Home / Forum / Verhalten & Psychologie / Reaktiv oder Pubertät?

Verfasser-Bild
Michelle
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 20
zuletzt 9. Feb.

Reaktiv oder Pubertät?

Huhu 🤗 Ich bin mir unsicher ob mein Hund Buddy reaktiv ist, oder ob ich einfach noch nicht genug Erziehungszeit mit ihm hatte. Ich habe Buddy mit einem Alter von ca 5 Monaten im September 2025 einziehen lassen. Wir haben schon viel an uns gearbeitet und trainiert. Die ersten Wochen fand er alles super gruselig, war schreckhaft, er kannte nichts. Typisch Welpe, hat er sich bei Begegnungen egal ob Mensch oder Tier gesetzt und beobachtet. Soweit war das aus meiner Sicht vorerst nicht dramatisch, die Welt musste er noch kennenlernen. Ich habe leider einen Fehler gemacht in seinem jungen Alter. Ich habe nicht konsequent Kontakt an der Leine unterbinden können. Ich weiß nicht sicher, ob das zum aktuellen Verhalten meines Hundes beigetragen hat. Mittlerweile ist er ca 10 Monate alt und jede Begegnung sieht folgendermaßen aus: Viiiiele Meter entfernt nimmt er bereits Menschen, Hunde oder sonstiges wahr und spitzt die Ohren. Nicht selten bemerkt er es vor mir. Er bleibt stehen und ist bereits im fixieren. Auf ein paar Meter Entfernung zieht er wie ein gestörter und will hin. Er reagiert auf mich sehr früh schon nicht mehr. Vor der Pubertät hab ich das nicht so deutlich wahrgenommen.. Er bellt oder knurrt nicht. Er ist nicht aggressiv. Anfangs wollte ich einfach mit ihm vorbei gehen, er an meiner Seite und ich quasi als Begrenzung zwischen ihm und dem anderen, nur ist er mir dabei ständig über die Füße gerannt und hat gezogen. Konstant Fuß laufen kann er noch nicht, das üben wir noch. Leider sind draußen Leckerlis uninteressant, während das zu Hause kein Problem ist. Das macht für mich also keinen Sinn.. Aktuell bleiben wir an der Seite stehen und warten, bis es vorbei ist. Oft bleibt er auch hinter mir stehen, kommt aber aus dem Starren nicht raus. In selteneren Fällen versucht er an mir vorbei an sein Ziel zu kommen. Erst wenn alle außerhalb seiner Sichtweite sind schüttelt er sich ein paar mal und wir können weiter gehen. Manchmal dreht er sich um und schaut, ob da nicht doch noch etwas ist. Meine Hundetrainerin ging auf meine Problematik leider bisher nicht wirklich ein.. Da er im Oktober Giardien hatte, wurde Training bis zur Genesung vernachlässigt. Mit Labor war er nach ca 5 Wochen im Novemer wieder fit. Ich habe gelesen, dass es zwei Phasen in der Pubertät gibt. Wir stecken gerade in der zweiten Phase drin, die dafür sorgt dass der Hund erste Eindrücke neu bewertet und wieder unsicherer ist. Seit etwa 3 Wochen ist er tatsächlich auch zu Hause unruhiger. Plötzlich "bellt" er leise vor sich hin wenn die Nachnarn das Nachbarshaus verlassen oder nach Hause kommen oder wenn er Geräusche nicht einordnen kann, läuft er auch bellend zur Tür. Da wir draußen einen Bewegungssensor haben weiß ich, dass da nichts gewesen sein kann. Er hatte letztens auch plötzlich Angst vor der Couch und bellte die an, weil ich meine Kuschelsocken da vergessen habe und er die scheinbar gruselig fand. So dumme Kleinigkeiten eben. Wie schaffe ich es, dieses Verhalten umzulenken oder zu korrigieren? Habt ihr ähnliche Verhaltensweisen in den Griff bekommen und Tipps? Ich wünsche mir, dass er irgendwann ganz entspannt neben mir laufen kann egal was uns entgegen kommt.. Perfekt wäre, wenn er frei laufen kann und trotz Reize abrufbar ist. Alles nur Wunschdenken oder tatsächlich möglich? Grüße, Michelle 🙂
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sonja
Beliebteste Antwort
8. Feb. 15:57
Erst mal dein Hund ist in der Pubertät, da wird noch vieles kommen was nicht oder nicht mehr funktioniert😉. Was dein "Wunsch" betrifft wird es auch noch Monate des fairen kontiunierlichen Trainings dauern denn ein "alltagstauglicher" Hund ist das resultat von Jahrelangen training...🤗. Spooky-phasen also z.b. die Couch anbellen sind auch ganz normal für die Pubertätszeit; gib ihm mehr "sicherheit vor dem Ding" , also z.b. auf die couch klopfen dich drausufsetzen ohne auf sein getue zu reagieren, also im "sagen/zeigen" da ist nichts unheimlich oder seltsam daran.... Was Begegnungen draussen betrifft, nicht stehenbleiben und ihm gelegenheit geben zu fixieren.. sondern zügig und selbstsicher weiteregehen ( selbst wenn ihn etwas "nachziehen musst") aber ohne Hast Eile, selbsicherer Gang ev auch Richtung wechseln wenn nötig. Sag ihn z.B. ."..jaja hab ich gesehen" und ignoriere ihn und das "intressante Objekt" . Wenn ihr da fortschritte macht kannst ihn mit der Zeit auch kurz zurückschauen lassen wenn ihr daran vorbei seit und Abstand gewonnen habt. Zeige ihm das alles was ihr begegnet nichts besonderes ist und zum "alltag" dazugehört. Nimm an "Social Walkes" teil....und wenn deine Trainerin, bei den eigentlichen Gruppenstunden nicht auf euer Problem eigeht, nimm ein oder zwei Einzelstunden bei denen sie euch beim Gassigehen begleitet... oder wechsle die Hundeschule falls sie nicht bereit dazu ist...
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Sonja
8. Feb. 15:57
Erst mal dein Hund ist in der Pubertät, da wird noch vieles kommen was nicht oder nicht mehr funktioniert😉. Was dein "Wunsch" betrifft wird es auch noch Monate des fairen kontiunierlichen Trainings dauern denn ein "alltagstauglicher" Hund ist das resultat von Jahrelangen training...🤗. Spooky-phasen also z.b. die Couch anbellen sind auch ganz normal für die Pubertätszeit; gib ihm mehr "sicherheit vor dem Ding" , also z.b. auf die couch klopfen dich drausufsetzen ohne auf sein getue zu reagieren, also im "sagen/zeigen" da ist nichts unheimlich oder seltsam daran.... Was Begegnungen draussen betrifft, nicht stehenbleiben und ihm gelegenheit geben zu fixieren.. sondern zügig und selbstsicher weiteregehen ( selbst wenn ihn etwas "nachziehen musst") aber ohne Hast Eile, selbsicherer Gang ev auch Richtung wechseln wenn nötig. Sag ihn z.B. ."..jaja hab ich gesehen" und ignoriere ihn und das "intressante Objekt" . Wenn ihr da fortschritte macht kannst ihn mit der Zeit auch kurz zurückschauen lassen wenn ihr daran vorbei seit und Abstand gewonnen habt. Zeige ihm das alles was ihr begegnet nichts besonderes ist und zum "alltag" dazugehört. Nimm an "Social Walkes" teil....und wenn deine Trainerin, bei den eigentlichen Gruppenstunden nicht auf euer Problem eigeht, nimm ein oder zwei Einzelstunden bei denen sie euch beim Gassigehen begleitet... oder wechsle die Hundeschule falls sie nicht bereit dazu ist...
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Lisa-Eileen
8. Feb. 16:00
Also dieses unsichere das er plötzlich Sachen gruselig findet ist die sogenannte Angstphase.
Das kommt immer nachdem das Testosteron wieder abfällt.
Während das Testosteron kickt werden Rüden gern mal prollig und haben ne große Klappe, testen viel mehr als sonst eh schon usw.
Eigentlich wie bei uns Menschen auch.
Wenn dieser Spiegel dann abfällt kommt die Angstphase.
Dann sind plötzlich Sachen gruselig die der Hund eigentlich kennt.
Bei Rocket waren Menschen auf Entfernung, Mülleimer, Bänke und Autos die im Wald bzw auf den Wegen dort standen ein rotes Tuch.
Diese Phasen hielten bei ihm immer so 1-2 Wochen ca.
Im Laufe der Pubertät hab ich gelernt das es ihm da gut tut wenn wir uns eher zurückziehen, viel selfcare und schmusiges machen... alles wo er sich wohl fühlt, entspannt und ihm gut tut.
In den Angstphasen sollte man eher auf neue Reize verzichten und den Ball flach halten.
Auch kannst du bei ihm Schmerzen im Hinterkopf behalten da Frenchies aufgrund ihres verkrüppelten Körpers immer irgendwelche Wehwehchen haben.
Spondylose und Bandscheibenvorfälle fallen einem als Laie eh nicht so auf.
Hunde reagieren auf starke Schmerzen gereizter und können dann unsicherer bis hin zu ängstlich oder aggressiv sein.
Reaktivität ist einfach eine sehr niedrige Reizschwelle, das kann bestimmten Dingen/ Situationen gegenüber sein aber auch generalisiert.
Durch die Hormonschwankungen der Pubertät kann der Hund natürlich reaktiver werden da die Reizschwelle da nochmal sehr sinkt.
Wichtig ist das du dich nicht verunsichern oder aufregen lässt, versuch möglichst entspannt zu bleiben und nicht iwie verkrampft werden.
Der Hund braucht da Sicherheit und Führung.
Ich würde da mir auch nen anderen Trainer suchen wenn er es dir nicht mal erklärt und auch nicht wirklich wahr oder ernst nimmt.
Dann kann der Trainer dir auch in solchen Situationen nochmal zeigen wie du damit besser umgehen kannst und lernst deinen Körper und deine Präsenz besser einzusetzen.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michelle
8. Feb. 16:28
Erst mal dein Hund ist in der Pubertät, da wird noch vieles kommen was nicht oder nicht mehr funktioniert😉. Was dein "Wunsch" betrifft wird es auch noch Monate des fairen kontiunierlichen Trainings dauern denn ein "alltagstauglicher" Hund ist das resultat von Jahrelangen training...🤗. Spooky-phasen also z.b. die Couch anbellen sind auch ganz normal für die Pubertätszeit; gib ihm mehr "sicherheit vor dem Ding" , also z.b. auf die couch klopfen dich drausufsetzen ohne auf sein getue zu reagieren, also im "sagen/zeigen" da ist nichts unheimlich oder seltsam daran.... Was Begegnungen draussen betrifft, nicht stehenbleiben und ihm gelegenheit geben zu fixieren.. sondern zügig und selbstsicher weiteregehen ( selbst wenn ihn etwas "nachziehen musst") aber ohne Hast Eile, selbsicherer Gang ev auch Richtung wechseln wenn nötig. Sag ihn z.B. ."..jaja hab ich gesehen" und ignoriere ihn und das "intressante Objekt" . Wenn ihr da fortschritte macht kannst ihn mit der Zeit auch kurz zurückschauen lassen wenn ihr daran vorbei seit und Abstand gewonnen habt. Zeige ihm das alles was ihr begegnet nichts besonderes ist und zum "alltag" dazugehört. Nimm an "Social Walkes" teil....und wenn deine Trainerin, bei den eigentlichen Gruppenstunden nicht auf euer Problem eigeht, nimm ein oder zwei Einzelstunden bei denen sie euch beim Gassigehen begleitet... oder wechsle die Hundeschule falls sie nicht bereit dazu ist...
Danke für die Rückmeldung!🥰
Wenn ich ihn quasi einfach mitnehme bei Begegnungen, gewöhnt er sich daran und es wird leichter? Ich hab das eine Zeit lang gemacht und kam mir schlecht vor.. Das sieht so grob aus und fühlt sich blöd an.. Ich dachte, so erziehe ich nur einen frustrierten Leinenpöbler 😅 Oder dass er die Leine mit etwas negativen verknüpft. Vielleicht denke ich da auch zu sehr nach.
Also mit dem warten mach ich das eher schlimmer als besser? Ich dachte, so lernt er den Reiz besser auszuhalten..
 
Beitrag-Verfasser
Ilona
8. Feb. 16:41
Danke für die Rückmeldung!🥰 Wenn ich ihn quasi einfach mitnehme bei Begegnungen, gewöhnt er sich daran und es wird leichter? Ich hab das eine Zeit lang gemacht und kam mir schlecht vor.. Das sieht so grob aus und fühlt sich blöd an.. Ich dachte, so erziehe ich nur einen frustrierten Leinenpöbler 😅 Oder dass er die Leine mit etwas negativen verknüpft. Vielleicht denke ich da auch zu sehr nach. Also mit dem warten mach ich das eher schlimmer als besser? Ich dachte, so lernt er den Reiz besser auszuhalten..
Ich würde ihn nicht einfach mitnehmen. Mir scheint, das dein Hund draussen viel Stress hat. Das zeigt mir das abschütteln sowie das er in schwierigen Situationen keine Leckerlis mehr nehmen kann. Du sagst ja, das das zuhause schon klappt.
Also was kannst du tun? Distanzen vergrössern, Hund auf die abgewandte Seite nehmen und Bögen laufen. Vielleicht auch mal zurück gehen.
Dann würde ich zuhause ein Markerwort aufbauen.
Ich würde ihn draussen auch viel schauen lassen. Reize müssen verarbeitet werden. Gerade auch in der Pubertät.
Ich lass Yuna auch viel schauen, marker das ruhige Verhalten. Und warte bis sie zuende geschaut hat. Ja, da steht man manchmal rum. Aber der Reiz wird verarbeitet und abgelegt. Ausserdem kannst du auch in reizarner Gegend ein Alternativverhalten aufbauen. Bei uns ist es Leckerli suchen oder Dummy tragen. Das musst du vorher aber in verschiedenen Reizlagen üben, bevor du es bei Hundebegegnungen einsetzen kannst. Das dauert bis man einen entspannten Hund hat. Schau auch mal, wo bei euch im Alltag die Stressfallen liegen. Und schau auch, das du Spass mit deinem Hund hast. Trefft Hundekumpel, macht was schönes miteinander . Ohne Druck und Stress.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michelle
8. Feb. 16:47
Also dieses unsichere das er plötzlich Sachen gruselig findet ist die sogenannte Angstphase. Das kommt immer nachdem das Testosteron wieder abfällt. Während das Testosteron kickt werden Rüden gern mal prollig und haben ne große Klappe, testen viel mehr als sonst eh schon usw. Eigentlich wie bei uns Menschen auch. Wenn dieser Spiegel dann abfällt kommt die Angstphase. Dann sind plötzlich Sachen gruselig die der Hund eigentlich kennt. Bei Rocket waren Menschen auf Entfernung, Mülleimer, Bänke und Autos die im Wald bzw auf den Wegen dort standen ein rotes Tuch. Diese Phasen hielten bei ihm immer so 1-2 Wochen ca. Im Laufe der Pubertät hab ich gelernt das es ihm da gut tut wenn wir uns eher zurückziehen, viel selfcare und schmusiges machen... alles wo er sich wohl fühlt, entspannt und ihm gut tut. In den Angstphasen sollte man eher auf neue Reize verzichten und den Ball flach halten. Auch kannst du bei ihm Schmerzen im Hinterkopf behalten da Frenchies aufgrund ihres verkrüppelten Körpers immer irgendwelche Wehwehchen haben. Spondylose und Bandscheibenvorfälle fallen einem als Laie eh nicht so auf. Hunde reagieren auf starke Schmerzen gereizter und können dann unsicherer bis hin zu ängstlich oder aggressiv sein. Reaktivität ist einfach eine sehr niedrige Reizschwelle, das kann bestimmten Dingen/ Situationen gegenüber sein aber auch generalisiert. Durch die Hormonschwankungen der Pubertät kann der Hund natürlich reaktiver werden da die Reizschwelle da nochmal sehr sinkt. Wichtig ist das du dich nicht verunsichern oder aufregen lässt, versuch möglichst entspannt zu bleiben und nicht iwie verkrampft werden. Der Hund braucht da Sicherheit und Führung. Ich würde da mir auch nen anderen Trainer suchen wenn er es dir nicht mal erklärt und auch nicht wirklich wahr oder ernst nimmt. Dann kann der Trainer dir auch in solchen Situationen nochmal zeigen wie du damit besser umgehen kannst und lernst deinen Körper und deine Präsenz besser einzusetzen.
Cool danke! Eure Antworten muntern mich auf und helfen mir weiter 🤗
Vorübergehend kleinere Spaziergänge kamen mir auch schon in den Sinn.. Logisch, wenn die dann gut laufen haben wir Erfolgserlebnisse. Gehen wir länger Gassi, ist die Konzentration auch irgendwann vorbei. Dass sein Hormonspiegel schwankt, spüre ich deutlich 😅
Seinen körperlichen Zustand hab ich im Auge, bis auf die Augenop die bald ansteht ist NOCH alles gut.. Hoffen wir, dass er ansonsten möglichst lang beschwerdefrei bleibt.
Ich werde mir vermutlich wirklich einen neuen Trainer suchen.. Dass auf mein Anliegen nicht reagiert wird gefällt mir nicht und der erste Satz mir gegenüber war, Frenchis und Mops würde sie eigentlich grundsätzlich nicht trainieren. Sie hat bei ihm nach ihrer Aussage aber eine Ausnahme gemacht, weil er nicht so schlimm wie die anderen sei.. Finde das fragwürdig. Jede rasse darf doch Training genießen so lang es im Bereich des Möglichen liegt.
Ich muss aber grundsätzlich auch sagen, diese Rasse kommuniziert anders.. Ich vergleiche das ein wenig mit meinem vorherigen Hund, er war ein Labor-Neufundländer Mix.
In jeder Hinsicht ein Unterschied..
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michelle
8. Feb. 16:55
Ich würde ihn nicht einfach mitnehmen. Mir scheint, das dein Hund draussen viel Stress hat. Das zeigt mir das abschütteln sowie das er in schwierigen Situationen keine Leckerlis mehr nehmen kann. Du sagst ja, das das zuhause schon klappt. Also was kannst du tun? Distanzen vergrössern, Hund auf die abgewandte Seite nehmen und Bögen laufen. Vielleicht auch mal zurück gehen. Dann würde ich zuhause ein Markerwort aufbauen. Ich würde ihn draussen auch viel schauen lassen. Reize müssen verarbeitet werden. Gerade auch in der Pubertät. Ich lass Yuna auch viel schauen, marker das ruhige Verhalten. Und warte bis sie zuende geschaut hat. Ja, da steht man manchmal rum. Aber der Reiz wird verarbeitet und abgelegt. Ausserdem kannst du auch in reizarner Gegend ein Alternativverhalten aufbauen. Bei uns ist es Leckerli suchen oder Dummy tragen. Das musst du vorher aber in verschiedenen Reizlagen üben, bevor du es bei Hundebegegnungen einsetzen kannst. Das dauert bis man einen entspannten Hund hat. Schau auch mal, wo bei euch im Alltag die Stressfallen liegen. Und schau auch, das du Spass mit deinem Hund hast. Trefft Hundekumpel, macht was schönes miteinander . Ohne Druck und Stress.
Huhu das sind schon viele verschiedene Ansichten.. Super interessant! Viele Wege können zum Ziel führen.
Ich muss mir echt Gedanken darüber machen, was für meine Nase hoffentlich die Beste Variante ist. Schwierig, bisher klingt jede Antwort absolut logisch. Ich denke auch, dass Buddy draußen echt gestresst ist.. Leckerlis funktionieren draußen nicht mehr und zu Hause tanzt er sozusagen dafür.

Danke für deine Rückmeldung 🥰🤗
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Nicole
8. Feb. 17:04
Hallo Michelle. Mein Ernie hatte diese Phase auch. Ihm hat es sehr geholfen, wenn er die Reize verarbeiten durfte. Einfach weitergehen und ihn mitziehen hat ihn noch mehr gestresst und er hat dann immer früher reagiert, indem er in die Leine gesprungen oder gebellt hat. Bin ich stehen geblieben und er durfte gucken, hatte er deutlich weniger Stress. Das hat dann zwar manchmal 5 Minuten gedauert, aber er konnte beim nächsten Mal schon deutlich früher weiter laufen. Ich habe ihn beim Schauen auch stimmlich begleitet, indem ich beruhigend mit ihm gesprochen. Dabei ist es eigentlich egal, was man sagt. Hauptsache er hört an meiner Stimme, dass ich entspannt bin. Die Phase geht auch wieder vorbei. Ich wünsche euch alles Gute 🍀
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Michelle
8. Feb. 17:09
Hallo Michelle. Mein Ernie hatte diese Phase auch. Ihm hat es sehr geholfen, wenn er die Reize verarbeiten durfte. Einfach weitergehen und ihn mitziehen hat ihn noch mehr gestresst und er hat dann immer früher reagiert, indem er in die Leine gesprungen oder gebellt hat. Bin ich stehen geblieben und er durfte gucken, hatte er deutlich weniger Stress. Das hat dann zwar manchmal 5 Minuten gedauert, aber er konnte beim nächsten Mal schon deutlich früher weiter laufen. Ich habe ihn beim Schauen auch stimmlich begleitet, indem ich beruhigend mit ihm gesprochen. Dabei ist es eigentlich egal, was man sagt. Hauptsache er hört an meiner Stimme, dass ich entspannt bin. Die Phase geht auch wieder vorbei. Ich wünsche euch alles Gute 🍀
Huhu vielen lieben Dank!🥰
Ich weiß es sehr zu schätzen, dass hier so viele Erfahrungen geteilt werden. Ich werde es mir zu Herzen nehmen! Ich wünsche euch auch weiterhin alles Gute!
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Lisa-Eileen
8. Feb. 19:02
Danke für die Rückmeldung!🥰 Wenn ich ihn quasi einfach mitnehme bei Begegnungen, gewöhnt er sich daran und es wird leichter? Ich hab das eine Zeit lang gemacht und kam mir schlecht vor.. Das sieht so grob aus und fühlt sich blöd an.. Ich dachte, so erziehe ich nur einen frustrierten Leinenpöbler 😅 Oder dass er die Leine mit etwas negativen verknüpft. Vielleicht denke ich da auch zu sehr nach. Also mit dem warten mach ich das eher schlimmer als besser? Ich dachte, so lernt er den Reiz besser auszuhalten..
Das kommt immer auf den individuellen Hund an, manchen fällt es leichter wenn man in Bewegung bleibt und manchen wenn man sich an die Seite stellt und den Reiz vorbeilässt.
Für Rocket ist zweiteres auch oft leichter, allerdings hatte ich hier als er jung war das Problem das die Leute selbst wenn man es ihnen sagte das sie Abstand halten sollen straight auf einen zugesteuert sind was natürlich alles zerschossen hat.
Deswegen hab ich mir das ignorieren und weitergehen angewöhnt.
Ich guck andere mitm Arsch net an als wären sie garnicht da und wenn Rocket aufdreht, sich nicht abwendet und glotzig wird dreh ich mich in ihn rein.
Manchmal langt leichtes Eindrehen, manchmal muss ich aber auch nachsetzen und ihn körpersprachlich etwas zurückschicken.
Also Rocket ist ein Hund der klare, konsequente Ansagen und Führung braucht.
Den juckts nicht wenn du mit Leckerlies rumwedelst, die holt er allerhöchstens und macht mit seinem ungewünschten Verhalten grad weiter.
Da muss ich nicht mit Dressur sondern auf Sozialer Ebene arbeiten.
Wenn man sich eindreht macht man dem Hund den Raum zu und sagt ihm das ihn die anderen da nicht zu interessieren haben und sagt aber auch gleichzeitig "Diggih, ich red grad mit dir, hier spielt die Musik!".
Da ist jeder Hund anders, was bei dem einen klappt klappt bei dem anderen wiederum nicht.
 
Beitrag-Verfasser-Bild
Lisa-Eileen
8. Feb. 19:08
Cool danke! Eure Antworten muntern mich auf und helfen mir weiter 🤗 Vorübergehend kleinere Spaziergänge kamen mir auch schon in den Sinn.. Logisch, wenn die dann gut laufen haben wir Erfolgserlebnisse. Gehen wir länger Gassi, ist die Konzentration auch irgendwann vorbei. Dass sein Hormonspiegel schwankt, spüre ich deutlich 😅 Seinen körperlichen Zustand hab ich im Auge, bis auf die Augenop die bald ansteht ist NOCH alles gut.. Hoffen wir, dass er ansonsten möglichst lang beschwerdefrei bleibt. Ich werde mir vermutlich wirklich einen neuen Trainer suchen.. Dass auf mein Anliegen nicht reagiert wird gefällt mir nicht und der erste Satz mir gegenüber war, Frenchis und Mops würde sie eigentlich grundsätzlich nicht trainieren. Sie hat bei ihm nach ihrer Aussage aber eine Ausnahme gemacht, weil er nicht so schlimm wie die anderen sei.. Finde das fragwürdig. Jede rasse darf doch Training genießen so lang es im Bereich des Möglichen liegt. Ich muss aber grundsätzlich auch sagen, diese Rasse kommuniziert anders.. Ich vergleiche das ein wenig mit meinem vorherigen Hund, er war ein Labor-Neufundländer Mix. In jeder Hinsicht ein Unterschied..
Ja, Molosser sind auch anders drauf, ne frühere Trainerin hatte auch nen Frenchie.
Sie hatte uns das auch mal erklärt.
Es ist halt grad bei denen schwierig weil die echt viel Konsequenz und Grenzen brauchen, allerdings auch ganz allergisch auf Druck reagieren.
Da muss man sehr feinfühlig Grenzen setzen, man darf nicht zu doll oder zu lange nachsetzen sondern muss eher den längeren Atem haben und die Sachen ganz in Ruhe ausdiskutieren.
Kommt man mit (übermäßigem) Druck erwidern sie den.
Achte drauf das der neue Trainer Ahnung von Molossern hat, habs selbst schon erlebt wie man in die Scheiße greift wenn n Trainer von der Rasse keine Ahnung hat weil je nach Art oder auch Rasse ticken Hunde ganz anders.