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Tami
Einleitungs-Beitrag
Anzahl der Antworten 36
zuletzt 7. März

Gassi an der Straße

Ich brauche dringend einen Rat oder auch nur ein offenes Ohr :) Seit einer Woche ist unser Barney bei uns. 4 Monate als aus dem Tierschutz (Rumänien). Wir üben fleißig die stubenreinheit und meist klappt das schon ziemlich gut :) Wenn wir in Wälder oder Felder spazieren, klappt das auch recht gut, er macht zwar noch kein Geschäft dort aber er läuft motiviert und ist neugierig. Wenn wir aber bei uns zuhause an der Straße laufen (sehr wenig befahren) dann ist er sehr ängstlich. Ich versuche ich positiv zu locken: mit leckerlie, mit Worten. Wir beobachten in Ruhe aber es geht schleppend voran. Bin ich zu ungeduldig oder gibt es noch tips die ich anwenden kann?
 
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Britta
28. Aug. 05:50
Einfach ganz normal voraus laufen. Ohne reden, ohne Leckerlie. Der wird schon kommen...
 
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B.
28. Aug. 05:51
Haben bei unsere das Wort "ist ok " etabliert. Wenn sie Angst hatte oder immer noch hat sag ich das und wir gehen weiter oder schauen es uns an. Je nach Situation. Braucht aber Zeit. Jetzt nach gut 3 Jahren kann ich die so gut lesen und sie vertraut so gut das fastxalle Situationen schon wenn ich seh oh da hat sie Angst oder es ist ihr nicht geheuer mit dem Wort in griff bekomme
 
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Nina
28. Aug. 06:09
Dachte heute geb ich mal ein kurzes „Update“: Ich habe heute meinen Sohn mal mitgenommen. Er ist 6. und ich weiß nicht ob es daran lag aber heute lief es viel besser!!! Ich denke Geduld ist hier gefragt. 🎉 er hat auch schon ein Häufchen hinterlassen und mich danach stolz angeschaut 🤣 ich laufe mit ihm die Strecke, die ich täglich mit den Kids laufe um in die Schule und Kita zu kommen
Ich glaube das kann daran liegen, weil Kinder eben unbedarft an sowas rangehen. Und das ist der Schlüssel zu dem ganzen.
 
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Tami
28. Aug. 08:42
Mittlerweile klappt es immer besser, die Straße ist kein Problem mehr für ihn 🥳 Traktoren sind immer noch beängstigend aber er schaut mittlerweile aus der Ferne statt die Flucht ergreifen zu wollen. Macht er super:)
 
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꧁𒆜𝔍𝔢𝔰𝔰𝔦𝔠𝔞⚜️
28. Aug. 17:35
Ich war mit Odin in einer sehr ähnlichen Situation. 🫣
Die ersten zwei Wochen als er bei uns war hatten wir noch in der Stadt gewohnt.
Er wollt überhaupt nicht gassi gehen. Hatte vor allem und jeden Angst gehabt.
Als wir dann eher ländlich gezogen sind ist er komplett aufgeblüht 🤩
Ich vermute sehr das die ländliche Gegend ihn nicht so viel Angst gemacht hat sprich nicht so viele Autos, Mensch und Hunde.
Nach einer Woche auf der ländlichem Umgebung konnte ich ihn sogar ableinen ❤️
Ich habe ihn erst später als unser Bindung fester war nach und nach an die Stadt gewöhnt.

Aber im allgemeinen muss dein Schatz dich erstmal kennen lernen. Er kennt dich noch nicht und versteht „deine Sprache“ noch nicht. Natürlich ist er bei Situation die ihm nicht geheuer sind ängstlich. Du wirst auch mit keinen Menschen mit gehen in eine Situation die dir Angst macht und du dessen Sprache nicht verstehst.
Mit der Zeit wird das alles schon ☺️
 
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Rüdiger
7. März 19:48
Ich habe eine ca. 3 jährige Hündin aus Griechenland. Also 1,5 Jahre Straße in Griechenland und der Rest im Shelter. Diese Hündin habe ich ungefähr ein halbes Jahr. Macht euch nicht fertig mit dem Gedanken alles richtig machen zu müssen. Bei einer festen Struktur die nicht einreißen darf, kann sich gerade ein Angsthund orientieren. Sogar "normale Hunde" haben Probleme den Menschen ohne Struktur richtig zu lesen. Und wenn der Hund mal was falsch macht wer rastet aus, der Mensch.
Geduld ist das A&O. Gebt euch und dem Hund Zeit.

Struktur: zur gleichen Zeit Gassi gehen und in der ersten Zeit immer die gleichen Wege/zur gleichen Zeit gibt es Futter/kein Futter vom Essenstisch/Schlafenszeit organisieren sich die Hunde meist selbst. Nicht auf den Hund einreden wenn er aus eurer Sicht etwas falsch gemacht hat. Er kann die menschliche Sprache nicht. Jegliches einreden auf den Hund ist Zuwendung und er interpretiert dies dann als Lob. Ebenso nur dann Leckerlies geben wenn das gewünschte Verhalten gezeigt wird. Und nur dann und nicht 2 - 3 Sekunden später.