Der Aussie gehört zu den Hütehunden.☝🏼
Bei dieser Gattung ist das von Dir beschriebene Verhalten nicht unüblich.
Was mir von allen Seiten eingetrichtert wurde, bevor ich mich für einen Border Collie entschieden habe: Was auch immer du von geistiger und körperlicher Auslastung gehört hast – das Wichtigste, was er primär lernen muss, ist Ruhe, danach Ruhe und am Ende Ruhe.
In Deinem Fall klingt das nach klassischer Leinenfrustration: Dein Hund möchte die Situation kontrollieren oder einfach hin, und der Frust entlädt sich an der Leine in Gebell. Dass beim Kontakt plötzlich alles gut ist, zeigt, dass sie nur ein Problem mit der Distanz und der Barriere hat.
Das Problem bei Leckerlis ist oft, dass sie in diesem Stress-Modus gar nicht mehr im Gehirn ankommen.
Wenn du zum anderen Hund hingehst, um das Bellen zu stoppen, lernt sie leider unbeabsichtigt: „Ich muss nur laut genug pöbeln, dann darf ich hin.“
Versuch am besten, die Distanz zum anderen Hund so weit zu vergrößern, dass sie gerade noch ruhig bleiben kann. Wenn du dich als Puffer zwischen sie und den anderen Hund bringst und kommentarlos einen Bogen läufst, nimmst du ihr die Entscheidung ab.
Auch Social Walks können da helfen, damit sie lernt, andere Hunde einfach auszuhalten, ohne dass daraus direkt Action entstehen muss.
Wie läuft das in der Welpengruppe bei euch an?