrem viel über mich selber lerne - nicht immer nur schönes 🥴
 
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Lisa-Eileen
24. Feb. 08:06
Ich kann das Buch nur empfehlen ☺️
Welches? Oder hast du ausversehn auf nen falschen Kommentar geantwortet?
Bin grad verwirrt.😅
 
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Lisa-Eileen
24. Feb. 08:27
Nehmen wir doch nur mal das Apportieren. Viele Hunde haben einen riesen Spaß daran, tun das gerne und man kann sie wunderbar damit beschäftigen. Nicht so meine! Sie Apportieren nicht und Anouk hat es tatsächlich nach vier Jahren kapiert dass man einen Ball zurückbringen kann🤣, Dasha hat nur ein halbes Jahr gebraucht. Aber den Ball kann man dreimal werfen und dann war es das. Sie Apportieren auch keinen Futterbeutel: sie finden ihn zwar und zeigen ihn auch an aber denken nicht daran mir das Ding zu bringen. Es ist einfach nicht ihr Ding. Also lassen wir das
Finden und anzeigen ist ja auch was, Anfangs hab ichs wegen dem Maulkorb nur so gemacht.
Mittlerweile kann ich ihn dafür abnehmen ohne das er die Situation ausnutzt und wir apportieren dann auch.
Rocket musste ich es nicht mal beibringen, er brachte mir von klein auf alles.
Er ist sehr sozial und teilt gern (mit mir) und gibt mir sogar immer mal sein Spielzeug oder Kauknochen.
Bin gespannt wie zukünftige Hunde so drauf sein werden.
 
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Svenja
24. Feb. 08:37
Welches? Oder hast du ausversehn auf nen falschen Kommentar geantwortet? Bin grad verwirrt.😅
😁 Ich meine dieses.
Dort finden sich eine Menge Beobachtungen von getrackten Straßenhunden, die auch das Leben und die Notwendigkeiten zur Gefahrenabwehr und Futterbeschaffung beinhalten.