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Jörg
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 4
heute 10:09

Negatives verhalten.

Welche unarten haben sich eure Hunde im Laufe der Zeit und im Kontakt mit anderen Hunden und Menschen so angewöhnt und wie seit ihr damit umgegangen bzw. Wie habt ihre dieses Verhalten dan wieder in den Griff bekommen. Es gibt da ja schon so verschiedene dinge. In andere Hunde rein rennen Fixieren Jagen Andere Hunde oder Menschen aus bellen. Löcher Buddeln Pöbeln am Zaun Extreme Aufregung Am Menschen Hochspringen Es gibt bestimmt noch mehr dinge. Wo habt ihr denn Verdacht das dieses Verhalten durch abschauen entstanden ist?
 
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SandrA
Beliebteste Antwort
heute 08:18
Ich finde das Thema total spannend, weil ich solche „Grauzonen“ durchaus kenne.☺️

Neo zB zeigt bei engen Hundebegegnungen ein Verhalten, das ich schon als störend empfinde, sehe gleichzeitig aber auch, dass es für ihn offenbar eine wichtige Funktion erfüllt.

Er geht neben mir, grundsätzlich orientiert, aber sobald es räumlich eng wird, duckt er sich ab und fixiert das Gegenüber. Dabei „schleicht“ er weiter neben mir her. Und das führt dann oft dazu, dass der andere Hund entweder hochgeht oder stark ausweicht, was die Situation natürlich nicht unbedingt entspannter macht.

Ich bin mir heute sicher, dass das kein „Ungehorsam“ ist, sondern seine Art, mit der Situation klarzukommen.

Was ich für mich ehrlich gesagt schwierig finde ist das Timing. Ich schaffe es offenbar in diesen Situationen (noch) nicht, ihn so früh und so klar zu unterstützen, dass er dieses Verhalten gar nicht erst braucht. Manchmal gelingt es mir, aber manchmal eben auch nicht.

Und dann ist dieses Abducken für ihn offensichtlich die Strategie, die ihm noch am meisten Sicherheit gibt.

Was ich ihm (bzw. uns) zugutehalte ist, dass er auf diese Weise tatsächlich an Hunden vorbeigehen kann, ohne komplett zu eskalieren - das war mal anders. Aber er ist dabei sehr angespannt und da bin ich noch nicht zufrieden mit dem Ergebnis - eben weil ich nicht das Gefühl habe, dass ich ihn in diesen Momenten schon so gut begleite, dass er sich wirklich entspannen kann.

Für mich ist das allerdings weniger ein „der Hund muss das lassen“, sondern eher ein „ich verfüge da noch nicht über die passende Unterstützung im richtigen Moment“.
Anstatt Verhalten „nur zu bewerten“ ist es mir heute wichtig danach zu fragen, warum es für den Hund aktuell die beste verfügbare Lösung zu sein scheint.
 
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SandrA
heute 08:18
Ich finde das Thema total spannend, weil ich solche „Grauzonen“ durchaus kenne.☺️

Neo zB zeigt bei engen Hundebegegnungen ein Verhalten, das ich schon als störend empfinde, sehe gleichzeitig aber auch, dass es für ihn offenbar eine wichtige Funktion erfüllt.

Er geht neben mir, grundsätzlich orientiert, aber sobald es räumlich eng wird, duckt er sich ab und fixiert das Gegenüber. Dabei „schleicht“ er weiter neben mir her. Und das führt dann oft dazu, dass der andere Hund entweder hochgeht oder stark ausweicht, was die Situation natürlich nicht unbedingt entspannter macht.

Ich bin mir heute sicher, dass das kein „Ungehorsam“ ist, sondern seine Art, mit der Situation klarzukommen.

Was ich für mich ehrlich gesagt schwierig finde ist das Timing. Ich schaffe es offenbar in diesen Situationen (noch) nicht, ihn so früh und so klar zu unterstützen, dass er dieses Verhalten gar nicht erst braucht. Manchmal gelingt es mir, aber manchmal eben auch nicht.

Und dann ist dieses Abducken für ihn offensichtlich die Strategie, die ihm noch am meisten Sicherheit gibt.

Was ich ihm (bzw. uns) zugutehalte ist, dass er auf diese Weise tatsächlich an Hunden vorbeigehen kann, ohne komplett zu eskalieren - das war mal anders. Aber er ist dabei sehr angespannt und da bin ich noch nicht zufrieden mit dem Ergebnis - eben weil ich nicht das Gefühl habe, dass ich ihn in diesen Momenten schon so gut begleite, dass er sich wirklich entspannen kann.

Für mich ist das allerdings weniger ein „der Hund muss das lassen“, sondern eher ein „ich verfüge da noch nicht über die passende Unterstützung im richtigen Moment“.
Anstatt Verhalten „nur zu bewerten“ ist es mir heute wichtig danach zu fragen, warum es für den Hund aktuell die beste verfügbare Lösung zu sein scheint.
 
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Ilona
heute 09:22
Was für uns rin negatives Verhalten ist, ist es ja noch lange nicht fpr den Hund. Zb. Jagen. Da lasse ich tatsächlich einige Bestandteile davon zu, bzw. Wir machen das gemeinsam. Gemeinsam Spuren nach gehen, gemeinsam etwas belauern....das habe ich tatsächlich durch Yuna gelernt, weil die das total gerne macht. So darf sie ein Teil ausleben, der für sie wichtig ist.
Was für mich schwierig ist, wenn sie durch Krankheit etc reaktiver wird und dann in der Leine steht. Letztens wollte sie einen Rollerfahrer anspringen. Das sind dann die Momente wo ich dann bei ihr nochmal genauer schaue, ob sie irgendwo Schmerzen hat oder so.
Manche Dinge trainiere ich nicht explizit. Sie ist an neuen Orten aufgeregt. Das weiss ich und hab dann so Tricks und Kniffe um sie etwas herunter zu fahren. Ich denke das wird bei ihr immer so sein, dafür fahre ich einfach zuwenig neue Orte an. Damit lebe ich dann...für uns ist es so, das nicht alles immer wegtrainiert wird. Zb Bellen im Garten. Das darf sie durchaus. Mittlerweile hören wir heraus,ob einevKatze angebellt wird, der Fuchs getade da war oder jemand am Zaun lang läuft. Für uns o.k solange es nicht überhand nimmt.
 
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Karin
heute 09:39
Es gibt einfach Dinge die für Hunde ganz normal sind.
Sei es sich in irgendwas zu wälzen, nach Mäuse buddeln, Wild hinterher jagen ....oder was auch immer. Das dies nicht unbedingt Sachen sind die der Mensch toll findet ist ja wohl mal klar. 😉
Ich finde es wichtig zu erkennen warum mein Hund das macht und was mich daran stört. Zum Beispiel darf mein Hund sich wälzen allerdings nicht unbedingt in Gülle...🤢. Wir haben ein Abbruchsignal was meistens gut funktioniert. Es kommt da natürlich auf die Wichtigkeit des Reizes an .
Ich halte mich für sehr Kompromissbereit und so halte ich es auch bei Roxy. Sie ist und bleibt 🤔🤣 ein Hund und darf auch mit wenigen Grenzen so leben.
Sie darf z.b. buddeln was ja für viele ein absolutes Nogo ist. Ich bin da allerdings in der Nähe und wenn ich erkenne das sie sich zu sehr rein steigert, meistens ist die Maus dann nicht mehr weit entfernt, rufe ich sie da weg. Ich mache mir da auch nix vor. Ich weiß das ich der Maus sicherlich damit keinen Gefallen tue, mein Hund zuhause genug zu fressen hat ...aber es ist halt ein Tier mit anderen Bedürfnissen. 🤷‍♀️
 
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Katja
heute 10:09
Es gibt einfach Dinge die für Hunde ganz normal sind. Sei es sich in irgendwas zu wälzen, nach Mäuse buddeln, Wild hinterher jagen ....oder was auch immer. Das dies nicht unbedingt Sachen sind die der Mensch toll findet ist ja wohl mal klar. 😉 Ich finde es wichtig zu erkennen warum mein Hund das macht und was mich daran stört. Zum Beispiel darf mein Hund sich wälzen allerdings nicht unbedingt in Gülle...🤢. Wir haben ein Abbruchsignal was meistens gut funktioniert. Es kommt da natürlich auf die Wichtigkeit des Reizes an . Ich halte mich für sehr Kompromissbereit und so halte ich es auch bei Roxy. Sie ist und bleibt 🤔🤣 ein Hund und darf auch mit wenigen Grenzen so leben. Sie darf z.b. buddeln was ja für viele ein absolutes Nogo ist. Ich bin da allerdings in der Nähe und wenn ich erkenne das sie sich zu sehr rein steigert, meistens ist die Maus dann nicht mehr weit entfernt, rufe ich sie da weg. Ich mache mir da auch nix vor. Ich weiß das ich der Maus sicherlich damit keinen Gefallen tue, mein Hund zuhause genug zu fressen hat ...aber es ist halt ein Tier mit anderen Bedürfnissen. 🤷‍♀️
Hauptsache, du machst das Loch wieder zu. Ich bin schon öfter in ein Loch getreten und umgeknickt 🙁.