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Mel und
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 29
heute 22:04

Hund an das Bahnfahren gewöhnen – eure Erfahrungen?

Hallo zusammen, ich würde gern wissen, wie ihr eure Hunde ans Bahnfahren gewöhnt habt und was dabei gut oder weniger gut funktioniert hat. Kurz zu meinem eigenen Hund, damit ihr es besser einordnen könnt: Er ist 4 Jahre alt, noch nie Bus oder Bahn gefahren, fährt aber sehr gerne Auto. In neuen Situationen ist er eher unsicher, deshalb vermute ich, dass vor allem das Aus und Einsteigen problematisch werden könnte – insbesondere wegen dem Spalt zwischen Bahn und Bahnsteig und der Tür bzw. den Geräuschen beim Öffnen und Schließen. Mich interessieren vor allem: Wie habt ihr angefangen? (kurze Strecke, direkt rein?) Wie hat euer Hund reagiert – entspannt, unsicher, überfordert? Gab es Dinge, die ihr im Nachhinein anders machen würdet? Regionalbahn, S-Bahn, Straßenbahn – gibt es Unterschiede? Wie lief bei euch das Ein- und Aussteigen? Hatten eure Hunde Angst vor den Türen, Geräuschen vor allem auch wegen dem Zeitdruck bei Aus-Einsteigen? Hat sich euer Hund eher geweigert reinzugehen oder rauszugehen? Wie seid ihr damit umgegangen? Was hat euren Hunden in genau diesem Moment geholfen, wenn Futter keine Option war?Meiner würde nichts nehmen) Tragen eure Hunde beim Bahnfahren immer einen Maulkorb? Kleiner Hinweis noch: Ich werde nicht jeden Beitrag einzeln beantworten, sondern möchte einfach eure Erfahrungen sammeln und in Ruhe lesen – vielleicht kann ich mir das eine oder andere für uns mitnehmen.
 
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Celine
heute 19:41
Also ich weiß zwar nicht wie groß der Bahnhof in Bielefeld ist aber ich würde mir den „Spaß machen“ und zu einem Bahnhof fahren und an einen Bahnsteig auf einer Sitzbank Platz nehmen. Du könntest dir im Vorfeld Verbindungen raussuchen. So bekommt dein Hund die gestressten Leute mit und die Geräusche, einschließlich das laute zischen der Tür.
Wenn ihr Bahn fahren wollt, einfach einen guten abgeschotteten Platz reservieren, Maulkorb um und entspannen. Vielleicht wäre die Fahrradabteilung etwas für euch. Da hätte ein Hund dieser Größe mehr Raum..ansonsten ggf die erste Klasse mal durchstöbern. Man erkennt ja bei den Onlinereservierungen, wie viel Platz um einen herum ist.

Also ich habe sowas nie trainiert. Als Ronja aus Serbien ankam, bin ich 2 Tage später mit ihr Fahrstuhl gefahren und Sbahn für einige Stationen..immer hin und her.
Verlief alles super.
Meine persönliche Erfahrung ist, nicht viel tamtam daraus zu machen. Es ist was völlig normales.
Ihre erste Strecke war 1h 40 min und die längste 5 1/2h. Ronja kennt es auch hektisch zum nächsten Bahnsteig zu laufen, wenn nur 2-3 min Umsteigezeit sind. 😅

Was bei deinem Hund natürlich interessant werden könnte, sind die hohen Stufen beim ICE.
 
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Susa
heute 20:24
Wir haben unseren Hund im Alter von ca. 5 Jahren aus dem Tierheim geholt und er hat sich schnell an Bus und Bahn gewöhnt.

Wir nutzen immer Maulkorb, wir brauchen den aber auch so oft und unser Hund ist es gewohnt.
Wenn der Hund den Maulkorb nicht kennt, würde ich den erstmal separat positiv auftranieren.

Wir haben erst ein paar Tage die Straßenbahn von außen beobachtet, weil die gruselig war. Als Nino sich daran gewöhnt hatte, sind wir mal abends als die Bahn recht leer war eine Station gefahren und direkt wieder ausgestiegen.

Unser Hund hat aber auch keine Probleme mit aus und einsteigen. Die Idee mit der Endhaltestelle ist sicher gut.

Die ersten kurzen Fahrten war er noch ziemlich aufgeregt, aber das hat sich mit der Zeit gelegt.
Wir haben ihm in der Bahn Leberwurst aus der Tube als Belohnung gegeben, aber nur bei den ersten Fahrten als er noch so aufgeregt war.

Das schwierigste war ihm zu verklickern, dass er zu den anderen Leuten nicht hin soll. Nino wollte immer alle Menschen beschnüffeln. Ein paar mal hat er auch versucht bei Leuten auf den Schoß zu setzen 🙈 also Leine lieber kurz nehmen.
 
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Susa
heute 20:33
Also ich weiß zwar nicht wie groß der Bahnhof in Bielefeld ist aber ich würde mir den „Spaß machen“ und zu einem Bahnhof fahren und an einen Bahnsteig auf einer Sitzbank Platz nehmen. Du könntest dir im Vorfeld Verbindungen raussuchen. So bekommt dein Hund die gestressten Leute mit und die Geräusche, einschließlich das laute zischen der Tür. Wenn ihr Bahn fahren wollt, einfach einen guten abgeschotteten Platz reservieren, Maulkorb um und entspannen. Vielleicht wäre die Fahrradabteilung etwas für euch. Da hätte ein Hund dieser Größe mehr Raum..ansonsten ggf die erste Klasse mal durchstöbern. Man erkennt ja bei den Onlinereservierungen, wie viel Platz um einen herum ist. Also ich habe sowas nie trainiert. Als Ronja aus Serbien ankam, bin ich 2 Tage später mit ihr Fahrstuhl gefahren und Sbahn für einige Stationen..immer hin und her. Verlief alles super. Meine persönliche Erfahrung ist, nicht viel tamtam daraus zu machen. Es ist was völlig normales. Ihre erste Strecke war 1h 40 min und die längste 5 1/2h. Ronja kennt es auch hektisch zum nächsten Bahnsteig zu laufen, wenn nur 2-3 min Umsteigezeit sind. 😅 Was bei deinem Hund natürlich interessant werden könnte, sind die hohen Stufen beim ICE.
Wieso denkst du das die Stufen ein Problem sein könnten?

In meiner Stadt haben wir teilweise noch diese alten Tatra Straßenbahnen mit richtig steiler Treppe, ist für meinen Hund kein Problem.
Finde es da eher schade, dass die Leute an der Haltestelle kaum Platz zum Aussteigen lassen und der Hund wenn er aus der Bahn steigt plötzlich in so einer Menschentraube steht.

Ich lasse meinen Hund immer vor mir aus- und einsteigen, ist mir lieber so weil ich ihn dann im Blick habe.
Einen eher schüchternen/ängstlichen Hund kann man sicher auch hinter sich aussteigen lassen.
 
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Steffi
heute 20:36
Hallo, wir sind nicht gerade Profis..sind 3 Mal S-Bahn gefahren abseits des Berufsverkehrs im Rahmen eines Social-Walks der Hundeschule. Die anderen Hunde waren für Lumi aufregend, der Rest weniger.
 
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Annie
heute 20:50
Wir haben auch in ruhigen Linien bzw. zu Zeiten geübt, wo nicht so viel los war und sogar bestenfalls niemand mit uns gewartet hat. Die Busfahrer hier sind eigentlich alle zugänglich, das hat auch geholfen den eigenen „jetzt aber schnell“-Stress zu nehmen.
Meistens war dann Platz in einem 4er, je nach Hundegröße ist das praktisch, weil genug Platz ist und der Hund nicht auch noch gucken muss, wo er sich positioniert ohne im weg zu sein.
Geht aber auch nur, wenn nicht so viel los ist😅

Dann vielleicht eine Station fahren und dort nach Möglichkeit was Beruhigendes/Stress Abbauendes machen. Nach einer Weile die eine Station wieder zurück. Und das stückweise ausbauen.

Falls du möchtest, dass er sich hinlegt, ist zu bedenken, dass sie in Kurven/beim Bremsen rutschen können (falls ihn das verunsichert, wäre hinlegen keine gute Idee).

Ansonsten wird Eivor beim ein- und aussteigen sehr dicht bei uns geführt, weil die meisten Reisenden nicht damit rechnen, dass „da unten“ noch jemand rumläuft, obwohl er schon groß ist . Das dient vor allem dazu, dass er nicht so schnell über den Haufen gerannt wird.
 
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Johanna
heute 21:30
Wir haben vieles an Training schon zuhause bzw. „trocken“ angefangen.

1. Hund unter der Sitz einparken.
Bei uns gibt es in den Bussen an einigen Stellen Klappsitze, darunter liegt der Hund nicht im Weg und die Gefahr, dass andere auf die Pfoten treten ist geringer.
Ist gar kein Platz frei, soll sie zwischen meinen Füßen liegen.
Dafür haben wir mit Küchenstühlen geübt, darunter zu einzuparken und liegen zu bleiben.

2. Maulkorb
Bei uns im Tarif nicht zwingend notwendig, da keine Maulkorbpflicht besteht, spätestens in der Bahn aber notwendig.

3. Bushaltestelle
Einfach an der Bushaltestelle stehen und aushalten, dass Busse vorbeifahren und halten, Leute ein- und aussteigen und niemanden belästigen.
Und aufpassen in welchen Bus ich einsteigen will (nicht wahllos irgendwo, unsere Hündin würde gerne in alle Autos einsteigen, auch fremde wie Postautos oder Fahrschulen wenn die Türen aufgehen 🫣)

4. ein- und aussteigen
Wir sind am Anfang ein und direkt wieder ausgestiegen. Maximal eine sehr kurze Station gefahren. Hätten wir größte Probleme erwartet, hätten wir das an einer Endhaltestelle mit stehendem Bus versucht.

Danach haben wir die Strecke langsam auf 3-4 Stationen gesteigert und sind dann eine schöne Runde nach Hause gelaufen.
Aus Zeitgründen ging es danach direkt auf 20 Minuten, weil ich unsere Hündin mit zur Arbeit nehme und dann nach Urlaub und Home Office wieder tageweise ins Büro musste.
Das einzige problematische ist für unsere Hündin das Gelenk in Gelenkbussen, das findet sie super gruselig. Also Anfangs evtl. an der ersten Tür aussteigen, oder im stehenden Zustand darüber gehen.

Für uns war Bahn fahren dann kein weiterer Aufwand. Wie haben alles gemacht wie im Bus und Straßenbahn und unsere Hündin war entspannt.
 
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Annette
heute 21:35
So einfach ist das du bezahlst doch auch für mich dann will ich einen Platz
 
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Annette
heute 21:38
Interessant
 
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Vivi &
heute 22:04
So einfach ist das du bezahlst doch auch für mich dann will ich einen Platz
Genau so sollte es nicht aussehen. Hunde gehören nicht auf den Sitz. Die Jacke drunter macht es besser, aber nicht okay.