Reaktiv oder Pubertät?
Huhu 🤗
Ich bin mir unsicher ob mein Hund Buddy reaktiv ist, oder ob ich einfach noch nicht genug Erziehungszeit mit ihm hatte.
Ich habe Buddy mit einem Alter von ca 5 Monaten im September 2025 einziehen lassen. Wir haben schon viel an uns gearbeitet und trainiert. Die ersten Wochen fand er alles super gruselig, war schreckhaft, er kannte nichts.
Typisch Welpe, hat er sich bei Begegnungen egal ob Mensch oder Tier gesetzt und beobachtet. Soweit war das aus meiner Sicht vorerst nicht dramatisch, die Welt musste er noch kennenlernen.
Ich habe leider einen Fehler gemacht in seinem jungen Alter. Ich habe nicht konsequent Kontakt an der Leine unterbinden können.
Ich weiß nicht sicher, ob das zum aktuellen Verhalten meines Hundes beigetragen hat.
Mittlerweile ist er ca 10 Monate alt und jede Begegnung sieht folgendermaßen aus:
Viiiiele Meter entfernt nimmt er bereits Menschen, Hunde oder sonstiges wahr und spitzt die Ohren. Nicht selten bemerkt er es vor mir. Er bleibt stehen und ist bereits im fixieren. Auf ein paar Meter Entfernung zieht er wie ein gestörter und will hin.
Er reagiert auf mich sehr früh schon nicht mehr. Vor der Pubertät hab ich das nicht so deutlich wahrgenommen..
Er bellt oder knurrt nicht. Er ist nicht aggressiv. Anfangs wollte ich einfach mit ihm vorbei gehen, er an meiner Seite und ich quasi als Begrenzung zwischen ihm und dem anderen, nur ist er mir dabei ständig über die Füße gerannt und hat gezogen. Konstant Fuß laufen kann er noch nicht, das üben wir noch. Leider sind draußen Leckerlis uninteressant, während das zu Hause kein Problem ist.
Das macht für mich also keinen Sinn..
Aktuell bleiben wir an der Seite stehen und warten, bis es vorbei ist.
Oft bleibt er auch hinter mir stehen, kommt aber aus dem Starren nicht raus. In selteneren Fällen versucht er an mir vorbei an sein Ziel zu kommen.
Erst wenn alle außerhalb seiner Sichtweite sind schüttelt er sich ein paar mal und wir können weiter gehen.
Manchmal dreht er sich um und schaut, ob da nicht doch noch etwas ist.
Meine Hundetrainerin ging auf meine Problematik leider bisher nicht wirklich ein..
Da er im Oktober Giardien hatte, wurde Training bis zur Genesung vernachlässigt.
Mit Labor war er nach ca 5 Wochen im Novemer wieder fit.
Ich habe gelesen, dass es zwei Phasen in der Pubertät gibt. Wir stecken gerade in der zweiten Phase drin, die dafür sorgt dass der Hund erste Eindrücke neu bewertet und wieder unsicherer ist.
Seit etwa 3 Wochen ist er tatsächlich auch zu Hause unruhiger. Plötzlich "bellt" er leise vor sich hin wenn die Nachnarn das Nachbarshaus verlassen oder nach Hause kommen oder wenn er Geräusche nicht einordnen kann, läuft er auch bellend zur Tür. Da wir draußen einen Bewegungssensor haben weiß ich, dass da nichts gewesen sein kann. Er hatte letztens auch plötzlich Angst vor der Couch und bellte die an, weil ich meine Kuschelsocken da vergessen habe und er die scheinbar gruselig fand. So dumme Kleinigkeiten eben.
Wie schaffe ich es, dieses Verhalten umzulenken oder zu korrigieren?
Habt ihr ähnliche Verhaltensweisen in den Griff bekommen und Tipps?
Ich wünsche mir, dass er irgendwann ganz entspannt neben mir laufen kann egal was uns entgegen kommt.. Perfekt wäre, wenn er frei laufen kann und trotz Reize abrufbar ist. Alles nur Wunschdenken oder tatsächlich möglich?
Grüße, Michelle 🙂